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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2020

Zeitweise anstrengend - Gut und Böse ist nicht immer klar erkenn- und trennbar

All the strangest things are true.
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Drei Jugendliche, die nicht unterschiedlicher sein können. Wink, die mit ihren viele Geschwistern auf einer Farm wohnt und eher zurückhaltend ist. Poppy, die immer will, dass ihre Wünsche erfüllt werden. ...

Drei Jugendliche, die nicht unterschiedlicher sein können. Wink, die mit ihren viele Geschwistern auf einer Farm wohnt und eher zurückhaltend ist. Poppy, die immer will, dass ihre Wünsche erfüllt werden. Midnight, der nicht nur im privaten Umfeld mit Änderungen kämpfen muss.

Dieses Buch lag länger bei mir herum und ich habe jetzt auch relativ lange gebraucht bis ich wirklich hineingefunden habe. Warum, dazu komme ich dann. Die Geschichte wird im Wechsel von Wink, Poppy und Midnight erzählt. Zuerst waren für mich schon alle Namen ein wenig ungewohnt und der stetige Wechsel zwischen den Charakteren hat es mir erschwert tief in die Geschichte einzutauchen. Der Stil war für mich gewöhnungsbedürftig, doch ab einem bestimmten Punkt hat mir das Buch relativ gut gefallen. Die Kapitel sind teilweise jedoch nur eine halbe Seite lang und so muss man konzentriert lesen, bei wem man denn gerade ist. Ich habe mich gefragt, wohin die Geschichte letztendlich führt und das dauert lange bis man an einen Punkt kommt, an dem man die Hintergründe versteht. Jeder der Teenager hat so seine eigenen Probleme, seine besonderen Charaktereigenschaften und besonders Poppy war mir anfangs recht unsympathisch, was sich im Laufe der Geschichte jedoch ändert, da auch sie es nicht immer leicht hatte. Teilweise war ich verwirrt, was jetzt wirklich passiert, was nur gelogen ist. Und erst gegen Ende kommt die große Überraschung und das Buch zeigt auf, das Gut und Böse nicht immer klar ersichtlich sind und man manchmal genauer hinsehen sollte.

Gegen Ende hatte ich das Buch schnell beendet, doch bis dahin hat es sich etwas gezogen. Ist bestimmt nicht für jedermann und ich fand es zeitweise anstrengend.

Veröffentlicht am 27.05.2020

Hat mich leider enttäuscht

Gods of Ivy Hall
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Erin studiert am Ivy Hall College und muss dort einmal in der Woche Hades eine Seele bringen. Denn sie hat einen Pakt mit ihm geschlossen und ist eine seiner Rachegöttinnen. Doch dann lernt sie Arden kennen, ...

Erin studiert am Ivy Hall College und muss dort einmal in der Woche Hades eine Seele bringen. Denn sie hat einen Pakt mit ihm geschlossen und ist eine seiner Rachegöttinnen. Doch dann lernt sie Arden kennen, der alles durcheinander bringt.

Dieses Buch hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen. Ich hatte ja die Hörbuchfassung und hatte anfangs so meine Probleme mit der Sprecherin, habe mich dann aber doch an sie gewöhnt. Erin (der Name passt zu einer Rachegöttin) erzählt die Geschichte im Wechsel mit Arden. So lernt man beide relativ gut kennen, wobei mir beide auch bis zum Schluss ein wenig blass vorkamen. Erin und ihre Beweggründe lernt man doch noch gut kennen, doch Arden bleibt lange ein Rätsel. Was mich aber gestört hat, ist, dass es wirklich nur um den Kuss zwischen Arden und Erin geht. Von vorne bis hinten zieht es sich durchs Buch und ich hatte hier wirklich noch etwas anderes erwartet. Schade ist auch, dass durch dieses stetige hin und her zwischen den beiden die restlichen Charaktere ein wenig zu kurz kommen. Ich hätte gerne mehr über die Freunde erfahren und über die Verbindung in der Erin wohnt. So passiert relativ wenig, auch wenn man nach und nach noch mehr über Erin und ihre Vergangenheit erfährt. Ich mag ja Bücher, bei denen Mythologie vorkommt, hier wurde es mir jedoch zu wenig ausgebaut, erst gegen Ende kommen noch ein paar mehr Informationen. Das fand ich schade und nur die überraschende Wendung am Ende haben mich doch noch ein bisschen von der Geschichte überzeugt.

