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Veröffentlicht am 27.02.2025

A song to drwon rivers

A Song to Drown Rivers
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Die Autorin Ann Liang hat mit „A Song to drown rivers“ einen eigenständigen historischen Roman geschrieben, welcher sich sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen lässt.

Klappentext:
China um das Jahr 500. Für ...

Die Autorin Ann Liang hat mit „A Song to drown rivers“ einen eigenständigen historischen Roman geschrieben, welcher sich sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen lässt.

Klappentext:
China um das Jahr 500. Für die Menschen in Xishis Dorf ist die bezaubernde Schönheit der jungen Frau ein Segen, der ihrer Familie Wohlstand bringen wird. Doch Fanli, der Berater des Königs, sieht sehr viel mehr in ihr: Er bietet Xishi an, sie zur Spionin auszubilden. Denn der Herrscher des verfeindeten Nachbarkönigreichs Wu ist bekannt dafür, eine Schwäche für schöne Frauen zu haben. Xishi kann die Klinge werden, die ihn mit einem Stich ins Herz zu Fall bringt. Xishi, die bei einem Angriff von Wu-Soldaten ihre Schwester verloren hat, ist ebenso fasziniert von Fanli wie von den Möglichkeiten, die er ihr bietet. Sie lernt von ihm alles, was sie für ihre Mission braucht – vor allem zu lügen und ihre wahren Gefühle zu verbergen. Nur einander können Fanli und Xishi nicht täuschen. Als sie schließlich an den Hof von Wu gelangt, steigt die anmutige Xishi schnell in der Gunst des feindlichen Herrschers auf. Doch mit jedem Tag wächst die Gefahr, enttarnt zu werden. Und das würde nicht nur ihren eigenen Tod bedeuten, sondern auch den des Mannes, den sie liebt …

Bei diesem Roman konnte mich die Gestaltung sofort in seinen Bann ziehen und hat mich dazu gebracht, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen. Auch der Klappentext klang hier sehr vielversprechend, lese ich gerne mal ein Buch mit asiatischem Setting. Daher habe ich ohne große Hoffnungen, aber dennoch voller Vorfreude zu diesem historischen Roman gegriffen und habe mich zusammen mit den Protagonisten in das alte China begeben.
Dies war mein erstes Buch aus der Feder der Autorin und ich war schon sehr auf den Inhalt gespannt. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und gekonnt schafft es die Autorin mit ihren Worten eine dichte Atmosphäre zu erschaffen, sodass man sich als Leser in die damalige Zeit hineinkatapultiert fühlt. Der Erzählstil ist richtig malerisch und geschickt entstehen hier Bilder vor dem geistigen Auge. Wer hier actionreiche Szenen erwartet, der sucht diese – mit vielleicht eins, zwei kleineren Ausnahmen – vergebens. Dies ist eher ein ruhiger Roman, der aber dennoch auf seine Weise Spannung erzeugt.
Diesem Werk liegt eine chinesische Legende zugrunde. In dieser wird ein junges, wunderschönes Bauernmädchen als Konkubine ausgebildet und soll den König der Wu in ihren Bann ziehen. Dieses Buch wird aus der Perspektive von Xishi erzählt. Daher erhält der Leser einen umfangreichen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Mir persönlich hat es gefallen, dass das komplette Werk aus der Sicht von der Protagonistin Xishi erzählt wird, ist man als Leser dadurch immer an ihrer Seite und nah am Geschehen - weiß aber auch nicht mehr als sie.
Im ersten Drittel wird die Ausbildung von dem Bauernmädchen Xishi zur Konkubine erzählt. Sie bekommt eine vielseitige und umfangreiche Ausbildung in höfischer Etikette. Dabei ist der Berater des Yue- Königs namens Fanli ihr Ausbilder. Die Ausführungen dazu fand ich gelungen. Man erkennt, wie die Bindung zwischen den beiden stetig wächst, wie die beiden sich näherkommen und dennoch ihre Aufgabe im Hinterkopf haben. Dennoch fand ich es teilweise etwas unrealistisch, wie schnell Xishi gewisse Dinge gelernt hat und anschließend zur Perfektion vervollkommnet hat. An ihrer Seite ist ihre gute Freundin Zhengdan, welche ebenfalls aus ihrem Dorf stand und die sie schon ihr ganzes Leben kennt. Diese hat ihren Vater im Krieg verloren und möchte diesen rächen. Zhengdan hat sich selbst das Kriegshandwerk beigebracht und hat eine andere Art der Disziplin als Xishi vorzuweisen. Aber ich fand dennoch, dass beide gut miteinander harmonieren und sich gegenseitig eine Stütze sind.
Xishi ist ein einfaches Bauernmädchen, welches durch ihre Anmut und Schönheit aus der Masse hervorsticht. Daher soll sie vom Berater des Yue- Königs als Spionin ausgebildet werden, damit sie anschließend dem Wu- König den Kopf verdrehen kann und damit sein Königreich stürzen kann. Xishi wird als elegant und anmutig beschrieben. Aber sie ist noch viel mehr, sie hat ein gutes Herz, ist mutig und klug. Allgemein ist sie eine sympathische Protagonistin, welche mir mit ihrer Art ans Herz gewachsen ist. Zu gerne habe ich sie bei dieser Mission begleitet und mit Spannung verfolgt, wie sie den König der Wu von sich überzeugt.
Gelungen fand ich auch die Darstellung von König Fuchai, dem König der Wu. Er ist gar kein so schlechter Mann, wie zunächst dargestellt. Man muss erkennen, dass es hier Vorurteile gibt und das Bild, welches Xishi von ihm gezeichnet bekommen hat, nicht immer der Realität entsprach. Klar, er hat ein Reich zu regieren und muss auch mal schwierige Entscheidungen treffen. Oder er lässt sich zu weitgreifenden Ereignissen hinreisen, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Aber Xishi gegenüber verhält sich Fuchai sehr verliebt und dabei zeigt er sich von seiner weichen Seite. Die Art, wie er Xishi umwirbt, ist nicht immer ausgereift, aber mir persönlich hat es Freude bereitet, dies mitzuverfolgen.
Am Ende kommt ein Plottwist, mit dem ich nur zum Teil gerechnet hätte und auch nicht in diesem Ausmaß. Ich persönlich fand ihn stimmig. Auch sorgt dieser Twist, dass der Inhalt des Buches noch ein wenig nachklingt und es einem noch in Erinnerung bleibt.

