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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2018

Berührte mich. Leider nicht.

Berühre mich. Nicht.
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Schon seit Jahren lese ich mich quer durch das New-Adult-Genre und bevorzuge ganz klar die übersetzten Werke ausländischer Autorinnen. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich mit „Begin Again“ von Mona ...

Schon seit Jahren lese ich mich quer durch das New-Adult-Genre und bevorzuge ganz klar die übersetzten Werke ausländischer Autorinnen. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich mit „Begin Again“ von Mona Kasten bisher nur einen einzigen New-Adult-Roman gelesen, der von einer deutschen Autorin verfasst wurde und leider hat mir die Story überhaupt nicht gefallen. Den Hype um diesen Roman kann ich immer noch nicht nachvollziehen.

Doch wie es mit Hypes immer so ist: sie machen neugierig! So hat mich die kollektive Begeisterung in den sozialen Netzwerken, die Laura Kneidls Story „Berühre mich. Nicht“ schon seit Wochen auslöst, so neugierig gemacht, dass ich ihr New-Adult-Debüt unbedingt lesen und im besten Fall auch lieben wollte.

Zu Beginn sah es auch ganz gut aus, denn Sages Geschichte nahm mich schnell gefangen und sowohl ihr Kummer als auch ihre lähmenden Ängste ließen auf eine tiefgründige und ergreifende Story hoffen.

Allerdings legte sich der gute erste Eindruck recht schnell, denn die anfangs so sympathischen Charaktere wirkten auf mich schnell weichgespült, die Lovestory wurde gefühlsduselig und die ewigen Rückblenden in die grauenvolle Vergangenheit der Hauptfigur waren mir persönlich zu viel. Hier hätten auch wenige Flashbacks ausgereicht, um die gewünschte Dramatik zu erzeugen.

Dass die Liebesgeschichte von Sage und Luca in diesem Buch nicht zu Ende erzählt wird, war natürlich vorhersehbar, da die Fortsetzung („Verliere mich. Nicht.“) bereits in den Startlöchern steht. Wenn die Handlung es hergibt, finde ich Dilogien großartig. Doch wenn die Handlung lediglich aus rein marketingtechnischen Gründen künstlich verlängert wird und ein völlig abrupter und unglaubwürdiger Cliffhanger herhalten muss, um den Lesern den zweiten Band schmackhaft zu machen, dann bin ich raus. Denn „Berühre mich. Nicht.“ hat für einen New-Adult-Roman, in dem sich für gewöhnlich die Ereignisse ständig überschlagen, einfach zu viele Längen, die der Spannung schaden.

Auf einen Einzelband komprimiert hätte diese Liebesgeschichte meiner Meinung nach viel besser funktioniert. Denn sowohl die Grundidee als auch der Schreibstil von Laura Kneidl sind großartig, nur das allgemeine Konzept und die Umsetzung selbst sind mehr als unglücklich und schaden unterm Strich der gesamten Geschichte.

Veröffentlicht am 23.03.2019

Grandioser Fantasyauftakt mit großartigen Charakteren und kleineren Längen

Der Klang der Täuschung
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## INFO: Dieser Auftaktband gehört zur Saga «DIE CHRONIKEN DER HOFFNUNG», die zeitlich gesehen mit neuen Protagonisten an den Ereignissen der vorangegangenen Saga «DIE CHRONIKEN DER VERBLIEBENEN» anknüpft.

Sie ...

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INFO: Dieser Auftaktband gehört zur Saga «DIE CHRONIKEN DER HOFFNUNG», die zeitlich gesehen mit neuen Protagonisten an den Ereignissen der vorangegangenen Saga «DIE CHRONIKEN DER VERBLIEBENEN» anknüpft.

Sie ist eigenständig lesbar, ich würde jedoch davon abraten und allen empfehlen, die Bücher chronologisch nach Erscheinungsdatum lesen.

