Cover-Bild Verity

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 13.03.2020
  • ISBN: 9783423230124
Colleen Hoover

Verity

Katarina Ganslandt (Übersetzer)

»Voller aufwühlender Emotionen, düster, faszinierend und extrem süchtig machend.« TotallyBooked Blog

Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf denTod ihrer beiden Töchter folgte, nicht mehr ansprechbar und ein dauerhafter Pflegefall.
Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und darin offenbart sich Lowen Schreckliches ...

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2020

Spannend bis zum Schluss

4

Colleen Hoover - VERITY
.
Spannend bis zur letzten Seite
.
Klappentext:
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin ...

Colleen Hoover - VERITY
.
Spannend bis zur letzten Seite
.
Klappentext:
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese liegt seit einem Unfall, der unmittelbar auf den gewaltsamen Tod ihrer beiden Töchter folgte, im Koma.
.
Colleen Hoover ist ein Begriff wenn man in seiner Freizeit Buchbloggerin ist. An ihren Büchern und den toll gestalteten Covern kommt man nicht vorbei. Erscheint dann ein neues Buch der Autorin bricht eine regelrechte Hysterie aus unter ihren Fans.
Doch was verbirgt sich hinter Hoover’s Geschichten und warum ist sie die meistverkaufte Autorin der New York Times.
.
@Zeilenverliebt eine bekannte Buchbloggerin stellte das Buch bereits vor dem Erscheinungsdatum vor und für mich war klar, VERITY musste mein erstes Buch von Hoover sein.
Deshalb möchte ich mich beim @ReadBold Verlag bedanken, weil sie mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Danke, ihr seid ein toller und wirklich freundlicher Verlag, der mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.
.
Als ich das Buch dann endlich in den Händen hielt war es um mich geschehen. Oh Gott! Schon alleine das Cover machte mich fertig.
Ich begann gleich zu lesen und war voller Hoffnung, eine tolle Liebesgeschichte mit Herzschmerz zu bekommen, da Hoover für diese Art von Büchern bekannt ist.
Die Geschichte war aber vollkommen anders als erwartet und teilweise empfand ich die ganze Story KRANK.
.
Ich musste immer wieder pausieren und das Buch weglegen um es dann in den nächsten fünf Minuten wieder an mich zu reißen um weiter zu lesen.
Das Setting das Hoover erschaffen hat war so real, dass ich Bilder in meinem Kopf hatte und die Atmosphäre war so düster, dass ich bei jedem kleinsten Geräusch aufschreckte.
Man liest von Kapitel zu Kapitel weiter, und es wirkt so verstörend und krankhaft und am Ende wird man zurück gelassen mit einem Schock.
Ein Schockzustand, der noch immer unter meiner Haut verweilt, und ich muss gestehen, dass ich das Gelesene erstmal verkraften muss.
.
Ob es nun ein Meisterwerk der Autorin war kann ich schlechte beurteilen da es mein erstes CoHo Buch war. Ich empfand es einfach nur als extrem krank aber der Suchtfaktor war so hoch und das pure Entsetzen sitzt noch immer tief.
Was für ein Geschichte von der lieben und netten CoHo!
.
5 ⭐️ / 5 ⭐️
.
Cover:
Wie bereits in einigen Story’s von mir erwähnt, liebe ich dieses Cover. Es ist für mich das perfekte Cover!
Es gibt nichts preis, es könnte sich alles dahinter verbergen. Die Farben sprechen mich persönlich total an und es ist derzeit mein absolutes Buchcover Highlight.
.
5 ⭐️ / 5 ⭐️

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2020

Grausam, krank und total übertrieben!

1

Inhalt:

Lowen Ashleigh hat ein Angebot bekommen, das sie nicht ausschlagen kann. Sie soll die erfolgreiche Psychothriller Buchreihe von der berühmten Autorin Verity Crawford weiterschreiben, da sie seit ...