Insgesamt konnte mich die Autorin Ann Liang mit ihrem historischen Roman „A song do drown rivers“ gut unterhalten. Es ist ein eher ruhiger Roman über eine chinesische Legende, in der ein Bauernmädchen als Spionin ausgebildet wird um ein Königreich zu Fall zu bringen. Mir persönlich hat dieser bildhafte Stil zugesagt. Daher möchte ich 4 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 29.01.2025

The Twenty

The Twenty
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Die Autorin Sam Holland hat mit dem Thriller „The Twenty“ ihren zweiten Band der Major Crimes Reihe geschrieben. Jedoch ist dies der ersten Band aus der Reihe, welcher ins Deutsche übersetzt wurde. Dies ...

Die Autorin Sam Holland hat mit dem Thriller „The Twenty“ ihren zweiten Band der Major Crimes Reihe geschrieben. Jedoch ist dies der ersten Band aus der Reihe, welcher ins Deutsche übersetzt wurde. Dies habe ich jedoch erst bemerkt, als ich den Thriller gelesen habe. Es gab ein paar Andeutungen zum vorherigen Geschehen, jedoch lässt sich „The Twenty“ auch gut ohne Vorkenntnisse lesen.

Klappentext:
So etwas hat DCI Adam Bishop noch nie gesehen: einen Tatort mit fünf ausgebluteten Leichen. Und was er als Nächstes bemerkt, erschüttert ihn zutiefst. Die Toten wurden durchnummeriert und offenbaren eine grausame Tatsache: Der Killer zählt von Zwanzig herunter. Aber mit welchem Ziel? Adam ist ratlos – bis Dr. Romilly Cole mit belastenden Beweisen an seine Tür klopft, die auf eine dreißig Jahre zurückliegende Mordserie hindeuten. Die Ermittler müssen schnell handeln, denn jeden Tag gibt es neue Opfer. Und während sich der Countdown des Täters der Null nähert, kommt der Killer auch ihnen immer näher ...

