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Veröffentlicht am 23.12.2019

Das Heer des weißen Drachen

Das Heer des Weißen Drachen
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Anthony Ryan hat sich im Fantasy- Genre bereits ein Namen gemacht. Bereits seine Rabenschatten- Trilogie konnte den begeisterten Fantasy- Leser überzeugen, auch mich. Und auch mit seiner Draconis Memoria- ...

Anthony Ryan hat sich im Fantasy- Genre bereits ein Namen gemacht. Bereits seine Rabenschatten- Trilogie konnte den begeisterten Fantasy- Leser überzeugen, auch mich. Und auch mit seiner Draconis Memoria- Reihe kann er seine Leser fesseln. „Das Heer des weißen Drachen“ ist der zweite Band der letztgenannten Reihe. Hierbei ist es wichtig, dass man bereits den Vorgänger „Das Erwachen des Feuers“ gelesen hat. Bei einer so komplexen Fantasy- Welt ist es wirklich sinnvoll, dass man sich an die richtige Reihenfolge hält, da man sonst nicht viel vom Inhalt nachvollziehen kann.

Klappentext:
Jahrhundertelang baute das gewaltige Eisenboot- Handelssyndikat auf Drachenblut – und die außergewöhnlichen Kräfte, die es verleiht. Als die Drachenblutlinien versiegen und Kundschafter ausgesandt werden, um neue Quellen zu entdecken, kommt ein verheerendes Szenario in Gang. Claydon Torcreek ist einer der Überlebenden der gefahrvollen Reise durch das unerforschte Hinterland des Corvantinischen Reiches. Statt der neuen Blutquellen, die die Zukunft seines Volkes hätten sichern können, entdeckt er jedoch einen Albtraum. Der legendäre Weiße Drache ist aus seinem Jahrtausende währenden Schlaf erwacht und giert danach, die Welt der Menschen in Schutt und Asche zu legen. Und noch schlimmer: Er befehligt eine Armee aus Verderbten, die ihm hörig sind.