Inhalt:

Lowen Ashleigh hat ein Angebot bekommen, das sie nicht ausschlagen kann. Sie soll die erfolgreiche Psychothriller Buchreihe von der berühmten Autorin Verity Crawford weiterschreiben, da sie seit einem Unfall nicht mehr kann.
Das Lowen sich aber in Veritys Mann Jeremy verliebt und eine schockierende Autobiographie findet hätte sie nicht gedacht ...

Meine Meinung:

OMG! Dieses Buch war eins der Schlimmsten, die ich je gelesen habe. Fangen wir aber zu erstmal mit den positiven Sachen an dem Buch an:

Das Cover ist legendär und atemberaubend schön. Doch es passt aber absolut gar nicht zu der Geschichte. Es ist ein viel zu harmloses Cover. Dennoch wunderschöne Farben!

Colleen Hoovers Schreibstil hat sich übertroffen! Sie schreibt so gut und mit so viel Gefühl, dass man ganz einfach in die Story reinkommt. Man merkt das die Autorin Erfahrung im Schreiben hat und weiß wie sie Spannung aufbaut. In weniger als 24 Stunden habe ich dieses Buch beendet. Ob ich wollte oder nicht!

Und jetzt zu den negativen Sachen:

Das war doch kein Liebesroman! Die Geschichte war richtig kaltherzig und wiederlich. Dieses Thema war einfach nichts für mich.
Ich konnte es nicht leiden. Seite für Seite. Und es war auch völlig übertrieben. Ich kann mir zwar vorstellen, das andere darauf abfahren, aber für mich war es ein komplettes NEIN! Die Idee war einfach grausam und richtig schrecklich. Zu keinem Moment konnte ich mich entspannen. Nicht nur dieses Tagebuch von Verity war schockierend und erschreckend. Die ganze Geschichte war es!
Ich muss aber gestehen, dass die Story einen großartigen Spannungsbogen hatte.
Doch das letzte Drittel war für mich einfach total ekelerregend. Dieses Buch war komplett gestört!

KÖNNTE WOMÖGLICH SPOILER HABEN!!!

Der zweite Punkt der mir nicht gefallen hat, waren die Figuren.
Lowen Ashleigh ist eine Autorin, deren Bücher nicht so gut verkaufen. Als erstes hat sie das Angebot abgelehnt und ich hatte keine Ahnung wieso.
Ich konnte ihre Beweggründe nicht verstehen und fand sie relativ unsympathisch. Schon von der ersten Seite an. Sie sollte die Unterlagen für die Psychothriller von Verity in deren Haus durchgehen. Und sie war wahnsinnig neugierig und schnüffelte in Veritys Privatsachen rum. Auch gegenüber Verity war sie komplett respektlos und hat nur an sich selbst gedacht. An ihre Gefühle, an ihre Beziehung zu Jeremy ...
Alles was sie getan hat, war absolut egoistisch. Und vor allem im letzten Drittel hat sie sich noch mehr daneben benommen. Lowen war eine kaltherzige Frau, die keine Reue und Schuldgefühle besaß. Und mit der ich mich nicht anfreunden konnte.
Auch Jeremy Crawford war ein respektloser, gewalttätiger und grausamer Ehemann! Er war verheiratet, und hat dennoch was mit Lowen angefangen. Und auch er war ein kaltherziger und skrupelloser Mensch, der auch gar kein Schamgefühl, Reue oder Schuldgefühle hatte. Passend zu Lowen! SChließlich waren beide psychisch gestört! Ihre Liebe und Beziehung war einfach krankhaft.
Ganz ehrlich? Ich konnte fast niemanden in dem Buch richtig leiden. Vielleicht Verity? Man hat als Leser eh nur so wenig Charaktere kennengelernt.