Meine Neugier wurde durch den Klappentext geweckt. Dieser hat einen spannenden und blutigen Thriller versprochen. Bisher hatte ich von der Autorin noch nichts gehört gehabt, daher hatte ich keine großen Erwartungen. Daher war ich überrascht, dass dieser Thriller meine Hoffnungen nicht nur erfüllt, sondern noch übertroffen hat.
Der Schreibstil von Holland ist packend und führt dazu, dass dieser Thriller fesselnd ist. Der Spannungsbogen wird permanent oben gehalten. Es gab hier auch die ein oder andere Wendung, welche mich persönlich überrascht hat oder zumindest so nicht komplett erwartet hätte. Es gab ein paar Überraschungen, und die Autorin Holland hat hier wirklich einiges zu bieten. Auf vielseitige Art und Weise wird hier Spannung erzeugt und ich habe quasi an den Seiten geklebt. Dieses Buch hat sich zu einem richtigen Pageturner entwickelt, sodass ich dieses Werk nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich wollte einfach wissen, wie die Geschichte und auch die Ermittlungen in den Mordfällen weitergehen. Auch sollte erwähnt werden, dass dieses Buch nicht für Leser mit schwachen Nerven geeignet ist. Innerhalb von diesem Werk gibt es einige blutige Szenen und auch gewalttätige Szenen. Zum Teil werden hier auch ein paar Details in die Story eingebunden und es werden einige Aspekte eingebracht, bei denen vielleicht zartbesaitetere Leser an ihre Grenzen kommen könnten. Man sollte sich vor dem Lesen bewusst sein, dass dieser Thriller wirklich nicht für alle Leser geeignet ist, es gibt hier ein paar gewaltsame und grausame Seiten. Interessant waren hier auch die Rückblenden. Es gibt einige Kapitel, welche die Vergangenheit beleuchten und Stück für Stück erkennt man hier die Zusammenhänge. Diese sind recht interessant und geben einen weiteren Einblick in einen Teil der Geschichte.
Dieser Thriller wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Dadurch werden die einzelnen Protagonisten näher beleuchtet, man bekommt einen Eindruck von ihren Gedankengängen. Auch erhält man dadurch einen vielseitigen Einblick in das Geschehen und hat einen umfangreichen Eindruck von der Handlung, ist oftmals mitten im Geschehen. Man hat das Gefühl, dass man den jeweiligen Charakteren dabei über die Schulter blickt. Auch erhält der Leser dadurch einen Eindruck vom Täter. Diesen Aspekt fand ich sehr spannend und mir haben diese Kapitel immer zugesagt, haben sie das Buch doch noch um einen weiteren Aspekt bereichert.
Gelungen bei „The Twenty“ fand ich auch die Chrakterdarstellung. Der Protagonist Adam Bishop ist nicht immer ein einfacher Charakter, er hat seine Ecken und Kanten. Auch hat er nicht gerade ein kleines Paket, welches er auf seinen Schultern tragen muss. Ich mochte seine Art recht gerne, er hadert mit sich selbst und ist auch kritisch sich selbst gegenüber. Er hadert mit sich, aber auch mit dem Fall und dessen Fortschritt. Mein kleiner Kritikpunkt sind vielleicht so seine Ermittlungsarbeiten. Besonders am Anfang der Ermittlungen hatte er seine Startschwierigkeiten. Dafür, dass Bishop so ein toller Ermittler ist, fand ich seine Arbeit eher schwach. Im Verlauf des Buches gab es eine Szene, bei der ich mich während des Lesens gefragt habe, musste das jetzt unbedingt sein. Doch am Ende des Thrillers hat sich auch dies geklärt. Ich fand, dies hat die Autorin echt gut aufgeklärt und geschickt eingefädelt. Aber auch die anderen wichtigen Charaktere fand ich gut dargestellt. Dr. Romilly Cole ist die Exfrau von Adam Bishop und hat hier ebenfalls einen wichtigen Part. Stück für Stück lernt man Romilly besser kennen. Auch bei ihr gibt es einige Facetten zu entdecken und so langsam setzt sich ein besseres Bild von ihr zusammen. Aber auch den Partner von Bishop namens Jamie fand ich interessant, man hat richtig mit ihm mitgelitten und er ist einem ans Herz gewachsen. Nur zu gerne würde ich noch mehr von diesem tollen Team lesen, jeder war auf seine eigene Art interessant, sodass ich sie gerne innerhalb der Story begleitet habe. Auch die Entwicklung der einzelnen Charaktere konnte mich begeistern und nur zu gerne möchte ich noch mehr von ihnen lesen.
Gelungen fand ich hier auch den Mix aus Mordfall bzw. Ermittlungsarbeit und dem Privatleben der Ermittler. Hier wurde eine gelungene Balance gefunden und ich hatte an beiden Aspekten der Story meine Freude.

