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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

Ali Hazelwood kann auch Fantasy mit Humor, Twists und Romance!

Bride – Die unergründliche Übernatürlichkeit der Liebe
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Inhalt: Misery ist bereits ihr ganzes Leben eine Außenseiterin. Als Kind des Vampirfürsten wurde sie als Sicherheitspfand an die Menschen gegeben und lebte dort bis zu ihrer Volljährigkeit. Danach lebt ...

Inhalt: Misery ist bereits ihr ganzes Leben eine Außenseiterin. Als Kind des Vampirfürsten wurde sie als Sicherheitspfand an die Menschen gegeben und lebte dort bis zu ihrer Volljährigkeit. Danach lebt sie weiter unauffällig unter den Menschen, weil ihre eigene Spezies sie, aufgrund des jahrelangen Aufenthalts in der Menschenwelt, nicht als richtigen Vampir akzeptiert. Einzig ihre beste Freundin Serena war eingeweiht, bis sie eines Tages spurlos verschwand. Und jetzt bittet ihr Vater ausgerechnet sie, das Vampirnest erneut zu beschützen in dem sie niemand geringeren als den Alpha Werwolf Lowe Moreland heiraten soll. Ihr einziger Grund zuzustimmen ist die Tatsache, dass L. Moreland der letzte Hinweis zu Serenas Verschwinden ist.

Fazit: Ein gutes Fantasybuch im Urbansetting zum einfach wegsnacken ohne großes Worldbuilding. Mysery ist eine tolle Protagonistin. Sie wächst im Laufe des Buches über sich hinaus. Sie lernt sich auf die andere Spezies einzulassen und ihr trotz dem Hass, der ihr entgegengeworfen wird, offen gegenüber zu treten und dabei nie sich selbst unter den Scheffel stellt. Sie ist schlagfertig und bereit alles für ihre einzige Familie, Serena, zu riskieren. Lowe wirkt zuerst wie der harte Alpha, aber hat ein softes Herz und trägt Misery eigentlich von Beginn an auf Händen. Der Spice ist wild. Die Mitte war sehr vorhersehbar, dafür ging es am Ende Schlag auf Schlag.
Geschrieben ist die Geschichte hauptsächlich aus Miserys Sicht, aber man bekommt auch Einblicke in Lowes Gedanken. Die Welt und das Leben mit Vampiren, Menschen und Werwölfen war nett, wenn auch sehr lokal beschrieben und nicht wirklich global.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Endlich mal eine ADULT Fantasy, bei der es einem an nichts mangelt!

Alchemised
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Fazit: Ich kann jetzt schon sagen, dass meine Rezension dieser Geschichte in diesem Umfang nicht gerecht werden wird. Ja, es ist ein Hype-Buch, meiner Meinung nach auch absolut zu recht!
Das Buch ist ...

Fazit: Ich kann jetzt schon sagen, dass meine Rezension dieser Geschichte in diesem Umfang nicht gerecht werden wird. Ja, es ist ein Hype-Buch, meiner Meinung nach auch absolut zu recht!
Das Buch ist wahnsinnnig düster, grausam, brutal und blutig. Bitte lest die Triggerwarnungen!
Zum Inhalt kann man ehrlicherweise kaum was sagen, ohne zu spoilern.
Wir befinden uns Monate nach dem Krieg in Paladia. Der Orden der Ewigen Flamme hat nach einem jahrelangen Kampf schlussendlich gegen den Nekromantie-König Morrough verloren. Die Geschichte ist aus der Sicht von Helena Marino geschrieben, einer der besten Heilerinnen des Ordens der Ewigen Flamme und durch mehrere ungewollte Umstände die letzte Überlebende des Widerstandes. Da Helena dem ehemaligen Anführer des Widerstands nahe stand, will Morrough an Helenas Erinnerungen gelangen. Doch diese sind magisch verschlossen. Deswegen wird sie als Gefangene an Morroughs zweite Hand Kaine Ferron übergeben, der seine alchemistischen Kräfte dafür nutzen soll.