Die Gestaltung des Buches ist mir sofort positiv aufgefallen. Mit „Das Heer des weißen Drachen“ hält man ein liebevoll gestaltetes Werk in den Händen. Allein die Karte ist nur eins der wenigen Beiwerke, die ich als hilfreich empfunden habe. Gerne habe ich sie unterstützend aufgeschlagen, damit ich mich in dieser fremden Welt besser zurechtfinden konnte.
Wie man es von dem Fantasy- Autor Anthony Ryan gewohnt ist, ist auch diesmal der Schreibstil wieder sehr angenehm, die Seiten fliegen nur so dahin. Er erzählt seine Geschichten bildhaft und wortgewandt. Schafft er es den Leser in eine überzeugende Atmosphäre zu saugen, sodass er das Buch nur ungern wieder zu Seite legen möchte. Gebannt folgt man den Abenteuern, welche die Protagonisten bestreiten müssen und hat dabei ein genaues Bild vor dem geistigen Auge von der erschaffenen Welt. Diese fiktive Welt ist detailreich und konnte mich von seiner vielseitigen Art überzeugen. Bereits im ersten Band hat man als Leser einen guten Einblick in diese fremdartige und bedrohliche Welt erhalten. Im zweiten Band wird dieses Wissen vertieft, man bekommt mehr Informationen und neue Wissenshäppchen, die dem geneigten Leser bei der Stange halten, sodass er einfach nur zu gerne mehr von dieser komplexen Welt erfahren möchte. Das Worldbuilding hat mir gut gefallen und konnte mich auch dieses Mal wieder vom Erzähltalent des Autors überzeugen,
Auch wird man wie man es bereits aus „Das Erwachen des Feuers“ kennt, mitten in das Geschehen hineingeworfen. Man ist sofort mittendrin. Eine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse sucht man hier vergebens. Daher brauchte ich ein paar Seiten, um mich wieder in dieser vielschichtigen Welt zurechtzufinden. Diese Startschwierigkeiten hatten sich jedoch schnell wieder gelegt, konnte ich mir die bisherigen Ereignisse dann doch recht schnell wieder in Erinnerung gerufen, sodass ich wieder wohl in diesem Buch gefühlt hatte.
Erzählt wird auch dieser Band wieder aus unterschiedlichen Erzählsträngen. Hierbei kann ich mich jedoch nicht wirklich einigen, welcher mir davon am besten gefallen hat. Jeder Charakter muss auf seine Art Abenteuer bestreiten und um sein Leben kämpfen. Er muss Aufgaben meistern und an diesen wachsen, dabei aus seinen Fehlern lernen. Mir hat es gefallen, dass es keinen wirklichen Protagonisten gibt, welcher mich über die Dauer der Seiten genervt hat, zu gerne habe ich die jeweiligen Perspektiven verfolgt und habe mit den einzelnen Personen mitgefiebert. Im zweiten Teil wird Sirus als Erzählstrang eingeführt. Dieser hat mir gut gefallen, bekommt man doch durch ihn einen Einblick in das Heer des weißen Drachen und kann die ganze Geschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Dadurch wirkte alles dreidimensionaler, hat in meinen Augen gewisse Situationen nochmal anders erscheinen lassen. Dies war ein guter Schachzug von Seiten des Autors, wirkte die Story dadurch weniger schwarz/ weiß und somit viel plastischer.
Dieses Werk ist eine gelungene Mischung aus Fantasy und Steampunk. Auch hier sind die Drachen ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte. Genauso wichtig sind aber auch die Erfindungen, die in der Vergangenheit gemacht wurden sind und dessen Auswirkungen auf das aktuelle Leben. Dieser Genremix hat mir auch dieses Mal wieder gut gefallen.
Auch der Mittelband der Trilogie ist voller Abenteuer und Action. Eine spannende Szene jagt die andere. Dem Leser und auch den Charakteren wird keine große Verschnaufpause gegönnt, um sich auszuruhen oder um sich auf die bevorstehenden Ereignisse vorzubereiten. Dennoch gibt es ein paar langwierige Szenen, die sich ein bisschen in die Länge ziehen und durch die ich mich hindurch kämpfen musste. Besonders bei Clay gab es meiner Meinung nach ein paar Stellen, die man hätte kürzen können. Aber dies ist Ansichtsache und nach meiner Ansicht haben sich solche Passagen in Bezug auf die Länge des Buches doch eher im Hintergrund gehalten und waren selten. Daher kann ich getrost über diese etwas zäheren Situationen hinwegsehen.
Der Mittelteil endet mit einem fiesen Cliffhanger. Konnte man mit dem Ende von „Das Erwachen des Feuers“ noch ganz gut leben, so ist dieser schon ziemlich fies. Zu gerne möchte man wissen, wie die Geschichte weitergeführt wird und wohin all dies führt, wie die Geschichte ausgeht. Daher kann ich nur gespannt sein und ich bin schon sehr auf „Das Imperium aus Asche“ gespannt.

Auch mit „Das Heer des weißen Drachen“ konnte mich Anthony Ryan wieder von seinem Erzähltalent überzeugen. Mir hat der zweite Band sogar ein bisschen besser als der erste gefallen. Dies könnte aber auch daran liegen, dass die doch recht lange Eingewöhnungsphase aus „Das Erwachen des Feuers“ entfallen ist. Dennoch glaube ich, dass Ryan mehr kann. Aufgrund ein paar kleinerer Schwächen möchte ich 4 Sterne vergeben und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird. Für alle, die den ersten Teil bereits verschlungen haben. Sie werden auch diesen mit Genuss lesen.

Veröffentlicht am 23.12.2019

Königin der Monster

Königin der Monster
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Nika S. Daveron hat mit ihrem fantastischen Jugendbuch „Königin der Monster“ ein interessantes und humorvolles Werk geschrieben. Dies war mein erstes Buch von dieser Autorin und sie konnte mich gut unterhalten. ...

Nika S. Daveron hat mit ihrem fantastischen Jugendbuch „Königin der Monster“ ein interessantes und humorvolles Werk geschrieben. Dies war mein erstes Buch von dieser Autorin und sie konnte mich gut unterhalten. „Königin der Monster“ ist (bisher) ein alleinstehendes Buch, sodass es sich ohne Vorkenntnisse lesen lässt.

