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Veröffentlicht am 08.12.2024

Süße Klassiker und wiederentdeckte Schätze

Wiener Zuckerbäckerei
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Manchmal ist es schon erstaunlich. Ich habe für mich gerade entdeckt, dass ich die alten Rezepte viel mehr mag, als die ganz modernen, die hippen, die verrückten, die total überkandidelten. Ob beim Backen ...

Manchmal ist es schon erstaunlich. Ich habe für mich gerade entdeckt, dass ich die alten Rezepte viel mehr mag, als die ganz modernen, die hippen, die verrückten, die total überkandidelten. Ob beim Backen oder Kochen, ich habe gerade den Trend, fast vergessene Rezepte wiederzubeleben. Und da begegnet mir dieses Buch, das genau diesen Trend quasi bestätigt, nur mit der Ausgangssituation eines uralten Backbuches der Zuckerbäckerin Therese Schulz, das Bernadette Wörndl im Grunde übersetzt und für heutige Backstuben verständlich neu aufpoliert zusammengefasst hat. Herrlich!

Natürlich gibt es eher keine großartigen Überraschungen, reisen wir doch in die Vergangenheit. Doch genau da liegt die Glückseligkeit. Die guten, bekannten, geliebten Rezepte, die auch mal aufwändiger sind und damit auch wieder dafür sorgen, dass man entschleunigt und sich ganz auf das Backen konzentriert.

Gekrönt wird das Buch durch die herrlichen Fotos, nicht nur von den Backwaren, sondern auch dem alten Wien und Ausschnitten aus den Originalrezepten. Passend zu allem werden die Backwaren mit altem Leinen, altem Geschirr und altem Besteck dekoriert, sodass man sich ganz leicht ins Wien vor einhundert Jahren versetzen kann. Die Texte sind voller Herzenswärme und stimmen genau richtig ein.

Die Rezepte starten nie ohne kleine Geschichte zum Backwerk. Neben den Zutatenlisten für die einzelnen Komponenten finden sich dann die nötigen Arbeitsschritte. Angaben zu Nährwerten darf man nicht erwarten. Das wäre bei diesen Gaumenfreuden auch sehr deprimierend. Dass die Backwerke nicht diätgeeignet sind, weiß man doch auch so, oder? Und wer hat vor einhundert Jahren schon nach Zucker, Fett und Kohlenhydraten gefragt? Für mich ist das stimmig. Passt scho!

Zu diversen Themen, wie z.B. Biskuitrollen oder Tortenfüllen, gibt es eigene ausführliche Erklärungen mit Fotostrecken. Das ist sicher auch für geübte Bäcker/innen eine Hilfe. Anfänger werden insgesamt eher nicht zu diesem Buch greifen, obwohl ich finde, dass sie sich das schon trauen dürfen. Es ist gut verständlich und macht ehrgeizig, weil man die aufwändigeren Gebäcke unbedingt kosten möchte. Ja, ich bin begeistert, ganz klar. Der Untertitel trifft es auf den Punkt. Daher gebe ich auch gern die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Ein lauer Wind

Dem Sturm entgegen
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Enya kämpft schon lange mit dem frühen Unfalltod ihrer Mutter. Als sie in einer stürmischen Nacht an einen Unfallort kommt, bei dem das Opfer sie an ihren Sohn erinnert, ist sie an ihren Grenzen angekommen. ...

Enya kämpft schon lange mit dem frühen Unfalltod ihrer Mutter. Als sie in einer stürmischen Nacht an einen Unfallort kommt, bei dem das Opfer sie an ihren Sohn erinnert, ist sie an ihren Grenzen angekommen. Daran zerbricht am Ende auch ihre Ehe. Ihr Mann lässt sie gehen, unterbindet aber den Kontakt zum gemeinsamen Sohn. Auf dem platten Land eröffnet sie eine Hausarztpraxis. Hier will sich Enya selbst wieder finden. Durch die Menschen um sie herum bröckelt nach und nach etwas ab von ihrer Mauer, die sie um sich aufgebaut hatte. Welche Geheimnisse werden wohl aufgedeckt werden?

