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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2022

So ist die Katzen-Welt!

Maunzi
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Katzen sind faszinierende Tiere und ich habe mein komplettes Leben mit ihnen verbracht. Unweigerlich bin ich dabei auch immer wieder entzückenden Katzenbüchern aller Genres begegnet. Am meisten hängt mein ...

Katzen sind faszinierende Tiere und ich habe mein komplettes Leben mit ihnen verbracht. Unweigerlich bin ich dabei auch immer wieder entzückenden Katzenbüchern aller Genres begegnet. Am meisten hängt mein Herz an hübschen Geschenkbüchlein wie diesem – für mich selbst, aber auch, um sie anderen Katzenfans zu schenken.

Christine Rechl ist es gelungen, mit Maunzi eine ganz einfach gezeichnete Katze zu schaffen, die sich auf direktem Wege ins Herz des Betrachters schleicht. Mit wenigen Strichen und ein paar Worten bringt sie auf den Punkt, was Katzenmenschen Tag für Tag mit ihren Lieblingen erleben. Selbst die Momente, die im wahren Leben ärgerlich sind, bringen mich hier zum Schmunzeln oder auch Lachen.

Es gibt vier Kapitel, die mit jeweils drei „Mein …“-Aussagen beginnen. Schon das finde ich enorm treffend und gelungen. Die Krönung sind aber dann „Meine elf Gebote“. Da hat Christine Rechl ihrer Maunzi sehr genau zugehört!

Ja, ich liebe dieses kleine Büchlein und auch beim wiederholten Lesen entzückt es wieder aufs Neue. Unbedingt empfehlenswert! Fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 25.10.2022

Was geschah vor all den Jahren wirklich?

Wer mit den Toten spricht
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Cassandra Raven, genannt Cassie, ist Gerichtsmedizinerin und Goth, und eigentlich haut sie nichts so schnell um. Doch dann gesteht ihr ihre Großmutter, dass ihre Eltern gar nicht bei einem Verkehrsunfall ...

Cassandra Raven, genannt Cassie, ist Gerichtsmedizinerin und Goth, und eigentlich haut sie nichts so schnell um. Doch dann gesteht ihr ihre Großmutter, dass ihre Eltern gar nicht bei einem Verkehrsunfall gestorben sind. Die Wahrheit ist, dass ihr Vater ihre Mutter ermordet hat und deshalb im Gefängnis saß. Gemeinsam mit DS Phyllida Flyte stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, denn ihr Vater behauptet, er sei unschuldig.

Obwohl ich den Vorgängerband nicht kenne, kam ich problemlos in die Story und hatte auch nie das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen. Trotz vieler Spuren, von denen die meisten in die Irre führen, kann man dem Fall problemlos folgen. Weitere Stränge sprechen bewegende Themen an, die alle mit dem Tod und gerichtsmedizinischen Untersuchungen zu tun haben. Diese sind nicht „Füllmaterial“, auch wenn sie nicht im direkten Zusammenhang mit dem Fall stehen. Mich machten sie sehr betroffen und ich denke, eine Triggerwarnung wäre nicht schlecht.

Die Figuren gefallen mir recht gut. Auch wenn Flyte immer mal wieder unsympathische Aktionen startet, lernt man doch zu verstehen, wieso sie manchmal so ein Ekel ist. Ihre Geschichte berührt und bewegt. Bei Cassie fragte ich mich allerdings, wieso sie bisher nie Fragen zu ihren Eltern gestellt hatte. Meiner Meinung nach ist auch eine Vollwaise neugierig, wie ihre Eltern denn als Kinder so waren, was sie mochten, wie sie lebten, wie sie sich kennenlernten, was sie machten. Dies fällt Cassie alles erst jetzt ein und das wundert mich doch sehr.

Die Story selbst ist aber sehr stimmig in sich selbst und entwickelt sich auch so, dass man stets neugierig bleibt. Der Spannungsbogen ist nicht übermäßig hoch, aber durchgehend vorhanden. Cassies „Spezialität“, Signale von ihren „Gästen“ zu empfangen, mit ihnen zu reden, kommt mir ein bisschen zu kurz, wohingegen sich die Ermittlungen, die Suche nach der Wahrheit, ein bisschen in die Länge zieht. Manche Details werden zu ausführlich geschildert. Die Auflösung ist schlüssig, dennoch frage ich mich, warum das alles nicht schon eher ans Licht kam. Ganz so überraschend ist sie nämlich dann doch nicht.

Als Sprecherin macht Sandra Voss ihren Job recht gut, allerdings gefällt mir ihre Art, die Großmutter zu sprechen, nicht so gut. Das klingt irgendwie nach alter Hexe. Auch bei den Männern wehren sich meine Ohren ein wenig. Manchmal ist es besser, ganz normal zu lesen und sprechen und nicht in eine Rolle zu schlüpfen.

