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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2017

Potenzial nicht ausgeschöpft

Das Auge von Licentia
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In "Das Auge von Licentia" von Deana Zinßmeister geht es um das Mittelalterdorf Licentia, das eigentlich eine Fernsehshow ist.

Und kurz gesagt, das ist eigentlich auch schon fast die ganze Geschichte. ...

In "Das Auge von Licentia" von Deana Zinßmeister geht es um das Mittelalterdorf Licentia, das eigentlich eine Fernsehshow ist.

Und kurz gesagt, das ist eigentlich auch schon fast die ganze Geschichte. Der Klappentext erzählt eigentlich schon das ganze Buch und nimmt somit viel vorweg. Geschrieben ist das ganze aber gut und lässt sich angenehm lesen, da merkt man das die Autorin schon Schreiberfahrung hat, wenn auch nicht in diesem Genre. Wir begleiten hauptsächlich Jonata (die für mich blass bleibt) und Tristan in wirklich sehr kurzen Kapiteln, was mich manchmal ein wenig gestört hat, da es ruckartig von einem zum anderen springt. Zudem erfahren wir auch noch etwas über die Leute hinter der Kamera und von den anderen Dorfbewohnern, was ein paar Hintergründe offenbart. Doch leider einfach zu wenig um richtig fesseln zu können. Auch die Liebesgeschichte geht mir persönlich zu schnell, auch wenn es doch sehr süß gemacht ist.
Am besten hat mir noch das mit den Wölfen gefallen, die Art gemeinsam mit ihnen zu leben und der Umgang.

Alles in allem hat das Buch Potenzial, das nicht richtig ausgeschöpft wurde.

Veröffentlicht am 28.09.2017

Mir fehlt der rote Faden

Sieh mich an
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„Sieh mich an“ von Mareike Krügel handelt von Katharina mit ihrer Familie, die ein chaotisches Wochenende nach Entdeckung eines Knotens in ihrer Brust erlebt.


Die Leseprobe klingt sehr vielsprechend ...

„Sieh mich an“ von Mareike Krügel handelt von Katharina mit ihrer Familie, die ein chaotisches Wochenende nach Entdeckung eines Knotens in ihrer Brust erlebt.


Die Leseprobe klingt sehr vielsprechend und hat mich neugierig gemacht. Wir begleiten Katharina an einem Tag ihres Lebens zwischen ihrer Familie und ihren Sorgen. Diese Tatsache, dass es in einen Tag gepackt ist und der Knoten in der Brust eher in den Hintergrund rückt, hat mich etwas gestört. Zeitgleich gibt es aber auch Einblicke in die Vergangenheit, was mir positiv aufgefallen ist. Doch wirklich retten kann es das Buch nicht. Allein Helli und ihr Umgang, der alte Freund, der auftaucht und die schrägen Nachbarn sind zuviel des Guten. Die Geschichte wirkt überladen und mir fehlt der rote Faden. Es entstehen einfach zu viele Nebenstränge, das die Hauptgeschichte in den Hintergrund rückt. Zudem sind mir die Charaktere zu blass und nicht greifbar, hier allen voran Katharina, die ja im Mittelpunkt steht.

Mir fehlt der rote Faden in diesem Buch, es passiert einfach zu viel außen herum.

Veröffentlicht am 28.09.2017

Interessant, aber es fehlt an Spannung

Kalte Seele, dunkles Herz
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„Kalte Seele, dunkles Herz“ von Wendy Walker handelt von zwei Schwestern und einer Mutter, die anders ist als sie zu sein scheint.



Schon die ersten Seiten des Buches sind spannend und werfen doch ...



„Kalte Seele, dunkles Herz“ von Wendy Walker handelt von zwei Schwestern und einer Mutter, die anders ist als sie zu sein scheint.



