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Veröffentlicht am 06.01.2025

Viel zu tun für Daniel Becker

Monsteranwalt
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Daniel Becker ist Rechtsanwalt. Reich ist er dennoch nicht, denn sein Klientel besteht fast ausschließlich aus übernatürlichen Wesen und die haben selten irdisches Vermögen. So ist er immer knapp bei Kasse, ...

Daniel Becker ist Rechtsanwalt. Reich ist er dennoch nicht, denn sein Klientel besteht fast ausschließlich aus übernatürlichen Wesen und die haben selten irdisches Vermögen. So ist er immer knapp bei Kasse, dennoch stürzt er sich intensiv in die Arbeit. Als dann die Bürgermeisterin seine Hilfe benötigt, nimmt Daniel an. Bald kommen weitere Aufträge hinzu, die Daniel auf Trab halten. Besonders der Auftrag einer älteren Dame scheint ihn aus seinem finanziellen Dilemma herausbringen zu können. Doch dazu muss Daniel alles erst einmal überleben!

Dies ist der zweite Band und ich habe den ersten nicht gelesen oder gehört. Dennoch gibt es keine Probleme, in die Geschichte zu kommen und ihr zu folgen. Alles Wichtige ergibt sich aus dem Verlauf ganz logisch und in sich schlüssig. Obwohl ich kein großer Fan von Fantasy bin, hat mich Royce Buckingham mit seinem Monsteranwalt sofort für sich gewonnen. Daniel, seine Tochter Lucy, sein Hund Dennis, der Praktikant Phil, die Assistentin Martina und die Klienten von Daniel sind herrlich schräg, aber einfach liebenswert, selbst die Bösen! Man versinkt in der Story und genießt jede Minute. Die Ideen von Royce Buckingham sind einfach genial. Und das sagt jemand, der äußerst selten Fantasy konsumiert!

Matthias Lühn hat schon so eine geniale Stimme, aber er schafft es noch zusätzlich, sie den unterschiedlichen Figuren anzupassen. Das ist nicht so leicht, wie es klingen mag, denn hier gibt es enorm viele unterschiedliche Figuren und Klienten. Das hat auch die Nebenwirkung, dass man sehr gut aufpassen muss, um sich zwischen allen Fällen noch zurechtzufinden. Doch Buckingham schafft es, dass am Ende alles zusammenfindet und rund und stimmig wird. Keine Sekunde ist langweilig, es wird ein wahres Feuerwerk an Ideen, Wendungen und Knallern gezündet.

Dieser Ausflug in die Welt der Fantasy hat mir sehr gut gefallen. Zwischen Humor und Wortwitz sind ein paar ernste Themen versteckt, über die sich nachdenken lohnt. Eine feine Sozialkritik also. Mag ich! Fünf Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2024

Ein Leckerbissen für Gaumen und Augen!

Weihnachten: Das Backbuch
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Weihnachten ohne leckeres Gebäck ist unvorstellbar für mich! Und obwohl ich meine Lieblingsrezepte habe, die ich immer wieder backe, liebe ich es, jedes Jahr mindestens ein Weihnachtsgebäck zu machen, ...

Weihnachten ohne leckeres Gebäck ist unvorstellbar für mich! Und obwohl ich meine Lieblingsrezepte habe, die ich immer wieder backe, liebe ich es, jedes Jahr mindestens ein Weihnachtsgebäck zu machen, das ich noch nicht kannte oder gemacht hatte. Dieses Buch hat mir eine ganze Reihe an schönen Backtagen beschert. Ein Rezept schöner und besser, als das andere!

Mir gefällt sehr gut, dass am Ende des Buches nicht nur ein Rezeptregister zu finden ist, sondern auch ein Register für die Zutaten. Das ermöglicht ein schnelles Auffinden für die passenden Rezepte zu dem, was man gern verarbeiten möchte. Man wird nicht unter Druck gesetzt, denn außer den Backzeiten und eventuellen Ruhezeiten gibt es keine Zeitangaben, die sowieso nie einzuhalten sind. Auch bekommt man nicht durch Nährwertangaben ein schlechtes Gewissen gemacht.

Das Buch ist in die Kapitel Vorwort; Festliche Plätzchenkreationen; Deine neuen Lieblingskekse; Christels Beste; Geschenke aus der Weihnachtsküche; Weihnachtliche Brote und Kuchen; Cupcakes, Muffins, Kleingebäck; Desserts; Highlights für Deine Quality Time; Rezeptregister; Zutatenregister. Zum Vorwort gehören auch eine ganze Reihe Tipps und Tricks, die das Backen erleichtern und gutes Gelingen garantieren. Bei den Rezepten finden sich Klassiker und Neuinterpretationen, aber auch Rezepte, die ich bisher überhaupt nicht kannte. Kein Wunder also, dass dieses Buch in meiner Weihnachtsbäckerei im Dauereinsatz war und sein wird. Noch besser! Es sind so viele Rezepte dabei, die ich mir sehr gut auch für die Kaffeetafel unterm Jahr vorstellen kann, dass ich weiter daraus backe. Ganz zu schweige vom schnellen Vanille-Lemon-Dessert, mit dem man auch im Sommer begeistern kann!

