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Veröffentlicht am 22.01.2020

Es fing so gut an …

Knochengrab (Ein Sayer-Altair-Thriller 2)
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Beim Gassigehen im Nationalpark findet Kona, der Leichenspürhund des FBI-Agenten Maxwell Cho, eine Grube mit Knochen – Menschenknochen. Dann gerät Sayer Atlair in dieser Grube in Lebensgefahr – und ...

Beim Gassigehen im Nationalpark findet Kona, der Leichenspürhund des FBI-Agenten Maxwell Cho, eine Grube mit Knochen – Menschenknochen. Dann gerät Sayer Atlair in dieser Grube in Lebensgefahr – und findet frische Leichen. Es dauert nicht lange, da wird klar, dass dieser Fund in Zusammenhang mit verschwundenen Frauen steht, doch die Schlüsse, die gezogen werden, sind erschreckender, als man ahnte. Die fieberhafte Suche wird immer wieder erschwert …

So wirklich warm konnte ich mit Sayer Altair leider nicht werden. Anfangs war ich total von ihr begeistert, doch dann verblasste das und sie wurde zu einer der vielen typischen Ermittlerinnen mit eigenen Problemen, die immer wieder in den Fall hineinspielen, obwohl ich es schon sympathisch finde, dass sie sich um eine Teenagerin kümmert und sie bei sich aufnimmt. Doch insgesamt ist das alles so übertrieben und unrealistisch. Denn nicht nur, dass Sayer sich gerade von einer Schussverletzung erholt und dann im Grunde erst mal einen Bürojob machen sollte, aber dann doch direkt wieder in die Schusslinie gestellt wird, nein, sie ist auch Neurobiologin und beschäftigt sich rein zufällig gerade passend zu den Ereignissen mit Psychopathen (okay, ihre sind „nicht straffällig geworden“, aber weiß sie das wirklich so genau?) und einer davon weiß erstaunlich viel von ihr selbst.

Dass hier etwas oberfaul ist, war kaum zu verheimlichen, aber die Ermittler tappen tapfer im Dunkeln durch die Botanik. Das hat mich stellenweise sehr geärgert. Auch die Perspektivwechsel zu den Ereignissen im titelgebenden Todeskäfig haben mich nicht überzeugen können. Das Buch liest sich auch ohne Kenntnis des ersten Bandes gut, dennoch merkt man, dass die Autorin die Hintergrundstory zu Sayers Verlobtem bzw. dessen Tod und den politischen Verwicklungen in die Länge zieht. Und genau das nervt mich. Hier wird immer wieder etwas angedeutet, aber nicht auf den Punkt gebracht. Viel Gegackere, keine Eier.

Fakt ist, dass ich weder den ersten noch den nächsten Band lesen werde. Der Anfang war lebendig, spritzig, unterhaltsam, spannend und super interessant, aber sehr schnell hat sich das verloren. Warum nur? Die Story war ganz okay, nicht total vergeudete Zeit, aber eine Wiederholung brauche ich definitiv mal nicht. Drei Sterne.

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Veröffentlicht am 22.01.2020

Serienauftakt mit kleinen Anlaufschwierigkeiten

Pferdeflüsterer-Academy, Band 1 - Reise nach Snowfields
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Zoe ist 13, Musikerin und schwer in Jake verliebt. Von Pferden hat sie keine Ahnung. Doch dann begleitet sie ihre beste Freundin Kim zu einer Aufnahmeprüfung und begegnet Shaman, einem schwarzen Hengst. ...

Zoe ist 13, Musikerin und schwer in Jake verliebt. Von Pferden hat sie keine Ahnung. Doch dann begleitet sie ihre beste Freundin Kim zu einer Aufnahmeprüfung und begegnet Shaman, einem schwarzen Hengst. Wie schicksalhaft diese Begegnung ist, ahnt sie da noch nicht, doch ihr Leben verläuft jetzt völlig anders, als bisher …

Geschrieben ist die Geschichte meiner Meinung nach passend für die Zielgruppe. Jedoch war ich erstaunt, wie groß der Bogen ist, den die Autorin spannt, um zum Thema und der eigentlich erwarteten Story zu kommen.

