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Carolinchen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2026

Zwischendurch etwas langatmig

Himmelerdenblau
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Inhalt
20 Jahre ist seit dem Verschwinden von Theos Tochter Julie vergangen. Nun wird der Fall im Podcast von Liv wieder aufgerollt. Sie bittet Theo um ein Interview, doch bei dem Treffen wird klar, dass ...

Inhalt
20 Jahre ist seit dem Verschwinden von Theos Tochter Julie vergangen. Nun wird der Fall im Podcast von Liv wieder aufgerollt. Sie bittet Theo um ein Interview, doch bei dem Treffen wird klar, dass es viele Ungereimtheiten in dem Fall gibt. Aber in wie weit kann man dem an Demenz erkrankten Theo glauben schenken? Und welche Rolle spielt Julies Exfreund immer noch in diesem Fall?

Eigene Meinung
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven geschildert. Eine davon ist die des dementen Theo. Die Kapitel waren vom Handwerk her gut ausgearbeitet, da Theo Wörter verdreht hat, oder auch mal totalen Realitätsverlust hat, so dass man als Leser nicht immer genau weiß, woran man gerade ist.
Allerdings haben mich die Stellen persönlich auch sehr genervt, auf Grund der vielen Wiederholungen und falschen Wörter bzw Wortverdrehungen. Außerdem wiederholt er andauernd einen bestimmten Satz und generell fand ich das Thema viel zu präsent für einen Thriller.

Die Podcastfolgen zwischendurch mit Liv und ihrem Partner Phil fand ich nicht so gelungen. Sie ließen sich nicht flüssig lesen und schienen mir zu gezwungen. Die Idee war aber gut.

Ständig schwingt der Schmerz über diesen riesigen Verlust mit beim lesen. Theo mit dem man Mitleid hat und Sophia, die immer noch nicht über das Verschwinden ihrer Schwester hinweggekommen ist.
Trotzdem fand ich es zwischendurch sehr langatmig, vor allem weil vieles mit Theos wirren Passagen gefüllt wurde.

Das Ende war irgendwie stimmig, kam mir aber doch zu abrupt. Die Handlung endet und plötzlich kommen alle Protagonisten zu Wort und schildern, was sich wann wie zugetragen hat.

Fazit
Ein tragischer Thriller, der mich allerdings nicht ganz überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 03.03.2026

Seichter, aber interessanter Thriller

Sie war es. Sie war es nicht.
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Inhalt
Katie wird des Mordes an vier prominenten Männern angeklagt. Doch sie selbst kommt im Buch nicht zu Wort. Stattdessen erzählen fünf Männer ihre eigene Sicht der Dinge. Denn jeder hat seine eigene ...

Inhalt
Katie wird des Mordes an vier prominenten Männern angeklagt. Doch sie selbst kommt im Buch nicht zu Wort. Stattdessen erzählen fünf Männer ihre eigene Sicht der Dinge. Denn jeder hat seine eigene Vorstellung davon, ob Katie schuldig ist, oder nicht.

Eigene Meinung
Die Geschichte wird abwechselnd von fünf Männern erzählt. Katies Vater, einem Schulfreund, einem Journalisten, ihrem Liebhaber und ihrem Anwalt.
Die Kapitel waren jeweils immer sehr kurz, so dass dadurch schon ein toller Lesefluss entstanden ist. Alleine das hat mir schon sehr viel Spaß beim lesen bereitet.

Trotz der Erzählung der Männer, bleibt einem Katie selbst eher fremd. Jeder hat seine eigene Meinung über sie und so versucht man sich in dem Wust an Informationen selbst ein Bild zu machen.

Teilweise dümpelte es etwas dahin und wurde gefüllt mit nicht relevanten Informationen. Am Ende wurde es schließlich super spannend und für meinen Geschmack etwas zu kurz gehalten. Der Abschluss hatte ruhig noch etwas ausführlicher sein können.
Die vielen Wendungen haben mir gefallen, hätten aber noch mehr Raum verdient.