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Sechs Jahre nach dem blutigen Ende des Großen Krieges, mit dem die Saga um Prinzessin Lia endet, knüpfen die CHRONIKEN DER HOFFNUNG und somit die Geschichte der jungen Kriegerin Kazi an, die sich für die Königin auf eine geheime und gefährliche Mission begibt. Auf der Suche nach einem gefährlichen und feigen Kriegsverbrecher reist sie in eine unbekannte Gegend, die von einem Rebellenvolk regiert wird. Vom Ehrgeiz getrieben und vollkommen auf ihr Ziel fixiert, bringen sie die Gefühle, die sie plötzlich für den Rebellenanführer Jase entwickelt, ganz durcheinander…

Obwohl die Saga um Kazi durchaus eigenständig zu lesen ist und die Ereignisse aus der vorangegangenen und abgeschlossenen Saga «DIE CHRONIKEN DER VERBLIEBENEN» einige Jahre zurück liegen, empfehle ich jedem interessierten Leser, die vorangegangene Saga um Prinzessin Lia unbedingt zuvor zu lesen. Sonst würden einige Querverweise keinen Sinn ergeben und die Geschichte selbst kann ihren Zauber nicht vollkommen entfalten.

Mich hat dieser Zauber von der ersten Seite an gefesselt. Ohne Probleme habe ich in die Geschichte eintauchen und mich an die neuen Protagonisten gewöhnen können. Die zarte Liebesgeschichte ist unfassbar romantisch und ich erwarte in den Folgebänden, dass sie noch tiefer gehen und vielleicht etwas leidenschaftlicher werden wird. Sie birgt auf jeden Fall einiges an Potenzial.

Die kryptischen und spirituellen Verse und Liedtexte, die ein wichtiger Bestandteil der ersten Saga waren, sind einer Art Tagebucheinträgen gewichen, die die Geschichte der Rebellen-Vorfahren erzählen. Diese neue Vorgeschichte zu lesen, war unglaublich interessant. Mary E. Pearson kann unfassbar facettenreiche Welten und eine historische Atmosphäre erschaffen. Beim Lesen bekommt man das Gefühl, bei etwas ganz Großem dabei zu sein.

Nach einem rasanten Start und einigen Höhepunkten knickt die Spannungskurve im Mittelteil leider etwas ein und ähnlich wie beim dritten Band der ersten Saga, gibt es viele Lückenfüller, die das Ganze unnötig in die Länge ziehen. Die Episoden, in denen Kazi gedanklich an ihr früheres Leben als verwaiste Diebin in Venda denkt, kommen zu häufig und steuern der Story zu wenig bei. Zumindest denkt man das anfangs, später sollen sich diese Informationen noch als nützlich erweisen.
Trotzdem hätte man das Buch locker um 150 Seiten kürzen können.

Auch wenn es zum Ende hin ganz nach einem friedvollen Schluss aussieht, wirft das letzte Kapitel die friedvolle Stimmung komplett über den Haufen. Es braucht nur eine kryptische Buchseite, um die Neugierde auf den Folgeband zu wecken und ich hätte nichts dagegen, wenn ich jetzt sofort weiterlesen könnte.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Ein Must-Read für alle STRANGER-THINGS-NERDS!!!

STRANGER THINGS: Das offizielle Begleitbuch – ein NETFLIX-Original
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Das offizielle Begleitbuch zur Netflix-Kultserie STRANGER THINGS ist ebenso eine große Empfehlung wie die nerdige Serie selbst. Doch bevor man mit dem Lesen dieses umfangreichen Werkes beginnt, sollte ...

Das offizielle Begleitbuch zur Netflix-Kultserie STRANGER THINGS ist ebenso eine große Empfehlung wie die nerdige Serie selbst. Doch bevor man mit dem Lesen dieses umfangreichen Werkes beginnt, sollte man die ersten beiden Staffeln unbedingt gesehen haben.

Mit diesem Buch wird den Fans ein einmaliger Blick hinter die Kulissen ermöglicht und diese Führung beginnt mit einem großartigen Vorwort der Serienschöpfer selbst, den Duffer-Brothers. Eigentlich hat man die gesamte Lesezeit über das Gefühl, dass die Brüder direkt neben einem sitzen und es macht einen Heidenspaß zu erfahren, welche Bücher und Filme ihre Kreativität beeinflusst und sie zu den Nerds gemacht haben, die sie heute sind.
Zudem gehen sie detailliert auf ausgewählte Serienszenen ein und verraten ganz unverblümt, welche Kultfilme und Romane sie im Ursprung dazu inspiriert haben. Es ist unglaublich spannend diese Eastereggs im Nachhinein zu entdecken und im Grunde genommen ist STRANGER THINGS eine Hommage an all die Geschichten, Regisseure und Autoren, die die Duffer-Brothers geprägt haben.