So kann ich nur 3 Sterne geben. Konnte mich nicht umhauen, da sich einfach nur alles um den Kuss dreht.

Veröffentlicht am 22.05.2020

Ein tolles Kinderbuch von Ally Condie

Darkdeep – Insel der Schrecken
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Nico, Emma und Tyler sind Freunde und gehen durch dick und dünn. Als eines Tages Logan Nicos selbstgebaute Drohne in die Bucht fliegen lässt, macht sich Nico auf die Suche und stürzt in die Bucht, die ...

Nico, Emma und Tyler sind Freunde und gehen durch dick und dünn. Als eines Tages Logan Nicos selbstgebaute Drohne in die Bucht fliegen lässt, macht sich Nico auf die Suche und stürzt in die Bucht, die von den Bewohnern des kleinen Städtchens gemieden wird. Die Freunde machen sie auf die Suche und auch Opal stößt hinzu und gemeinsam entdecken sie ein altes Hausboot mitten auf einer kleinen Insel in der Bucht, das ein großes Geheimnis birgt.

Hier muss ich leider sagen, dass der Klappentext zu viel verrät. Hier wäre weniger mehr gewesen. Eine Anspielung auf ein Geheimnis, die mysteriöse Bucht, ich denke das hätte voll und ganz gereicht. Die Geschichte wird im Wechsel von den Kindern erzählt. Es wechselt zwischen Nico, Emma, Opal und Tyler. So lernt man sie alle in etwas gleich gut kennen, wobei Nico und Opal meines Empfindens nach am häufigsten als Erzähler fungieren. Die mysteriöse, düstere Bucht und das geheimnisvolle Hausboot entdeckt man gemeinsam mit den Kindern. Das hat mir sehr gefallen und diese düstere Atmosphäre ist leicht gruselig. Bestimmt nicht für jedes Kind etwas. Doch für mich war es einfach perfekt. Der Schreibstil ist einfach und wirklich kindgerecht und die vielen Geheimnisse, die es zu ergründen gibt, haben mir gefallen. Eine weitere wichtige Person ist Logan, leider nicht immer nett, doch ohne ihn, hätten sie nie dieses Geheimnis entdeckt. Erwachsene gibt es wenige, die wichtig sind. Ein Erwachsener ist Nicos Vater, der mir sehr unsympathisch war und sich nicht richtig für seinen Sohn interessiert. Da jedoch durchgehend die Kinder der Mittelpunkt der Geschichte sind und ihre Probleme gemeinsam lösen, macht es Spaß sie zu begleiten und zu erleben, wie ihre Erlebnisse die Freundschaft und den Zusammenhalt stärken. Sie lösen gemeinsam das Rätsel um die Bucht und das Wasserbassin und da es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, bin ich schon sehr gespannt, was noch so alles passiert.

Ein neues Buch von Ally Condie. Mich hat es begeistert, kann es definitiv empfehlen.

Veröffentlicht am 22.05.2020

Ein Wohlfühlroman mit kleineren Schwächen

Über dem Meer tanzt das Licht
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Maria lebt mit ihren beiden Töchtern Morlen und Hannah auf Norderney, betreibt ihr kleines Strandcafé, die Strandmuschel. Außerdem gibt es noch Simon, Hannas Vater. Sie ist glücklich, bis Simon mit Hannah ...

Maria lebt mit ihren beiden Töchtern Morlen und Hannah auf Norderney, betreibt ihr kleines Strandcafé, die Strandmuschel. Außerdem gibt es noch Simon, Hannas Vater. Sie ist glücklich, bis Simon mit Hannah aufbricht und Maria mit ihren Gedanken und Morlen zurücklässt.

