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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2019

Hat mich gut unterhalten

Mörder mögen keine Matjes. Ein Küstenkrimi
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Teil 7 der Reihe „Thies Detlefsen“ – kann auch ohne die anderen Bände gelesen werden, fehlt aber Vorwissen zu den Charakteren

Auf nach Fredenbüll zum Polizeiobermeister Thies Detlefsen. Dort ist eine ...

Teil 7 der Reihe „Thies Detlefsen“ – kann auch ohne die anderen Bände gelesen werden, fehlt aber Vorwissen zu den Charakteren

Auf nach Fredenbüll zum Polizeiobermeister Thies Detlefsen. Dort ist eine Leiche in einem Schiffscontainer voll mit Elektroschrott aufgetaucht und ein kleiner Affe. Doch der Polizeiobermeister sucht sich Hifle bei seiner ehemaligen Kollegin in Hamburg, denn auf der Frachtplakette ist der Name einer Hamburger Reederei. Da auch der Stammgast der Hidden Kist, Piet Paulsen, dort ist, machen sich natürlich alle auf den Weg nach Hamburg.

Dies ist mein erster Band der Reihe. Anfangs hatte ich deswegen so meine Probleme die Verbindungen zwischen den Charakteren finden, doch meiner Meinung nach muss man nicht unbedingt die Vorbände kennen, man muss sich nur auf die Geschichte einlassen. Als Sprecher hört man dem Autor selbst zu, der seine Geschichte natürlich am besten kennt. Das hatte ich bisher noch nie und ich war davon wirklich begeistert. Er spricht jeden Charakter einzigartig mit Dialekt und toller Betonung. Die Geschichte selbst wirkt stellenweise konstruiert und es gab so manchen Moment, da hätte ich Thies schütteln können. Da hätte er einfach nur mal schneller denken müssen. Doch alles in allem ist es ein tolles Hörbuch mit ein interessanten Kriminalfall und lustigen Charakteren.

Ein super Hörbuch, das mich prima unterhalten hat. Habe fleißig mitermittelt und wurde auch das ein oder andere Mal überrascht.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Schön, aber nicht so gut wie andere Bücher

Bratapfel am Meer (Neuauflage)
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Zurück nach Juist!

Caro ist Krankenschwester auf der Intensivstation. Dort bekommt sie von einer Patientin eine Kette und den Auftrag diese nach Juist zu bringen, zurück zu ihrer großen Liebe. Das kommt ...

Zurück nach Juist!

Caro ist Krankenschwester auf der Intensivstation. Dort bekommt sie von einer Patientin eine Kette und den Auftrag diese nach Juist zu bringen, zurück zu ihrer großen Liebe. Das kommt ihr gerade recht, denn sie ist in der Trennungsphase mit Jörn, der sie hintergangen hat.

Zurück nach Juist, das hat mich gleich angesprochen. Ich habe bereits „Apfelkuchen am Meer“ und auch „Apfelträume am Meer“ die zugehörige Kurzgeschichte gelesen, da musste ich natürlich auch wieder diese Geschichte lesen. Dieses Buch spielt zum Großteil auf Juist und mir war Caro, die Hauptprotagonistin gleich sympathisch. Sie ist ein herzensguter Mensch und eher auf andere bedacht. Sie hat eine sehr einfühlsame, hilfsbereite Art. Auch die Nebencharaktere, bei denen man auf so manches bekanntes Gesicht trifft, sind wieder wundervoll beschrieben. Am besten hat mir noch die Freundschaftsgeschichte gefallen, so eine Freundin findet man nicht noch einmal. Ab Beginn ist dieses Buch wieder ein Wohlfühlbuch, wie auch die anderen Bücher von Anne Barns. Man ist mittendrin und nicht nur Beobachter von außen. Leider bleibt hier eher die Insel, das Leben im Winter und die Charaktere im Vordergrund und die Suche nach dem Besitzer der Kette rückt doch stark in den Hintergrund und wird erst gegen Ende gelüftet. Das fand ich doch sehr schade, da ich es anders erwartet habe. Dabei bleibt auch alles sehr vorhersehbar und es gab noch den ein oder anderen Moment, den ich überflüssig oder sehr vorhersehbar fand. Toll sind aber wieder die Rezepte im Buch und ganz besonders haben mir die Songtexte im Buch gefallen, die vom Duo Scheer stammen. Sie leiten das Buch und noch zwei weitere Kapitel ein und mir haben sie sehr gefallen. Sie passten perfekt zur Stimmung des Buches und sind wunderschön.

Dieses Buch ist ein Wohlfühlbuch, aber mir hat das gewisse Etwas gefehlt. Dennoch freue ich mich auf weitere Geschichte aus der Feder von Andrea Russo/Anne Barns.

Veröffentlicht am 01.10.2019

Kommt nicht an Teil 1 ran

Cat & Cole 2: Ein grausames Spiel
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Achtung Teil 2 der Reihe „Cat & Cole“, zum Verständnis muss man Teil 1 gelesen haben!

Cat versucht verzweifelt den Vater ihres Vaters zu verkraften und ihre Verletzungen zu überstehen. Doch sie und ihre ...

Achtung Teil 2 der Reihe „Cat & Cole“, zum Verständnis muss man Teil 1 gelesen haben!

Cat versucht verzweifelt den Vater ihres Vaters zu verkraften und ihre Verletzungen zu überstehen. Doch sie und ihre Freunde haben keine ruhige Minute, denn sie wollen alles versuchen, um den Plan von Lachlan zu vereiteln. Selbst wenn sie sich mit dem Feind verbünden müssen. Doch es tun sich ungeahnte Abgründe auf.

