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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2017

Unzureichende Erklärung der Welt

Winterseele. Kissed by Fear
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Meine Meinung:
Elizabeth kann die Elemente (Winter, Herbst, Moos, Nebel usw.) und auch die Gefühle (Trauer, Angst, Wut....) in der Welt sehen und nimmt wahr, wie diese Gefühle die Menschen um sie herum ...

Meine Meinung:


Elizabeth kann die Elemente (Winter, Herbst, Moos, Nebel usw.) und auch die Gefühle (Trauer, Angst, Wut....) in der Welt sehen und nimmt wahr, wie diese Gefühle die Menschen um sie herum beeinflussen. Nur sie selbst wird von den Gefühlen nicht berührt, denn sie hat eine Leere in sich und ihr ist nicht klar, woher diese Gefühllosigkeit kommt. Als Leser merkt man schnell, dass Elizabeth vielleicht doch mehr wahrnimmt als sie denkt, aber mehr möchte ich auch nicht verraten.

Im ersten Moment klingt die Geschichte wirklich gut und man muss auch sagen, dass die Grundidee wirklich gelungen ist. Nach und nach kommen wir hinter das Geheimnis von Elizabeth. Man hat zwar so seine Ideen, aber auf die richtige Auflösung kann man meiner Meinung nach nur sehr schwer selbst kommen.

Das Ding mit den Gefühlen und der Gefühllosigkeit ist eben, dass damit auch Logiklücken einhergehen können und davor konnte sich die Autorin einfach nicht schützen. Denn die Gefühle sind nicht immer da, wenn jemand etwas fühlt. Das ist für mich teilweise etwas unlogisch, weil in diesen Momenten auch relativ schlechte Ausreden genutzt werden. Zum Beispiel, dass es sich in der Situation um einen Instinkt und kein Gefühl handelt, oder dass der Mensch aus einer Erinnerung heraus fühlt und das Gefühl daher nicht vor Ort sein muss. Für mich wirkte das häufig nicht ganz schlüssig. Generell fehlt teilweise eine detaillierte Erklärung zu der Welt, die die Autorin aufgebaut hat. Daher ist die Auflösung für mich auch nicht befriedigend, weil mir einige Hintergründe einfach nicht klar geworden sind. Die Autorin hält sich dann lieber mit dem Schulalltag von Elizabeth auf, mit ihren nervigen Schulkameraden oder ihrem gewalttätigen Vater, aber vergisst dadurch ihre Welt für den Leser logisch zu gestalten. Dadurch wurde die Geschichte zäh und die Auflösung unzureichend logisch. Da wurde Potential verschenkt!


Fazit:


Auch wenn die Grundidee gut ist, verpasst die Autorin die Chance ihre Welt logisch zu erklären. Es bleiben Fragen offen, man wird mit Ausreden von den logischen Lücken abgelenkt und die Autorin hält sich mit unnötigen Szenen auf, die sie lieber für die Erklärung ihrer Welt hätte nutzen sollen. Für mich wurde hier Potential verschenkt, sodass ich leider nur 2 Sterne vergeben kann.

Veröffentlicht am 03.06.2017

Trashig und actionreich

Die Brut - Sie sind da
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Meine Meinung:
"Die Brut - Sie sind da" ist der erste Teil einer Trilogie rund um eine Spinnenplage, die die Welt bevölkert. Viele empfinden es als Spoiler, wenn man schreibt, dass es sich um Spinnen ...

