Mehr Familiendrama als Krimi
Das NestDie Geschichte entwickelt sich langsam. Zunächst scheint alles beschaulich zu sein, aber nach und nach wird deutlich, dass es hinter der Fassade anders aussieht. Aber wem kann man trauen? Wer sagt die ...
Die Geschichte entwickelt sich langsam. Zunächst scheint alles beschaulich zu sein, aber nach und nach wird deutlich, dass es hinter der Fassade anders aussieht. Aber wem kann man trauen? Wer sagt die Wahrheit? Die Antworten auf diese Fragen haben mich überrascht, aber am Ende fand ich, dass es zu viele Verwicklungen waren und nicht alles davon glaubwürdig. Der Autorin gelingt es aber sehr gut, die Leser*innen in die Geschichte hineinzuziehen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Beschreibungen sorgen dafür, dass man Orte und Personen gut vor Augen hat. Erzählt wird aus der Sicht von Fran und Tad. Bei Tad habe ich mich länger gefragt, warum seine Perspektive wichtig sein könnte. Dies erschließt sich aber irgendwann. Zu Beginn muss man sich die Namen merken und zuordnen, aber nach ein paar Kapiteln klappt das gut.
Aus meiner Sicht ist das Buch mehr Familiendrama als Krimi. Ich hatte mir mehr Spannung und weniger Verwicklungen erwartet. Die Auflösung fand ich nur zum Teil glaubwürdig.