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Veröffentlicht am 04.05.2026

Das schmeckt überall!

Hessisch grillen
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Da haben die beiden Scherers ein richtig schönes Grillbuch zusammengestellt, mit außergewöhnlicher Gestaltung und ebenso außergewöhnlichen Rezepten! Grillen ist längst mehr, als nur ein Würstchen und ein ...

Da haben die beiden Scherers ein richtig schönes Grillbuch zusammengestellt, mit außergewöhnlicher Gestaltung und ebenso außergewöhnlichen Rezepten! Grillen ist längst mehr, als nur ein Würstchen und ein Steak auf den Rost zu werfen und gar werden zu lassen. Es ist eine eigene Kochkunst, die den Gaumen verwöhnt und Menschen zusammenbringt. Diese Zusammenstellung hessischer Rezepte für den Grill sind gespickt mit typischen Zutaten, wie Ahle Worscht, Handkäs oder Grie-Soß. Was man nicht authentisch bekommt, kann man aber auch gut mit regionalen Produkten ersetzen, auch wenn dies nicht im Buch zu finden ist.

Mich hat gleich das erste Rezept, das Roastbeef auf hessisch, überzeugt. Bis auf ganz wenige Rezepte bin ich einfach nur hin und weg. Da ich kein Schweinefleisch esse, fallen einige der Ideen weg. Allerdings bin ich experimentierfreudig und ersetze dann die Schweinekomponenten gegen andere. Bei den Hähnchenröllchen beispielsweise verwende ich anstelle des Landschinkens Rinderschinken. Schmeckt mir super!

Zu jedem Rezept bekommt man ein tolles, appetitanregendes, ganzseitiges Foto. Die andere Buchseite ist farblich in eine schwarze Spalte mit den Zutaten und einer weißen Spalte mit der Zubereitungszeit und den knapp gehaltenen, aber gut verständlichen Arbeitsschritten unterteilt. Das sorgt für eine übersichtliche Struktur. Gelegentlich findet sich noch ein Tipp oder ein Hinweis, was dazu passt. Nährwerte sind keine angegeben. Es gibt hauptsächlich Fleisch-Rezepte, aber auch vegetarische. Dazu kommen noch tolle Desserts und Beilagen. Die Zutaten sind auch außerhalb Hessens fast alle gut zu bekommen. Nur die Ahle Worscht ist etwas schwieriger erhältlich in unserer Region. Da ich, wie bereits erwähnt, auf Schweinefleisch verzichte, ist das für mich weniger relevant.

Kurz und knapp, ich bin von den Rezepten, der Aufmachung und den eigenen Ergebnissen total begeistert. Auch freut es mich enorm, dass die beiden Scherer-Jungs enorm zurückhaltend sind. Außer in den Autorenprofilen sind sie auf keinem Foto im Buch, das Vorwort ist kurz und flott gehalten. Super sympathisch! Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Solider, spannender Folgeband

Dorn. Ruf der Toten
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Simon Dorn ist finanziell am Ende. Plötzlich überweist ihm eine Frau einen enormen Betrag, damit er ihr hilft. Doch dann stellt sich heraus, dass Dr. Susanne Roth schon seit Wochen tot ist. Eine KI hat ...

Simon Dorn ist finanziell am Ende. Plötzlich überweist ihm eine Frau einen enormen Betrag, damit er ihr hilft. Doch dann stellt sich heraus, dass Dr. Susanne Roth schon seit Wochen tot ist. Eine KI hat Dorn kontaktiert und bald schon erhält er einen weiteren Hilferuf. Das erinnert ihn an einen der ungelösten Fälle, die er in einem seiner Zimmer im Dornwald nachgebaut hat. Nur mithilfe von Lea Wagner kann Dorn dem Täter auf die Spur kommen. Doch dabei riskieren beide alles.

Der Thriller besteht aus einer ganzen Reihe einzelner Fäden, die zunächst so gar nicht zusammengehören wollen. Doch im Laufe der Zeit erkennt man, wie sie tatsächlich aufeinander zulaufen und ein dichtes Gewebe bilden. Sie alle sind für sich genommen auch sehr interessant zu lesen.

Das Thema KI ist natürlich hochaktuell und umso spannender, als dass noch niemand weiß, wie dramatisch, kriminell und gefährlich die Auswirkungen tatsächlich sein können, wenn dieses Werkzeug in den falschen Händen landet. Jan Beck hat jedenfalls einen genialen Plot darum gesponnen! Keine allzu schöne Zukunftsaussicht allerdings, womit der Thriller schon fast wieder dystopisch ist.