Klappentext:
Lena Arimont hat eher ungewöhnliche Freunde. Zum Beispiel den Serienkiller Ridgeway, den Dämon Kezramon und den Voodoo-Hexer Cobalt. Denn Lena ist anders als die anderen. Ihre höchst lebendige Fantasie erweckt jeden Bösewicht aus Büchern oder Filmen zum Leben, wodurch sie fortan in ihrer Welt herumgeistern. Mittlerweile hat sie sich daran so gut wie gewöhnt und lebt ein fast normales Leben - auch wenn die Themen, die Lena mit ihren Freunden bespricht, ein bisschen düsterer sind, als die der anderen Achtzehnjährigen in ihrer Abschlussklasse. Doch als eines Tages Matteo in ihr Leben stolpert, steht Lenas Kleinstadtleben plötzlich Kopf. Denn Matteo ist Dämonenjäger. Und er sieht verdammt gut aus.

Mein erster Blick auf das Cover konnte sofort meine Neugier wecken. Und als ich dann auch noch den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch nur zu gerne lesen möchte. Meiner Erwartungen an dieses Buch waren nicht besonders groß, ich habe bisher noch kein Werk von dieser Autorin gelesen, und daher bin ich ohne Vorbelastungen oder Erwartungen an dieses herangegangen. Daher war ich positiv überrascht gewesen.
Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, hat eine leichte Art und lässt sich flüssig lesen. Das Buch ist humorvoll und konnte mich an diversen Szenen zum Schmunzeln bringen. Auch ist es spannend gestaltet und einige unerwartete Wendungen haben den Spannungsbogen aufrecht erhalten. Diverse Szenen bestechen durch ihre Unvorhersehbarkeit, andere daher wirkten auf mich noch etwas unausgereift und teilweise auch vorhersehbar.
Der Einstieg in „Königin der Monster“ ist mir leichtgefallen. Man wird mitten in das Geschehen hineingeworfen und lernt sofort die Protagonistin Lena und ihr Leben mit den Monstern kennen. Hierbei bekommt man einen guten Einblick in dessen Alltag, wie sie miteinander leben und auch ihr Miteinander lernt man kennen, wie sie humorvoll miteinander umgehen.
Die Protagonistin Lena ist ein 18- jähriges Mädchen mit einem besonderen Talent. Wenn sie sich Horrorfilme anschaut, kann es passieren, dass das Monster beziehungsweise der Bösewicht sich materialisiert und nun als Untermieter bei ihr wohnt. Hierbei gibt es gewisse Regeln, an die sich die Monster halten müssen, auch wenn sie nicht wieder verschwinden wollen. Für ihr Alter ist Lena recht taff, wohnt sie schließlich mit Monstern unter einem Dach zusammen, sie hat ihre ganz eigene Art, Probleme zu bewältigen. Auch ist sie recht stur und dickköpfig, diese Eigenschaften werden ihr im Verlaufe des Buches mehrmals zum Verhängnis. Im Fokus stehen in der Geschichte besonders drei ihrer Monster. Dies sind der der Vodoo- Hexer Cobalt, der nicht ganz so clevere aber sehr starke Serienmörder Ridgeway mit seiner Sense und der Dämon Kezramon. Besonders die ersten beiden sind für die Handlung wichtig und greifen immer wieder mal aktiv ins Geschehen ein. Vor allem Cobalt ist mir mit seiner Art ans Herz gewachsen. Er ist clever und hiterfragt diverse Dinge, hat aber auch ein komisches Hobby, dennoch hat er mich mit seiner Art und Weise öfters zum Lachen gebracht. Schade fand ich, dass das Potential der Monster nicht vollständig ausgenutzt wurde. Sie wirkten auf mich größtenteils recht platt und nicht ganz ausgereift. Auch sind nur drei der Monster ein wesentlicher Bestandteil der Handlung, die anderen sind – wenn überhaupt- Randfiguren. Hier hätte man mehr aus diesem Aspekt des Jugendbuches machen können.
Der Gegenpart zu Lena ist Matteo, ein Monsterjäger. Er zieht in die Nachbarschaft und zwischen den beiden entsteht recht schnell eine Art Verbindung. Auch er ist ein recht dicker Sturkopf und die Streitgespräche bzw. diverse Schlagabtäusche zwischen Matteo und Lena haben mich gut unterhalten. Was ich persönlich schade fand, die Familie von Matteo wird hier nur ein paarmal erwähnt, nur selten treten sie in Aktion. Daher wirkten sie sehr blass, hier hätte man mehr aus der Familie, bestehend aus Monsterjägern machen können. Schade.
Etwas ungünstig fand ich Entwicklung der Beziehung zwischen Matteo und Lena. Die beiden sind solche Dickköpfe und werfen sich oftmals nicht nur nette Worte an den Kopf. Dennoch baut sich eine besondere Verbindung zwischen den beiden auf, auch wenn beide mehrmals dagegen ankämpfen oder es auch nur versuchen. Ich verstehe nicht ganz, wieso die beiden sich so voneinander angezogen fühlen, wirkte auf mich nicht ganz realistisch.
Der Schluss von „Königin der Monster“ konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen. Da ich nicht spoilern will, möchte ich nicht näher darauf eingehen. Aber die Auflösung oder auch die Bewältigung des Problems hätte man auch anders lösen können.