Mein großes Problem mit dieser Story beginnt mit Enya. Sie ist mir leider von Anfang an nicht so sympathisch, wie sie sein müsste, damit das Buch bei mir funktioniert. Sie hat wie jeder Mensch ihre Ecken und Kanten und die machen sie ja auch aus, doch kommt sie dermaßen empathielos und ichbezogen rüber, dass sich mein Mitleid mit ihr stark in Grenzen hält. Die Widrigkeiten, die ihr widerfahren, finde ich schon auch schwer zu ertragen, doch meine ich, sie ist an ein paar der Dinge nicht gerade unschuldig. Besonders unbegreiflich ist für mich, dass sie zwar glaubt, wie ihre Mutter mit 47 sterben zu müssen, aber vorher schon ihre Familie verlässt und auch noch eine Praxis eröffnet. Logisch ist das nicht.

Dass es für eine 12-Jährige ein Trauma ist, die Mutter zu verlieren, ist mir klar. Auch kann ich verstehen, dass sie befürchtet, im selben Alter zu sterben. Doch als Ärztin sollte sie rationaler handeln, zumal ihr eigener Sohn sie als Teenager ebenfalls braucht. Die weiteren Figuren sind so angelegt, dass man fast glaubt, einen Krimi zu lesen und sie alle mehr oder weniger verdächtig findet. Die Geschichte um den Rag-Tree, der in der irischen Mythologie eine wichtige Rolle spielt, gefällt mir noch am besten. Die Wendungen, die dann nach einigen Längen zu einem fast schon überraschend schnellen Ende führen, wirken für mich etwas unbeholfen und gestellt. Das Ende selbst ist dann entsprechend für mich auch nicht wirklich zufriedenstellend.

Es gibt schlechtere Storys, ganz klar. Aber im Nachhinein hätte ich auch gut auf diese verzichten können und in der Zeit eine andere genießen. Daher mittelmäßige drei Sterne.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2024

Weihnachten auf ganz neue Art, nämlich als Quiz!

Das ultimative Weihnachts-Quiz
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Sebastian Jacoby muss man einfach mögen. Er ist unfassbar sympathisch und wirkt trotz seines enormen Wissens nicht überheblich oder arrogant. Seine Selbstkritik über sein Nichtwissen zu einer Weihnachtsfrage ...

Sebastian Jacoby muss man einfach mögen. Er ist unfassbar sympathisch und wirkt trotz seines enormen Wissens nicht überheblich oder arrogant. Seine Selbstkritik über sein Nichtwissen zu einer Weihnachtsfrage war der Auslöser zu diesem Buch und schon allein das Vorwort ist wunderbar.

Die 200 weihnachtlichen Quizfragen sind in dreizehn Nächte und den Weihnachtsbrunch eingeteilt und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, aber auch in unterschiedlicher Fragestellung. So gibt es nicht nur Fragen, zu denen man die Antwort geben muss, sondern auch eine Nacht mit Muliple-Choise-Antworten und zum Brunch keine echten Fragen, sondern stichwortartig beschriebene Personen, die man erraten muss. Die Illustrationen der Stellvertreter der Nächte sind umwerfend und die Gestaltung der Rätselfragen sehr ansprechend in Geschenke-Form.

Es ist erstaunlich, wie viel man rund um Weihnachten nicht weiß oder schon wieder vergessen hat. Die Themengebiete umfassen quasi alles, von geschichtlichen Fragen über Fragen zu Weihnachten in den unterschiedlichsten Ländern bis zu Fragen zu Büchern und Filmen zu Weihnachten und Traditionen. Es ist also ein kunterbuntes Feuerwerk, das herausfordert und dennoch Spaß macht, denn die Antworten sind im hinteren Teil natürlich zu finden.

Dieses Büchlein nimmt man gern in seine Traditionen auf, um in jeder Vorweihnachtszeit wieder zu testen, was man noch weiß oder schon wieder vergessen hat. Ich liebe es! Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Mach einfach mal!