Ich wurde insgesamt sehr gut unterhalten. Aufgrund meiner Kritikpunkte ziehe ich einen Stern ab, somit vergebe ich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Wunderbar, aber zu wenige Fotos

Ich helf dir backen
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Mir ist das Standardwerk leider erst jetzt aufgefallen. Die ursprüngliche Version kenne ich also nicht. Dafür bekomme ich also 50 neue Rezepte und einen erweiterten (und vermutlich der Zeit angepassten) ...

Mir ist das Standardwerk leider erst jetzt aufgefallen. Die ursprüngliche Version kenne ich also nicht. Dafür bekomme ich also 50 neue Rezepte und einen erweiterten (und vermutlich der Zeit angepassten) Grundlagenteil. Mehr als 400 Rezepte – das ist mal eine Ansage und sorgt dafür, dass die Kaffeetafel immer gut gedeckt ist. Wie im Vorwort zu lesen ist: hier hat man nicht einfach nur ein „Update“, sondern ein Buch, das enorm viel Wissen rund ums Backen vermittelt und von einfachen Rührkuchen über Tartes und Torten auch zu Broten und Snacks vieles zu bieten hat.

Das Kapitel „Grundlagen“ gefällt mir sehr. Auch wenn ich viel und gern (und meiner Meinung nach auch gut) backe, lerne ich noch immer dazu. Hier findet man Wissen zu Backzutaten, Zubehör, Grundtechniken, Pannenhilfe und „Tauschbörse“, mit deren Hilfe man die Rezepte glutenfrei, zuckerfrei und/oder vegan umstellen kann. Super!

Die Rezepte sind knackig kurz beschrieben und die Zutaten gut gelistet. Leider finden sich nicht immer Fotos zu den Rezepten. Das ist mir immer super wichtig, da ich sehen möchte, was ich am Ende geschaffen haben soll. Zudem lasse ich mich gern von Fotos zum Nachbacken inspirieren, weniger vom Text. Teilweise fehlen mir genauere Angaben, so beispielsweise bei den Amerikanern. Hier finde ich weder Angaben dazu, wie viele es werden, noch wie groß „genügend großer Abstand“ genau ist.

Die Rezepte decken einfach alles ab, was mir wichtig ist. Nicht alle sind nach meinem Geschmack (bei der schieren Anzahl schon gar nicht möglich), aber selbst, wenn ich nur ein Viertel davon ins Repertoire übernehme, bin ich wohl das ganze Jahr über Anlaufstelle für alle Kuchenfans im Bekanntenkreis! Trotz meiner Kritikpunkte habe ich viel Neues gelernt und traue mich mehr in meiner kleinen persönlichen Backstube. Auch weiß ich, dass ich künftig öfter hier nachschlagen werde, wenn ich bei einem Rezept unsicher bin.

Eins meiner liebsten und ältesten Kochbücher ist ähnlich aufgebaut und hat ebenfalls nicht für jedes Rezept Fotos. Das scheint typisch für „Standardwerke“ zu sein, muss mir dennoch nicht gefallen. Für mehr Fotos (die ja dann auch mehr Seiten bedeuten) würde ich ohne mit der Wimper zu zucken auch einen Zehner mehr ausgeben und fünf Sterne geben. So bewerte ich das Buch mit vier Sternen.

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Rosa in ihrem Element

Rosa kocht vegan
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Rosa Roderigo ist die Verkörperung der 2020er: Jung, energiegeladen, Influencerin mit Instgram-Kanal, mehreren Ausbildungen rund ums Thema Lebensmittel (Praktikum in der Küche, Konditorausbildung, Produktentwicklung, ...

Rosa Roderigo ist die Verkörperung der 2020er: Jung, energiegeladen, Influencerin mit Instgram-Kanal, mehreren Ausbildungen rund ums Thema Lebensmittel (Praktikum in der Küche, Konditorausbildung, Produktentwicklung, Meisterschule) und nun ein Buch – und das über vegane Küche. Puh! Viel auf einmal! Und diese Frau steckt so voller Energie, dass einem beim Lesen echt schwindlig wird. Ich selbst bin keine Veganerin, bin aber gern für Gäste gerüstet und interessiere mich prinzipiell für alles, das schmeckt. Für mich selbst kommen Tofu & Co nicht infrage, womit also auch recht wenige Rezepte für meinen Gaumen übrig bleiben. Also ran ans Buch und „studiert“!

Gestutzt habe ich bei einigen Stellen dann schnell. Ich kann ja verstehen, wenn jemand komplett auf tierische Erzeugnisse verzichten möchte. Aber dann Produkte feiern, die weder wirklich gesund noch umweltfreundlich sein können (Aromen – ich möchte doch bitte auf künstliche Aromen verzichten und mir keine Chemiekeule reinziehen; gehärtete Fette – echt jetzt?; Instantgemüsebrühe – ohne Worte!). Dazu kommt die „Jugendsprache“. Ja, Rosa ist jung. Aber irgendwie fallen mir die Ausdrücke doch schnell auf den Wecker. Da kann man noch so positiv gestimmt ans Werk gehen, irgendwann ist es schlicht zu viel. Spätestens nach dem ersten Drittel fand ich auch die Selbstinszenierung ein wenig zu heftig. Das ist schade, denn im Grunde ist das Buch gelungen – vor allem für „ernsthafte“ Veganer, aber auch für Leute wie mich, die Veganer-Gästen eine Freude machen möchten.