Meine Meinung:
"Die Brut - Sie sind da" ist der erste Teil einer Trilogie rund um eine Spinnenplage, die die Welt bevölkert. Viele empfinden es als Spoiler, wenn man schreibt, dass es sich um Spinnen handelt. Ich persönlich möchte es sofort erwähnen, einfach weil ich der Meinung bin, dass es 1. alleine aus dem Cover schon klar wird und 2. es einfach genug Leute mit einer echten Spinnenphobie gibt, die dann vielleicht umsonst 10€ für ein Buch ausgeben und es eh nicht lesen können. Das muss ja nicht sein ;)

Ich muss sagen, dass mich das Buch nur mittelmäßig begeistert hat. Ich habe lange zwischen 2 und 3 Sternen geschwankt und gebe aber dennoch 3 Sterne, denn man muss dem Buch zugute halten, dass die Geschichte einfach actionreich ist. Wenn man Bücher mag, die ähnlich wie ein Hollywood-Horror-Trash-Film geschrieben sind, dann wird man das Buch lieben. Denn die Geschichte erinnert häufig an einen Film, denn der Autor springt durch die Welt und gewährt uns Einblicke in das Leben ganz unterschiedlicher Personen, die alle auf unterschiedliche Art und Weise von der Plage betroffen sind. Sehr viele sterben, während wir ganz nah dabei sind. Einige Personen lernen wir näher kennen und diese Personen tauchen auch immer wieder in der Geschichte auf (zu denen gleich mehr). Die Geschichte ist dabei absolut actionreich und durch die Thematik aber auch oftmals sehr gruselig/ekelig, aber auch sehr trashy. Ich konnte mir einzelnen Szenen wirklich gut vorstellen und finde, dass manches auch in einen witzigen Trash-Film passt.

Aber ich bin auch nicht ganz überzeugt und werde die Trilogie nach dem ersten Band nicht weiter verfolgen und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mir ist das Ganze etwas zu abgedreht und skurril. Ich hatte mir irgendwie doch eine etwas ernsthaftere Story gewünscht, aber ich persönlich hab eben immer diesen Trash-Film vor Augen. Mich interessiert einfach nicht, wie es mit der Welt in der Geschichte weiter geht. Das liegt insbesondere auch daran, dass die Charaktere wenig Tiefgang zeigen. Dadurch dass der Autor uns so viele Geschehnisse auf der Welt zeigt, bleiben die wichtigen Figuren irgendwie im Hintergrund. Mir ist das persönlich einfach zu wenig und ich kann daher nur solide 3 Sterne vergeben.


Fazit:
Eine trashige und sehr actionreiche Geschichte, die an einen Hollywood-Blockbuster denken lässt. Für mich war das Ganze irgendwie zu abgedreht und skurril - außerdem fehlte mir Tiefgang bei den wichtigen Charakteren. Es war ein durchwachsenes Lesevergnügen mit Höhen und Tiefen. Daher vergebe ich solide 3 Sterne!

Veröffentlicht am 21.05.2017

Man kann eine Geschichte auch mit zu vielen Ideen überladen

Die Seiten der Welt
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Meine Meinung:
Ich will zu diesem Buch gar nicht so viele Worte verlieren, weil ich Band 1 und 2 schon sehr ausgiebig rezensiert habe. In Band 2 habe ich meine Kritikpunkte genau beschrieben und genau ...

Meine Meinung:


Ich will zu diesem Buch gar nicht so viele Worte verlieren, weil ich Band 1 und 2 schon sehr ausgiebig rezensiert habe. In Band 2 habe ich meine Kritikpunkte genau beschrieben und genau mit diesen geht es hier auch einfach weiter. Denn Kai Meyer hat diese Geschichte meiner Meinung nach mit Ideen überfrachtet. Das führt dazu, dass der rote Faden komplett verloren geht. Er baut immer mehr Hintertürchen ein, immer mehr Fantasywissen, immer mehr Geheimnisse, immer mehr und immer mehr. Das ist einfach zu viel. Er überlädt die Geschichte, nimmt den Leser nicht mehr mit und der Leser kann auch nicht mehr richtig folgen.