Da der Zeitraum zwischen dem ersten und diesen Band doch etwas länger war, hatte ich anfangs Schwierigkeiten die Charaktere auseinander zu halten und die Zusammenhänge zu verstehen, denn die Autorin hilft den Lesern eher wenig mit Rückblenden. Doch der erste Teil hat mich so begeistert, darum wollte ich auch die Fortsetzung lesen. Diese Fortsetzung setzt nahtlos an und es kommen im Laufe der Geschichte einige interessante Dinge ans Licht. Leider war mir das Technikthema irgendwann zu abstrakt und umfangreich, gerade im ersten Teil des Buches. Es gab für mich zu viele Wendungen und es hat lange gedauert bis mich die Geschichte gefangen genommen hat. Erst gegen Ende war es für mich spannend, wobei es dort auch schon wieder den ein oder anderen Moment gab, der mir nicht so gefallen hat. Natürlich gab es auch einige Überraschungen, die die Autorin äußert gelungen verpackt hat. Die Charaktere selbst haben mich in diesem Teil nicht überzeugen können, ich konnte keine wirkliche Entwicklung feststellen und war des Öfteren eher genervt als angetan. Das offene Ende weist auf eine Fortsetzung hin. Bin mir aber noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolge.


Meine hohen Erwartungen nach dem grandiosen 1. Teil konnte diese Fortsetzung leider nicht erfüllen.

Veröffentlicht am 01.10.2019

Schwächer als die vorherigen Teile, zu viele Themen, die aufgegriffen wurden

The Ivy Years - Wenn wir vertrauen
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Band 4 der The Ivy Years – Reihe von Sarina Bowen. Kann unabhängig zu den anderen gelesen werden, wobei man sich dann vorgreift, da die Charaktere aus den Vorbänden auftauchen.

Dieser Teil erzählt von ...

Band 4 der The Ivy Years – Reihe von Sarina Bowen. Kann unabhängig zu den anderen gelesen werden, wobei man sich dann vorgreift, da die Charaktere aus den Vorbänden auftauchen.

Dieser Teil erzählt von Bella, die mir nicht immer sympathisch war. Bella lebt ihr Leben nach ihren Prinzipien, man hat ein bisschen das Gefühl, dass sie aus der engen „Kiste“ ihres Elternhauses ausbrechen möchte. Ihre Art ist schon sehr speziell und ihr Umgang mit sich selbst, ihrem Körper, aber auch anderen war nicht immer nach meinem Geschmack. Rafe war mir da schon lieber, wobei ich ihn nicht 100 % einschätzen konnte. Ich hatte teilweise das Gefühl, das er sich verbiegt. Der Schreibstil hat mir gewohnt gut gefallen und ich hatte das Buch wie immer schnell gelesen. Das schafft die Autorin immer gut. Sie erzählt die Geschichte im Wechsel der beiden Hauptcharaktere, was natürlich einen besseren Überblick bringt. An sich ist die Geschichte stimmig und es gab ein paar wundervolle Momente (der Besuch im Restaurant seiner Familie zum Beispiel), doch alles in allem gab es wenig Überraschungen. Das Thema „Mobbing“, der erste Sex, Asexualität, irgendwie waren es viele Baustellen, die angeschnitten wurden und auch geklärt, aber eben zu viele für ein Buch. Wenn man sich auf das Hauptthema Rafe und Bella konzentriert, hat mir die Geschichte dennoch sehr gut gefallen.

Schwächer als die anderen Teile. Zu viele Themen, die nur angeschnitten werden. Dennoch lesenwert.

Veröffentlicht am 01.10.2019

Nicht perfekt, aber doch besonders

Das Rosie-Projekt
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Don Tillman ist Professor und hat beschlossen, dass er heiraten will. Sein Freund Gene, auch Professor, und dessen Frau Claudia unterstützen ihn dabei. Auf der Suche nach der Richtigen entwickelt er einen ...

Don Tillman ist Professor und hat beschlossen, dass er heiraten will. Sein Freund Gene, auch Professor, und dessen Frau Claudia unterstützen ihn dabei. Auf der Suche nach der Richtigen entwickelt er einen Fragebogen, um die für ihn perfekte Frau zu finden. Nichtraucherin, pünktlich und noch viele weitere Punkte muss sie erfüllen. Und dann tritt Rosie in sein Leben, eigentlich ungeeignet, doch er genießt die Zeit, die er mit ihr gemeinsam verbringt.

„Schräge Musik, Wind, Todesgefahr – ich versuchte den mentalen Zustand heraufzubeschwören, den ich bei Zahnarztbesuchen einnehme.“ Das beschreibt Don und seine Facetten schon sehr gut. Der Schreib- bzw. Sprachstil des Autors ist sehr speziell und lässt sich dennoch flüssig lesen, wenn man sich mal an die besondere Art gewöhnt hat. Don Tillman ist ein sehr interessanter Charakter, etwas eigenartig, aber auch sehr unterhaltsam und er plant seinen Alltag bis ins kleinste Detail. Man möchte ihm so gerne helfen und manchmal einfach nur erklären, wie das Leben wirklich läuft. Rosie ist sein Gegenteil, sie sprüht vor Leben, ist sehr spontan und lustig. Die Suche nach der Frau fürs Leben und die Hintergrundgeschichte ergänzen sie so perfekt und laufen schlussendlich zusammen, dass es mir richtig Spaß gemacht hat, der Geschichte zu folgen. Das Buch ist unterhaltsam und mir hat die Suche an sich schon sehr gefallen. Die Begegnungen, die Don macht und auch die Freunde Claudia und Gene haben mich sehr gut unterhalten.

Für mich ein grandioses Buch, das ich nur empfehlen kann. Etwas speziell, aber auch ganz besonders!