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Veröffentlicht am 24.02.2025

Exotische Rezepte

Gewürzliebe
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Salz und Pfeffer sind wohl in jeder Küche vertreten, aber es gibt so viele wunderbare Gewürze, die man viel zu selten nutzt, dass ich mich über dieses Buch riesig freute.

Die Rezeptkapitel sind hier ...

Salz und Pfeffer sind wohl in jeder Küche vertreten, aber es gibt so viele wunderbare Gewürze, die man viel zu selten nutzt, dass ich mich über dieses Buch riesig freute.

Die Rezeptkapitel sind hier Frühstück und Brunch; Einfache Abendessen; Köstliches fürs Wochenende; Beilagen und Snacks; Süßes und Gebäck. Zuvor gibt es jedoch einiges an Theoriestoff zu den Gewürzen. Die Rezepte selbst sind kunterbunt quer durch die internationale Küche angesiedelt. Das gefällt mir leider nur semi-gut.

Aufgebaut sind sie recht klassisch. Nach dem Titel des Rezepts folgt noch eine kleine Aufzählung der verwendeten Gewürze, dann folgen die Angaben zu Portionsmenge, Zeitbedarf und den Aufwand. Im Anschluss findet sich die komplette Zutatenliste mit der Beschreibung des Rezeptes in Form eines kleinen Textes dazu und den Zubereitungsschritten. Sehr oft findet sich noch ein Abschnitt mit weiteren Ideen, also Varianten.

Alles ist gut verständlich geschrieben und es gibt auch fast immer ein schönes Foto vom Gericht. Das ist insgesamt stimmig und schön, aber dennoch begeistert mich das Buch nur wenig. Die Texte zu den Gewürzen beschreiben mir Geschmack und Verwendung zu wenig, es fehlen mir hier Fotos dazu. Die Rezepte sind mir fast alle zu exotisch. Für mich habe ich ganze zwei Rezepte entdecken können. Das finde ich sehr schade. Auch hätte ich gerade bei Kuchen gern auch die Angabe dazu, wie groß die entsprechende Form sein soll. Das suche ich hier vergeblich.

Vermutlich hätte ich mir gewünscht, dass direkt bei der Vorstellung der Gewürze dann die entsprechenden Rezepte folgen würden. Das wäre für mich einfacher zu handhaben und praktischer. Zudem wäre ich mit Rezepten glücklicher gewesen, die die Gewürze mehr in der europäischen Küche verwenden.

Als Fazit bleibt mir zu sagen, dass ich mir das Buch anders vorgestellt habe und daher etwas enttäuscht bin. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es viele Fans finden wird, besonders unter allen, die gern exotisch kochen und essen. Von mir bekommt es drei Sterne.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Beeindruckend

Death in Brachstedt
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Eine Woche vor Ostern verschwindet Leos Vater. Das ist selbst für ihn etwas schräg, denn diesmal hat er nicht mit Leo darüber gesprochen. Als sich seine Tante Lisa meldet und sagt, dass er, zwar etwas ...

Eine Woche vor Ostern verschwindet Leos Vater. Das ist selbst für ihn etwas schräg, denn diesmal hat er nicht mit Leo darüber gesprochen. Als sich seine Tante Lisa meldet und sagt, dass er, zwar etwas derangiert, aber putzmunter, bei ihr aufgetaucht ist, beschließt Leo, mit seinem besten Freund Henri einen Film zu drehen. Dafür nutzen sie das heruntergekommene Hotel von Henris Onkel. Eine Kette von absurden Geschehnissen beginnt und steuert auf ein unausweichliches Ende zu.

Es macht trotz aller immer wieder auftauchenden tragischer Momente Spaß, Leo und Henri diese Woche zu begleiten. Auch wenn ich längst kein Teenager mehr bin, erinnere ich mich sehr gut an die Zeit, als ich selbst 15 war. Man ist kein Kind mehr, aber auch nicht erwachsen und alles ist überdeutlich, immens intensiv und genauso überwältigend schön, wie auch erschreckend. Mit der beginnenden Demenz des Vaters konfrontiert zu sein, ist eindeutig zu viel für dieses Alter, zumal Leos Mutter bereits gestorben ist. Daher hat mich vieles sehr bewegt und ich wollte so gern für Leo da sein.

