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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Pro-Bono oder Veruntreuung?

Beautiful Secrets – Wenn ich dich spüre
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Kurz zum Inhalt: In der Schönheitsklinik Villa Berlin stimmt etwas nicht mit den Gelder des Pro-Bono-Programms. Maxi will ihren Freunden helfen, die Machenschaften aufzudecken und erschleicht sich einen ...

Kurz zum Inhalt: In der Schönheitsklinik Villa Berlin stimmt etwas nicht mit den Gelder des Pro-Bono-Programms. Maxi will ihren Freunden helfen, die Machenschaften aufzudecken und erschleicht sich einen Job in der IT Abteilung. Perfekt, um sich Zugriff auf geheime Akten zu verschaffen. Während ihrer Ermittlungen soll dort eine RealityTV-Show mit Hauptstar und Frauenheld Nick Fontane gedreht werden. Durch ungeplante Umstände landet Maxi selbst vor der Kamera, zunächst als Nicks persönliche Technikerin, dann auch noch als seine „Fake“-Freundin.

Fazit: Eine solide, leichte Geschichte für Zwischendurch. Es ist eine süße Liebesgeschichte mit Krimiansatz. Der Schreibstil ist locker, die Beziehung zwischen Maxi und Nick baut sich langsam auf, auch wenn sich beide von Anfang an anziehend finden. Von der Frauen-Freundschaft von Leyla, Charlie und Maxi hätte ich gerne mehr gewollt, die finde ich sehr gelungen. Das Buch war für mich kein Highlight, da ich weder große romantische Gefühle gespürt habe, noch krasse Krimi- bzw Spannungsvibes.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Provokant, Vulgär und Ehrlich

Half His Age
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Kurz zum Inhalt: Die 17-Jährige Waldo lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in Alaska. Ihre Mutter ist permanent abwesend und so ist Waldo verzweifelt auf der Suche nach einer anderen (emotionalen) Verbindung. ...

Kurz zum Inhalt: Die 17-Jährige Waldo lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in Alaska. Ihre Mutter ist permanent abwesend und so ist Waldo verzweifelt auf der Suche nach einer anderen (emotionalen) Verbindung. Sie versucht ihre innere Leere mit Shopping zu füllen und mittels unverbindlichem Sex mit Mitschülern, bis sie ein Auge auf ihren Lehrer Mr. Korgy wirft. Problem: Er ist Anfang vierzig, verheiratet, Vater und entspricht wenig dem allgemeinen Schönheitsideal mit Bauchansatz und dünner werdendem Haar. seinem nicht sonderlich gut aussehend. Waldo begreift selber nicht, woher die Anziehung eigentlich kommt, doch sie lässt nichts unversucht ihn für sich zu gewinnen.

Der Schreibstil ist nichts was ich vorher schon mal gelesen habe. Als Leser ist man direkt in Waldos Kopf. Somit gibt es keinen Filter. Ihre Gedanken und inneren Gespräche sind offen, ehrlich, vulgär, provozierend, clever. Sie ist für eine 17-Jährige oft ihrem Alter voraus, was mir an einigen Punkten sehr unrealistisch vorkam und zu selbstreflektierend, was kein normaler Teenager macht. Waldo macht eine positive Entwicklung durch: Vom naiven Kind auf der Suche nach Liebe, über Hoffnung auf Besserung ihrer Mutter, die Erkenntnis, dass Selbstbestimmtheit wichtig ist und der Weg zu Selbstliebe.
Gegenüber Mr. Corgy hatte ich wenig Sympathie. Ich war immer im Zwiespalt wie falsch es ist, was er macht, als Lehrer, als Ehemann, als Mensch und dann wieder wie gut er zu Beginn Waldo tut.
Die Sexszenen sind sehr provokant und explizit, was mir ein wenig zu drüber war.
Ich habe das Buch wirklich verschlungen, vor allem aufgrund des Schreibstils. Ich mochte die Geschichte sehr, aber Waldo an sich war für mich nicht ganz stimmig als Charakter. Nichts desto trotz würde ich dieses Buch absolut empfehlen. Die Gedankenanstöße, der Blick auf die Gesellschaft, die provokante Ehrlichkeit sind nicht zu verachten.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Ein ungwolltes Erbe

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Kurz zum Inhalt: Sora Hong ist eigentlich Mitglied ihres Clans und Erbin des Familienimperiums. Doch alle in ihrer Familie verfügen über Mana, eine Art der Magie, nur sie ging leer aus. Aus diesem Grund ...

