Der Einstieg in den Roman war super witzig, Sarah liest eine erneute Beschwerde des Resort-Besitzers Will und antwortet darauf, unglaublich amüsant. Das ließ mich auf eine lustige, aber auch schöne und ...
Der Einstieg in den Roman war super witzig, Sarah liest eine erneute Beschwerde des Resort-Besitzers Will und antwortet darauf, unglaublich amüsant. Das ließ mich auf eine lustige, aber auch schöne und romantische Weihnachtsgeschichte hoffen. Leider wurde ich sehr enttäuscht, da sich die Geschichte ziemlich in die Länge zog und was am schlimmsten ist: bei mir kam einfach keine Weihnachtsstimmung auf -trotz bezauberndem Setting in Kanada- was für mich in einem Weihnachtsroman immer wichtig ist.
Das Buch regt aber auch zum Nachdenken an und gibt dem Leser einige Dinge mit auf den Weg, die verinnerlicht werden sollten. Zum Beispiel Alleinsein und Einsamsein, Familie und Freunde und die eigene Erwartungshaltung und daraus resultierende Enttäuschungen: „Aber vieles hängt mit den eigenen Erwartungen zusammen. (…) Und dann trübt die Enttäuschung über eigentlich harmlose Mängel selbst das Wunderschöne im Leben so stark, dass wir es überhaupt nicht mehr bemerken.“ (Zitat Seite 270)
Der Schreibstil war angenehm, wodurch sich die Geschichte flüssig lesen ließ. Die Charaktere offenbarten im Laufe der Handlung, warum sie eben so sind, wie sie sind. Leider ist mir keiner der Personen besonders ans Herz gewachsen, noch blieb mir jemand in Erinnerung.
Protagonistin Sarah hat mich häufig genervt, ihre seitenweisen Monologe waren häufig zu lang. Ihre Entwicklung im während der Geschichte ging mir dann aber zu schnell, weil es viel zu einfach und demnach nicht rund wirkte.
Fazit
Der Roman ist eine nette und teilweise auch amüsante Lektüre für zwischendurch, mit einigen Themen, über die es sich nachzudenken lohnt. Leider sorgte er bei mir nicht für Weihnachtsstimmung und hat sich an einigen Stellen ziemlich gezogen.
Wie lange habe ich dem Erscheinen des LYX Planers entgegengefiebert! Diesen jetzt endlich in den Händen zu halten ist unglaublich toll! Jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, den Planer auch endlich benutzen ...
Wie lange habe ich dem Erscheinen des LYX Planers entgegengefiebert! Diesen jetzt endlich in den Händen zu halten ist unglaublich toll! Jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, den Planer auch endlich benutzen zu können. Zahlreiche Listen wollen gefüllt und Termine eingetragen werden.
Als berufstätige Mama mit Buchblog ist es nicht immer leicht, alles unter einen Hut zu bringen. Schichten, Kita, Haushalt, Rezensionen und und und wollen organisiert werden. Buch-Neuerscheinungen geraten mir leider sehr oft in Vergessenheit und eine Blog-Planung existiert aktuell gar nicht. Vor ein paar Jahren habe ich leidenschaftlich gern Bullet Journal geführt, irgendwann fehlte mir die Zeit dafür bzw. haben sich einfach meine Prioritäten geändert. Mittlerweile führe ich mit meinem Freund zusammen einen gemeinsamen Online-Kalender, den wir bequem auf dem Handy abrufen können. Für Termine funktioniert das wirklich super, aber meine To-dos, Notizen, Ideen und Pläne fliegen wild in meinem Kopf hin und her und werden so leider schnell vergessen.
Jetzt habe ich endlich einen Planer für das Jahr 2022, der mir alle Vorteile eines Bullet Journals liefert, ohne dass ich mich extra hinsetzen und die Monats-/Wochenübersichten erstellen muss. Der LYX Planer bietet eine Wochenübersicht auf einer Doppelseite in schlichtem, grauen Design, perfekt, um diese individuell zu gestalten: mit Farben, Zeichnungen, Stickern usw. Mit genug Platz für Termine, To-dos und Notizen.
Außerdem gibt es reichlich Platz für die gelesenen Bücher jedes Monats, verschiedene Tracker, Highlights und Erinnerungen.
Für die Leipziger und die Frankfurter Buchmessen hat man im LYX Planer eigene Seiten für die Eintragung aller Termine, Veranstaltungen und Erinnerungen.