Doch man erfährt nicht nur eine ganze Menge über die Serienidee und dessen Produktion selbst, man lernt auch den genialen Cast näher kennen. So kommen die Hauptcharaktere selbst zu Wort und man spürt bei jedem Einzelnen die ansteckende Begeisterung für dieses Serienprojekt. Und genau diese Begeisterung hat in manchen Fällen sogar die Drehbücher grundlegend verändert. So wird zum Beispiel verraten, dass ein Nebencharakter, der laut Plan in der ersten Staffel das Zeitliche hätte segnen sollen, schließlich “überlebt” hat und in Staffel 2 zum Hauptcharakter aufgestiegen ist und für viele kultige Momente gesorgt hat.

Die Texte, egal ob kurz oder lang, sind allesamt einnehmend formuliert und die Autoren begegnen den Fans stets auf Augenhöhe.
Neben den spannenden Fakten, Originalkommentaren und den großformatigen Fotos lässt besonders die optische Aufmachung die Herzen der Fans höher schlagen. Die Autoren haben es nämlich geschafft, den nerdigen 80er Jahre Charme auf Papier zu bannen und können mit dem durchgehend authentischen Retrodesign überzeugen.
Der Buchabschnitt, in dem von der “anderen Seite” erzählt wird, wurde passenderweise verkehrt herum gedrückt. Man muss das Buch also auf die andere Seite drehen, um über die “andere Seite” zu lesen. Genial ?

Als schöne Zugabe gibt es im Buch einen herausnehm- und aufklappbaren Stadtplan von Hawkins, wie ihn Hopper in der Serie benutzt, sowie Elfis Morsecode-Tafel. Faltet man den Buchumschlag auseinander, kann man auf der Innenseite Wills mysteriöse Zeichnung entdecken.

Zum Schluss erhält man eine exklusive Vorschau auf Staffel 3 (Start: 4. Juli 2019) und erfährt, wie es mit der Serie in Zukunft weitergehen soll. Soviel sei gesagt, es soll wohl noch “stranger” werden.

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Fazit

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Wer wissen möchte, wie diese Serie gemacht wurde und wer hinter alldem steckt, muss dieses Begleitbuch unbedingt lesen. Einen detaillierten Blick auf die Serie und hinter die Kulissen bekommt man sonst nirgendwo. Mein Nerdherz schlägt bei diesem Schmuckstück Purzelbäume ?

Veröffentlicht am 27.02.2019

Eine Liebesgeschichte, die mit den Seiten immer tiefgründiger wird

Nächstes Jahr am selben Tag
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Colleen Hoover hat sich schon vor einigen Jahren unweigerlich in mein Herz geschrieben und ich habe einige ihrer Romane mit großem Herzschmerz gelesen. Sie schreibt Geschichten, die unvergleichlich und ...

Colleen Hoover hat sich schon vor einigen Jahren unweigerlich in mein Herz geschrieben und ich habe einige ihrer Romane mit großem Herzschmerz gelesen. Sie schreibt Geschichten, die unvergleichlich und stets vollkommen unvorhersehbar sind. So auch «NÄCHSTES JAHR AM SELBEN TAG», das im Original «NOVEMBER 9» heißt. Ein in meinen Augen viel passenderer Titel.

Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahre und spielt immer am 9. November. Die Protagonistin Fallon, die nach einem schrecklichen Feuerunfall mit einer vernarbten Gesichtshälfte leben und ihre Schauspielkarriere beenden muss, plant ihren Umzug von Kalifornien nach New York. Einen Tag vor ihrer Abreise lernt sie zufällig Ben kennen, der ihre Narben nicht zu bemerken scheint und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Sie verbringen die Stunden bis zu ihrer Abreise miteinander und jeder merkt, dass er etwas Besonderes gefunden hat. Sie vereinbaren, sich die nächsten fünf Jahre jeden 9. November zu treffen, bis sie 23 Jahre alt sind. Dreiundzwanzig, denn das ist das Alter, in dem die meisten Menschen wissen, was sie im Leben wirklich wollen. So stimmen sie einem Pakt zu – sie tauschen keine Telefonnummern aus, blockieren sich auf den Social-Media-Kanälen und versuchen auch nicht anderweitige, Kontakt aufzunehmen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als auf das nächste Jahr zu warten.