Fazit
Kein Muss, aber doch ein sehr interessanter Thriller, mit toller Erzählperspektive.

Veröffentlicht am 03.03.2026

Advanced

Disney Malen nach Zahlen - Familie
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Die Motive im Buch sind alle auf den hinteren Seiten gelistet und sehr schön ausgesucht.

Die Felder zum ausmalen sind oft unglaublich klein, dessen sollte man sich bewusst sein.

Ehrlich gesagt hat mir ...

Die Motive im Buch sind alle auf den hinteren Seiten gelistet und sehr schön ausgesucht.

Die Felder zum ausmalen sind oft unglaublich klein, dessen sollte man sich bewusst sein.

Ehrlich gesagt hat mir die Farbpalette nicht gefallen. Meistens hat man nicht nur die "standard" Farben zu den Nummern zugeordnet, sondern auch mehrere Abstufungen von einer Farbe. Wie soll man das denn mit normalen Farben von zu Hause hinbekommen? So viele verschiedene Abstufungen einer Farbe habe ich nicht in meinem Malkasten. Klar kann man die Farben auch mischen, oder mit Buntstiften kräftiger oder weniger kräftig malen. Aber das bekommt man nicht gleichmäßig für so viele Felder hin. Zumindest macht es mir dann keinen Spaß mehr, dann fühlt es sich mehr wie Arbeit an.

Mir ist bewusst, dass man nur durch viele Abstufungen so vielschichtige Bilder hinbekommt, aber mir war es zu "fortgeschritten".

Vielleicht eher etwas für ambitionierte Maler und nicht für die kleinen Hobbymaler zu Hause.

Veröffentlicht am 03.03.2026

Leider ein Flop

Das Gehöft
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Inhalt
Lara kauft mit Lebensgefährte Henry, ihrem Bruder Malte und zwei Freunden ein Gehöft auf der Hallig Westeroog. Dort sind sie abgeschieden vom Rest der Welt. Bei ihrer Ankunft scheint alles so zu ...

Inhalt
Lara kauft mit Lebensgefährte Henry, ihrem Bruder Malte und zwei Freunden ein Gehöft auf der Hallig Westeroog. Dort sind sie abgeschieden vom Rest der Welt. Bei ihrer Ankunft scheint alles so zu sein, wie sie es sich erträumt haben, doch nur kurze Zeit später verschwindet Malte spurlos. Dann glaubt Lara, einen Fremden auf der Hallig gesehen zu haben und auch Henry benimmt sich zusehends seltsamer. Bis plötzlich noch jemand verschwindet und die Situation eskaliert.

Eigene Meinung
Puuuuh. Der Schreibstil war viel zu einfach und sensationsheischend. Die Dialoge waren zu platt und gestelzt und überhaupt nicht natürlich, locker leicht. Das hat das lesen super anstrengend gestaltet.

Aus einer ganz normalen Situation wird rasend schnell, ohne Ankündigung plötzlich eine brisante und aggressive Lage. Das passiert andauernd. Ständig fühlt sich irgendjemand unglaublich schnell angegriffen und rastet aber dann auch direkt aus. Das passiert viel zu oft und lässt einen nur noch die Augen verdrehen.

Angeblich sind sie alle ach so toll miteinander befreundet, davon merkt man aber leider überhaupt nichts. Alles wirkt total oberflächlich.
Es passieren auch ständig so komische Sachen wie, dass Henry unglaublich abfällig über Laras autistischen Bruder Malte redet und sie lässt es ihm durchgehen. Schlimmer noch, sie entschuldigt sein Verhalten sogar. Für mich war das komplett unverständlich. Zumal die fünf schon vor dem Umzug testweise zusammengewohnt haben. Das merkt man aber gar nicht. Eher scheint es, als müssten Fremde plötzlich unter einem Dach leben.