Insgesamt hat mich „Königin der Monster“ aus der Feder von Nika S. Daveron gut unterhalten – ein spannender und humorvoller Roman, ein interessanter Zeitvertreib für Zwischendurch. Aufgrund ein paar Schwächen möchte ich dem Buch 4 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Bloodmage

Bloodmage
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Der Fantasy- Roman aus der Feder von Stephen Aryan mit dem Titel „Bloodmage – Tage des Krieges 2“ ist die Fortsetzung von „Battlemage“ und damit der Mittelteil einer Trilogie. Hierbei ist es zwingend erforderlich, ...

Der Fantasy- Roman aus der Feder von Stephen Aryan mit dem Titel „Bloodmage – Tage des Krieges 2“ ist die Fortsetzung von „Battlemage“ und damit der Mittelteil einer Trilogie. Hierbei ist es zwingend erforderlich, dass man bereits den Vorgänger gelesen hat, damit einem die Zusammenhänge besser klar werden.

Klappentext:
Der irre König Taikon wurde besiegt und der Westen befreit. Doch das Reich hat sich noch lange nicht vom Krieg erholt. Furcht und Misstrauen spalten die Völker; Magier werden aus Angst vor ihren Kräften ausgestoßen und verachtet. Die junge Königin Talandra steht vor der scheinbar unmöglichen Aufgabe, die Völker zu vereinen und das Reich zusammenzuhalten. Als die Stadt Perizzi von einer grausamen Mordserie erschüttert wird, prallen Wächter, Spione und Mörder aufeinander und drohen, die Stadt in einem Blutbad versinken zu lassen. Voller Intrigen, blutiger Schlachten und kraftvoller Magieausbrüche wird das epische Abenteuer um die Tage des Krieges in »Bloodmage« fortgesetzt.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies mein erstes Buch von dem Autor Stephen Aryan war. Dies war eher Schuld des Covers, welches mich gereizt hat, dieses Buch zu lesen. Dabei habe ich jedoch nicht gleich bemerkt, dass „Bloodmage“ der zweite Teil einer Trilogie ist. Dies spricht einerseits für das Cover an sich. Jedoch war auf dem E-Book- Cover nicht gleich erkennbar, dass der Untertitel auf eine Trilogie hindeutet.
Da ich leider kein Vorwissen aus dem ersten Band „Battlemage“ hatte, habe ich mich zu Beginn des Buches leider recht schwer getan. Ich hatte Schwierigkeiten die Zusammenhänge und Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren vollständig zu verstehen. Musste oftmals überlegen, wer diese Person denn nun eigentlich war und was seine Beweggründe sind. Die unterschiedlichen Erzählstränge haben es mir hierbei nicht leider gemacht.
Der Schreibstil von Aryan ist recht angenehm, sodass sich das Buch im Grunde flüssig lesen lässt. Dass ich für dieses Werk so lange gebraucht habe, und so meine Schwierigkeiten damit hatte, lag nicht am Schreibstil des Autors. Er schafft es gekonnt, dass eine gelungene Atmosphäre geschaffen wird. Und auch das Worldbuilding fand ich recht ansprechend. Vielseitige Wesen kommen in dieser vor, manche Rassen sind recht spektakulär und interessant, zu gerne habe ich über diese und ihre Eigenarten gelesen. Aber auch die einzelnen Länder mit ihren Traditionen fand ich ansprechend. Mir persönlich kam dies sogar etwas zu kurz, hier hätte ich mir ein paar Details mehr gut vorstellen können. Das Magiesystem fand ich ebenfalls gelungen. Es wird jedoch nicht recht eindringlich beschrieben, vieles wird nur angedeutet oder gar nicht richtig erklärt. Das Ende von „Bloodmage“ lässt mich aber vermuten, dass dies im dritten Band aufgeholt wird und mehr Informationen zu dem Magiesystem folgen werden.