Fazit:

Dieses Buch hat mich umgehauen! (Nicht im positivem Sinn)
Ich fand jede Seite davon schrecklich und kann dieses Buch nicht weiterempfehlen. Ich möchte es am liebsten gar nicht mehr anschauen. Aber etwas muss ich noch dazu sagen. Ob es positiv oder negativ ist weiß ich nicht. Diese grässliche Geschichte hat beleibenden Eindruck gemacht! Ich kann dem Buch nur einen halben Stern geben! Und das nur, weil es so fesselnd war und ein hübsches Cover hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2020

Fantastisch!

1

Worum geht’s?

Lowen ist Autorin und soll die Bestseller-Reihe der angesehenen Autorin Verity Crawfort weiterschreiben, da diese durch einen Autounfall schwer verletzt ist. Doch dazu muss sie sich in Verity ...

Worum geht’s?

Lowen ist Autorin und soll die Bestseller-Reihe der angesehenen Autorin Verity Crawfort weiterschreiben, da diese durch einen Autounfall schwer verletzt ist. Doch dazu muss sie sich in Verity hineinversetzen und die schon gesammelten Materialien durchsuchen. Bei ihrer Recherche trifft sie auf ein mysteriöses Schreiben was die Zukunft aller anwesenden gewaltig aus den Fugen heben könnte. Das Lowen sich dabei auch noch in Veritys Ehemann verliebt macht die Sache noch komplizierter, als sie anfangs geglaubt hat.

Das hat mir gefallen:

Alle, alles, alles!
Diese Geschichte war von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich spannend und herzergreifend!
Lowen war unglaublich sympathisch und von Jeremy muss ich gar nicht erst anfangen. Auch wenn ich am Ende etwas verwirrt war, was seine Gutmütigkeit angeht. Aber dazu später mehr. Die Geschichte fängt gleich mit einem tragischen Ereignis an. Dadurch war ich sofort gefesselt und konnte nicht mehr aufhören.

Die Handlung war wie eine gigantische Welle voller Emotionen und Spannungsquellen. Jeremy hat einen Schicksalsschlag nach dem anderen erlebt und versucht für deine Familie stark zu sein. Er kümmert sich um sein einziges verbleibenden Kind und versorgt seine Frau, die nicht in der Lage ist sich zu bewegen oder sich auszudrücken. Es ist wundervoll, wie viel liebe noch in ihm steckt. Lowen wohnt vorübergehend bei den Crawforts und besichtig dort die Materialien zu den noch fehlenden Bändern der Buchreihe, die sie zuende schreiben soll. Doch dabei stößt die auf weitere Texte von Verity, welche die ganze Geschichte prägen. Lowen ist gefesselt von den vielen Worten und ich war es auch.
Das Buch ist unterteilt in das Geschehen aus dem Alltag der Protagonisten und dem Text den Lowen gefunden hat. Diese Einteilung macht das Buch aus. Die Spannung die Colleen Hoover dadurch aufbaut, ist so groß, dass man das Buch von Zeit zu Zeit ablegen muss, um durchzuatmen. Immer wieder habe ich mich gefragt wie es möglich ist, eine Geschichte zu schreiben, die so unglaublich vielseitig ist. Sie ist geprägt von Liebe, Trauer, Hass und Unglauben. Ich dachte, dass das Buch nicht noch besser werden kann. Aber auch da habe ich mich getäuscht.
Im vorletzten Kapitel wurden alle meine Gedanken auf den Kopf gestellt. Ich habe die ganze Geschichte, die ganzen Ereignisse und Vorstellungen überdacht und konnte mir keine klare Meinung bilden. Es gibt keine eindeutige Lösung. Dieses Buch regt zum weiterdenken an. Man muss sich fragen, wem man glaubt und was für einen die wahre Geschichte ist. Durch diese Wendung habe ich auch Jeremy hinterfragt und das ist absolut nichts schlechtes! Ich habe noch nie ein Buch gelesen, welches mich so überrumpelt und nachdenken lassen hat. Auch ist mir erst im Nachhinein aufgefallen, dass die Nebenfiguren in der ganzen Geschichte untergehen. Sie werden nur am Rande erwähnt und das nicht gerade oft. Doch genau das macht die Story noch intensiver. Es ist schwer zu beschreiben und leider kann nicht viel zu der Geschichte sagen ohne zu Spoilern. Doch eins kann ich sagen: Es ist jeden Cent wert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Krankhafte Liebe

1

Diese Rezension enthält möglicherweise Spoiler

Inhalt
Lowen Ashleigh ist eine mittelmäßig bis nicht erfolgreiche Autorin. Durch einen vermeintlichen traurigen Schicksalsschlag in der Familie Crawford, ...