Ich bin mir nicht sicher, wie die Zielgruppe mit diesem Thema umgehen kann, zumal diese Krankheit hier nicht wirklich erklärt wird. Meiner Meinung nach besteht deshalb Redebedarf. Trotzdem ist das Buch wunderbar gelungen. Andererseits habe ich in diesem Alter ähnlich schwere Themen am liebsten gelesen und kam damit klar. Insofern möchte ich nicht überbehütend sein.

Schön ist, wie Leo auch zu Gefühlen wie Angst und Liebe steht. Sehr schön ist, wie der Autor zeigt, was Freundschaft bedeutet. Dass die Jungs sich mit dem Filmprojekt und der Party ablenken, kommt sehr gut rüber, ohne dass es besonders betont werden muss. Wichtig finde ich auch, dass Leo die Hoffnung und den Lebensmut nicht verliert. Daher kann ich das Buch vollumfänglich sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Recht, Gerechtigkeit, Moral, Ethik

Dunkle Momente
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Eva Herbergen, Strafverteidigerin aus Überzeugung, erzählt von neun ihrer Fälle, die so eindeutig scheinen, aber doch gar nicht sind. Sie erzählt von den Schaltern, die umgelegt werden müssen, damit ein ...

Eva Herbergen, Strafverteidigerin aus Überzeugung, erzählt von neun ihrer Fälle, die so eindeutig scheinen, aber doch gar nicht sind. Sie erzählt von den Schaltern, die umgelegt werden müssen, damit ein Mensch so handelt, wie man es ihm gar nicht zutraut. Und sie erzählt davon, dass Recht und Gerechtigkeit manchmal unterschiedliche Dinge sind.

Ist es ein Zufall, dass die Autorin dieselben Initialen hat, Professorin für Strafrecht und Richterin am Sächsischen Verfassungsgericht ist? Zumindest merkt man, dass sie weiß, wovon sie erzählt und sich mit dem Recht und den Vorgängen extrem gut auskennt.

Es geht mir sehr unter die Haut, wie still und ruhig sie ganz sachlich alles schildert und damit doch dafür sorgt, dass man Dinge, über die man zuvor eine feste Meinung hatte, plötzlich ganz anders sieht. Man möchte nicht hinsehen, kann aber nicht wegsehen und man weiß, dass man nie wieder ein Verbrechen vorschnell einordnen und den Täter innerlich verurteilen wird. Man wird von nun an immer die Hintergründe, die äußeren Umstände und die Faktoren, die zur Tat führten, genau kennen. Und weil Elisa Hoven gründlich ist, setzt sie beim einen oder anderen Fall einen weiteren Twist ein, der das gerade Gelernte wieder ins Wanken bringt.

Das Buch hat eine unbeschreibliche Wirkung auf mich. Das hatte ich noch nie zuvor auch nur ansatzweise in dieser Intensität. Das liegt nicht zuletzt an den Überlegungen, die Elisa Hovens Protagonistin, aber auch ihre Nebenfiguren anstellen. So viele Sätze, auf die ich mit heftigem Nicken und auch immer wieder auch in Worte gefasste Zustimmung reagiert habe! Das mag sich seltsam anhören, aber das reißt alte Wunden erst auf und hilft dann, sie sauber verheilen zu lassen.

Obwohl die Autorin vom Fach ist, wirft sie nicht mit Fachchinesisch um sich, sondern spricht eine klare, deutliche Sprache, die auch versteht, wer nichts mit der Justiz zu tun hat. Das rechne ich ihr besonders hoch an. Sie muss nicht mit ihrem Wissen und Können prahlen, sonders begibt sich auf Augenhöhe mit dem Leser und im Grunde auch mit allen Tätern, über die sie erzählt. Sosehr sie für das genaue Hinsehen plädiert, so wenig verlangt sie, Verbrechen zu verharmlosen. Und sie gibt zu, selbst nicht perfekt zu sein und immer wieder Fehler zu machen. Ich bewundere ihre Stärke sehr. Das Ende stimmt ein klein wenig versöhnlich, krönt die vorherigen Fälle aber auch. Sehr gut gelungen! Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Nicht meins!