Insgesamt konnte mich die Autorin Sam Holland mit ihrem Thriller „The Twenty“ von sich und ihrem Erzähltalent überzeugen. Dieses Buch war spannend und blutig, ein wahrer Pageturner mit einigen Überraschungen. Auch die Charaktere konnten mich überzeugen, ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von der Autorin lesen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung für Liebhaber von blutigen Thrillern.

Veröffentlicht am 27.01.2025

Kiki und die neue Magie

Kikis kleiner Lieferservice 2: Kiki und die neue Magie
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Das Kinderbuch „Kikis und die neue Magie“ stammt aus der Feder von Eiko Kadono und wurde damals schon als Literaturverfilmung/ Anime bekannt. Nun wurde es als Buch neu aufgelegt. Dies ist bereits der zweite ...

Das Kinderbuch „Kikis und die neue Magie“ stammt aus der Feder von Eiko Kadono und wurde damals schon als Literaturverfilmung/ Anime bekannt. Nun wurde es als Buch neu aufgelegt. Dies ist bereits der zweite Band der Reihe rund um die kleine Hexe Kiki und ihre schwarze Katze Jiji. Es lässt sich jedoch auch ohne Probleme ohne Vorkenntnisse lesen.

Klappentext:
Es ist nun ein Jahr her, dass Kiki ein neues Leben begonnen hat. Die – nicht mehr ganz so kleine! – Kurierhexe ist mittlerweile eine echte Berühmtheit. Doch diese beispiellose Popularität hat nicht nur Vorteile: Kiki ist mit immer gefährlicheren Aufträgen überfordert, während ihre Freunde Jiji und Tombo ihr immer mehr zu entgleiten scheinen. Als Zweifel in ihrem Kopf aufkeimen, stellt die junge Hexe sogar ihren Lieferservice in Frage… Entschlossen, eine Lösung zu finden, muss Kiki ihren Mut verdoppeln, um sich ihren Ängsten zu stellen. Vielleicht muss sie sich sogar einer ganz neuen Art von Magie zuwenden …