Diese Rezension enthält möglicherweise Spoiler

Inhalt
Lowen Ashleigh ist eine mittelmäßig bis nicht erfolgreiche Autorin. Durch einen vermeintlichen traurigen Schicksalsschlag in der Familie Crawford, bietet sich für Lowen die Möglichkeit endlich öffentliches aufsehen für ihre Bücher zu erregen. Denn die Bekannte Schriftstellerin Verritt Crawford hatte einen Unfall wodurch sie nicht mehr in der Lage ist ihre Bücher weiterzuschreiten. Aber die Familie Crawford bringt mehr Tragödien mit sich als so manch andere Familie. Mit der Zeit lernt Lowen nicht nur alle grauenhaften Geheimnisse von Verity sondern auch ihren Mann Jeremy immer besser kenn.

Ein unmoralisches Angebot.
Eine unmögliche Liebe.
Und ein Tagebuch, das Unvorstellbares enthüllt...



Meine Meinung
Ich habe einen Liebesroman erwartet und eine Mischung aus Psychothriller, Erotik, Krimi und Liebesroman bekommen.
Die Idee dieses Buches wird einer Autorin wie Colleen Hoover auf jeden Fall gerecht, aber die Umsetzung hätte meines Erachtens besser sein können. Ich weis viele Leser betrachten dieses Buch als ein weiteres Meisterwerk. Dem muss ich leider Wiedersprechen.
Zu Beginn dieses Buches wurde ich verzaubert von dem Schreibstil, für den ich die Autorin vergöttern könnte. Jedoch wurde es mir am manchen Stellen zu viel und zu eintönig.
Das Buch wurde aufgeteilt in das Manuskript der Biografie von Verity und der Story über Lowen. Die Kapitel, die aus Lowens Sichtweise erzählt wurden waren mir zu langweilig. Der andere Teil aus Veritys Sicht fande ich dagegen schon spannender. Jedoch wurde Veritys Biografie schnell eintönig, es waren mir zu viele Sexgeschichten, die für mich den Wert des Buches etwas minderten. Zudem wurde der einst noch so abwechslungsreiche Schreibstil nun immer eintöniger, es wurden immer die selben Phrasen verwendet. Wäre dieser Teil im Buch verkürzt worden und dafür der der nichtansprechbaren Verity mehr Aufmerksamkeit geschenkt geworden, hätte ich besser gefunden.
Am Ende hat die Autorin die Leser nochmal komplett verwirrt, man wusste nicht mehr so richtig was man letztendlich glauben sollte, wodurch ich nicht so richtig mit dem Buch abschließen konnte.

Das Buch erhält trotzdem von mir 3 (großzügige) Sterne, mit der Hoffnung das mich das nächste Buch von Colleen Hoover wieder mehr zusagt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

Atmosphärisch dichter Roman, der mich bis zum Ende packen konnte - oder, besser gesagt, bis auf das Ende.

1

Die US-amerikanische Autorin Colleen Hoover löst mit ihren New Adult-Romanen regelmäßig ein Ticket für die weltweiten Bestsellerlisten. Ihre Wohlfühlromane mit ihrem gewohnt lockeren Schreibstil, authentischen ...