Die Rezepte sind optisch wunderschön aufgemacht. Die Überschrift, ein kleiner Text, Zutatenliste und Zubereitungsschritte sind übersichtlich angeordnet und sehr gut verständlich. An passender Stelle findet sich auch der eine oder andere Extra-Tipp. Sehr persönlich machen das Buch die kleinen Erzählungen zur Herkunft der Rezepte. Die Fotos zu den Leckereien machen Appetit und Lust aufs Backen. Leider sind bei ein paar wenigen Rezepten keine Fotos. Das finde ich immer sehr bedauerlich, weil ich tatsächlich kaum etwas backe oder koche, von dem ich nicht vorher weiß, wie es aussehen wird oder soll.

Dennoch gebe ich trotz dieser kleinen Kritik die vollen fünf Sterne, weil das Buch eine echte Bereicherung ist und einfach nur traumhaft schön gestaltet wurde.

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  • Cover
Veröffentlicht am 29.12.2024

Letzte Ruhestätten in aller Welt

KUNTH Die faszinierendsten Friedhöfe der Welt
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Mein eigener Tod macht mir keine Angst. Der Tod mir nahestehender Menschen dagegen sehr. Der Besuch an den letzten Ruhestätten kann trösten, aber auch aufwühlen. Wie unterschiedlich ein Friedhof und der ...

Mein eigener Tod macht mir keine Angst. Der Tod mir nahestehender Menschen dagegen sehr. Der Besuch an den letzten Ruhestätten kann trösten, aber auch aufwühlen. Wie unterschiedlich ein Friedhof und der Umgang mit Bestattungen sein kann, zeigt dieses Buch.

Die Texte sind sehr einfühlsam und nie zu lang, sodass man auch in extremer Verfassung folgen kann. Mit jeder weiteren Seite wird man lockerer, entspannter, getrösteter. Man lernt, wie schön eine Grabstätte sein kann. Alle Religionen, alle Nationen, alle Völker der Welt haben mehr oder weniger exotische Rituale und Bräuche rund um den Tod und die Bestattung der Toten. Und ohne morbide zu sein, sieht man über kurz oder lang, welche Schönheit und welcher Trost darin stecken.

Die Fotos verdeutlichen die Worte der Texte auf sehr einfühlsame Art. Man wird geradezu dazu eingeladen, im Urlaub am Reiseziel nicht nur Action zu suchen, sondern auch ein wenig Zeit zu geben. Zeit, den örtlichen Friedhof zu besuchen. Nicht aus Sensationslust, sondern als besondere Orte, respektvoll, ruhig, gelassen. Nicht nur die bekannteren, sondern auch Friedhöfe ohne großen Bekanntheitsgrad. Es wird ein Gefühl vermittelt, wie einem selbst ein solcher Besuch gut tun kann. Und mir gefällt die Idee, auch völlig fremden Verblichenen mit einem stillen, ruhigen Gang über den Friedhof eine Freude zu bereiten. Und das auf der ganzen Welt und in jeder Glaubensrichtung.

Auch Friedhöfe für Gegenstände gibt es, sogar für Eissorten! Hier wird also wirklich alles gezeigt und aufgezählt rund um den Oberbegriff Friedhof. Und natürlich werden auch Gräber von Stars und Promis besprochen und gezeigt. Kleine und große Friedhöfe, dezente Gräber, Monumentalgräber, namenlose Gräber, alte Gräber, moderne Gräber, ausgefallene Gräber, es findet sich hier so ziemlich alles, was man sich nur denken kann. Kulturen, Religionen, Epochen, alle eint, dass sie eine Städte für die Toten haben. Die Einblicke, die dieses Buch bietet, sind vielleicht nicht vollständig, aber nahe dran.

Ich hätte nicht erwartet, dass mir ein Buch über Friedhöfe so viel Ruhe und Trost spenden kann. Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was es in mir bewirkt hat. Ob dieses Buch ein geeignetes Geschenk ist, kann ich nicht sagen. Aber wer Trauer im Herzen trägt und diesem Buch begegnet, versteht mich vielleicht. Es ist fast, als würden die, um die ich trauere, mich umarmen. Für mich ein wundervolles, magisches Buch. Fünf Sterne.

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  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 29.12.2024

Anja Klein stellt ihren Garten vor

Blumen, Kohl & Rock'n'Roll
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Dieses Buch macht definitiv Lust auf einen verwunschenen Garten. Doch was Anja Klein und ihr Mann da vorzeigen, ist nicht innerhalb einer Gartensaison gemacht. Das will wachsen, braucht Jahre und ganz ...