Ich habe das Buch nach der Hälfte abgebrochen. Ganz einfach, weil ich gar nicht mehr wissen will, wie es endet. Ich habe mich durch die Geschichte gequält, immer mal wieder 10 Seiten gelesen, aber es fesselt mich einfach nicht mehr. Die Figuren sind mir nicht nahe, mir ist das alles zu überladen und zu viel. Ich gebe der Geschichte dennoch 2 Sterne, denn was man Kai Meyer absolut nicht streitig machen kann, ist seine Fantasie und sein Ideenreichtum. Es ist unglaublich, dass man sich so eine facettenreiche Geschichte einfallen lassen und mit so vielen neuartigen Ideen daher kommen kann. Da muss man den Hut ziehen! Trotzdem würde ich mir wünschen, dass er beim nächsten Mal dem Leitsatz "Weniger ist manchmal mehr" folgt und vorallem nicht vergisst, einen roten Faden beizubehalten. Ich konnte hier einfach nicht am Ball bleiben. Das ist insbesondere dann besonders schwer, wenn man sein Herz eben nicht an die Figuren verliert - schade!

Fazit:


Kai Meyer konnte mich mit seinen Figuren und seinen zahlreichen Ideen in dieser Trilogie leider nicht packen. Band 3 musste ich nach einem starken Band 1 und einem viel schwächeren Band 2 leider abbrechen, weil mir absolut der rote Faden fehlt. Herr Meyer hat zwar eine unfassbare Fantasie, aber meiner Meinung nach hat er die Geschichte absolut überladen und verliert dabei den Leser, weil der gar keine Zeit hat, sich in dieser Welt zurecht zu finden und sein Herz an die Figuren zu hängen. 2 Sterne für eine fantasievolle Geschichte, die mich aber leider nicht überzeugen konnte!

Veröffentlicht am 21.05.2017

Zu wenig Antworten

Das unendliche Meer
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Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht genau, was ich sagen soll. Irgendwie war es nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Band 1 hatte mich positiv überrascht, ich mochte den Überlebenskampf von Cassie, mochte ...

Meine Meinung:


Ich weiß gar nicht genau, was ich sagen soll. Irgendwie war es nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Band 1 hatte mich positiv überrascht, ich mochte den Überlebenskampf von Cassie, mochte die Richtung, die die Geschichte genommen hat und fand auch die beginnende Liebesgeschichte interessant. In Band 2 spielt Cassie gar keine so große Rolle mehr. Der Fokus liegt diesmal mehr auf Ringer, was meiner Meinung nach aber auch völlig okay ist. Ich glaube, es würde langweilig werden, wenn man immer nur aus der Sicht einer Person lesen würde. So bekommt die Geschichte unterschiedliche Facetten. Ich glaube, deshalb ist und bleibt die Geschichte spannend. Doch auch, wenn die Entwicklung und insbesondere der Tiefgang der Charaktere einfach unglaublich gut beschrieben ist und der Autor hier wirklich nicht mit Details spart, um seine Figuren zum Leben zu erwecken, konnte er mich mit dem Inhalt der Geschichte nicht ganz überzeugen.

Das liegt insbesondere an der Frage nach dem Warum. Ja - Warum machen es sich die Anderen/Aliens/Außerirdischen, wie man immer sie auch nennen will, so schwer? Warum nicht einfach schnell und leise alle Menschen ausrotten? Warum diese Umwege und dieser Aufwand? Ringer geht dieser Frage nach und schweift dabei ins absolut Philosophische und manchmal auch ins Esoterische ab. Antworten? Von wegen - es werden Theorien aufgestellt, erst denkt man, man hat es verstanden, dann wird alles wieder umgeschmissen. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich zwischendurch den Faden verloren habe und gerade wirklich gar nichts mehr verstehe.

Ich habe jetzt in Rezis von Band 3 gelesen, dass die große Frage nach dem Warum nie wirklich aufgeklärt wird. Ehrlich gesagt, nimmt mir das etwas die Vorfreude und ich weiß nicht, ob ich mich wirklich an Band 3 rantrauen soll. Bei Band 2 bin ich definitiv hin und her gerissen, denn die Figuren sind wieder mal grandios, Spannung halten kann Rick Yancey, aber Fragen werden einfach zu wenig beantwortet. Er lässt für mich den Leser einfach zu sehr im Dunkeln.