Unnötige Abstecher in die Ökologie der Insel konnten leider nicht einmal ansatzweise Atmosphäre aufbauen, dabei war hier so unglaublich viel Potential.
Es hilft dabei auch nicht, dass in den wenigen Tagen mehrmals große Stürme angekündigt werden, die Insel sogar überflutet wird und die Protagonisten sich TROTZDEM ins freie begeben, um dann festzustellen, dass es ja eine lebensbedrohliche Situation ist, auf die sie überhaupt nicht vorbereitet sind. Ach ne.

Hauptfigur Lara dramatisiert auch immer direkt alles. Sie zieht bei jeder sich bietenden Gelegenheit voreilige Schlüsse und geht NATÜRLICH immer direkt vom schlimmsten aus. Wenn's nach ihr gehen würde, wären sofort am Anfang schon mehrere Menschen gestorben. In dieser dramatischen Hektik, die sie dann an den Tag legte, ging die Handlung ein wenig unter, so dass man sich anstrengen musste, zu folgen. Ich kam bei ihren wirren und oft unlogischen Gedankengängen gar nicht mehr hinterher.

Was bei ihr und den anderen ebenfalls nicht gepasst hat, war das Verhalten nachdem Malte verschwunden ist. Es wurde ein bisschen gesucht und schon Stunden später geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Bis irgendjemandem plötzlich wieder einfällt, dass Malte verschwunden ist und Lara wieder in unglaublich tiefe Trauer stürzt. Heeeee...

Leider hat man im Laufe der Geschichte eine Ahnung, wie das ganze enden wird und man wird traurigerweise dahingehend auch nicht überrascht.

Fazit
Eine vorhersehbare Story, die viel zu viel erzwungene Dramatik beinhaltet und dadurch lächerlich wirkt. Ich konnte die Geschichte und auch die Figuren nicht ernst nehmen. Das war leider nichts.

Veröffentlicht am 23.02.2026

gutes Ende, mir persönlich zu viel Romantik

Firewatch
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Inhalt
Aaron übernimmt einen Ferienjob auf einem Feuerturm im Nationalpark. Im Nachbarturm hält Kian wache. Die beiden freunden sich an und Aaron besucht Kian auf seinem Turm. Auf dem Rückweg verschwindet ...

Inhalt
Aaron übernimmt einen Ferienjob auf einem Feuerturm im Nationalpark. Im Nachbarturm hält Kian wache. Die beiden freunden sich an und Aaron besucht Kian auf seinem Turm. Auf dem Rückweg verschwindet Aaron jedoch spurlos.
Aarons Freund Robin lässt Aarons verschwinden keine Ruhe und er stellt Nachforschungen an. Er nähert sich Kian an um sich an ihm zu rächen, denn er ist der einzige, der als Täter in Frage kommen kann.

Eigene Meinung
Robin, so wie seine Freundin Haley sind sympathische Charaktere. Auch Kian mag man mit der Zeit immer mehr und ist genau so verwirrt, wie Robin.

Ein Thriller gepaart mit Romance, wobei meiner Meinung nach der Fokus mehr auf Romance lag obgleich die Spannung immer vorhanden war.

Mir persönlich ging es anfangs zu langsam. Es ging die ganze Zeit darum, Kian nahe zu kommen und um Robin, der seine Gefühle zu Kian analysiert hat. Der Geschlechtsverkehr, der einmalig sehr präsent auftauchte war mir persönlich viel zu detailliert. Hat mir leider überhaupt nicht gefallen und für mich nicht in das Thriller-Umfeld gepasst.

Die Wendung am Ende war unerwartet, aber unglaublich passend. Hat mir richtig gut gefallen! Auch die Erklärung, wie und warum. Absolut stimmig.

Fazit
Wenn man Romantik in Thrillern mag und kein Problem damit hat, dass es anfangs etwas langsamer zu geht, dann ist man hier genau richtig.