„Bloodmage“ hat viele spannende Passagen, actionreiche Szenen und einen Spannungsbogen, welcher konsequent aufrechterhalten wird – und dies auf recht vielseitige Arten. Wendungen werden eingebaut und man erfährt immer mehr über die mysteriösen Taten, welche in der Stadt vor sich gehen. So langsam lernt man diese Welt immer besser kennen und wie die Regeln in dieser so sind. Das Buch erinnert so ein bisschen einer Ermittlung in einem magischen Krimifall, mit spannenden Wendungen und Rätsel, welche gelöst werden müssen. Immer mehr werden einem die Zusammenhänge klar und so langsam versteht man, wie all diese Taten zusammenhängen könnten. Erst recht spät habe ich das große Ganze vollständig verstanden. Ob dies daran liegt, dass ich mit dem Mittelteil einer Trilogie angefangen habe, kann ich leider nicht beurteilen.
Dennoch musste ich mich teilweise durch die Seiten kämpfen. Ich tat mich schwer, mich in dieser Welt zurechtzufinden. Auch habe ich keinen direkten Draht zu den einzelnen Charakteren gefunden. Keinem Protagonisten habe ich mich verbunden gefühlt oder habe mit ihm mitgefiebert, sodass ich an den Seiten geklebt hätte.
Es wäre sinnvoll gewesen, diese Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, was ich jedoch leider verpasst habe. Daher habe ich mich mit diesem Fantasybuch etwas schwer getan, der Einstieg in dieses Werk ist mir nicht leicht gefallen, lange habe ich gebraucht, um einen Zugang zu der Geschichte zu finden.

„Bloodmage – Tage des Krieges 2“ aus der Feder von Stephen Aryan ist der Mittelteil einer Trilogie. Hierbei ist es sinnvoll, dass man bereits den Vorgänger „Battlemage“ gelesen hat. Leider habe ich dies nicht gleich gewusst, dass dieses Buch der zweite Teil ist. Daher ist es mir recht schwer gefallen, Zugang zu diesem Buch zu finden. Teilweise ist es mir echt schwer gefallen, dieses Werk weiterzulesen, ich konnte keine wirkliche Verbindung zu diesem aufbauen. Leider ist dies mein persönliches Verschulden. Dennoch kann ich für dieses Buch nur 3 Sterne vergeben. Ich hoffe, dass andere mehr Freude an diesem Buch haben, wenn sie sich an die richtige Reihenfolge halten und nicht beim zweiten Band anfangen.

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Zeitreisen

Doctor Who: Zeitreisen
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Ich bin schon seit Jahren Fan der Serie „Doctor Who“, kenne diverse Inkarnationen und war sehr gespannt auf die jeweiligen Geschichten. Einige Autoren kannte ich bereits vom Namen, habe teilweise auch ...

Ich bin schon seit Jahren Fan der Serie „Doctor Who“, kenne diverse Inkarnationen und war sehr gespannt auf die jeweiligen Geschichten. Einige Autoren kannte ich bereits vom Namen, habe teilweise auch schön Bücher von ihnen gelesen. Andere Namen waren mir bisher vollkommen unbekannt, umso gespannter war ich auf dessen Kurzgeschichten. Ich würde dem Leser von diesem Buch empfehlen, dass man sich bereits ein wenig im Doctor- Who- Universum auskennt, damit man dieses Buch besser genießen und auch verstehen kann.