Dass die Protagonistin (unglücklich) verliebt ist, ist kein Wunder. Das ist bei Teenagern ja schon fast normal. Doch die Pferdeflüsterer-Academy ist fast zu wenig vorgekommen, wodurch der Titel falsche Hoffnungen wecken könnte. Da es aber der erste Band ist, bin ich weniger streng und ziehe nur einen Stern ab. Von Vorteil ist hierbei, dass es schon weitere Bände gibt und die Zielgruppe gleich weiterlesen kann, ohne große Pause. So kann man diesen Band auch als Vorgeschichte werten.

Die Passagen in Kursivschrift können Teenies aber möglicherweise emotional zu stark belasten. Ich jedenfalls empfinde das schon sehr heftig. Zum Glück sind sie recht kurz, doch das „Happy End“ kommt eben erst am Ende. Ganz lebensnah ist die Story auch nicht. Zoe ist ein Wunderkind, ihr fliegt fast alles nur so zu und ihr Leben ist alles andere, als durchschnittlich. Hier wird den Kids meiner Meinung nach eine falsche Message mitgegeben.

Dennoch – richtig schlecht ist das Buch nicht und es liest sich auch altersgerecht flott weg. Ich gebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 19.01.2020

Europa hat mehr zu bieten, als Rom, Paris oder London!

DUMONT Bildband Die unterschätzten Städte in Europa
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Die Idee ist super – Reiseziele für alle, die nicht mit der Masse laufen, sondern einen individuellen Weg gehen. Nicht die sowieso schon überrannten Hotspots werden hier beschrieben, sondern Städte, bei ...

Die Idee ist super – Reiseziele für alle, die nicht mit der Masse laufen, sondern einen individuellen Weg gehen. Nicht die sowieso schon überrannten Hotspots werden hier beschrieben, sondern Städte, bei denen man nicht so schnell auf den Gedanken kommt, da Urlaub zu machen. Bestes Beispiel ist Mannheim – ganz im Ernst, da stutzt doch jeder! Aber auch da gibt es wunderschöne Fleckchen, traumhafte Gebäude und sehenswerte Gegenden. Insgesamt stellen unterschiedliche Autoren 15 europäische Städte näher vor.

Begonnen wird jedes Mal mit dem Warum. Es wird die Stadt grob vorgestellt, bevor „auf einen Blick“ ein bisschen näher auf bestimmte Punkte in der Stadt eingegangen wird. Dann schließen sich fünf unterschiedliche Touren durch die Stadt an, zunächst im groben Überblick, dann im Detail. Die Rubriken „in fremden Betten“, „satt und glücklich“, „stöbern und entdecken“ und „wenn die Nacht beginnt“ fassen übersichtlich zusammen, was man noch zu den Städten wissen sollte. Gekrönt wird jedes Stadt-Kapitel mit herrlichen Fotos, die sehr schön transportieren, was man in der jeweiligen Stadt sehen und erleben kann. So ist das gesamte Buch eine Entdeckung und macht Lust, Erfurt nicht nur zum Weihnachtsmarkt zu besuchen, Mannheim nicht nur als Chemie- oder Industriestadt zu besuchen und auch außerhalb Deutschlands „verkannte“ Städte mit anderen Augen zu betrachten.

Das große Format ist nicht ganz so handlich, aber erforderlich, um all das Interessante und spannende mitsamt den Fotos unterzubringen. Auf der letzten Seite findet man dann noch ein klein bisschen Werbung für Dumont Direkt Stadtführern der vorgestellten 15 Städte. Das macht aber auch Sinn – denn wenn man dann eine dieser Städte bereisen möchte, hat man besser einen eigenen Plan dabei, der dann auch handlicher ist. „Die unterschätzten Städte in Europa“ ist ein Buch für zu Hause, das zwangsläufig Lust auf mehr macht. Ich gebe fünf Sterne – weil mir kein Grund einfällt, warum ich einen abziehen sollte!

