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Mirja103

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Schonungsloser Blick auf die Familie und Alkoholismus

Das Schwarz an den Händen meines Vaters
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Die Ich-Erzählerin Motte berichtet über ihre Kindheit und ihr aktuelles Leben. Sie hat einerseits eine enge Beziehung zu ihrem Vater, andererseits ist er ihr fremd, wenn er getrunken hat. Schon früh achtet ...

Die Ich-Erzählerin Motte berichtet über ihre Kindheit und ihr aktuelles Leben. Sie hat einerseits eine enge Beziehung zu ihrem Vater, andererseits ist er ihr fremd, wenn er getrunken hat. Schon früh achtet sie darauf, wann und ob er nachts nach Hause kommt. Über den Konsum wird in der Familie nicht offen gesprochen, sondern die Spuren beseitigt. Später wird deutlich, dass auch Motte mit Alkohol nicht umgehen kann. Wenn sie trinkt, dann sehr viel und hemmungslos. Auch der Großvater und der zweite Mann der Großmutter waren Alkoholiker. Trotzdem oder sogar vor allem deswegen wird nie über das Thema gesprochen. Auch nach dem Tod des Vaters wird der Blick nur auf schöne Erinnerungen gerichtet. Wenn Motte auch die andere Seite anspricht, will das niemand hören.

Ich fand das Buch sehr eindringlich. Ein schonungsloser Blick auf eine Familie mit Alkoholikern und wie dies das Leben aller beeinflusst. Mottes Feststellung, dass sie zwei Väter hat und der eine irgendwann verschwunden ist, fand ich sehr treffend.

Der Schreibstil ist sehr passend. Keine blumigen Ausschmückungen sondern kurze treffende Beschreibungen. Manchmal war wir das Spribgen zwischen Gegenwart und Vergangenheit etwas schnell.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Stellenweise zäh

Furye
0


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Rezension zu Furye von Kat Eryn Rubik
Stellenweise zäh
von Mirja103 vor ein paar Sekunden


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Mirja103vor ein paar Sekunden
Nach dem Klappentext hatte ich erwartet, dass es in dem Buch vor allem um die Furien gehen wird. Stattdessen begleiten wir Alec in der Gegenwart als gestresste Musikmanagerin, die nur für die Arbeit lebt und in der Vergangenheit bei ihrer ersten Liebe, die nicht positiv endet. Die Furien entwickeln sich erst im Laufe des Buches und spielen eher eine nebensächliche Rolle.

Aus meiner Sicht hat das Buch immer wieder Längen, wenn Szenen geschildert werden, die für den Verlauf der Geschichte nicht wirklich wichtig sind und oft bleibt es eher oberflächlich.

Die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind ziemlich abrupt und haben meinen Lesefluss zu sehr unterbrochen. Alec ist mir bis zum Schluss unsympathisch geblieben und auch die anderen Figuren fand ich eher schwierig.

Insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Spannend und bewegend

Sunbirds
0

Anne ist seit sieben Jahren in Indien auf der Suche nach ihrem Sohn. Plötzlich taucht eine neue heiße Spur auf. Widerwillig lässt sie sich von ihrer Nichte begleiten. Wird sie ihn endlich finden?

Mich ...

Anne ist seit sieben Jahren in Indien auf der Suche nach ihrem Sohn. Plötzlich taucht eine neue heiße Spur auf. Widerwillig lässt sie sich von ihrer Nichte begleiten. Wird sie ihn endlich finden?

Mich hat die Geschichte sehr gefesselt. Durch die Perpektivwechsel gibt es immer wieder kleine Cliffhanger, so dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Ich wusste vorher nicht, dass dort so viele Menschen verschwinden und dass es zunehmend gefährlicher wird.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Beschreibungen sorgen dafür, dass man Bilder vor Augen hat und ein Gefühl für das Leben vor Ort bekommt. Auch die Einblicke in die Gefühlswelt und die Gedanken der Figuren sind sehr gut beschrieben. Ich habe immer wieder mit ihnen gefühlt und mehrere Szenen haben mich sehr berührt. Für mich käme es nicht in Frage, aus meiner Heimat wegzuziehen und woanders ein neues Leben zu beginnen, aber nach diesem Buch ist es für mich nachvollziehbarer geworden. Das Ende fand ich stimmig.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Auseinandersetzung mit sich selbst

Junge Frau mit Katze
0

Ela kämpft mit verschiedenen körperlichen Symptomen. Sie will nicht akzeptieren, dass sie Ruhe braucht, weil sie lernen und arbeiten muss. Sie scheint Freizeit nicht genießen zu können. Nun bremst der ...

Ela kämpft mit verschiedenen körperlichen Symptomen. Sie will nicht akzeptieren, dass sie Ruhe braucht, weil sie lernen und arbeiten muss. Sie scheint Freizeit nicht genießen zu können. Nun bremst der Körper sie aus und sie muss sich mit sich selbst auseinandersetzen. Was will ihr Körper ihr sagen? Welcher Arzt und welches Medikament können ihr helfen? Ist ihre Mutter eine Unterstützung oder muss sie sich noch mehr von ihr abnabeln? Was möchte sie zukünftig machen?

Es fällt Ela schwer zu akzeptieren, dass manche Medikamente notwendig sind und sie lernen muss, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht.

Trotz des eher schweren Themas lässt sich das Buch aufgrund des Schreibstil sehr gut lesen. An manchen Stellen hätte ich Ela gern geschüttelt, weil ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen konnte. Es gibt aber auch Szenen, in denen ich mich wiederfinden konnte. Die Auseinandersetzung mit such selbst und den Beziehungen zu anderen ist sehr gut und anschaulich dargestellt. Der lange Weg zur richtigen Diagnose ist leider realistisch.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Interessante Einblicke in die Psyche und die Psychiatrie

Botanik des Wahnsinns
0

Der Erzähler setzt sich intensiv mit seiner Familiengeschichte auseinander. Da viele Verwandte psychisch erkrankt sind, ist er überzeugt, dass er es auch werden wird. Die Frage sei nur, was es für eine ...

Der Erzähler setzt sich intensiv mit seiner Familiengeschichte auseinander. Da viele Verwandte psychisch erkrankt sind, ist er überzeugt, dass er es auch werden wird. Die Frage sei nur, was es für eine Erkrankung sein wird und wann es losgeht. Diese Angst begleitet ihn sehr lang. Er kommt schließlich in die Psychiatrie aber als Psychologe nicht als Patient. Er berichtet aus der Gegenwart und erzählt, was er und Familienmitglieder in der Vergangenheit erlebt haben. Dabei bekommt man sehr interessante Einblicke in die Entwicklung der Psychiatrie. Wie wurden Diagnosen entwickelt? Welche Behandlungsansätze gab es? Wie können sich psychische Erkrankungen entwickeln?

Ich fand das Buch sehr interessant. Der Autor geht sehr respektvoll mit den Figuren um und sorgt für spannende Einblicke. Ich bin mir aber unsicher, ob man auch alles gut verstehen kann, wenn man sich mit diesem Thema noch nie beschäftigt hat.

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