Die Figuren sind realistisch gezeichnet, auch wenn sie hin und wieder klischeehaft reagieren bzw. agieren. Ich hätte sehr viel mehr über Dorn erfahren wollen. Sein Part ist leider etwas kurz geraten. Die Entwicklung der Figuren ist stimmig und auch die Story selbst baut sich selbst sehr gut und glaubhaft auf. So entsteht auch echte Spannung. Durch die recht kurzen Kapitel liest sich der Thriller besonders schnell gerade so weg. Die losen Fäden bilden ein klug ausgedachtes Geflecht, das keine Löcher aufweist.

Manche der Wendungen sind nicht überraschend, aber absolut logisch. Andere dagegen entbehren nicht der Logik, kommen aber extrem unerwartet daher und fesseln ans Buch. Und natürlich ist das Ende offen genug, um schon vor dem letzten Wort auf den nächsten Band hoffen zu lassen!

Man hat diesmal ein wenig über Dorns Vorleben erfahren und über seine Herkunft. Man ahnt, dass es kein Wunder ist, dass er sich ins Dornwald zurückgezogen hat, obwohl dieses für ihn auch ein klein wenig Gefängnis ist. Potenzial für viele weitere Bände ist definitiv vorhanden, auch in der Figur der Lea Wagner. Ich fand’s prima und gebe fünf Sterne.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2026

Überraschend unspektakulär

Bachelorette Party
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Eigentlich sollte es eine tolle Zeit für die Mädels werden. Die Location, eine abgelegene Schäreninsel, ist ideal. Doch Tessa ist Journalistin und weiß, was hier vor zehn Jahren geschehen ist. Sie fühlt ...

Eigentlich sollte es eine tolle Zeit für die Mädels werden. Die Location, eine abgelegene Schäreninsel, ist ideal. Doch Tessa ist Journalistin und weiß, was hier vor zehn Jahren geschehen ist. Sie fühlt sich von Anfang an nicht wohl. Ihre Bedenken sind nicht grundlos. Bald treibt das zuvor sicher vertäute Boot auf dem Meer und eine der Frauen ist verschwunden. Angeblich musste sie dringend aufs Festland. Doch dann wird sie gefunden. Tot!

Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist immer etwas heikel, so auch hier. Doch da die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, zusätzlich noch zeitlich aus jeder Chronologie fallen, wird es schon etwas wirr. Ganz schlimm war für mich aber, dass ich weder in der Gegenwart, noch in der Vergangenheit eine der Figuren irgendwie sympathisch fand. Wirklich jede Figur hat mich mehr oder weniger geärgert, und sei es nur aufgrund unfassbarer Naivität.

Da ist es dann echt schwer, einen Thriller gut zu finden. Ich blieb dran, obwohl ich immer wieder ob der unlogischen Handlungen einiger Protagonisten aufstöhnen musste. Die Verbindung von beiden Strängen ist wenig spektakulär und reißt das Ruder genauso wenig herum, wie das recht abgedroschene Ende.

Ich hatte einfach das Gefühl, hier wurde nach einer Art Baukastensystem ein Thriller gebaut, nicht geschrieben. Wer neu im Genre unterwegs ist, wird sich bestimmt auf gewisse Weise unterhalten fühlen, für mich jedoch ist dies einer jener Thriller, die man liest, um etwas zu lesen, das nicht allzu arg anstrengt. Ein Strandbuch oder Lektüre für den Baggersee, das Schwimmbad, den Balkon. Die Tochter einer guten Autorin zu sein, heißt leider nicht, dass man selbst auch gut schreiben kann. Für mich nur Mittelmaß. Drei Sterne.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

So schmeckt Napoli!

Mamma Culinaria
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Und wieder ein Kochbuch einer Influencerin, von der ich bisher noch nichts gehört habe! Wie auch, scheint es doch, dass es endlos viele erfolgreiche Blogs, YouTube-Kanäle, Instagram-Accounts usw. gibt, ...

Und wieder ein Kochbuch einer Influencerin, von der ich bisher noch nichts gehört habe! Wie auch, scheint es doch, dass es endlos viele erfolgreiche Blogs, YouTube-Kanäle, Instagram-Accounts usw. gibt, die man gar nicht alle kennen kann. Schon gar nicht, wenn man, wie ich, zwar viel im Internet unterwegs ist, Social Media aber verweigert.

Es finden sich in diesem Kochbuch die Kapitel Antipasti; Sapori die Famiglia (Familienrezepte); Giorni Festivi (Für besondere Tage und Feste); Cucina di tutti Giorni (Alltagsküche); Pizza; Dolci (Süßes und Kleinigkeiten). Doch zunächst erzählt uns Claudia Bastone von ihren Wurzeln, ihrem Leben, ihrer Leidenschaft, Napoli und wie Corona ihr dazu verhalf, auf YouTube loszulegen.