Kurz zum Inhalt: Sora Hong ist eigentlich Mitglied ihres Clans und Erbin des Familienimperiums. Doch alle in ihrer Familie verfügen über Mana, eine Art der Magie, nur sie ging leer aus. Aus diesem Grund wurde sie noch als Kind, zusammen mit ihrer Mutter, vom eigenen Vater und Herrscher über den Clan verbannt. Doch dann erreicht sie eine Einladung zu ihrer eigenen Volljährigkeitsfeier auf dem Familienanwesen in Busan und dank der Überredungskunst ihrer krebskranken Mutter, tritt sie die Reise an. Dort eskaliert es: Soras Vater will sie als seine Erbin. Soras Halbschwester Jia versucht daraufhin sie zu töten und anstatt zu sterben, kehrt Sora zusammen mit Ran, dem Gott der Tiger als Verbündeten und endlich Mana im Blut zurück. Keine Sekunde zu spät, denn um den Anspruch als das zukünftige Familienoberhaupt zwischen den zwei Schwestern zu klären, müssen beide 10 Höllenprüfungen meistern. Als wenn das nicht schon genug wäre, droht Sora das göttliche Mana in ihrem Blut von innen heraus zu töten.

Fazit: Ich hatte wohl zu große Erwartungen. Die Idee, das Setting in Südkorea und der Schreibstil selber sind wirklich super. Die Höllenprüfungen waren alle individuell und auch die unterschiedlichen Götter der Hölle waren sehr kreativ.
Leider hatte ich mit der Umsetzung der Geschichte so meine Probleme. Es ging mir alles viel zu schnell. Die Prüfungen hatten kaum angefangen, da waren sie schon vorbei und die Szenen wechselten abrupt. Die Liebesbeziehung zwischen Ran und Sora konnte ich nicht nachempfinden. Genauso wenig wie Gils Beweggründe.

Sora hat mich leider des Öfteren genervt, vor allem in Bezug auf ihren Vater. Sie ist mindestens 3x nach wenigen gewechselten Sätzen mit genau den gleichen Gedanken aus seinem Büro wie ein bockiges Kind gerannt ohne weder das zu klären, weswegen sie ihn ursprünglich aufgesucht hat, noch wirklich über die Vergangenheit zu reden.
Das Mysterium der Zwischenwelt selber wurde nicht vernünftig erklärt, noch wie die Flucht daraus möglich war. Das fühlt sich für mich zusammenhanglos und unstimmig mit dem Rest der Geschichte an, als hätte man irgendwie versucht die Begegnung zwischen Ran und Sora spektakulärer zu machen.
Ich bin froh, dass die Charaktere, jeder für sich eine positive Entwicklung durchgemacht haben. Vorneweg Jia. Ich wollte sie am Ende einfach nur in den Arm nehmen. Sie hat sich langsam in mein Herz geschlichen und die Annäherung der zwei Schwestern war herzerwärmend.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Den Hype kann ich nicht nachempfinden

Lore. Die Spiele haben begonnen. Sie kämpft um ihr Leben
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Kurz zum Inhalt: Lore versteckt sich seit der Ermordung ihrer Familie vor ihresgleichen: Götterjägern. Alle 7 Jahre werden die Götter bestraft und müssen als Sterbliche mehr oder weniger als Jagdbeute ...

