Aus der Einsamkeit wagen
Der andere ArthurWir begleiten im Buch Arthur und Kel. Beide sind auf unterschiedliche Arten einsam. Arthur hat sich vor Jahren in sein Haus zurückgezogen und ist inzwischen so übergewichtig, dass er sich nur noch wenig ...
Wir begleiten im Buch Arthur und Kel. Beide sind auf unterschiedliche Arten einsam. Arthur hat sich vor Jahren in sein Haus zurückgezogen und ist inzwischen so übergewichtig, dass er sich nur noch wenig bewegen kann. Kel steht kurz vor dem Schulabschluss. Auf seine Mutter kann er sich seit Jahren nicht verlassen, sondern muss sich um sie kümmern. Davon wissen seine Freunde aber nichts. Kels Mutter und Arthur hatten eine innige Freundschaft und hatten viele Jahre intensiven Briefkontakt. Arthur ist überrascht und erfreut als Kels Mutter sich nach über einem Jahr meldet und ankündigt, ihn mit ihrem Sohn besuchen zu wollen, da Arthur ihm bei den Bewerbungen fürs College helfen soll. Nun wird ihm erst bewusst, wie es in seinem Haus tatsächlich aussieht. Er engagiert eine Reinigungshilfe und findet durch sie nach und nach einen Weg aus der Einsamkeit.
Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter stellt Kel fest, dass er eigentlich niemanden hat, an den er sich wenden kann. Erst als er das erste Mal ehrlich erzählt, wie das Zusammenleben mit seiner Mutter war und wie die aktuelle Situation ist, merkt er, dass er doch hilfreiche Unterstützung bekommt.
Im Buch werden Themen wie Einsamkeit, Scham und Freundschaft behandelt. Die Autorin zeigt in der Geschichte, dass Fürsorge ein Weg aus der Einsamkeit sein kann. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehbar. Aufgrund der bildhaften Beschreibungen hat man die Figuren und Situationen gut vor Augen. Manchmal gibt es ein paar unnötige Wiederholungen, aber das schmälert den Lesegenuss nur wenig.