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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2025

Eine tiefgehende Geschichte

Motte und die Metallfischer
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Wieder mal ein Buch des magellan Verlags, das mich überraschen konnte mit der Tiefe und den verschiedenen Themen, die aufgegriffen werden und zugleich auch für Kinder ansprechend erklärt und verständlich ...

Wieder mal ein Buch des magellan Verlags, das mich überraschen konnte mit der Tiefe und den verschiedenen Themen, die aufgegriffen werden und zugleich auch für Kinder ansprechend erklärt und verständlich werden.
Motte hat Ferien, doch alle ihre Freunde sind weg gefahren. Was soll sie nun mit sich anfangen? Ihre Mutter möchte sie auch nicht im Haus haben, sobald Kundinnen da sind. Also geht Motte spazieren. Und bei einem dieser Spaziergänge am Kanal entlang entdeckt sie die Metallfischer und prompt ist Mottes Neugier geweckt.
Schon zu Beginn erfährt man mehr über Motte, die eigentlich Schmetterling heißt. Doch so fühlt sie sich nicht wohl und das ist das erste große Thema im Buch. Es gab eine wichtige Szene, die aufzeigt, dass sich jeder so entfalten soll und darf, wie er mag und man andere nicht verurteilen soll, auch wenn sie eben anders sind. Und auch die Aufmachung des Buches ist besonders, denn es gibt viele rostrote Akzente im Text und den Zeichnungen. Doch das ist nicht das einzige Themen, das angesprochen wird. Es geht um Diversität, Familie, Liebe, Freundschaft und so viel mehr. Was Motte nach dem Fund des U-Boots alles erlebt, darauf möchte ich gar nicht weiter eingehen, um nicht zu viel zu verraten.
Man spürt die Liebe, die die Autorin in die Geschichte hat einfließen lassen und ich konnte viel daraus mitnehmen und hoffe es ergeht jungen Leser:innen genau so.

Veröffentlicht am 30.03.2025

Starker 2. Band

Wishkeeper, Band 2 - Die Reise nach Silversands
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Die Bücher von Barbara Laban sind einfach super und so musste ich natürlich nach dem ersten Band wissen, wie es Lexi, Milo und Talon ergeht und wie ihr nächster Besuch in Everwish abläuft. Doch das gestaltet ...

Die Bücher von Barbara Laban sind einfach super und so musste ich natürlich nach dem ersten Band wissen, wie es Lexi, Milo und Talon ergeht und wie ihr nächster Besuch in Everwish abläuft. Doch das gestaltet sich als schwierig, da sie keine neuen Inklinge finden. Bis doch ein Inkling auftaucht und sie nach Cascadia kommen. Doch auch dort läuft nichts nach Plan und die Freunde müssen sich allerlei Schwierigkeiten stellen.
Schon das erneute Eintauchen in die Welt der Wishkeeper, der Inklinge und Everwish war einfach zauberhaft. Die Möglichkeit sich dort Dinge herbei zu wünschen ist einfach so genial und ich finde es super, wie die Freunde sich nicht unterkriegen lassen und mit allen Möglichkeiten die fantastischen Wesen beschützen wollen. Und Silversands, aber auch Eterna sind solch faszinierende Orte, jeder auf seine eigene Art besonders, wie auch die jeweiligen Bewohner, so dass es mir riesigen Spaß gemacht hat, die Freunde zu begleiten.
Diese Fortsetzung ist nach meinem Empfinden jedoch etwas düsterer als der erste Band, es gibt mehr Gefahren, aber glücklicherweise auch genug lustige Situationen. Ich konnte mir die verschiedenen Orte auf der Reise durch Everwish gut vorstellen und ich wäre gerne mehr als einmal mit dabei gewesen. Diesmal ist Milo mehr im Mittelpunkt und man erfährt etwas mehr über seine Familie, insbesondere über seinen Vater. Mal sehen, ob man im nächsten Buch mehr Informationen über Talon erhält. Gelesen wird die Hörfassung von Julia Nachtmann, die wirklich passend liest und allem noch mehr Leben einhaucht.
Ich freue mich auf Band drei und bin schon sehr gespannt, was sie diesmal erleben. Klare Empfehlung für diese Reihe!

Veröffentlicht am 30.03.2025

Humorvoller Ratgeber

Ab heute mach ich's mir selber recht
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Das Buch war ein Geschenk und passt sehr gut zu mir, denn ich muss sagen, ich habe mich in einigen Situationen wieder erkannt. Daher kann ich das Buch durchaus empfehlen, kann es doch die Augen öffnen ...

Das Buch war ein Geschenk und passt sehr gut zu mir, denn ich muss sagen, ich habe mich in einigen Situationen wieder erkannt. Daher kann ich das Buch durchaus empfehlen, kann es doch die Augen öffnen und man kann sich selbst reflektieren und gegebenenfalls auch sein eigenes Verhalten ändern und anders reagieren, wenn man manipuliert wird.
Gerade beim Thema Nein-Sagen kann ich mich ganz vorne einreihen, wobei ich mich hier auch schon vor dem Buch gebessert habe, nur habe ich jetzt noch eine Reihe weiterer Tipps an der Hand, wie ich so manche ungewollte Aufgabe umschiffen kann. Dabei bleibt Heike Abidi sehr humorvoll und manch ein Tipp ist auch eher lustig als ernst gemeint. In manch einem Bereich findet man sich mehr, in anderem weniger wieder, aber die vielen Fallbeispiele zeigen, dass eine gesunde Portion Egoismus gesund ist und man eben auch an sich selbst denken darf. Egal, ob es um Familie, Freundschaft oder das ehrenamtliche Engagement geht. Helfen ist gut, solange man Spaß daran hat und sich auch mal Zeit für sich nimmt. Lustig fand ich die Beispiele im Bereich Kindergarten/Schule, das fängt wirklich schon bei der Brotzeit an und hört auch bei Kindergeburtstagen nicht auf.
Ich kann den Ratgeber allen ans Herzen legen, die schlecht Nein sagen können oder zuerst an andere als an sich denken. Heike Abidi bringt auf humorvolle Art das People Pleasing näher und zeigt auf, wie man anders handeln kann.

Veröffentlicht am 30.03.2025

Starkes Kinderbuch, auch als Hörbuch top

KoboldKroniken 4. Drachenjagd im Dunkeln
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Hier habe ich beide Versionen genutzt, das Buch und das gekürzte Hörbuch. Einfach weil ich den Zeichenstil und die Aufmachung des Buches total gerne mag, gleichzeitig aber auch die gesprochene Version ...

Hier habe ich beide Versionen genutzt, das Buch und das gekürzte Hörbuch. Einfach weil ich den Zeichenstil und die Aufmachung des Buches total gerne mag, gleichzeitig aber auch die gesprochene Version von Stefan Kaminski so genial finde. So hat man hier zwar keine Zeichnungen, aber die Untermalung und Interpretation machen das definitiv wett.
In diesem Band ist Dario wieder zurück an der Schule nach der Klassenfahrt. Langweilig wird es jedoch nicht, steht schon ein Schullauf in den Startlöchern und auch Mad und Dozer verhalten sich seltsam. Und dann fehlt ständig Kreide! Auch das Lied der Sieben und der Lindwurm beschäftigen Dario, klar, dass da dann wenig Aufmerksamkeit für Schularbeiten bleibt. Aber Schule rückt bald in den Hintergrund, denn Kwertz lässt nicht lange auf sich warten!
Band vier ist unverkennbar und reiht sich im Regal wunderbar neben den Vorgängern ein, was das Äußere, aber auch das Innere angeht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel Arbeit in diesen Büchern steckt, so voller Details sind sie jedesmal. Auch hier trifft man im Verlauf auf bekannte Gesichter und es kommen Dinge ans Licht, mit denen ich so gar nicht gerechnet habe. Kwertz lässt grüßen mit all seinen Bewohnern und bringt mal wieder so manches Problem mit, vor dem Dario und seine Freunde stehen. Man merkt, das es sich immer weiter zuspitzt und auf ein Ende hinausläuft, bekommt man doch immer mehr Informationen und kann die Puzzleteile des Lieds zusammen setzen. Am Ende steht man trotzdem wieder mit vielen Fragezeichen in den Augen da, denn noch ist vieles ungeklärt.
Ein unterhaltsamer, spannender vierter Teil der Reihe mit viel Wortwitz und einer genialen Aufmachung. Text und Illustrationen ergänzen sich einfach perfekt!

Veröffentlicht am 23.03.2025

wanda ist kein leichter Charakter

Achtzehnter Stock
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Hier habe ich die Hörversion genutzt und ich denke nur mit dem Buch wäre meine Meinung etwas weniger positiv ausgefallen, da Nina Reithmeier sehr ansprechend liest und mich in ihren Bann ziehen konnte. ...

Hier habe ich die Hörversion genutzt und ich denke nur mit dem Buch wäre meine Meinung etwas weniger positiv ausgefallen, da Nina Reithmeier sehr ansprechend liest und mich in ihren Bann ziehen konnte.
Wanda ist alleinerziehende Mutter einer Fünfjährigen. Das ist so schon nicht immer leicht, gerade wenn man dann noch Schauspielerin werden möchte und das Kind mit einer Ohrenentzündung einen Strich durch die Rechnung macht. Doch Wanda gelingt der Weg ins Business noch.
Das beschriebene Leben ist nicht einfach: Wohnung im Plattenbau, Achtzehnter Stock, alleinerziehend, kein Job und der Traum vom Schauspielern geplatzt. Doch Wanda kämpft sich durchs Leben, steht immer wieder auf (wobei nicht immer ohne Hilfe) und muss doch lernen, das ihre Tochter ein Teil von ihr ist, den sie nicht leugnen kann. Gerade als die Krankheit ihrer Tochter ein wichtiges Meeting unterbricht, das alles geändert hätte, verzweifelt Wanda fast an ihrem Leben. Es ist ein stetes hoch und runter und ich konnte mich gut in Wanda einfühlen, aber nicht all ihre Entscheidungen nachvollziehen. Gerade als Mutter war ich nicht immer einverstanden mit ihrer Handlungsweise, konnte aber ihre Gefühle gut nachempfinden. Mir wäre noch wichtig gewesen einen Handlungszeitraum zu erkennen, handelt es sich um Wochen, Monate oder Jahre? Das kam für mich nicht richtig heraus.
Das Leben in der Platte ist hart, hier fand ich die Eindrücke in die Leben der anderen Charaktere gut, hätte mir aber auch hier noch etwas mehr Tiefe gewünscht, um sie besser kennen zu lernen. Wobei der Fokus einfach auf Wanda und Karlie liegt. Karlie, die ich so manches Mal gerne in den Arm genommen hätte und der uns Zuhörer zeigt, das man auch mit wenig zufrieden und glücklich sein kann, solange Freunde und Umfeld passen.

Eine eher ruhige Erzählung, wundervoll vertont von Nina Reithmeier, die mich mal mehr, mal weniger überzeugen konnte.