Das Ganze klingt zwar unglaublich romantisch, jedoch muss ich zugeben, dass mich die Geschichte nicht von Beginn an fesseln konnte. Bis ich herausfand, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie auf dem ersten Blick scheinen. Ben hütet ein Geheimnis und dieses Geheimnis ist so brisant, dass es Leben verändern und eine große Liebe zerstören kann. Von dieser Offenbarung an, konnte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zumal dann Dinge geschehen, die ich in dem Ausmaß nicht habe kommen sehen.

«NÄCHSTES JAHR AM SELBEN TAG» ist eine unfassbar gute und turbulente Liebesgeschichte, die von Hoffnung und Verzweiflung geprägt ist. Colleen Hoovers Art emotionale Geschichten zu erzählen und sie realitätsnah darzustellen, ist unvergleichlich. Es ist schon beinahe unheimlich, dass mir bisher all ihre Bücher so sehr ans Herz gegangen sind.

Veröffentlicht am 12.02.2019

Der 6. Fall für David Hunter —so atmosphärisch, schaurig und spannend wie “Die Chemie des Todes”

Die ewigen Toten
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Die Thriller-Serie um den forensischen Anthropologen Dr. David Hunter zählt zu meinen liebsten Buchreihen aus diesem Genre überhaupt. Natürlich war die Vorfreude auf den mittlerweile sechsten Band der ...

Die Thriller-Serie um den forensischen Anthropologen Dr. David Hunter zählt zu meinen liebsten Buchreihen aus diesem Genre überhaupt. Natürlich war die Vorfreude auf den mittlerweile sechsten Band der Serie riesengroß und ich habe die Lesezeit in vollen Zügen genossen. «DIE EWIGEN TOTEN» ist von Beginn an spannend, schaurig und unterhaltsam und kann mit den starken Anfangsromanen mithalten.

Simon Beckett nimmt die Fäden genau da auf, an dem er sie am Ende des fünften Bandes hat liegen lassen und springt lediglich in der Zeit einige Wochen weiter. Dank kleiner Rückblenden gelingt der Einstieg schnell und die Erinnerungen kommen zurück. Obwohl die Fälle der Serie in sich abgeschlossen sind, ist das Leseerlebnis rundum perfekt, wenn man die Bücher alle in der richtigen Reihenfolge gelesen hat.

In «DIE EWIGEN TOTEN» nimmt Dr. David Hunter einen neuen Fall an, der ihm alles abverlangen wird und ich finde, dass es einer der grauenhaftesten Mordfälle überhaupt ist. Doch nicht nur die Tötungsarten sind dieses Mal extrem schaurig, auch die Kulisse, eine zum Abriss freigegebene Krankenhausruine, entführt die Leser an einen unbehaglichen Ort, der sofort die tiefsten Fluchtinstinkte weckt.

Die Spannungskurve geht schnell nach oben und flaut nur selten ab. Langatmige Episoden, wie ich sie im vierten und im fünften Buch gespürt habe, gibt es hier nicht. Sobald neue Charaktere in den Fokus rücken, ist man begierig darauf, mehr über sie zu erfahren und natürlich versucht man herauszufinden, wer für die grausamen Morde verantwortlich war. Bei der Ermittlung gibt es einige Überraschungen, die so nicht direkt vorhersehbar waren.

Neben dem Mordfall, spielen auch die Wendungen in David Hunters Privatleben und die Bedrohungen aus seinem alten Leben eine große Rolle. Diese ebenfalls unvorhersehbaren Entwicklungen zusammen mit den schaurigen Mordermittlungen sowie den detaillierten Beschreibungen der forensischen Arbeiten machen diese Geschichte zu einem großartigen Gänsehautthriller.

Thank you, Mr Beckett!