Die vielen Notizseiten am Ende eigenen sich perfekt, um Ideen festzuhalten oder schnell mal etwas aufzuschreiben.
Der Planer ist vom wunderschönen Cover über die Wochenübersichten mit Buchzitaten vor jedem Monat bis hin zur Jahresplanung und -zusammenfassung mit so viel Liebe zum Detail gestaltet. Das Papier wirkt sehr hochwertig und fühlt sich gut an. Die Schrift gefällt mir richtig gut und das Lesebändchen ist super praktisch, um die aktuelle Woche schnell zu finden. Durch das Hardcover bleibt der Planer offen auf dem Tisch liegen, ein großer Vorteil, um die aktuellen Aufgaben oder Notizen immer direkt im Blick zu haben.
Ich liebe den Planer jetzt schon, bei all der Euphorie habe ich aber auch ein paar kleine Kritikpunkte, die meine Vorfreude aber in keinster Weise trügen:
– Bei manchen Wochenübersichten fehlt beispielsweise der Montag, wenn dieser in den vergangenen Monat fällt.
– In den Wochenübersichten wäre es praktisch, wenn das Datum direkt am Wochentag stünde.
– Ich bin mir nicht sicher, ob das Design des monatlichen page trackers so optimal ist. Aber ich werde es ausprobieren.
– Bei der Übersicht der gelesenen Bücher des Jahres wäre eine Nummerierung hilfreich.
– In die Auswertung „books by month“ am Ende kann man „nur“ 80 Bücher eintragen. Ich werde damit sehr wahrscheinlich locker hinkommen, für einige dürfte hier aber der Platz nicht ausreichen.
Fazit
Ich freue mich schon riesig darauf, am Ende diesen Jahres den Kalender für 2022 vorzubereiten und damit dann im neuen Jahr zu planen. Für das kommende Jahr werde ich auch wieder eine „22 in 22“-Liste aufstellen mit den 22 Büchern, die ich im Jahr 2022 lesen möchte.
Ach ich kann es einfach jetzt schon nicht mehr erwarten, den Planer endlich zu benutzen!
Ich glaube mittlerweile weiß jeder, der mich etwas besser kennt, dass Sophie Kinsella meine absolute Lieblingsautorin ist und ich ihre Bücher über alles liebe. Mit „Erobere mich im Sturm“, auf das ich ...
Ich glaube mittlerweile weiß jeder, der mich etwas besser kennt, dass Sophie Kinsella meine absolute Lieblingsautorin ist und ich ihre Bücher über alles liebe. Mit „Erobere mich im Sturm“, auf das ich so lange sehnsüchtig gewartet habe, erhielt ich meinen ersten Kinsella-Roman als Rezensionsexemplar – die Freude darüber war groß und die Vorfreude auf die Geschichte von Ava und Matt noch viel größer.
Die Seiten flogen auch nur so dahin, der Schreibstil wie gewohnt locker, frisch und schnell. Die Charaktere waren wieder typisch übertrieben, jeder mit seinen eigenen Marotten. Das Setting in Italien zu Beginn der Geschichte war perfekt für heiße Sommertage, danach ging es zurück nach London, in dem wir das Leben der Figuren kennenlernen. Und was für Leben hier auf den Leser warteten!
Protagonistin Ava erinnerte mich beim Lesen sehr an die berühmte Rebecca Brandon, geborene Bloomwood, aus den Shopaholic-Romanen. Ava ist genau so positiv, an vielen Themen interessiert und schnell zu begeistern, ihre Wohnung ist so bunt wie ihr Leben.
Matt hingegen wohnt grau, kalt und mit einer äußerst interessanten Kunstsammlung. Diese Tristesse zeigt sich auch in anderen Bereichen seines Lebens.
Gegensätzlicher könnten Charaktere gar nicht sein, was für zahlreiche Spannungen sorgt, die sich im Laufe der Handlung zuspitzen. Und doch sind Ava und Matt (und vor allem Ava) überzeugt, dass sie zusammengehören und es hinbekommen. Ob ihre in Italien als Urlaubsromanze begonnene Beziehung den Alltagstest besteht, müsst ihr selbst herausfinden.
Sowohl Avas Freundinnen als auch Matts Mitbewohner sind ganz eigene, individuelle Persönlichkeiten, die als Gruppe eine wunderbare Dynamik ausstrahlen und für so manchen Lacher sorgen.
