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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2020

Mir hat es gefallen, mit Kind würde ich es gemeinsam lesen

Haus ohne Spiegel
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Thomasine lebt derzeit mit ihrem Vater und dessen Geschwistern mit Kindern in dem alten Herrenhaus ihrer Großtante. Das ist nicht einfach für die Kinder, aber auch nicht für die Erwachsenen. Die Stimmung ...

Thomasine lebt derzeit mit ihrem Vater und dessen Geschwistern mit Kindern in dem alten Herrenhaus ihrer Großtante. Das ist nicht einfach für die Kinder, aber auch nicht für die Erwachsenen. Die Stimmung ist düster und von Trauer überschattet, da die Großtante im Sterben liegt. Doch dann stößt ihre Cousine auf einen Schrank voll Spiegel, die in eine andere Welt führen.

Dieses Buch hat mir vom Cover her sehr gefallen. Ich denke jedoch, dass es nicht für jedes Kind etwas ist. Schon ab Beginn herrscht eine traurige, düstere Stimmung, denn man wartet auf den Tod der Großtante. Dabei gibt es auch so noch Streit unter den Geschwistern und Thomasine trägt auch noch ein Familiengeheimnis mit sich herum. Jeder der Charaktere hat so seine Eigenheiten, egal ob Kind oder Erwachsener und die geheimnisvolle Spiegelwelt hilft alles besser zu verstehen. Dieses Buch ist ernst, aber auch geheimnisvoll und enthält eine schöne Geschichte über das Leben, die Familie und den Tod, drei Dinge, die immer miteinander verbunden sind. Für mich war es stellenweise sehr intensiv, gerade als die verschiedenen „Fehler“ und Probleme zu Tage treten und in der Spiegelwelt beleuchtet werden. Die Realität mischt sich mit der Fantasie und man bekommt hier einige schwere Themen vorgesetzt, wie Selbstfindung, Ehrlichkeit, Zusammenhalt und natürlich das Thema Tod. Ich kann die Altersempfehlung 10 Jahre nicht so ganz nachvollziehen, ich denke alleine würde ich es keinem Kind zu lesen geben. Denn man sollte sich dann schon über das Buch und die Geschichte unterhalten.

Für mich eine wundervolle Geschichte, ob sich Kinder richtig hineinfühlen können und den Sinn dahinter verstehen, kann ich mir nicht so ganz vorstellen.

Veröffentlicht am 05.05.2020

Überraschend gut und anders als typische Colleen Hoover Bücher

Verity
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Lowen bekommt die Chance ihres Lebens an einem Punkt an dem sie nichts wirklich zu verlieren hat. Sie soll die Bücher von Verity Crawford zu Ende schreiben. Denn diese ist verunfallt und nicht mehr ansprechbar. ...

Lowen bekommt die Chance ihres Lebens an einem Punkt an dem sie nichts wirklich zu verlieren hat. Sie soll die Bücher von Verity Crawford zu Ende schreiben. Denn diese ist verunfallt und nicht mehr ansprechbar. Doch dann findet sich ein Manuskript in Veritys Schreibzimmer. Und Lowen weiß nicht mehr, wem sie trauen kann und was die Wahrheit ist.

Das ist nicht mein erstes Buch der Autorin, aber ich war positiv überrascht, denn es ist wirklich anders. Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht und man lernt gleich zu Beginn Lowen kennen, eine Autorin, die sehr zurückhaltend und menschenscheu ist. Sie ist auch eine der Hauptpersonen des Buches. Ansonsten liest man größtenteils nur von der Familie Crawford, weitere Charaktere kommen sehr wenig vor. Die Geschichte spielt auch zum größten Teil im Haus der Familie, was ich aber nicht als störend empfunden habe. Schon zu Beginn mit dem Unfall auf offener Straße kommt eine düstere Stimmung, die sich durchs ganze Buch zieht, gerade wenn man von den verschiedenen Schicksalen erfährt. Die Autorin schafft es ein Psychospiel mit dem Leser zu treiben und man ahnt viel, was sich dann doch nicht so bestätigt. Anderes wiederrum war mir relativ schnell klar und hat sich auch bewahrheitet. Was mich jedoch sehr gestört hat, waren die Sexszenen im Buch, doch das klärt sich auch noch alles. Man ist durchgehend am überlegen was jetzt der Wahrheit entspricht und was nur Fiktion ist. Das ist aufwühlend und lässt gleichzeitig eine Sogwirkung entstehen, sodass ich das Buch gerade zum Ende hin, gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich war gefesselt, einerseits von der Geschichte selbst und dann noch vom Manuskript. Mehr möchte ich hierzu aber nicht verraten.

Das Buch hat mich sprachlos und überrascht zurückgelassen. Mal was ganz anderes von der Autorin, aber definitiv nicht schlecht!

Veröffentlicht am 05.05.2020

Mäßig. Sprecher top, Geschichte so lala

Priest of Bones
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Tomas Piety und seine Soldaten kehren nach Hause zurück und müssen erfahren, dass sein ganzes Eigentum nicht mehr seines ist. So beginnt er es sich zurückzuholen.

Vorab muss ich sagen, wenn ich nicht ...

Tomas Piety und seine Soldaten kehren nach Hause zurück und müssen erfahren, dass sein ganzes Eigentum nicht mehr seines ist. So beginnt er es sich zurückzuholen.