Klappentext:
Eine Zeitreise kreuz und quer durch die Galaxie. Vom alten Alexandria bis hin zu namenlosen Planeten in der fernen Zukunft entführen diese Geschichten aus dem beliebten Science-Fiction-Universum den Leser. Die Highlights dieser Kurzgeschichtensammlung stammen von keinen Geringeren als Trudi Canavan und Cecilia Ahern. In Trudi Canavans Geschichte gönnen sich der dritte Doktor und Jo Grant einen wohlverdienten Urlaub im Australien des Jahres 2028 und treffen dort auf merkwürdige Salzkreaturen. Cecilia Ahern schickt den zehnten Doktor auf den Planeten Cashel, um dort einem verschrobenen Maskenball beizuwohnen, während welchem sie Prinz Zircon bei der Wahl seiner Braut helfen müssen.

Die Serie „Doctor Who“ schaue ich schon seit Jahren, fiebere neuen Staffeln entgegen. Ein Buch zu der Serie hatte ich bisher noch nicht gelesen, ich war sehr darauf gespannt, wie die Umsetzung der einzelnen Inkarnationen gelingt, ob der Geist der Serie erhalten bleibt. Leider konnten meine Erwartungen an dieses Buch nicht vollkommen erfüllt werden.
Positiv möchte ich die jeweiligen Illustrationen zu Beginn der Kurzgeschichte hervorheben. So bekommt man einen Eindruck von der jeweiligen Inkarnation des Doktors, was bestimmt besonders für neue Fans der Serie vorteilhaft ist.
Ich war sehr gespannt auf die jeweiligen Kurzgeschichten und ich muss sagen, es war ein bunter Mix. Unterschiedliche Inkarnationen werden behandelt, sowohl die älteren als auch die neueren Gesichter des Doktors werden thematisiert, was mir persönlich gut gefallen hat. Hier kommt sowohl der alteingesessene Fan der Serie, als auch ein Neuling auf seine Kosten. Vom Niveau fand ich die einzelnen Storys recht unterschiedlich. Manche konnten mich echt überzeugen. Sie hatten eine spannende Geschichte, ein überzeugendes Setting oder auch originelle Ideen und Gegenspieler. Manche Erzählungen dagegen haben mich nicht so gut unterhalten. Teilweise lag dies an der Geschichte an sich, manchmal auch ein bisschen am Erzählstil, nicht alle konnten mich gleichermaßen in den Bann ziehen.
Gefallen hat mir, dass der besondere Geist, das gewisse Etwas der Serie in dem Buch konsequent gut umgesetzt wurde. Die einzelnen, doch recht unterschiedlichen Charaktere des jeweiligen Doktors werden gut in Szene gesetzt. Seine ganz besonderen Eigenheiten, seine Ecken und Kanten werden gekonnt in den Verlauf der Handlung eingebaut und machen dieses Buch eigentlich besonders. Dies hat mir gefallen, dass auf die einzelnen Inkarnationen eingegangen wird und man den eigenen Charakter erkennen kann.
Ein gekonnter Mix aus Spannung, Abenteuern, aber auch sozialen Interaktionen wird dem Leser hier vorgesetzt. Gut hat mir auch der Umgang mit den Begleitern gefallen, dieser wird im Sinne der Serie weitergeführt und man erkennt oftmals den ganz speziellen Umgang mit seinen engen Vertrauten. Aber auch die Neugier auf Rätseln und das besondere Lösen dieser hat mir zugesagt, sodass ich oftmals ein Bild vor meinem geistigen Auge hatte, mit den speziellen Eigenarten des Doktors.
Jedoch habe ich nicht alle Kurzgeschichten mit dem gleichen Genuss gelesen. Ein paar konnten mich leider nicht vollständig überzeugen, was teilweise recht unterschiedliche Gründe hatte. Für mich war es ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt. Manche fand ich vom Konzept her nicht so gelungen, bei manchen konnte mich das Setting nicht ganz überzeugen, andere fand ich vom Erzählstil etwas unglücklich.