Wer meine Rezension aufmerksam gelesen hat, wird feststellen, dass sich meine Begeisterung für den Roman in Grenzen hält. Ich habe beim Lesen immer wieder mit mir gehadert, auch tagelang nicht weitergelesen, weil ich irgendwie keinen richtigen Zugang gefunden habe, nicht zur Geschichte, nicht zu den Charakteren, vor allem mit Matt wurde ich einfach nicht warm. Die Gefühle zwischen den Protagonisten waren für mich nicht nachvollzieh- und nicht greifbar.
Hätte ich das Buch lieber zu einem anderen Zeitpunkt gelesen? Hatte ich vielleicht einfach gerade Lust auf ein anderes Genre? Oder sollte mir tatsächlich mal ein Roman meiner Lieblingsautorin nicht gefallen?
Das Buch hat mir nicht nicht gefallen, es hat mich nur nicht so begeistert, wie Sophie Kinsellas andere Geschichten. Und das ist auch nicht schlimm. Ich mochte den Schreibstil, ich mochte den Humor, auch wenn es mir viel zu wenig amüsante Szenen und kaum Dialoge/Gedanken zum Lachen gab, und ich mochte die angesprochenen Themen. „Erobere mich im Sturm“ handelt nicht nur von einem Pärchen, dass versucht, seine Liebe aus dem Urlaub auch im Alltag zu festigen. Es geht um Freundschaft, Familie, eine schlimme Krankheit, das eigene Glück gegen die Erwartungshaltung von anderen und Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Ganz schön viel. Und das war auch das, was es mir beim Lesen manchmal so schwer gemacht hat: die Geschichte umfasst viel zu viel Inhalt für einen Einzelroman, allein die Freundeskreise könnten eine eigene Reihe füllen.
Ich bin also sehr zwiegespalten, denn der Roman ist ein typischer Kinsella und ich wollte ihn so gern lieben. Mittlerweile ist mir aber klar, dass man nicht jedes Buch des Lieblingsautoren lieben muss, mögen ist auch völlig in Ordnung.
Was ich am Ende noch anmerken möchte ist, dass der englische Titel viel besser ist und die Geschichte so viel treffender beschreibt. „Love your life“ zieht sich durch die komplette Handlung und ist nach meinem Empfinden das, was die Autorin uns Lesern mit Avas und Matts Geschichte mitgeben wollte. Das Leben lieben. Unser eigenes Leben lieben. Ändern was wir nicht lieben. K.o.-Kriterien überdenken. Und unser Leben lieben.
Fazit
Leider konnte mich der Roman nicht so begeistern, wie die anderen Bücher meiner Lieblingsautorin, es fehlte mir an Witz und dem typischen Moment am Ende, in dem ich immer denke „Wie soll es denn jetzt noch ein Happy End geben?“. Dennoch hat mich die Geschichte mit dem gewohnt tollen Schreibstil ganz gut unterhalten.
„Ein Lacher pro Minute – genial!“ schrieb die „Hello!“ über diesen Liebesroman, was für mich der ausschlaggebende Punkt war, die Geschichte zu lesen. Und wirklich: bereits das erste Kapitel lies mich in ...
„Ein Lacher pro Minute – genial!“ schrieb die „Hello!“ über diesen Liebesroman, was für mich der ausschlaggebende Punkt war, die Geschichte zu lesen. Und wirklich: bereits das erste Kapitel lies mich in schallendes Gelächter ausbrechen. Die bildlichen Beschreibungen des echten Lebens sorgten das ganze Buch über für Lachanfälle. Die Autorin nimmt wirklich kein Blatt vor den Mund und so war der Leser quasi live dabei, als Protagonistin Lil direkt auf den ersten Seiten einen Schwangerschaftstest machte – samt Überlegung, nicht vielleicht lieber in die Badewanne zu pullern, mehr Platz und so.
Lils Arbeit als Grundschullehrerin von Kindern reicher, berühmter Eltern, ihr Geburtsvorbereitungskurs, ihre WG mit einem australischen, liebestollen Pärchen und der Einblick in ihre Gedanken waren zum Schießen komisch. Die Situationen waren natürlich überspitzt dargestellt, aber aus dem Leben gegriffen und dadurch einfach urkomisch.