Schon der erste Band „Kikis kleiner Lieferservice“ konnte mich positiv überraschen und nur allzu schnell hat sich die kleine Hexe mit ihrem schwarzen Hexenkater in mein Leserherz geschlichen. Daher wollte ich unbedingt wissen, wie es mit den beiden weitergeht.
Allein die Gestaltung fällt mir sofort positiv ins Auge. Innerhalb des Buches sind einige liebevolle schwarz- weiße Illustrationen beigefügt wurden, welche das aktuelle Kapitel gut wiedergeben. Es ist ein kleiner Blickfang innerhalb des Buches und mir persönlich haben sie gefallen.
Der Schreibstil ist, wie ich es aus dem vorherigen Buch gewohnt war, leicht und einfach gehalten. Hierbei schwingt immer ein gewisser Humor mit – all dies führt dazu, dass sich das Buch zügig und angenehm lesen lässt. Bei mir hatte es den Effekt, dass ich den Alltag vergessen konnte und ich habe mich auf die zauberhaften und unterhaltsamen Abenteuer der kleinen Hexe mit ihrem Kater Jiji gefreut. Dieses Buch ist kurzweilig und perfekt für einen gemütlichen Abend geeignet. Man fliegt hier quasi mit Besentempo durch die Seiten und begleitet die kleine Hexe Kiki bei ihren Aufgaben.
In „Kiki und die neue Magie“ muss sich Kiki neuen Hürden und Aufgaben meistern. Ihre Lieferungen werden teilweise recht verzwickt, es hat sich herumgesprochen, dass sie quasi alles transportiert. Etwas schade finde ich, dass die Lieferaufträge von Kiki nur bedingt mit Erfolg gekrönt werden. Die meisten Lieferungen werden eigentlich nicht korrekt ausgeführt und Kiki gerät in Erklärungsnot. Klar, hier wird ein gewisses Konfliktpotential aufgebaut, welches anschließend gemeistert werden muss. Aber ich hätte es schön gefunden, wenn auch mal eine Lieferung ohne Zustellprobleme innerhalb des Buches Thema gewesen wäre.
Dafür merkt man dem zweiten Band rund um Kiki an, dass die kleine Hexe gereift ist. Sie ist jetzt schon das zweite Jahr von zu Hause weg. Kiki ist an ihren Aufgaben gewachsen und hat sich in der neuen Stadt etabliert. Dennoch bekommt sie Zweifel. Sie zweifelt hier an sich, aber auch an ihren Hexenfähigkeiten. Dies hat Auswirkungen auf ihre Hexenkraft und Kiki muss lernen, damit umzugehen. Auch fühlt sie sich stellenweise etwas alleine. Sie denkt, dass sie keine richtigen Freunde hat und auch ihr Kater Jiji ist ihr dabei leider keine große Hilfe. Allgemein schwingt hier unterschwellig ein etwas ernsterer Ton an. Kiki ist nachdenklicher geworden und hinterfragt auch mal gewisse Tatsachen. Sie fühlt sich ein wenig verloren und versucht, mit dieser Situation umzugehen, Ich persönlich fand dies recht authentisch. Kiki ist im jungen Alter von zu Hause weg und dass sie nun gewisse Aspekte ihres Lebens hinterfragt, finde ich nur logisch. Man merkt dem Buch an, dass die kleine Hexe an ihren Aufgaben gewachsen ist und nicht immer alles nur positiv sieht. Im Vergleich zum ersten Band ist dieser Folgeband auf jeden Fall melancholischer. Aber dennoch bleibt der positive Grundgedanke erhalten. Dieser ernstere Unterton nimmt in diesem Kinderbuch keine Überhand. Ich finde, dass die Autorin Kadono hier eine gelungene Balance gefunden hat.
In „Kiki und die neue Magie“ begegnet man auch wieder den bekannten Stadtbewohnern und bekommt einen erneuten Einblick in ihren Alltag. Aber auch neue Stadtbewohner begegnen einen und dadurch wird die Stadt immer belebter und lebendiger. Es hat mir Spaß gemacht, diese Aspekte kennen zu lernen und immer wieder neue Facetten zu entdecken.
Am Ende erlernt Kiki, wie es der Titel bereits vermuten lässt, auch eine neue Magie. Im Prinzip fand ich dies ganz gelungen, steckt hier auch eine wichtige Botschaft dahinter. Jedoch hätte ich mir vielleicht gewünscht, dass diesem Thema mehr Raum gegeben wird und sich vielleicht auch über ein paar Kapitel mehr entwickelt hätte.

Insgesamt konnte mich das Kinderbuch „Kiki und die neue Magie“ aus der Feder von Eiko Kadono wieder überzeugen. Es ist wirklich ein herzerwärmendes und kurzweiliges Buch. Dabei kann man wunderbar den Alltag vergessen und wird in eine magische und so warmherzige Stadt mit einer wunderbaren Hexe samt Hexenkater entführt. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht am 19.01.2025

Fuchsfeuer

Fuchsfeuer – Nacht der Dämonen
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Die Autorin Manuela Elser hat mit dem Urban Fantasy- Roman „Fuchsfeuer – Nacht der Dämonen“ den Reihenauftakt ihrer Demon Fighters Reihe geschrieben. Da dies der erste Band der Reihe ist, kann man das ...

Die Autorin Manuela Elser hat mit dem Urban Fantasy- Roman „Fuchsfeuer – Nacht der Dämonen“ den Reihenauftakt ihrer Demon Fighters Reihe geschrieben. Da dies der erste Band der Reihe ist, kann man das Werk ohne Vorkenntnisse lesen.

Klappentext:
Wenn die Sonne untergeht, kriechen sie aus ihren Löchern: Die Yōkai, die Geister und Dämonen Japans. Wie alle Erstgeborenen weiß Sayu, dass die Yōkai sie in der Nacht, in der sich der Mond rot verfärbt, holen werden. Als statt ihr jedoch ihre kleine Schwester Eri entführt wird, steht Sayus komplette Welt auf dem Kopf. Tagsüber muss sie sich plötzlich einem schwierigen Schulalltag stellen und kommt dabei der charmanten Mirai langsam näher. Nachts hingegen zieht sie an der Seite des mysteriösen Ryo gegen die Yōkai in den Kampf, um ihre Schwester wiederzufinden. Doch dieser Kampf hat seinen Preis und bald muss Sayu sich entscheiden: Will sie ihre Schwester retten oder die Zukunft, die sie nie hatte?