Leider konnte mich „Doctor Who – Zeitreisen“ nicht vollständig überzeugen. Manche Geschichten konnten mich komplett in ihren Bann ziehen, andere haben dagegen dies nicht vollständig schaffen können. Dies war jedoch relativ ausgewogen. Gefallen hat mir vor allem, dass das besondere Etwas der Serie gut in diesem Buch transportiert wird. Dennoch kann ich leider nur 3,5 Sterne für die Kurzgeschichtensammlung vergeben.

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Veröffentlicht am 06.12.2019

Cassardim

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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Die Autorin Julia Dippel hat mit „Cassardim – Jenseits der goldenen Brücke“ den Auftakt einer neuen Reihe veröffentlicht. Da ich bisher schon ihre Izara – Bücher verschlungen habe, war ich sehr auf dieses ...

Die Autorin Julia Dippel hat mit „Cassardim – Jenseits der goldenen Brücke“ den Auftakt einer neuen Reihe veröffentlicht. Da ich bisher schon ihre Izara – Bücher verschlungen habe, war ich sehr auf dieses Werk gespannt. Und meine Erwartungen und Hoffnungen in dieses Fantasy- Buch wurden nicht enttäuscht.

Klappentext:
Amaia ist gerade sechzehn geworden – zum achten Mal. Warum ihre Familie so langsam altert und warum sie keinem ihrer fünf Geschwister ähnelt, möchte Amaia unbedingt herausfinden, aber ihre Eltern tun alles, um dieses Familiengeheimnis zu wahren – ständige Umzüge, strenge Regeln und Gedankenkontrolle inklusive. Amaia sieht ihre Chance gekommen, als ihre älteren Brüder eines Tages einen Gefangenen mit nach Hause bringen: den geheimnisvollen wie gefährlichen Noár, der ebenso wenig menschlich ist wie sie. Doch dann wird Amaias Familie angegriffen und plötzlich ist Noár ihre letzte Hoffnung: Er verlässt mit ihnen die Menschenwelt und bringt sie nach Cassardim, ins Reich der Toten, wo Amaia zwischen Intrigen, Armeen, lebendig gewordenen Landschaften, unwirklichen Kreaturen und mächtigen Fürstenhäusern endlich ihre Antworten findet – und ihr Herz verliert.