Die Charaktere konnte ich alle nur direkt ins Herz schließen, allen voran Lilians (Stief-)Vater, der ein warmherziger und toller Mensch ist. Ihre besten Freunde Jess und Clem sind echte Originale, etwas verrückt, aber unglaublich liebenswert.
Max, mit dem Lil eine folgenreiche Nacht verbringt, hatte ich mir durch den Klappentext ganz anders vorgestellt. (Wo waren die Titelseiten der Klatschmagazine?) Da er leider nicht sehr präsent war, fiel es mir schwer, ihn einzuschätzen. Durch seine Abwesenheit kam mir die Geschichte zwischen ihm und Lil etwas zu kurz.
Der Schreibstil war wunderbar leicht und bildhaft, die Seiten flogen nur so dahin. Das mochte ich sehr.
Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen, aber irgendwie hat mir das gewisse Extra gefehlt. Ein Epilog am Schluss, der das Leben der Charaktere ein paar Wochen oder Monate später zeigt, hätte das Ende nicht ganz so abrupt wirken lassen.
Fazit
Herrlich authentisch, aus dem Leben gegriffen und urkomisch, aber dennoch mit einigen Fragen, über die es sich nachzudenken lohnt.
Tolle Lektüre für einen Sommertag, leider hat mir das gewisse Extra gefehlt.
Allein die optische Gestaltung von „Mensch, Erde!“ verrät, dass man sich mit diesem Wälzer intensiv beschäftigen sollte. Die Farben von Blau zu Rot an den Seitenrändern verdeutlichen die globale Erwärmung.
Ich ...
Allein die optische Gestaltung von „Mensch, Erde!“ verrät, dass man sich mit diesem Wälzer intensiv beschäftigen sollte. Die Farben von Blau zu Rot an den Seitenrändern verdeutlichen die globale Erwärmung.
Ich kann gleich zu Beginn sagen, dass ich das Buch noch nicht komplett durchgelesen habe, das wird wohl auch noch etwas dauern. Aber ich habe in allen Kapiteln etliche Seiten gelesen, mir die Grafiken und Übersichten angeschaut und mir Gedanken gemacht. Dr. von Hirschhauen sagt zu Beginn selbst, dass, egal ob man das Buch am Stück oder immer mal wieder ein paar Seiten liest, man „Überdosierung vermeiden“ soll. (Zitat Seite 20) Das kann ich nur bestätigen. Ich habe beim Lesen immer wieder innegehalten, über das Gelesene nachgedacht, es verarbeitet, sacken lassen und versucht, etwas für mich daraus mitzunehmen und herauszufinden, was ich anders, besser machen kann.
Während ich an dieser Rezension gearbeitet habe, kämpften die Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gegen kaum bezwingbare Wassermassen. Seit Tagen unaufhörlich fallender Regen ließ Keller volllaufen, Straßen und Gärten überfluten, verwandelte ruhige Bäche in reißende Ströme.
Wetterextreme nehmen zu. Das erlebe ich hautnah mit. Während es in meiner Kindheit noch richtige Jahreszeiten gab, fehlte dieses Jahr irgendwie der Frühling. Die Sommer werden heißer und nasser und gehen fast nahtlos in sehr kalte oder zu milde Winter über. „Die Klimazonen verschieben sich und das bedeutet für die Tier- und Pflanzenwelt, dass die Blühzeitpunkte nicht mehr zum Lebenszyklus der Bestäuber passen.“ (Zitat Seite 259)
Vielen Kapiteln sind inspirierende Zitate vorangestellt. So zum Beispiel von Astronaut Alexander Gerst: „Ich dachte, der Weltraum sei ein besonderer Ort. Was ich da oben gelernt habe: Der wirklich, wirklich besondere Ort darin, das ist unser einzigartiger blauer Heimatplanet.“ (Zitat Seite 40) Allein diese Aussagen ließen mich nachdenken.
„Mensch Erde“ geht mit persönlichen Geschichten des Autors, Übersichten und Interviews auf unsere Ernährung und die Folgen fürs Klima, die fatalen Folgen der Verschmutzung und Temperaturerhöhung unserer Weltmeere, unsere Atemluft, Lebenszeit und vieles mehr ein. Dr. von Hirschhausen gelingt es wunderbar, fundierte Fakten interessant darzustellen und diese nachhaltig im Bewusstsein zu verankern. Ich persönlich habe sehr viel aus diesem Buch mitgenommen und kann sagen, dass es mich dazu bringt, mein eigenes Handeln zu hinterfragen und alltägliche Dinge zu ändern.