Die Rezepte folgen dem klassischen Aufbau mit Titel, kleinem Text dazu, Zubereitungszeiten, Zutatenliste und Anweisungen. Letztere sind im Fließtext gehalten, wobei die Zutaten fett hervorgehoben werden. Mir persönlich sind in Abschnitte gegliederte Arbeitsschritte etwas lieber, da ich dann schneller wieder finde, wo ich gerade im Kochen bin. Sehr schön finde ich zwei Dinge. Erstens, dass es zu jedem Rezept ein Foto gibt, auf dem das Gericht immer verspielt in Szene gesetzt wurde. Okay, vielleicht hätte die Autorin nicht unbedingt so oft darauf erscheinen müssen, aber man gönne ihr die kleinen Auftritte. Und zweitens, dass endlich mal ein Kochbuch geradezu danach schreit, dass man seine eigenen Einträge darin festhält! Ich liebe es, meine Anmerkungen in meinen Kochbüchern zu hinterlassen! Für mich sind Rezepte Arbeitsmaterial und ich verändere so gut wie immer etwas daran oder halte mir wichtige Beobachtungen fest. Hier wurde freier Platz auf der Seite für persönliche Notizen liniert. Großartig! Wer großen Wert auf Nährwerte legt, wird enttäuscht werden, denn die findet man hier nicht.

Die Rezepte sind abwechslungsreich, sehr ansprechend und vor allem selten kompliziert. Hin und wieder erfordern sie etwas mehr Zeit, doch nie sind sie so anspruchsvoll, dass man sich nicht ran traut. Noch dazu sind die Zutaten in jedem guten Supermarkt erhältlich und nicht exotisch. Man merkt, dass kein verkopfter Spitzenkoch am Werk ist, sondern eine Frau, die gern kocht, gern isst, gern Gäste verwöhnt. Da trauen sich auch Anfänger an die Rezepte ran! Und das ebenso bei den Festtagsgerichten und nicht nur bei den Alltagsrezepten! Über das Zutaten- und Rezeptregister am Ende des Buches findet man blitzschnell das passende Rezept.

Man merkt es schon, ich bin von den Rezepten im Buch komplett begeistert. Im Grunde ist dies ein Buch über Neapolitanische Hausmannskost. Mir gefällt es bis auf Minikritikpunkte super gut, daher gebe ich auch die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Köstlich, abwechslungsreich, traditionell und doch modern

Das Schlutzkrapfen-Buch
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Teig mit Füllung ist immer lecker, ganz gleich, woher die Rezepte stammen. Aber die Teigtaschen aus den Alpen überraschen mich mit ihrer Vielseitigkeit, den Teigarten und den Füllungen doch positiv!

Irene ...

Teig mit Füllung ist immer lecker, ganz gleich, woher die Rezepte stammen. Aber die Teigtaschen aus den Alpen überraschen mich mit ihrer Vielseitigkeit, den Teigarten und den Füllungen doch positiv!

Irene Hager hat ein Gesamtwerk verfasst. Beginnend mit einem Theorieteil, der nicht nur die Herstellung erklärt, sondern auch die Geschichte und Tradition der Teigtaschen. Das ist spannend und interessant zu lesen. Anschließend folgen die verschiedenen Rezepte. Danach findet man die Teige für die Teigtaschen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, sie wären vor den Rezepten, doch das ist Moppern auf hohem Niveau.

Nicht selten nehmen die Rezepte mehrere Seiten in Anspruch. Neben dem Foto der fertigen Teigtasche gibt es sehr oft auch weitere Fotos, die die Herstellung der Teigtaschen erklären und zeigen. Die Rezepte selbst sind ausführlich beschrieben und klar strukturiert. Neben der Teigart findet man die Zutatenlisten für die Füllung und das Anrichten. Die Arbeitsschritte sind unterteilt in Teig vorbereiten, Füllung zubereiten, Teigtaschen formen, kochen, anrichten. Wer Wert auf die Nährwerte legt, wird hier enttäuscht. Mir fehlen sie jedoch nicht.

Mich haben die Rezepte dazu inspiriert, Teige und Füllungen nicht nur wie im Buch zu kombinieren, sondern neu zusammenzustellen. Das macht Spaß und bringt noch mehr Abwechslung auf den Tisch. Die Zutaten sind teilweise nicht ganz so einfach aufzutreiben, im Großen und Ganzen aber doch im Supermarkt zu finden. Wer gern Spezialitäten aus anderen Ländern kocht, kennt das Prozedere. Man darf auch nicht unterschätzen, wie aufwendig diese leckeren Gerichte sind. Es lohnt sich aber! Für Anfänger in der Küche etwas sportlich, aber wer gern und viel kocht, wird das Buch so lieben, wie ich. Von daher gebe ich die vollen fünf Sterne.

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