Mich persönlich hat bei diesem Fantasy- Roman das japanische Setting sehr interessiert. Der Aspekt mit den Dämonen fand ich hier recht vielversprechend, der Klappentext konnte hier auf jeden Fall mein Interesse wecken und so habe ich mich auf einen abenteuerreichen Roman im asiatischen Raum gefreut. Meine Erwartungen wurden jedoch nur teilweise erfüllt.
Der Schreibstil von Manuela Elser ist sehr angenehm und bildhaft. Gekonnt schafft es die Autorin, hier ein bildgewaltiges Setting zu erschaffen und eine dichte Atmosphäre entsteht. Dadurch sind Bilder vor meinem geistigen Auge entstanden und ich konnte mir die Örtlichkeiten und auch die Dämonen gut vorstellen. Ich hatte das Gefühl, zusammen mit der Protagonistin Sayu durch die Kirschbäume zu wandeln. Empfehlen möchte ich hier auch die Homepage der Autorin. Auf dieser sind Fanarts ausgestellt, sodass man einen guten Eindruck von den Charakteren und den Dämonen bekommt. Am Anfang des Buches wird man sofort mitten in das Geschehen hineingeworfen und befindet sich gleich im Dilemma der Story. Die Erstgeborenen werden in einer Nacht, in der sich der Mond rot verfärbt, von den Yokai geholt. Danach werden sie nie wiedergesehen. Was mit den Erstgeborenen passiert, weiß leider keiner genau. Zu Beginn des Buches muss sich Sayu genau dieser Situation stellen. Bis zur besagten Nacht ist es nicht mehr lange und zusammen mit ihrer besten Freundin versucht Sayu, sich bestmöglich auf die Situation vorzubereiten. Sie überlegen, wie diese Nacht ablaufen wird und was mit ihnen passieren wird. Ich persönlich hatte leider ein paar Einstiegsschwierigkeiten, denn ich hatte Probleme einen Zugang zu der Story zu finden. Den Einstieg empfand ich etwas holprig. Ich musste mich erst einmal mit der Situation zurechtfinden und auch die verschiedenen Dämonenunterarten haben hier ihren Beitrag dazu geleistet.
Positiv möchte ich auf jeden Fall noch das World Building erwähnen. Alleine schon das asiatische Setting ist gekonnt in Szene gesetzt worden. Als Leser hat man das Gefühl, nach Japan katapultiert zu sein. Und auf jeder Seite merkt man dem Buch an, dass die Autorin sich in Japan gut auskennt - auch, dass ihr dieses Land viel bedeutet. Aber auch die Mythologie des Landes ist gut eingefangen worden. Die Dämonen sind gelungen dargestellt und langsam erkennt man die Unterstrukuren und Hierarchien, welche auch bei den Dämonen vorherrscht. Die Zusammenhänge fand ich hier sehr interessant und hat mir Spaß gemacht, diese näher kennen zu lernen. Immer tiefer taucht man in die Welt der Dämonen ein und erkennt, wie unterschiedlich die Welt bei Tag und bei Nacht aussieht. Dies hat mir persönlich gut gefallen. Allgemein waren die Nächte voller Action und Abenteuer. Am Tag mussten die Charaktere ihren Alltag meistern und sich dort behaupten.
Die Charaktere fand ich auch recht interessant und vielseitig gezeichnet. Sayu steht hier im Zentrum der Geschichte und sie lernt man eigentlich als bestes kennen. Sie ist eine Erstgeborene und hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden, dass die Yokai sie eines nachts holen werden. Jedoch kommt alles anders als gedacht und stattdessen wird ihre Schwester Eri von den Yokai geholt. Für Sayu fühlt sich dies an, als ob sie ein Leben lebt, welches sie nicht verdient hat und sie sucht nach Antworten, will ihre Schwester befreien. Sayu ist eine starke junge Frau, welche einige Hürden meistern muss. Die Gesellschaft verurteilt sie, weil sie denken, dass sie die Dämonen überlistet hat und damit dafür gesorgt hat, dass Eri geholt wurde. Sayu hat es nicht leicht und ich fand es interessant, an ihren Gedanken Anteil zu haben. Sie wächst mit ihren Aufgaben und ihre nächtlichen Streifzüge, auf der Suche nach ihren Schwester Eri, fand ich sehr spannend und nur zu gerne habe ich diese Passagen gelesen. Dennoch konnte ich keine direkte Verbindung zu Sayu aufbauen, sie ist zwar eine toughe Frau und auch emotional, dennoch ist sie mir nicht ans Herz gewachsen. An der neuen Schule lernt sie Mirai kennen und freundet sich mit ihr an. Auch sie scheint ein Geheimnis zu haben und Stück für Stück lernt man auch Mirai kennen. Ich fand sie recht sympathisch und ihre Art fand ich ganz gelungen, ein gekonnter Gegensatz zu Sayu. Bei den nächtlichen Streifzügen lernen wird noch Ryo kennen, welcher ebenfalls gegen die Dämonen kämpft und dabei seine ganz eigenen Gründe hat. Seine Geschichte fand ich wahrlich interessant und gebannt habe ich seine Entwicklung verfolgt.
Mir persönlich ging es am Ende ein bisschen schnell und manche Zusammenhänge wurden mir zu zügig aufgeklärt. Hier hätte ich mir ein paar Seiten und damit Details mehr gewünscht.