Schon die ersten Seiten des Buches sind spannend und werfen doch viele Fragen auf. Was ist nur passiert? Cass Tanner, eine der beiden verschwundenen Schwestern, war für mich anfangs schwer greifbar. Ihre Erzählungen waren verwirrend und es war für mich schwer einzuschätzen, was Wahrheit und was Lüge ist. Sie erzählt ihre Geschichte und der andere Teil wird von Dr. Winter geschildert, der dieser alte Fall an die Nieren gegangen ist, da es sie sehr an ihre eigene Vergangenheit erinnert. Das ganze Buch erzählt die Tage nach dem Auftauchen von Cass Tanner mit einigen interessanten Abstechern in die Vorgeschichte, die doch Licht ins Dunkel bringen. Für mich war jedoch etwas zu viel drum herum, sodass mir ein wenig Spannung bzw. der Thrill fehlte. Die Verwicklungen und Geheimnisse und das doch überraschende Ende haben mich aber noch richtig überzeugen können.



Das Ende und die Geheimnisse machen die teils fehlende Spannung wett.

Veröffentlicht am 28.09.2017

Empfehlenswert

Archie Greene und die Bibliothek der Magie
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„Archie Greene und die Bibliothek der Magie“ von D.D. Everest ist der Auftakt einer Kinderbuchreihe über den jungen Archie Greene. Für ihn ändert sich an seinem 12. Geburtstag alles als er ein Buch erhält, ...


„Archie Greene und die Bibliothek der Magie“ von D.D. Everest ist der Auftakt einer Kinderbuchreihe über den jungen Archie Greene. Für ihn ändert sich an seinem 12. Geburtstag alles als er ein Buch erhält, das 400 Jahre auf seine Auslieferung gewartet hat.



Ich habe ein interessantes Kinderbuch erwartet und bin positiv überrascht worden. Der Autor schafft es ab Beginn den Charakteren Leben einzuhauchen. Archie ist ein selbstbewusster, lebenslustiger Junge, der seine Kindheit aufgrund eines schweren Schicksalsschlages bei seiner Gran verbracht hat. Er ist mir sofort ans Herz gewachsen. Wir begleiten ihn auf einer Reise in eine magische Welt voller Bücher und durch kurze Abschnitte aus der Sicht anderen Personen wirkt es gleich viel lebendiger. Diese Abschnitte runden das Gesamtbild ab. Egal ob jung oder alt, wer Bücher über Bücher, Magie und mit wirklich tollen Charakteren sucht, ist hier genau richtig. Dieses Buch hat von allem etwas.



Nicht nur für Kinder empfehlenswert, ich liebe es!

Veröffentlicht am 07.09.2017

Gut mit einigen Schwächen

Manchmal musst du einfach leben
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„Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman handelt von Maribeth, Anfang 40, die nach einem Schicksalsschlag Hals über Kopf ihr Leben und ihre Familie hinter sich lässt.


Dieses Buch hat mich interessiert, ...

„Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman handelt von Maribeth, Anfang 40, die nach einem Schicksalsschlag Hals über Kopf ihr Leben und ihre Familie hinter sich lässt.


Dieses Buch hat mich interessiert, da es aufgrund seiner Geschichte (Mutter verlässt Kinder) so ganz anders ist als die beiden Jugendbücher, die ich bereits von der Autorin gelesen habe. Hier steht Maribeth im Mittelpunkt, die ein Allround-Talent ist. Sie ist Mutter, Ehefrau, Hausfrau und steht mitten im Berufsleben. Dabei denkt sie eher selten an sich und will es allen recht machen. Geschrieben ist das Ganze in der 3. Person und in kurze Kapitel gegliedert. Die Grundstimmung bleibt ernst, denn das Thema Herzinfarkt ist ernst und viele Fachbegriffe haben meinen Lesefluss kurzzeitig gestört. Und auch die Entscheidung die Maribeth trifft – ihre Kinder zu verlassen – ist für mich schwer nachvollziehbar. Das habe ich dann versucht außen vor zu lassen, um die Geschichte im Ganzen auf mich wirken zu lassen. Und so betrachtet hat mir gefallen, dass Maribeth über sich hinaus wächst, sie lebt ihr Leben wieder und genießt die Zeit alleine. So gibt es viele emotionale Momente, aber auch viel vorhersehbares, was die Spannung mindert. Die Nebencharaktere wie Sunita, Todd oder auch Janice haben mir gut gefallen und bringen Leben in die Geschichte. Auch die Vorgeschichte von Maribeth konnte mich fesseln. Doch es war vieles zu Klischeehaft und unglaubwürdig und das Ende kam mir persönlich auf viel zu überstürzt.


Interessanter Roman mit einigen Schwächen.