Fazit:


Band 2 lässt mich zwiegespalten zurück, denn die Figuren sind wieder mal grandios dargestellt und unfassbar facettenreich, Spannung halten kann Rick Yancey, aber die offenen Fragen und insbesondere die Frage nach dem Warum wird einfach zu wenig beantwortet. Der Autor lässt den Leser verwirrt zurück. Solide 3 Sterne!

Veröffentlicht am 20.05.2017

Guter Anfang, Schlechtes Ende

Post Mortem - Tage des Zorns
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Meine Meinung:
Diese Reihe fasziniert mich gar nicht so richtig. Die ersten beiden Teile fand ich in Summe mäßig. Der Bruch Interpol Agentin vs. Profikiller gefällt mir gut, gefiel mir auch schon von ...

Meine Meinung:
Diese Reihe fasziniert mich gar nicht so richtig. Die ersten beiden Teile fand ich in Summe mäßig. Der Bruch Interpol Agentin vs. Profikiller gefällt mir gut, gefiel mir auch schon von Anfang an. Die Umsetzung ist dagegen aber in allen 3 Büchern nicht so richtig überzeugend.

In Band 3 "Tage des Zorns" haben wir also wieder zwei Handlungsstränge - einmal Emilia, einmal Avram. Wie immer, mag ich Avram einfach lieber, weil ich Emilia nicht wirklich als wahre und echte Person wahrnehme. Könnte durchaus daran liegen, dass der Autor ein Mann ist und meiner Meinung nach Emilias Gefühlswelt nicht realistisch darstellen kann. Beide lösen also ihre Fälle und haben mit ihren eigenen kleinen Problemchen zu kämpfen. Wie der Klappentext schon sagt, führen diese Handlungsstränge irgendwann wieder zueinander. Aber Achtung, dies passiert erst nach der Hälfte des Buches, was meiner Meinung nach fast etwas spät ist. Bis zur Hälfte des Buches fand ich die Geschichte auch noch wirklich spannend und mitreißend. Nach und nach verliert der Autor allerdings die Bindung zur Realität. Insbesondere die Polizeiarbeit und die zahlreichen Alleingänge von Emilia sind mir persönlich einfach VIEL ZU UNREALISTISCH. Das würde es so einfach nicht geben und das würde so auch einfach nicht gehen. Ich mag Thriller, wenn sie etwas abgehoben sind, aber trotzdem muss man die Polizeiarbeit meiner Meinung nach so realistisch wie möglich darstellen. Wenn da mal ein DNA-Test schneller verläuft als es in Wirklichkeit möglich ist, macht mir das nichts aus. Wenn aber ganze Szenerien und Einsätze der Polizei völlig aus der Luft gegriffen wirken, ist mir das Ganze dann doch zu viel.

Herr Roderick konnte mich hier zu Beginn noch überzeugen. Zum Ende hin wird die Geschichte aber einfach ziemlich flach. Vielleicht werden mir Emilia und Avram gerade etwas überdrüssig und daher weiß ich nicht genau, ob ich mich noch so richtig auf Band 4 freuen soll.


Fazit:
Der dritte Band der Post Mortem Reihe konnte mich zu Beginn noch überzeugen, weil die Geschichte mitreißend und spannend startet. Zum Ende hin werden insbesondere die Alleingänge von Emilia für mich persönlich zu unrealistisch. Ich hätte mir hier eine klare und realitätsnahe Darstellung der Polizeiarbeit gewünscht. So ist mir das alles etwas zu flach Richtung Ende. Ich lande bei soliden 3 Sternen und werde etwas vorsichtig an Band 4 heran gehen, wenn dieser 2018 erscheint.


P.S. - weiß jemand wie viele Bände geplant sind?