Cover-Bild Weltenwechsel
Band der Reihe "welt bewegt"
(2)
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20,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Orlanda Verlag GmbH
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 28.01.2026
  • ISBN: 9783949545900
Marion Kraft

Weltenwechsel

Roman
Eine junge Frau sucht ihren Platz auf der Welt – der packende Debütroman von Marion Kraft

»Weltenwechsel« schildert den Lebensweg eines Mädchens, das am Rand der Gesellschaft steht und sich trotz der Schatten der Vergangenheit zur selbstbewussten jungen Frau entwickelt. Julias Kindheit ist von Kriegen, Armut, Ausgrenzung, Rassismus und sozialen Gegensätzen geprägt. In einem »bunten Haus« voller außergewöhnlicher Menschen erlebt sie eine Zeit der Geborgenheit, bevor unerwartete Ereignisse ihr Leben verändern und ihren weiteren Weg bestimmen.

Vor dem Hintergrund der beeindruckenden Familiengeschichte von drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen und der Suche nach Identität entfaltet sich ein neues Bild der turbulenten westdeutschen Nachkriegszeit – bewegend, inspirierend und oft verstörend aktuell.

Durch ihre besondere Perspektive liefert Kraft mit ihrem Debütroman einen wichtigen Beitrag zur Zeitgeschichte und eröffnet neue Einblicke.

»Es ist eine Geschichte aus Deutschland, die neben der offiziellen herläuft , als gehöre sie nicht dazu. Marion Kraft erzählt sie in diesem Buch als Teil der Geschichte dieses Landes. Damit sie nicht verloren geht. Sie muss gelesen werden, um sie als Teil der Erinnerung in Deutschland zu bewahren.« Verena Lueken

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2026

Zwischen Ausgrenzung und Selbstfindung

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Dieses Buch erzählt von Julia, einem Mädchen, das am Rand der Gesellschaft aufwächst. Als Tochter einer weißen Mutter und eines amerikanischen farbigen GI erlebt sie früh, was es heißt, aufzufallen und ...

Dieses Buch erzählt von Julia, einem Mädchen, das am Rand der Gesellschaft aufwächst. Als Tochter einer weißen Mutter und eines amerikanischen farbigen GI erlebt sie früh, was es heißt, aufzufallen und nicht dazuzugehören. Ausgrenzung, Armut und die Nachwirkungen des Krieges prägen ihren Alltag.
Ein besonderer Ort in Julias Kindheit ist das sogenannte bunte Haus. Dort lebt sie eine Zeit lang mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammen und erfährt so etwas wie Schutz und Zugehörigkeit. Diese Phase fühlt sich beim Lesen wie ein kurzer, kostbarer Halt an. Umso stärker wirkt es, wenn sich das Leben erneut wendet und Julia gezwungen ist, ihren Weg unter veränderten Bedingungen fortzusetzen.
Der Roman verknüpft Julias Geschichte mit der ihrer Familie und spannt dabei einen Bogen über drei Generationen von Frauen. Es geht um die Weitergabe von Erfahrungen, um Verletzungen, die nicht ausgesprochen werden, und um die Frage, wie Herkunft ein Leben formt. Die westdeutsche Nachkriegszeit ist dabei stets präsent. Viele der geschilderten Situationen wirken heute noch nachvollziehbar.
Marion Kraft schreibt klar und aufmerksam. Die Sprache ist einfach und genau. Nähe stellt sich leise ein, ebenso Unruhe und Mitgefühl. Besonders eindrucksvoll ist Julias Entwicklung hin zu einer jungen Frau, die ihren Platz sucht und beginnt, sich selbst ernst zu nehmen. Dieser Weg wirkt glaubwürdig und nachvollziehbar.
Was diesen Roman auszeichnet, ist seine Haltung. Er erzählt von Identität, Fremdsein und Selbstbehauptung. Die Geschichte vertraut darauf, dass das Erlebte für sich spricht.
Ein kraftvoller Debütroman der Autorin, der stark berührt und tief bewegt.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Leserinnen und Leser, die tiefgehende Romane mögen.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Ausgrenzung und Rassismus

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Ich fand die Einblicke in Julias Leben überwiegend gut dargestellt. Die vielen Situationen zeigen, wie sie ausgegrenzt wird und wie oft sie Rassismus begegnet. Erschreckend aber leider realistisch waren ...

Ich fand die Einblicke in Julias Leben überwiegend gut dargestellt. Die vielen Situationen zeigen, wie sie ausgegrenzt wird und wie oft sie Rassismus begegnet. Erschreckend aber leider realistisch waren die Aussagen kurz nach dem 2. Weltkrieg. Und wirklich gebessert hat es sich auch später kaum. Immer wieder wird Julia gefragt, wo sie herkommt oder für ihr gutes Deutsch gelobt. Lange hat sie solche Aussagen hingenommen und ignoriert. Auch in der Familie wird über diese Problematik nie gesprochen. Ich habe mich gefreut, als Julia angefangen hat, sich zu wehren. Zumal sie manchmal sehr gut gekontert hat.

Durchgängig fesseln konnte mich das Buch aber nicht, weil die Figuren immer etwas auf Abstand geblieben sind. Ich hätte mir gewünscht, dass die Emotionen mehr in den Vordergrund rücken. Vieles wird einfach nur erwähnt, ohne das thematisiert wird, was das für die Figuren bedeutet (z.B. lebt Julia sehr lang bei der Oma und es gibt kaum Kontakt zur Mutter).

Bisher wird auf jeden Fall zu wenig über diese Geschichte Deutschlands gesprochen und das Buch kann die Situationen gut näher bringen.

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