Nicht überzeugend
Träume aus SalzFür mich war der neue Roman von Anika Landsteiner das vierte Buch, dass ich von ihr gelesen habe. Ich war von ihren letzten Romanen immer begeistert, aber dieses Mal hat es mich leider nicht gepackt.
Die ...
Für mich war der neue Roman von Anika Landsteiner das vierte Buch, dass ich von ihr gelesen habe. Ich war von ihren letzten Romanen immer begeistert, aber dieses Mal hat es mich leider nicht gepackt.
Die Geschichte spielt auf einer kleinen griechischen Insel, wo das verliebte junge Paar Flo und Matty eine Woche Urlaub macht. Sie lernen dort Sofia kennen, deren Vater fantastische Moussaka macht und die selbst als Hellseherin auf der Insel bekannt ist. Man freundet sich ein bisschen an und Matty möchte sich unbedingt die Karten legen lassen. Eigentlich sind Flo und er total glücklich, doch in Flo‘s Leben scheint es eine Leerstelle zu geben, die sie sehr belastet und über die sie nicht spricht.
Es gibt in dieser Geschichte wechselnde Perspektiven. Mal lesen wir aus Flo‘s Sicht, mal aus Sofia‘s. Matty kommt leider erst ganz zum Schluss einmalig auch zu Wort.
Aus Rückblicken erfahren wir nach und nach Flo‘s schwierige Familiengeschichte. Auch Sofia‘s Jugend und ihre Rolle in der Inselgemeinschaft wird näher beleuchtet.
Die Atmosphäre auf der Insel, die flirrende Hitze, die Landschaft, die Urlaubsgefühle, all das hat die Autorin ganz wunderbar eingefangen. Der Plot war mir persönlich zu spannungsarm und langatmig, und der angekündigte große Knall nach dem Enthüllen des großen Geheimnisses blieb komplett aus, weil ich das Geheimnis nicht als so dramatisch und einschneidend empfand wie die Protagonistin. Auch bei den Charakteren insbesondere bei Matty hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.
Schade, dieses Mal konnte mich Anika Landsteiner leider nicht überzeugen. Ich konnte mit dieser Geschichte nicht wirklich etwas anfangen.