Kurz zum Inhalt: Lore versteckt sich seit der Ermordung ihrer Familie vor ihresgleichen: Götterjägern. Alle 7 Jahre werden die Götter bestraft und müssen als Sterbliche mehr oder weniger als Jagdbeute auf die Erde. Wer einen Gott tötet, erhält seine Fähigkeiten und muss an dessen Stelle an der Jagd teilnehmen.

Fazit: Ich habe so viel mehr erwartet. Ich bin großer Mythologie-Fan, aber hier bin ich einfach nicht ins Buch gekommen. Es war absolut verwirrend. Die Spielregeln der Jagd, zusammen mit den unterschiedlichen Häusern und deren aktuellen Gottheite, die nichts mit dem Hausnamen zu tun haben und dann auch noch Lores unverständliche Beweggründe.
Das Buch war stellenweise langweilig, unlogisch und ich hatte einige “Hä?”-Momente. Sehr schade, da das Buchkonzeot wirklich spannend ist, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen und war einfach nicht so meins.
Ich würde es nicht weiterempfehlen, aber vielleicht war ich auch einfach zu blöd für das Buch.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Tolle Adaption für neue und alte Fans des Klassikers

Romeo und Julia
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Eine wunderschön gezeichnete Graphic Novel mit der allgemein bekannten tragischen Liebesgeschichte, nah am Original und mit Zusatzinformationen rund um Shakespeare, die frühere Theaterkultur und ausführlicheren ...

Eine wunderschön gezeichnete Graphic Novel mit der allgemein bekannten tragischen Liebesgeschichte, nah am Original und mit Zusatzinformationen rund um Shakespeare, die frühere Theaterkultur und ausführlicheren Fakten zu Shakespeares Sprachgebrauch und lyrischen Motiven.

Ein tolles Buch, um einen Klassiker der Jugend nahe zu bringen, die Geschichte neu zu entdecken oder sie dank Bildern auf einer anderen Ebene zu erleben.

Die Sprache ist überwiegend an die heutige angepasst, auch wenn bekannte Passagen eher in der altertümlichen Variante formuliert sind, wie zum Beispiel die Balkonszene oder der Abschlusssatz: „Kein Leidensweg war schlimmer irgendwo, als der von Julia und Romeo.“. Das war etwas gewöhnungsbedürftig.

Der Stil der Illustrationen gefällt mir richtig gut. Man erkennt die Emotionen in den Gesichtsausdrücken, die Farben strahlen, fangen aber auch die Dramatik der Geschichte ein. Je dramatischer der Inhalt, desto dunkler sind die Farben. Ein besonderes Highlight waren für mich die Kampfszenen. Man spürt die Action, man sieht die Gewalt ohne allzu blutig zu sein.
Wer etwas aufmerksamer liest, kann den Tod des Öfteren versteckt finden, der in der Story natürlich eine große Rolle spielt. Die Interpretation als eigenständige Person, und ihm somit ein Gesicht zu geben, ist sehr gelungen.
Anhand der Kleiderfarbe ist auf den ersten Blick erkennbar, wer zu welcher Familie gehört, was das Leseverständnis erleichtert.

Bei den Informationsseiten bin ich zwiegespalten. Manches hat sich für mich nicht ganz rund angefühlt, wie zum Sprachgebrauch und der Stilistik. Der Grund dafür ist, dass die Sprache in der Novel eine komplett andere war, als Shakespeare es tatsächlich verfasst hat. Zum einen wegen der deutschen Übersetzung und zum anderen der "jungen Sprache".
Ein Highlight war für mich der Einblick in die Geschichte selber anhand der Motive Shakespeares. Sie haben das Stück auf einer tieferen Ebene dargelegt, mein Verständnis gefördert und mich einzelne Stellen nochmal genauer lesen lassen.

Die Geschichte und die wunderschönen, detaillreichen und stimmungsvollen Zeichnungen bekommen 5 Sterne, die Informationsseiten leider nur 3.

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