Vorab muss ich sagen, wenn ich nicht die Hörbuchfassung gehabt hätte, wäre ich nicht bis zum Ende drangeblieben. Der Sprecher Frank Stieren macht hier wieder einen ausgesprochen guten Job und bringt richtig Leben in die Geschichte. Das ist wirklich auch der Höhepunkt der Geschichte. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass es darin um Gewalt geht. Um Bandenkriege, Morde, Krieg im Allgemeinen und Zerstörung. Ich hatte auf mehr Magie gehofft, jedenfalls hatte ich das aus dem Klappentext „herausgelesen“. Der ganze fantastische Teil fehlt bzw. wird nur mal ganz kurz angeschnitten und auch nur für Grausamkeiten genutzt. Ich habe mich an manchen Stellen ganz schön geekelt. Zudem hat mir einfach der Sinn hinter allem gefehlt, mir war bis zum Ende unklar, was mir die Geschichte erzählen will. Alles baut sich so langsam auf, man erfährt, dass sie aus dem Krieg kommen, aber warum und weshalb das alles, kam viel zu kurz. Mir kam das ganze Buch eher wie eine Einleitung auf eine neue Reihe vor, aber eben sehr in die Länge gezogen. Andererseits gab es den ein oder anderen Charakter der mir gefallen hat. Diese sind lebendig beschrieben, wenn auch meistens nicht sehr nett. Gehört habe ich es dennoch recht gern, aber irgendwie fehlt auch einfach etwas.

Ein eher mäßiger Auftakt einer Reihe, die ich vorerst nicht weiter verfolgen werde.

Veröffentlicht am 05.05.2020

Hat mir gefallen, aber bin immer wieder abgeschweift

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost
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Emily ist so sauer auf ihre Eltern. Ihre Mutter ist so peinlich und jetzt hat sie noch Hausarrest bekommen. Als dann ein mysteriöser Brief ins Haus flattert und erst ihre Mutter und dann auch noch ihr ...

Emily ist so sauer auf ihre Eltern. Ihre Mutter ist so peinlich und jetzt hat sie noch Hausarrest bekommen. Als dann ein mysteriöser Brief ins Haus flattert und erst ihre Mutter und dann auch noch ihr Vater verschwinden, macht sie sich auf die Suche und landet in einem völlig anderen London.

Der Titel spielt hier eine wichtige Rolle. Im Buch dreht sich nämlich ab Beginn alles um die Mitternachtsstunde. Zu dieser Zeit kommt der geheimnisvolle Brief ins Haus geflattert und auch sonst kommt diese Zeit stetig vor. Emily ist mit dem Igel auf die Suche nach ihren Eltern und erlebt dabei die wildesten Abenteuer und macht die interessantesten Entdeckungen. Und dennoch bin ich beim Hören abgeschweift. Ob es am Buch oder an mir lag, kann ich nicht einmal richtig sagen. Die Sprecherin liest gut, war mir jedoch stellenweise zu eintönig. So konnte ich der Geschichte einfach nicht voll und ganz folgen, auch wenn die Geheimnisse äußerst interessant und fesselnd waren. Die Idee mit der Mitternachtsstunde und der Parallelwelt hat mir sehr zugesagt, nur Emily war nicht immer ganz mein Fall. Sie agiert in manchen Momenten so unmöglich, ist unbedacht und frech und in anderen Momenten hat sie interessante Einfälle, die mich wirklich überrascht haben. So lernt Emily einiges über sich, ihre Welt und die versteckte Magie kennen und das Ende bleibt eindeutig offen und Ende 2020 erscheint die Fortsetzung, die ich auf jeden Fall hören/lesen möchte.

Trotz der Schwierigkeiten der Geschichte durchgehend zu folgen, hat sie mir gefallen. Auftakt einer interessanten Reihe für Kinder ab 10.

Veröffentlicht am 05.05.2020

Leseempfehlung!

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Die Welt hat sich durch den Urvortex verändert. Die Läufer kümmern sich um die Trennung von Menschen und Splits. Menschen, die sich mit der Natur vermengt haben. In diese Welt wird Elaine geboren, deren ...

Die Welt hat sich durch den Urvortex verändert. Die Läufer kümmern sich um die Trennung von Menschen und Splits. Menschen, die sich mit der Natur vermengt haben. In diese Welt wird Elaine geboren, deren größter Wunsch es ist, eine Läuferin zu werden.

Dieses Buch hat mich sehr gereizt. Man wird direkt ins Geschehen hineingeworfen und muss sich erst einmal in dieser faszinierenden Zukunftswelt zurechtfinden. Es dauert eine Weile bis man sich an diese Welt gewöhnt hat, da man nur langsam eingeführt wird. Klar hat man schon die Infos, was die Vortexläufer machen, aber wie das letztendlich alles funktioniert und zusammenhängt. Das erfährt man im Lauf der Geschichte.
Anna Benning hat einen angenehmen Schreibstil, das Buch lässt sich leicht lesen und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt Geheimnisse, mit denen ich nicht gerechnet habe, andere hatte ich schon vermutet. Doch es ist nicht immer ganz klar, wer gut und wer böse ist. Der Spannungsbogen steigert sich von Seite zu Seite bis es gegen Ende zum großen Finale kommt, wobei das Ende zwar für diesen Band abgeschlossen ist, die große Handlung aber natürlich nicht, da es sich ja um einen Auftaktband einer neuen Reihe handelt.
Elaine selbst ist an manchen Stellen sehr naiv und handelt das ein oder andere Mal sehr überstürzt, zum Leidwesen mancher Mitmenschen. Ein bisschen mehr Nachdenken würde ihr definitiv nicht schaden.
An sich ist es nur eine weitere Dystopie, von der es in den letzten Jahren so viele auf dem Markt gab. Doch hier hat die Autorin eine neue interessante Welt erschaffen, bei der es viel um Energie und Vortexsprünge geht und wie diese die Welt verändert haben. Das hat mich wirklich fasziniert.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung. Mir hat das Buch gefallen!