Dieses Buch macht definitiv Lust auf einen verwunschenen Garten. Doch was Anja Klein und ihr Mann da vorzeigen, ist nicht innerhalb einer Gartensaison gemacht. Das will wachsen, braucht Jahre und ganz viel Arbeit und Liebe. Ist dann endlich alles in etwa so, wie man es gern hätte, muss man es erhalten. Auch das ist mit nicht unwesentlich viel Arbeit verbunden. Wenn man das weiß und akzeptiert, ist dieses Buch ein Quell wunderbarer Anregungen, Tipps und Wissen. Sogar ein paar Rezepte finden sich. Das mag ich natürlich besonders!

Anja Klein erzählt über alles, was zum Garten gehört. Vom Anlegen von Beeten, selbst auf Rasen, über Blumenpracht bis zu Gemüseernte und das Verwenden von außergewöhnlichen Baumaterialien und Elementen. Natürlich treffen nicht alle Pflanzen jeden Geschmack. Ich persönlich bin beispielsweise von Him- und Brombeeren reichlich kuriert. Auch weiß ich nicht, wie viele Leser das Geld für fünfhundert Tulpenzwiebeln ausgeben. Und die nach der Blüte auch wieder ausgraben, zumindest das, was die Wühlmäuse übrig gelassen haben, um sie im nächsten Jahr wieder, aufgestockt um die fehlende Menge, einzugraben. Man darf auch nicht vergessen, dass Anja Klein hier von zwei Parzellen, die nebeneinander liegen, spricht.

Die Rechnung zur Rentabilität von eigenem Gemüse hinkt für mich dann doch. Beispielsweise wird die Pacht auf die kleine Fläche des Gemüseanbaus runtergerechnet. Das finde ich etwas blauäugig. Ich muss ja für den ganzen Garten Pacht bezahlen, selbst wenn ich nur ein kleines Beet mit Gemüse anbaue. Insofern sieht man schnell, dass man sein Gemüse auch beim Biobauern kaufen kann. Klar, macht weniger Spaß! Also könnte man doch gleich auf die komplette Rechnung verzichten, oder nicht? Etwas unter geht auch, dass man ständig gegen Unkraut kämpfen muss und ein zwei, dreiwöchiger Urlaub im Sommer nicht drin ist, wenn die Arbeit im Garten nicht umsonst gewesen sein soll.

Die Bilder verführen zum Träumen, machen unbändige Lust, genau solch ein Paradies zu besitzen. Da ich aber weiß, wie viel Zeit und Arbeit das kostet, ziehe ich für mich rein die Informationen, die ich für kleine Schritte benötige, um den Garten um unser Haus herum zu meinem persönlichen Paradies zu machen, das zugleich für Insekten und Menschen nützlich ist. Manche Erklärungen sind für mich nur schwer verständlich. Das ist zum Beispiel beim Rückschnitt vom Wein der Fall. Da verstehe ich so wenig, dass vor meinem geistigen Auge von der Weinpflanze nur wenig übrigbleibt. Insgesamt aber ist alles gut beschrieben und erklärt, mit Fotos unterstützt und dargestellt.

Für mich ein sehr schönes Buch, das jedoch gefährlich daran vorbeischrammt, die Leute ein bisschen zu blenden und den Aufwand zu verharmlosen. Ein wenig viel Selbstdarstellung ist noch dabei. Es ist eine Erfahrungssammlung, kein Fachwissen. Aber um nicht kleinlich zu sein, gebe ich vier Sterne. Drei wären tatsächlich etwas arg hart.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Einfach nur zauberhaft!

Krippenfiguren selber häkeln
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Auf Anhieb habe ich mich schon vom Cover her in die Krippenfiguren verliebt. Die einzelnen Figuren sind einfach zuckersüß! Okay, die Schäfchen gefallen mir nicht ganz so gut, wie der Rest, aber sie sind ...

Auf Anhieb habe ich mich schon vom Cover her in die Krippenfiguren verliebt. Die einzelnen Figuren sind einfach zuckersüß! Okay, die Schäfchen gefallen mir nicht ganz so gut, wie der Rest, aber sie sind dennoch hübsch.

Sehr gut gefällt mir, dass die Anleitungen gut verständlich geschrieben sind, sodass man sie leicht nacharbeiten kann. Genial ist, dass es für die Menschen in der Krippe eine Grundfigur gibt. Es werden nur kleine Details geändert und mit Farben für Unterschiede gesorgt. Das macht es noch einfacher. Die Details sind einfach entzückend. Neben Maria, Josef und dem Jesuskind werden auch die Krippe, der Komet, eine Palme, die heiligen drei Könige, zwei Kamele, Esel, Schafe, Kuh, zwei Hirten und zwei Engel gehäkelt. Da hat man einige Zeit zu tun! Das Ergebnis ist aber einfach nur toll. Das Ganze ist so schön, dass man es nach Weihnachten gar nicht wegräumen möchte.

Vorsicht! Die gehäkelte Gesellschaft findet viel Anklang und man wird immer wieder gefragt, ob man nicht noch einen ganzen Satz häkeln würde, um sie abzugeben! Richtig tolles Buch! Für kleines Geld große Freude. Da gebe ich gern fünf Sterne!

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