Dr. von Hirschhausen berichtet direkt zu Beginn von seinem lange gewünschten Treffen mit Jane Goodall. Diese Begegnung hat ihn so tief beeindruckt, dass eine Frage, die sie an ihn gestellt hat, zur Kernfrage für ihn persönlich und dieses Buch wurde: „Wie kann es sein, dass wir immer betonen, wie schlau wir sind, und dennoch unser eigenes Zuhause zerstören?“ (Zitat Seite 32)
Auch ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt:
– Warum essen so viele Menschen Avocados, obwohl für 1kg ca. 1.000 Liter Wasser verbraucht werden? 1kg Avocados sind übrigens ungefähr 4 Stück… Walnüsse enthalten genau so gesunde Fette wie Avocados (sogar noch mehr), wachsen zu dem hier und können lange gelagert werden. Schaut euch mal die Schautafel auf Seite 161 an.
– Warum rauchen so viele Menschen, obwohl für den Tabakanbau jedes Jahr mehr als 6.500 Hektar Wald gerodet und die Böden mit Pestiziden verseucht werden? Dass Rauchen ungesund und Geldverschwendung ist, lasse ich mal außen vor. 50 Jahre lang 20 Zigaretten am Tag = 1,4 Millionen Liter Wasser … (Seite 243)
– Warum werfen wir in Deutschland jährlich mehr als 18 Millionen Tonnen Nahrungsmittel weg, obwohl man die Hälfte davon noch essen könnte? (Seite 168)
Warum machen wir das? Warum lassen wir das zu? Warum handelt die Politik nicht?
Und viel wichtiger: Was kann ich tun? Wir gehen beispielsweise fast immer zu Fuß einkaufen, die Kleidung unseres Sohnes ist bis auf wenige Teile gebraucht gekauft, wir wickeln seit einer Weile zum größten Teil mit gebraucht gekauften Stoffwindeln (und trocknen diese nur an der Luft), wir haben unseren Fleischkonsum reduziert, verzichten auf Plastiktüten für Obst und Gemüse, sammeln beim Spazierengehen nebenbei Müll auf, … Wenn ich an die aktuellen Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz denke und „Mensch, Erde“ durchblättere, frage ich mich dennoch immer wieder „Reicht das?“ Dr. von Hirschhausen sagt am Ende, „Es lohnt sich zu kämpfen.“ (Zitat Seite 514) und wer zwischendurch mehr Motivation benötigt, empfiehlt er utopia.de und goodnews-daily.de, wo ich eben gelesen habe, dass die Käfighaltung von Nutztieren allmählich per Gesetz verboten und abgeschafft werden soll. Auf den Seiten 512 bis 514 gibt er zudem eine tolle Übersicht darüber, „Was sich schon alles tut“ (Zitat Seite 512).
Abschließend möchte ich euch noch ein Zitat mit auf den Weg geben, dass hoffentlich viele dazu motiviert, einfach anzufangen:
„Wenn alles miteinander zusammenhängt, ist es vielleicht gar nicht so entscheidend, wo man anfängt – Hauptsache, man fängt an. Denn jeder Schritt in die richtige Richtung zieht andere hinterher.“
Zitat Seite 511
Wir haben nur dieses eine Zuhause, lasst uns gemeinsam unser Zuhause retten, denn „wir könnten es so schön haben“! (Zitat Buchtitel)
Fazit
Übersichten, Interviews, eigene Geschichten – die Fakten sind in diesem aufwühlenden Buch sehr ansprechend aufgearbeitet. Es regt zum Nachdenken an, hinterfragt und macht Angst, treibt aber auch zum Handeln an. Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre eine Übersicht mit ganz konkreten Tipps für Dinge, die jeder im Alltag integrieren kann, um etwas zum Umweltschutz beizutragen.
Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Ich kann ehrlich sagen, dass ich bewusster und mit offeneren Augen durch die Welt gehe, „Mensch Erde“ hat mich nachhaltig berührt und ich kann euch das Buch nur ans Herz legen.
Allgemeines zum Buch
Autor: Dr. Eckart von Hirschhausen
Verlag: dtv Verlag
Erscheinungsdatum: 18.05.2021
Seiten: 524
Genre: Sachbuch
Einzelband
Meine Bewertung: 4/5 Sterne
Unbezahlte Werbung, das Buch wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.