Das Buch ist mein erstes Buch der Autorin, ich kenne also „Sterne sieht man nicht im Dunkeln“, das die Geschichte von Anni erzählt, Maria’s bester Freundin. Aber das fand ich nicht schlimm. Ich war sofort angekommen und habe mich direkt auf Norderney und bei der kleinen Patchworkfamilie heimisch gefühlt. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Maria erzählt, was natürlich Tiefe verleiht. So kann man sich voll und ganz in Maria hineinfühlen. Maria selbst ist eher unbeständig (gewesen) und nimmt vor allem die Erziehung von Morlen sehr locker. Ich hatte auch anfangs gedacht, Hannah wäre schon älter, gerade durch die erste Szene am Strand. Doch das klärt sich schnell auf und mir hat es Spaß gemacht, die kleine Familie kennenzulernen. Wobei es sehr schade ist, dass Simon so schnell die Bildfläche verlässt, ihn lernt man leider nur oberflächlich kennen. Dafür jedoch Maria, ihre verstorbene Mutter Iris und die Tochter Morlen umso intensiver. Es wechseln lustige mit ernsten Szenen und es gab viele schöne Momente in diesem bunt gemischten Wohlfühlroman, der aufgrund des Settings (Sommer auf der Insel) perfekt zur aktuellen Jahreszeit passt. Mir hat besonders gefallen, das Familie nicht immer bedeutet, dass man blutsverwandt ist und dass auch Patchworkfamilien klappen können. Das wird hier im Buch wirklich schön herübergebracht. An sich ist die Geschichte auch wirklich schnell und locker gelesen und das wundervolle Setting mit der „Strandmuschel“ und den Rezepten und Postkarten mit Sprüchen am Ende haben mir sehr gefallen. So hat es mir immer wieder Spaß gemacht, das Buch zur Hand zu nehmen. Und auch wie Maria sich klar wird über ihre Gefühle und wie sich am Ende alles zusammenfügt. Nur die Erziehungsmethoden von Maria waren mir zu locker und auch das mit Simon war für mich ein bisschen zu viel. An manchen Ecken hätte die Autorin ein bisschen weniger „ausbauen“ können, dann wäre das Buch perfekt.

Ein lesenswerter Roman zum Wohlfühlen, der zwar nicht ganz perfekt ist, dennoch wundervoll geschrieben.

Veröffentlicht am 11.05.2020

Gut, aber nervige Charaktere

Black Forest High 2
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Band zwei, es geht zurück an die Black Forest High, die Schule mit den Geistersehern, Medien und Geisterjägern.

Seven versteht die Welt nicht mehr. Als sie in einem Glaskasten erwacht, in dem normalerweise ...

Band zwei, es geht zurück an die Black Forest High, die Schule mit den Geistersehern, Medien und Geisterjägern.

Seven versteht die Welt nicht mehr. Als sie in einem Glaskasten erwacht, in dem normalerweise Poltergeister festgehalten werden, fragt sie sich, was denn passiert ist. Die Schulleitung denkt, dass sie besessen ist. Und dann passieren noch weitere unerklärliche Dinge und Seven versucht mit den Zwillingsbrüdern Crowe und Parker die Lösung zu ergründen.

Leider war es relativ lange her, dass ich den ersten Band gelesen hatte und so hatte ich anfangs wirklich Probleme mich wieder in die Geschichte hineinzufinden. Nina MacKay schreibt leicht, so lag es nicht am Schreibstil, wenn auch stellenweise ein wenig platt. Da hat mir einfach das lebendige gefehlt. Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Seven, Parker und Crowe erzählt und zwar ohne jeglichen Übergang, was das Verständnis natürlich noch erschwert hat. So musste man immer erst genau lesen, aus welcher Sicht man die Geschichte jetzt erlebt. Da ich Band eins nur lückenhaft in Erinnerung hatte, hat mir einiges wichtige gefehlt, nur die andauernde Dreiecksgeschichte hatte ich noch im Kopf. Die ist und bleibt in meinen Augen eindeutig unnötig, auch wenn die Autorin die Geschichte darum aufbaut. Und leider wuchs meine Abneigung gegen Crowe stetig und auch Seven ging mir stellenweise so auf die Nerven, ich hätte sie echt schütteln können. Statt das sie über ihre Handlungen nachdenkt und mal überlegt, was sie alles damit anrichten kann, handelt sie unüberlegt und führt sich auf wie ein liebestoller Teenager, dem noch nie etwas schlimmes widerfahren ist. Sie ist so naiv und gutgläubig, da kann man nur den Kopf schütteln. Ihre Absichten sind jedoch ehrenhaft und haben sie ein wenig „gerettet“ in meinen Augen, dadurch ist sie in meiner Achtung nicht ganz nach unten gerutscht. Auf die Umsetzung bin ich dennoch gespannt und ich möchte definitiv auch Band drei noch lesen. Ich hoffe, dass dieser Band dann besser durchdacht ist und es sich einfach ausgereifter anfühlt.

Ein guter zweiter Band mit Luft nach oben. Nervige Charaktere mit toller Idee, ich hoffe auf einen grandiosen dritten Teil.