Zunächst muss ich sagen, dass ich das Cover leider überhaupt nicht gelungen finde. Als ich es das erste Mal gesehen hatte, war der Schock groß. Ich fand es leider eher abstoßend. Hätte der Name der Autorin nicht Julia Dippel gelautet, ich hätte mich wohl nicht weiter mit diesem Buch beschäftigt, was schade wäre. Sonst hätte ich einen wahrlich gelungenen Reihenauftakt verpasst.
Auch dieses Mal konnte mich Dippel wieder von ihrem Talent fürs Schreiben überzeugen. Ihr Schreibstil ist angenehm, sehr bildhaft und sie schafft es wieder gekonnt, dass der Leser gebannt an den Seiten hängt. Man wird in eine andere Welt gesaugt und möchte einfach nur noch wissen, wie die Geschichte weitergeht. Dabei ist die Story fesseln und spannend. Neue Wendungen werden gekonnt eingebaut, ohne dass sie zu überladen wirken oder unrealistisch. Ständig wird man überrascht, sodass die Handlung unvorhersehbar ist und man gebannt die Geschichte von Amaia und Noar verfolgt.
Ebenfalls überzeugen konnten mich Setting und Worldbuilding. Die geschaffene Welt ist wirklich komplex und farbenprächtig. Viele tolle und einzigartige Ideen werden eingebaut und beweisen wieder das Talent dieser Autorin. Überzeugende Ansätze werden gemacht, sodass man nur zu gerne mehr von dieser prächtigen Welt erfahren möchte. Zusammen mit der Protagonistin Maia wird man in diese andersartige Welt eingeführt und lernt dabei immer wieder neue Facetten kennen, die so vielschichtig sind. Stück für Stück wird man in diese fremdartige Welt eingeführt, lernt immer neue Eigenarten davon kennen. Immer mehr Einblicke bekommt man in diese Welt der Toten und Geister und lernt diese dabei immer mehr lieben. Man kommt dabei als Leser aus dem Staunen nicht mehr heraus und erkennt immer mehr die Richtlinien, aber auch die Vielschichtigkeit dieser Welt.
Der Autorin Julia Dippel sind auch die Protagonisten dieses Werkes gelungen. Im Mittelpunkt steht Amaia, welche Maia genannt wird. Sie lebt mit ihrer Familie in unserer Welt, bemerkt aber, dass dies keine einfache, normale Familie ist. Ihre Eltern nehmen einen Gefangenen und seit diesem Zeitpunkt gerät ihr ganzes Leben aus dem Ruder, wird komplett auf den Kopf gestellt. Von dem Gefangenen, dessen Name Noar ist, wird sie in eine andere Welt geführt, er behauptet, dass sie und ihre Geschwister ursprünglich aus dieser stammen. Dabei lernt sie immer mehr über diese Kennen, aber auch ihre eigene Geschichte. Hierbei tritt sie immer mal in ein Fettnäpfchen, muss sich erst einmal orientieren und ihren Platz in dieser finden. Manchmal ist sie etwas naiv, weiß nicht, wem sie vertrauen kann oder kommt mit den neuen Regeln noch nicht ganz zurecht. Dennoch versucht sie ihren Weg zu finden und zeigt auf ihre eigene Art Widerstand. Dennoch hätte ich sie manchmal schütteln können. Ich hätte mir gewünscht, dass sie gewisse Situationen oder auch Personen mehr hinterfragt oder durchdenkt. Ich hätte mir besonders im Mittelteil gewünscht, dass sie aktiver in den Verlauf der Handlung eingreift und sich nicht nur führen lässt. Andere handeln für sie und formen dabei die Geschichte. Maia selber versucht dabei manchmal mitzumischen, was aber oft gründlich in die Hose geht. Im Verlauf des Buches macht Maia eine stetige Entwicklung durch, wird stärker und mutiger, geht auch mal Risiken ein und nimmt aktiv an den Wendungen dieser Geschichte teil. Dies hat mir gefallen. Positiv empfand ich auch ihren Humor. Dass sie den Geist des Goldenen Berges Egon nennt, sagt einiges über ihren Charakter und Witz aus.
Der männliche Gegenpart zu Maia ist Noar. Auch er ist mehr, als man zunächst vermuten lässt. Er gibt sich geheimnisvoll und mystisch. Zu Beginn ist er charmant, entwickelt sich immer mehr zum Bad Ass. Als Leser durchlebt man zusammen mit Maia ein Wechselbad der Gefühle, weiß nicht, ob man ihm trauen oder misstrauen soll. Man lernt ihn zu hassen, verwünscht ihn viele Male. Ich persönlich bin an seiner Art verzweifelt, er hat mich quasi wahnsinnig gemacht, dennoch hat er mich gefesselt und ich wollte unbedingt mehr über ihn lesen. Im Verlauf des Buches lernt man ihn und seine treuen Freunde immer besser kennen und bekommt langsam einen anderen Eindruck von ihm.
Etwas schade fand ich, dass die Geschwister von Maia, vielleicht mit Ausnahme von ihrem kleinsten Bruder Moe, eher blass wirken. Immer wieder werden sie mit eingebunden, sind aber eher stummes Beiwerk, die der Macht von anderen ausgesetzt sind, ohne sich gegen diese Manipulation zu wehren. Hier hätte man meiner Meinung nach mehr draus machen können, Potential wurde in meinen Augen verschenkt. Aber dies ist eigentlich Kritik auf hohem Niveau. Und vielleicht hat ja die Fortsetzung noch die ein oder andere Überraschung parat.

Julia Dippel konnte mich auch dieses Mal wieder mit ihrem Fantasy- Werk „Cassardim – Jenseits der goldenen Brücke“ von ihrem Erzähltalent überzeugen. Die Handlung ist spannend, der Schreibstil bildhaft und fesselnd und die Charaktere sind authentisch und haben ihre ganz eigenen Charaktereigenzüge samt Ecken und Kanten. Hierfür möchte ich 5 Sterne vergeben und bin schon sehr auf weitere Werke von ihr gespannt.

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