Die Bucket List für Goldschnitten
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Bucket-Lists sind immer cool und witzig und eignen sich auch immer prima zur Aufmunterung, wenn mal wieder alles schief läuft. Die Bucket-List für Goldschnitten ist genauso toll zum Selbstbehalten, wie ...

Bucket-Lists sind immer cool und witzig und eignen sich auch immer prima zur Aufmunterung, wenn mal wieder alles schief läuft. Die Bucket-List für Goldschnitten ist genauso toll zum Selbstbehalten, wie zum Verschenken. Die 250 Dinge, die vorgeschlagen werden, kann man vermutlich nicht wirklich alle irgendwann abhaken, zumal nicht jede auf alles Bock hat. Aber allein schon das Lesen der Punkte ist unfassbar motivierend. So selbstverständlich, wie sie hin und wieder klingen, sind die Dinge nämlich gar nicht immer, wenn man sie machen soll oder will. Sie dann aber im Büchlein zu lesen, als Aufforderung, es doch zu tun, ist fast, als würde man an der Hand genommen und unterstützt.

Die Seiten sind aus relativ dickem Papier, sodass man mit fast jedem nicht durchschlagenden Stift prima darin schreiben und malen kann, denn ja, dazu ist das Buch gedacht. Die kleinen Texte sind in unterschiedlichen Schriftarten und wild durcheinander auf den Seiten verteilt. Die Grafiken dazu sind passend und humorvoll.

Das Büchlein motiviert, macht Mut, baut auf und gibt freundschaftliche Stupser, heitert auf. Wer eh schon super drauf ist, hat dennoch Spaß am Büchlein. Und wenn man nach Wochen oder Monaten nachliest, was man wo geschrieben hat, ist das enorm aufschlussreich. Frauen, wir haben unser Glück selbst in der Hand und tun oder tun eben nicht, was wir wollen, oder eben nicht! Zu verrückt geht gar nicht, loslassen ist super, neue Wege gehen noch besser, man selbst sein das Beste!

Kurz und knapp: Ein Buch, das jede Frau haben sollte! Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Mit dem Wohnmobil in den Süden reisen

MARCO POLO Bildband Auf Tour im Süden! Unvergessliche Wohnmobiltrips von Portugal bis Griechenland
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Von MarcoPolo gibt es zwei tolle Wohnmobiltrip-Bücher für Touren in den Süden bzw. Norden. Sie sind beide identisch aufgebaut, behandeln aber natürlich unterschiedliche Ziele. Ob Fan des Südens oder Nordens, ...

Von MarcoPolo gibt es zwei tolle Wohnmobiltrip-Bücher für Touren in den Süden bzw. Norden. Sie sind beide identisch aufgebaut, behandeln aber natürlich unterschiedliche Ziele. Ob Fan des Südens oder Nordens, man findet hier geniale Anregungen und Tipps.

Im Band für den Süden sind die Ziele in Portugal; Spanien; Frankreich; Italien; Slowenien; Kroatien; Griechenland. Jedes der Ziele folgt dem Schema der Unterkapitel Auf einen Blick; Campingplätze am Wegesrand; Kulinarisches am Wegesrand. Dazwischen gibt es ganz viel Information in Wort und Bild. Die Texte sind kurz, aber durchaus informativ. Auch gibt es Angaben, wie viele Kilometer die Highlights der vorgestellten Gebiete auseinander liegen. Am Ende findet sich noch ein Register, um schnell das gesuchte Ziel zu finden.

Man muss sich nicht starr an die Vorgaben halten, hat mit ihnen aber einen brauchbaren, schönen Zeitplan. Beim Blättern und Schmökern wächst die Lust auf eine Tour ins Unermessliche. Als nette Extras gibt es die Touren auch als gpx-Download plus einen passenden Soundtrack. Somit sind die beiden Bände auch tolle Geschenke für alle, die am liebsten mit dem Wohnmobil reisen. Toll gemacht und mir fünf Sterne wert!

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