Wilde Pflanzen essen
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Dieses Buch ist durchgehend im Comic-Stil gehalten. Ich bin mir nicht so sicher, welche Zielgruppe es ansprechen möchte. Mir sind die Zeichnungen zu grob und damit kann ich die Pflanzen nicht wirklich ...

Dieses Buch ist durchgehend im Comic-Stil gehalten. Ich bin mir nicht so sicher, welche Zielgruppe es ansprechen möchte. Mir sind die Zeichnungen zu grob und damit kann ich die Pflanzen nicht wirklich identifizieren, zumal sie gern anderen ähneln. Insgesamt finde ich den Stil auch etwas albern und kindisch. Für Kinder wiederum finde ich das Thema insgesamt etwas schwierig, zumal diese einige der Gags und Anspielungen gar nicht verstehen werden und mit Libido hoffentlich nichts anfangen können. Auch wird auf das, was mich interessieren würde, zu oberflächlich eingegangen.

Rezepte im herkömmlichen Sinne gibt es wenige bis keine, eher Anleitungen und Tipps, wobei man die Kräuter verwenden kann. Insgesamt sehe ich das Buch eher als Sammlung von Wild-Pflanzen-Wissen, das man selten bis gar nicht umsetzen wird.

Fazit: Keine Ahnung, welches die Zielgruppe ist. Noch weniger, wer diese Pflanzen wirklich isst. Ich nicht. Drei Sterne, für die Idee, die jedoch besser umgesetzt hätte werden können.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Zwischen Platte und Glamour

Achtzehnter Stock
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Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie zur Miete in eine Platte im achtzehnten Stock. Die Wohnung gehört ihrem Onkel Pawel, der in Krakau jedem von seinem Zweitwohnsitz mit Blick auf den Fernsehturm ...

Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie zur Miete in eine Platte im achtzehnten Stock. Die Wohnung gehört ihrem Onkel Pawel, der in Krakau jedem von seinem Zweitwohnsitz mit Blick auf den Fernsehturm erzählt. Sie ist Schauspielerin, aber seit einem Werbespot ohne Engagement. Ausgerechnet, als sie bei einem Casting Glück hat, wird Karlie krank.

Erzählt wird hier die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die zu stolz ist, Hilfe anzunehmen. Sie will um jeden Preis alleine für sich und die Tochter sorgen können. Dabei übersieht sie die Grenze des Möglichen und bringt sich und das Kind mehr als einmal in große Gefahr. Es ist nicht leicht, immer alles richtig zu machen, doch Wanda macht einige Fehler, die nicht sein müssten. Dazu kommen Fehler, die andere machen, deren Folgen sie aber ausbaden muss. Obwohl sie mitten in einem sozialen Brennpunkt lebt, verhält sie sich, als sei sie besser als der Rest der Bewohner. Das geht soweit, dass sie die Nachbarin, die ihr immer und immer wieder hilft, nur als Aylins Mutter bezeichnet und ihren Namen nicht kennt.

Trotz allem mag man Wanda und möchte, dass sie glücklich wird, es schafft, alle Probleme meistert. Doch die Platte ist mächtig und es liegt nur an ihr, diese Macht schlau zu nutzen. Die kleine Karlie ist für mich die stärkste und schlauste Figur im Buch. Sie ist einfach nur bewundernswert und in vielen Dingen ihrer Mama weit voraus. Ich hab sie emotional an der Hand genommen. Um mich oder sie zu stützen, ist nicht ganz klar. Ja, dieser Roman ist wirklich hart und rau und schön, er geht tief und hallt lange nach. So sehr, dass ich die kleine Hand von Karlie noch immer nicht loslassen möchte! Fünf Sterne.

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