Insgesamt konnte mich die Autorin Manuela Elser mit ihrem Fantasybuch „Fuchsfeuer – Nacht der Dämonen“ gut unterhalten. Das asiatische Setting und die Welt der Dämonen fand ich sehr reizvoll. Dafür ist mir die Protagonistin Sayu nicht so ans Herz gewachsen. Insgesamt möchte ich 3,5 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 30.12.2024

Frieslandopfer

FriesLandOpfer (Nordseekrimi)
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Die Autorin Nele Bruun hat mit ihrem Kriminalroman „Frieslandopfer“ den ersten Band rund um die beiden Ermittler Wolf und Covaci geschrieben. Da es der Auftakt zu einer Krimi- Reihe ist, kann man diesen ...

Die Autorin Nele Bruun hat mit ihrem Kriminalroman „Frieslandopfer“ den ersten Band rund um die beiden Ermittler Wolf und Covaci geschrieben. Da es der Auftakt zu einer Krimi- Reihe ist, kann man diesen ohne Vorkenntnisse lesen.

Klappentext:
Es ist Hochsaison in Wyk auf Föhr. Nur der beliebte Barbesitzer Harald Königsberger verpasst den Trubel. Denn er liegt tot in seinem Haus am Strand. Die vielen Messerstiche im Körper des Opfers deuten auf einen Rache-Akt hin. Doch die Inselbewohner sind sich sicher: Harald Königsberger war ein unbescholtener Bürger und hatte weder Feinde noch Geheimnisse. Ein gefährlicher Trugschluss, der Kommissar Carsten Wolf und seinen unerfahrenen Partner Fabiu Covaci auf eine harte Probe stellt. Aber nicht nur der Fall wirft Fragen auf, sondern auch Fabius Personalakte. Dabei muss Carsten sich zu 100% auf seinen Partner verlassen können, denn sehr schnell wird klar, dass auf Föhr weitere Leben in Gefahr sind...