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Veröffentlicht am 17.01.2020

Guten Appetit!

Zu Tisch!
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DUMONT bringt immer wieder kleine Bildbände heraus, die ein besonderes Thema haben. „Zu Tisch!“ gehört dazu. Und ich bin so begeistert! Es ist unfassbar faszinierend, welch ausgefallene Restaurants es ...

DUMONT bringt immer wieder kleine Bildbände heraus, die ein besonderes Thema haben. „Zu Tisch!“ gehört dazu. Und ich bin so begeistert! Es ist unfassbar faszinierend, welch ausgefallene Restaurants es gibt! Ja, da sind so einige dabei, die mich brennend interessieren und die ich sehr gerne mal besuchen möchte.

Manche sind stylish, andere witzig, viele in luftiger Höhe – und das eine oder andere erfordert wirklich sehr spezielle Vorlieben. Ich persönlich beispielsweise kann mit „Modern Toilet“ in Taipeh so gar nichts anfangen. Aber ja, es hat einen Platz in diesem Buch definitiv verdient!

Die drei Kategorien „unschlagbar günstig“, „erschwinglicher Genuss“ und „purer Luxus“ sind an der Anzahl der Piktogramm-Gedecke erkennbar. Auf einer kleinen Weltkarte erkennt man die geografische Lage des entsprechenden Restaurants. Hier sieht man auch die Web-Adresse, falls eine vorhanden ist.

Die Fotografien sind traumhaft schön und die kleinen Texte zu den Restaurants treffend, oft humorvoll und vor allem informativ. Also, warum nicht mal ein Restaurant aussuchen und den Urlaub „drumherum“ buchen? Diese Restaurants sind es wert! Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 17.01.2020

Die Saga geht weiter

Wir träumten von Kuba
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Während „Nächstes Jahr in Havanna“ Beatriz, die ältere Schwester von Elisa, nur Raum für eine Nebenfigur bot, hat sie hier quasi die Hauptrolle. Die Familie Perez in den 1960 Jahren, nach ihrer Flucht ...

Während „Nächstes Jahr in Havanna“ Beatriz, die ältere Schwester von Elisa, nur Raum für eine Nebenfigur bot, hat sie hier quasi die Hauptrolle. Die Familie Perez in den 1960 Jahren, nach ihrer Flucht in Florida, geht ganz unterschiedlich mit der Sehnsucht um. Für Beatriz ist es wohl am schlimmsten. Die politischen Verhältnisse beeinflussen ihr Leben komplett, besonders, als sie sich verliebt …

Ich tat mich ja schon mit dem ersten Teil schwer. Leider hat mich auch der zweite Band der Reihe nicht überzeugen können. Es ist wohl einfach nicht mein Thema. Politik ist sowieso immer schwierig, aber da ich in letzter Zeit relativ viele Bücher zur deutschen Geschichte gelesen hatte, wollte ich auch Kuba eine Chance geben und die Geschichte, die Situation ein bisschen besser verstehen. Ja, es ist ein Roman, aber genau damit kann man solche Dinge eigentlich prima transportieren.

Für mich zog sich alles etwas arg in die Länge. So wirklich tief in die Geschichte konnte mich die Autorin leider nicht ziehen. Deshalb war es für mich eine längere Prozedur, das Buch zu beenden. Das ist schade. Allerdings – abbrechen wollte ich es dann auch wieder nicht. Die Verwurstelung von Sehnsucht, Rache, Liebesgeschichte (natürlich dramatisch) und Doppelagentenspielchen kommt bei mir leider nicht ganz so gut an. Gleichzeitig ist mir zu viel und zu wenig im Buch. Es ist schwer in Worte zu fassen.

Da auch hier wieder die Ich-Form im Präsens gewählt wurde, brauchte ich ein bisschen, um gedanklich nicht bei Elisa und Marisol zu sein. Auch hier mag ich diesen Erzählstil nicht wirklich.

Schade – ich hatte auf eine Steigerung gehofft. Für mich ist es aber wieder ein drei-Sterne-Buch geworden.

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