Momentan ist es ja hipp, mit Listen zu beginnen. Hier sind es „Geschmackskicks“ und Küchenutensilien (neudeutsch: Gadgets). Die Rezepte sind dann klassisch aufgebaut mit Zutatenliste, Zubereitungsanleitung und hier und da Tipps und immer wieder Jugendsprache. Muss man wirklich die Gemüsetaler in die Pfanne „schmeißen“? Auf Hinweise, bei Schokolade usw. darauf zu achten, dass nicht jede vegan ist, wurde verzichtet. Dafür findet man Angaben zu Nährwerten und Kalorien, sowie der Zubereitungszeit und der Menge. Dass man für die vegane Küche ein paar besondere Zutaten benötigt, ist auch klar.

Die Rezepte (Frühstück, Snacks, Suppen/Salate, Defitges, Picknick/Party, Süßes) sind durchweg simpel und können von Kochanfängern bewältigt werden. Besondere Überraschungen fand ich jetzt keine. Vom Hocker haut mich das Buch also nicht. Das „witzige Mätt-Igelchen“ hat mich aber echt den Kopf schütteln lassen. Mein Fazit ist insgesamt also, dass dieses Buch echt nur dann zum Einsatz kommt, wenn ich vegane Gäste verwöhnen möchte. Für mich selbst fand ich keine neuen Ideen oder Ansätze. Rosa ist ein Kind ihrer Zeit und sowohl erfrischend, als auch anstrengend. Ihr Selbstbewusstsein und ihre Kraft sind bewundernswert. Aber ihr Buch bekommt von mir leider nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 14.10.2022

Salat ist lecker und kein bisschen langweilig!

Die 100 besten Salate
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Braucht man ein Buch für Salate? Ich finde: ja! Auch wenn man es kaum glauben mag, auch der Salat hat sich im Laufe der Jahre stark verändert. Einst einfach nur Beilage, hat er sich bis heute zu einer ...

Braucht man ein Buch für Salate? Ich finde: ja! Auch wenn man es kaum glauben mag, auch der Salat hat sich im Laufe der Jahre stark verändert. Einst einfach nur Beilage, hat er sich bis heute zu einer Hauptmahlzeit entwickelt. Und da gibt es so viele Ideen und Möglichkeiten, dass eine so gut gemachte Zusammenstellung unterschiedlicher Salate äußerst anregend und inspirierend ist.

Sehr gut gefällt mir, dass es eine ausführliche und sehr gut verständliche Einführung mit „Warenkunde“ und „Erster Hilfe“ bei Pannen gibt. Das Register ist wie die Rezepte nach den Überbegriffen/Hauptzutaten sortiert. Das ist okay, dennoch wäre eine andere Listung zusätzlich auch nicht schlecht, um die Rezepte schnell zu finden. Die Rezepte haben nämlich keinen Namen, sondern Zutaten als Schlagworte. Das ist gewöhnungsbedürftig, klappt aber gar nicht so schlecht.

Basic-Salatsaucen, Salat-Baukasten und Saisonkalender runden das Ganze sehr gut ab, bevor es mit den Rezepten losgeht. Und hier staunt man! Ja, klar, nicht jedes Rezept trifft den persönlichen Geschmack. Bei mir fällt alles mit Tofu raus und Oliven lasse ich auch weg, weil ich die einfach nicht mag. Dennoch bleiben enorm viele Rezepte übrig, die genau meinen Geschmack treffen und die auch immer mal wieder zubereitet werden, ob nun als Partysalat oder gesunde und leckere Mahlzeit. Einige der Zutaten sind nicht ganz so leicht aufzutreiben und ein bisschen exotisch, aber die Menge dieser Zutaten hält sich sehr in Grenzen. Auch Rezepte für Bowls und Obstsalate sind integriert.

Bei allen Rezepten ist angegeben, ob sie vegetarisch, glutenfrei oder vegan sind. Nährwertangaben werden nicht angegeben. Die Zutaten für Salat und Vinaigrette/Dressing sind in einem Kasten jeweils einzeln gelistet. Die Arbeitsschritte sind gut und einfach verständlich erklärt. Auch finden sich immer tolle Fotos zu den Rezepten. Teils wird mir schon fast zu viel Platz verschwendet. Da freuen mich die Seiten, auf denen zwei Rezepte stehen und daneben beide Salate auf einem Foto zu sehen sind, besonders.

Dies ist ein modernes Rezeptbuch, das in meiner Sammlung eine Lücke schließt und sie ergänzt. Es ist mit Liebe und Sorgfalt zusammengestellt worden und macht schon beim Durchblättern Appetit und Freude. Ganz klar – fünf Sterne!

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