Der Kriminalroman „Frieslandopfer“ war mein erstes Buch aus der Feder von Nele Bruun. Hier hat mich vor allem die Location gereizt, kenne ich Wyk auf Föhr doch ganz gut, ich habe hier schon öfters Urlaub gemacht und war daher sehr auf die Umsetzung der Örtlichkeiten innerhalb des Kriminalfalles gespannt.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und lässt sich flüssig lesen. Dies führt dazu, dass dies ein kurzweiliger Kriminalroman wird, welcher sich zügig weg lesen lässt. Durch die Art, wie der Mordfall aufgeklärt wird, entwickelt sich eine Art Sogwirkung. Als Leser möchte man nur zu gerne wissen, was hinter diesem Gewaltakt steckt. Auch hat die Autorin einen bildhaften Schreibstil, sodass man sich die Örtlichkeiten gut vorstellen kann. Ebenso hat man als Leser quasi das Gefühl, dass einem Mal ein lauer Nordseewind um die Nase weht. Meiner Meinung nach schafft es Bruun auch ganz gut, die Spannung konsequent oben zu halten. Dies schafft sie auf verschiedene Art und Weise. Sei es durch den Mordfall an sich und den Ermittlungsarbeiten, oder auch durch diverse Charakterkonstellationen, welche ebenfalls viel Konfliktpotential aufweisen.
Zu Beginn des Buches wird der Leser sofort mitten in das Geschehen hineingeworfen. Er wird Zeuge eines Mordfalles und ist dabei, als der Barbesitzer Harald Königsberger ermordet wird. Natürlich ist man dadurch ein wenig schlauer als das Ermittlerteam, aber etwas Konkretes weiß der Leser dadurch auch nicht. Dies führt dazu, dass man fleißig miträtseln kann und mit überlegt, was hinter dieser Tat stehen könnte. Stück für Stück werden neue Gegebenheiten aufgedeckt, so langsam lichtet sich der Nebel und man bekommt ein besseres Bild von dem Opfer. Immer mehr ergibt sich ein Gesamtbild und so langsam erkennt man die Zusammenhänge. Natürlich stellt sich die Frage, wer hinter diesem Racheakt steckt und was dem Täter dazu bewegt hat – dazu muss das Leben des Opfers näher beleuchtet werden. Am Anfang wird es so dargestellt, dass das Opfer eine reine Weste hat und von jedem geliebt und geschätzt wurde. Aber im Verlaufe der Ermittlungen wird dieses Bild korrigiert und es kommen einige Entdeckungen ans Licht. Nicht alle Informationen oder Wege führen die Ermittlungen ans Ziel, es müssen auch Fehlschläge eingesteckt werden.
Die beiden Ermittler setzten sich aus Kommissar Wolf und seinem neuen Partner Covaci zusammen. Carsten Wolf sucht derzeit einen neuen Partner. Seine Kollegin und bisherige Partnerin Manu ist derzeit auf Grund eines Autounfalles krankgeschrieben und ihre Genesungszeit wird noch etwas dauern. Man bekommt den Eindruck, dass die beiden ein eingespieltes Team waren und Carsten Wolf tut sich doch recht schwer, dass er einen neuen Partner bekommen soll. Für ihn trifft dieses Klischee – harte Schale, weicher Kern – wohl soweit ganz gut zu. Er gibt sich distanziert und skeptisch, gewisse Gedankengänge erarbeitet er sich zum Teil lieber alleine. Seinem neuen Partner Fabiu Covaci gegenüber ist er eher negativ eingestellt. Dieser hat keine reine Dienstakte, er wurde quasi zwangsversetzt und versucht sich im LKA Kiel neu einzufinden. Er wurde aus Bayern nun in den Norden Deutschlands versetzt und sucht derzeit auch eine bezahlbare Unterkunft für seine Familie. Alles unter einem Hut zu bekommen, ist für Covaci nicht immer einfach – auch muss er sich gegen einige Vorurteile behaupten, sei es nun wegen seiner Versetzung oder wegen seiner Abstammung. Ich finde es gut umgesetzt, wie die beiden erst zueinander finden müssen, wie sie es sich erarbeiten müssen, dass sie auch miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Dennoch war es mir persönlich zum Teil etwas zu viel Privates, welches nebenbei in die Story eingearbeitet wurde. Auch hatte ich persönlich so ein bisschen meine Schwierigkeiten mit den Charakteren, sowohl jeder der beiden separat als auch im Team. Zu Ende des Buches habe ich mich an die Konstellation und auch die Eigenarten des jeweiligen Charakters gewöhnt.

Insgesamt konnte mich die Autorin Nele Bruun mit ihrem Kriminalroman „Frieslandopfer“ gut unterhalten. Dieser lässt sich flüssig lesen und man kann wunderbar miträtseln, weil man nur zu gerne wissen möchte, was hinter dieser Gewalttat steckt. Daher merkt man gar nicht, wie die Seiten nur so dahinfliegen. Ich persönlich hatte mit dem Ermittlerteam ein paar kleinere Probleme, ich bin nicht sofort mit ihnen warm geworden. Daher gibt es von mir 3,5 Sterne.