Die US-amerikanische Autorin Colleen Hoover löst mit ihren New Adult-Romanen regelmäßig ein Ticket für die weltweiten Bestsellerlisten. Ihre Wohlfühlromane mit ihrem gewohnt lockeren Schreibstil, authentischen Protagonisten und wichtigen zentralen Thematiken erfreuen sich auch hierzulande großer Beliebtheit. Mit dem neu erschienenen "Verity" schlägt sie für sich selbst einen ganz neuen Weg ein, denn obwohl man es hinter dem Cover nicht vermuten würde, verbirgt sich zwischen den Buchdeckeln ein Psychothriller. Wie gut ihr dieser genretechnische Exkurs meiner Meinung nach gelingt, das erfährst du in der folgenden Rezension.


Mit ihrem gewohnt gut zu lesenden, flotten Schreibstil ermöglicht Hoover ihren Leser*innen einen rasanten Einstieg in die Geschichte. Sie kreiert bereits ab der ersten Seite ein mitreißendes Erzähltempo, sodass für mich dieser Roman seit Langem mal wieder einen richtigen Suchtfaktor auslösen konnte. Das klassische "Ok, nur noch ein Kapitel"-Phänomen trat hier häufig auf; nicht selten beschäftigte ich mich auch in meiner Freizeit geistig mit der Handlung und rätselriet über mögliche Zusammenhänge.


Durch die reduzierte Figurenanzahl, die Begrenzung auf einen Standort und wenige Ausbrüche in Nebenhandlungen tritt ein kammerspielartiger Charme auf, der mich ein wenig an Theaterstücke von Agatha Christie erinnerte. Durch einige düstere, erschreckende Szenen und die dichte, teils leicht gruselige Atmosphäre schlug mein Herz oftmals erwartungsvoll höher. Dieser starke Kopfkino- und Miträtsel-Effekt gewährleistet ein tiefgründiges Eintauchen in die Handlung, aus deren Fängen man sich nicht so schnell befreien kann.


Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Lowen wiedergegeben, die ihre glaubwürdige Sicht schildert und oftmals authentisch auf die bizarrsten Situationen reagiert. Mit ihrer wenig hysterischen, zunächst etwas sozial distanzierten Art war sie eine durchweg angenehme Figur, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Ihre persönlichen Ängste und Traumata werden nur kurz angerissen – hier hätten gerne noch mehr Hintergrundinformationen über ihre Vergangenheit sein können und dürfen, um eine noch engere emotionale Verknüpfung mit ihr zu ermöglichen.


Die Geschehnisse verdichten sich langsam, aber stetig zu einem Finale, von dem die gesamte Glaubwürdigkeit der Handlung abhängt. Leider ließ das Ende mich als Leser völlig unbefriedigt zurück und begründet den faden Beigeschmack, der sich auf meiner Zunge ausbreitet, wenn ich an "Verity" zurückdenke. Die letztendliche Wendung fühlt sich unnatürlich, zu gewollt und zu konstruiert an. Sie möchte einschlagen wie eine Bombe, aber hinterlässt bei diesem Versuch nur ein Trümmerfeld voller Logiklöcher und ungeklärten offenen Fragen. Die Autorin möchte ihre Leserschaft spürbar spalten und zu verschiedenen Theorien über den Ausgang der Geschichte anheizen; ich hingegen empfand dabei plötzlich nur noch Belanglosigkeit und Desinteresse gegenüber dem Roman, und das obwohl er mich zuvor so in seinen Bann geschlagen konnte.


Ich möchte aufgrund der dichten Atmosphäre, des großen Suchtfaktors und der glaubwürdigen Charaktere an dieser Stelle dennoch eine Leseempfehlung aussprechen. Das Ende spaltet, und das konnte ich im direkten Austausch mit einigen Bloggern am eigenen Leib erfahren, die Gemüter und wird sicherlich nicht jedem gefallen. Daher würde ich die Erwartungshaltung etwas senken.



"Verity"
ist ein atmosphärisch dichter Roman, der mich bis zum Ende packen konnte – oder, besser gesagt, bis auf das Ende.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere