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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Fantasy für junge Leser

Wilderland – Der Wald
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Wilderland ist jetzt also der Einstieg in die neue Fantasyreihe von Gina Mayer.
Ich finde schon das Cover völlig überfrachtet. Silbern, Hochglanz und Farbschnitt, das wirkt gleich nach mehr Schein ...

Wilderland ist jetzt also der Einstieg in die neue Fantasyreihe von Gina Mayer.
Ich finde schon das Cover völlig überfrachtet. Silbern, Hochglanz und Farbschnitt, das wirkt gleich nach mehr Schein als sein.
Und diesen ersten Eindruck sehe ich auch bestätigt.
Die Figuren bleiben relativ farblos, das Fantasythema ist zwar da, es reicht um dem gehypten Genre zugeordnet werden zu können, aber es wird nicht wirklich vertieft.
Die Protagonisten mit ihren jugendtypischen Problem bleiben im Focus.

Wilderland ist mehr ein Freundschaftsroman als ein phantasievolles Fantasybuch. Aber für die Zielgruppe von 10, 11 Jahren reicht es vielleicht. Meine Tochter findet schon das Aussehen großartig, da ist der Inhalt gleich nebensächlich.
Für mich fällt es eher unter Fast Food, etwas gehaltvolles finde ich auch für diese Zielgruppe als wesentlich erstrebenswerter.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Unzufrieden

Heimat
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Dieser Roman lässt mich ratlos zurück.

Die Geschichte beginnt höchst beliebig: Eine junge Familie zieht aus der Stadt auf das Land, in ein gesichtsloses Neubauviertel.

Die Protagonistin Jana ...

Dieser Roman lässt mich ratlos zurück.

Die Geschichte beginnt höchst beliebig: Eine junge Familie zieht aus der Stadt auf das Land, in ein gesichtsloses Neubauviertel.

Die Protagonistin Jana ist erneut schwanger und wirkt überfordert und einsam, lässt ihre Kinder vollzeit betreuen, obwohl sie den ganzen Tag zuhause ist.

Im Verlauf des Buches lernt Jana Karo und andere Frauen aus ihrer Nachbarschaft kennen.
Karo ist der Prototyp des Tradwifes, hat den Haushalt und ihre Kinder im Griff, hat einen starken Mann. Alles super. Oder vielleicht doch häusliche Gewalt? Wie so vieles in diesem Buch bleibt das offen.

Janas neue Bekannte kommen mit Verschwöhrungstheorien daher, leben offen Rassismus, machen Wahlkampf für die AfD.
Jana stört das alles nicht.

Dieses Buch zeigt deutlich, wie der Rechtsruck die Mittelschicht erreicht.
Aber in diesem Buch wird keine Kritik geäußert, es scheint fast, als fände die Autorin das ganz okay.
Es bleibt dem Leser überlassen, was er auch diesem Buch macht, wie er es liest. Und das finde ich dank fehlender Positionierung der Autorin direkt gefährlich.
Leser aus dem Milieu könnten sich hier absolut bestätigt sehen. Nationalismus in allen seinen Auswüchsen wird hier so nebensächlich und alltäglich dargestellt.

Mein einziger Sympathieträger in diesem Buch ist Noah, Janas Mann, der allerdings eine Randfigur bleibt und als Unsympath und Lusche und verantwortungsloser Vater dargestellt wird.

Dieses Buch lässt ein schales Gefühl der Bedrückung bei mir zurück.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Fesselnd

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
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Dieses Buch hat mich als erwachsenen Leser sehr gefesselt.
Die Geschichte mit den auf mysteriöse Weise verschwundenen Eltern und der Aufnahme in eine besondere, magische Gemeinschaft beziehungsweise ...

Dieses Buch hat mich als erwachsenen Leser sehr gefesselt.
Die Geschichte mit den auf mysteriöse Weise verschwundenen Eltern und der Aufnahme in eine besondere, magische Gemeinschaft beziehungsweise Schule ist interessant. Allerdings erinnert es mich wirklich arg an „Die Schule für Tag- und Nachtmagie“. Es ist absolut der selbe Plot.

Die Welt ist hübsch und phantasievoll gestaltet, die Idee dieser Gestaltwandler ist neu und faszinierend.

Die Sprache ist allerdings sehr einfach. Das ist für ein Jugendbuch in Ordnung, „okayish“ finde ich es nicht, das ist „voll“ nicht hilfreich zur Erweiterung des Sprachschatzes der Kinder.

Das Ende ist ein schrecklicher Cliffhanger, darauf ausgelegt, das unbedingt der nächste Teil gekauft werden muss. Ich mag abgeschlossene Bücher wesentlich lieber. Das hier riecht nach Gewinnmaximierung.

Großartig finde ich den Glossar und die Informationen zu eher unbekannten Gewächsen.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Hinterwäldler

Unsere letzten wilden Tage
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Unsere letzten wilden Tage ist ein sehr vielschichtiger Roman.
Er spielt in Jacknife, einem kleinen Ort in Louisiana.
Loyal, eine Journalistin zieht aus der Großstadt zurück um sich um ihre demente ...

Unsere letzten wilden Tage ist ein sehr vielschichtiger Roman.
Er spielt in Jacknife, einem kleinen Ort in Louisiana.
Loyal, eine Journalistin zieht aus der Großstadt zurück um sich um ihre demente Mutter zu kümmern. Ihre ehemalige Freundin wird tot aufgefunden, Loyal ermittelt.

Der Plot klingt wie ein herkömmlicher Kriminalroman, aber dieses Buch ist sehr viel mehr.
Es ist quasi eine Gesellschaftsstudie über die kleinen Orte im Süden der USA. Für mich füllt sich der Begriff „Hinterwäldler“ zum ersten Mal so richtig mit Inhalt und ich denke, besser nachvollziehen zu können, wie es in den USA fern der großen Städte und auch fern von Bildung zugeht und warum dieses ein perfekter Nährboden für Diktatoren und Rassisten ist.

Beeindruckend. Vielleicht weniger der Fall, aber die ganze Geschichte in ihrer Vielschichtigkeit!

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Wundervoll

Ein Einhorn namens Oktober
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„Ein Einhorn namens Oktober“ ist ein ganz zauberhaftes Bilderbuch zum Vorlesen.
Obwohl es für Kindergartenkinder empfohlen ist, mag auch meine Grundschülerin es sehr.

Es ist von außen ein richtig ...

„Ein Einhorn namens Oktober“ ist ein ganz zauberhaftes Bilderbuch zum Vorlesen.
Obwohl es für Kindergartenkinder empfohlen ist, mag auch meine Grundschülerin es sehr.

Es ist von außen ein richtig hübscher Hingucker und auch im Inneren ganz toll, kindgerecht, detailvoll und vor allem nicht kitschig illustriert.

Die Geschichte ist großartig, Oktober sucht ganz verzweifelt seine Zauberkraft, die ihn zu etwas besonderem macht und trägt sie doch schon in sich - seine Freundlichkeit. Das ist eine wundervolle Message , sehr wertvoll und wichtig.

Besonders gut gefällt mir auch, dass Oktober ein kleiner Einhornjunge ist, dieses Buch ist absolut nicht nur für kleine Mädchen zu empfehlen, auch wenn die äußere Gestaltung erst einmal diesen Eindruck erweckt.

Ein richtig schönes Buch, hübsch und bunt und toll vorzulesen, schön anzuschauen und nicht belanglos zuckersüß, wir lieben es sehr!

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