Das Buch besteht aus drei Hauptteilen. Der erste spielt in der Gegenwart als Helena frisch zu Kaine kommt, der zweite in der Vergangenheit, als der Krieg noch auf seinem Höhepunkt ist und der dritte Teil wieder in der Gegenwart. Der erste Teil ist die klare Einführung in die Welt, die Charaktervorstellung und die Erklärung der Magie inklusive jeglicher Fremdwörter. Ja, das machte die Geschichte anspruchsvoll, für mich dadurch aber kein bisschen weniger fesselnd. Der Wechsel von Teil 1 zu Teil 2 war fies, weil man nur Wissen wollte wie es in der Gegenwart weitergeht und plötzlich ist man Monate in der Vergangenheit. Teil 2 ist ehrlich, erschütternd, grausam und gleichzeitig bewegend und emotional. Man lernt die Charaktere wirklich kennen, kämpft und leidet mit ihnen. Jeder Charakter hat seine eigene Moral. Nichts ist schwarz und weiß. Man merkt wie sehr der Krieg das Verständnis für das vermeintlich moralisch Richtige verschieben kann und wie sehr Meinungen auseinander gehen können. Der Leser wird sich selbst Gedanken über seinen eigenen Moralkompass machen müssen.
Es gibt eine Liebesgeschichte in Alchemised, die sehr wichtig für die Story ist, deswegen ist sie genauso düster wie der Rest des Buches. Wer eine Romantasy und ein Happily ever after erwartet ist hier falsch. Es gibt ein Happy End, aber es gibt kein Happy End nachdem man einen so grausamen Krieg hinter sich hat.

Für mich eine absolute Leseempfehlung und ich werde es ganz sicher ReReaden!

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein Wagnis für die beste Freundin

The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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Kurz zum Inhalt: Die 26-Jährige Biologie-Doktorandin Olive forscht an der Stanford University an einer Früherkennungsmethode für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Als wäre das nicht schon anspruchsvoll genug, ...

Kurz zum Inhalt: Die 26-Jährige Biologie-Doktorandin Olive forscht an der Stanford University an einer Früherkennungsmethode für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Als wäre das nicht schon anspruchsvoll genug, hat sich Olive selbst in eine sehr verzwickte Situation manövriert. Alles nur weil Olives beste Freundin Anh sich in einen Typen verguckt hat mit dem Olive selber ein Date hatte und Anh ihr nicht glauben will, dass Olive kein Problem damit hat. Also was bleibt Olive auch anderes übrig als vorzutäuschen, dass sie ein Date hat, obwohl sie eigentlich im Labor ist. Als dann auch noch Anh vorbeikommt, küsst Olive den nächstbesten Mann, um nicht aufzufliegen. Ausgerechnet den allseits unbeliebten Professor Adam Carlsen. Wieder erwarten lässt Adam sich auf die Fake-Beziehung ein. Die Vorteile: Anh traut sich ihren Gefühlen nachzugehen und Adam hat die Chance auf neue Fördergelder, da eine Partnerschaft ihn an den Ort der Uni bindet. Die Nachteile: Komplettes Gefühlschaos.

Fazit: Eine tolle Liebesgeschichte für zwischendurch. Aber mit seitenlangem Spice, den ich in der U-Bahn komplett überspringen musste. Olive war mir sofort sympathisch. Sie ist stark, hat so früh ihre Mutter verloren und anstatt daran zu zerbrechen, will sie daran wachsen und anhand ihrer Forschung andere Familien vor dem gleichen Schicksal bewahren. Adam ist wahnsinnig ehrgeizig, trägt das Herz am rechten Fleck, will das Beste aus seiner und der Arbeit seiner Doktoranden herausholen, auch wenn er Schwierigkeiten damit hat, den richtigen Umgang zu finden, ohne als Arschloch dazustehen. Der Schreibstil ist wie gewohnt bei Ali Hazelwood locker, leicht und voller Humor. Meine Lieblingsstelle war das Unipicknick mit all seinen Unannehmlichkeiten. Ich habe wirklich lachen müssen.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Helenas Geschichte ist ehrlich, brutal und gleichzeitig hoffnungsbringend. Doch der Schreibstil konnte mich nicht überzeugen.

Gin Boom
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Kurz zum Inhalt: Helena ist dem Alkohol verfallen, doch sie kämpft dagegen an. Nach einem Entzug kehrt sie wieder in ihren Alltag und dem Job in der Medienwelt zurück. Sie tut sich schwer, setzt sich selber ...

Kurz zum Inhalt: Helena ist dem Alkohol verfallen, doch sie kämpft dagegen an. Nach einem Entzug kehrt sie wieder in ihren Alltag und dem Job in der Medienwelt zurück. Sie tut sich schwer, setzt sich selber unter Druck, unterdrückt die Schatten der Vergangenheit, setzt ihre Liebelei mit Can mehr schlecht als Recht fort und versucht so gut wie möglich weiterzumachen. Ganze 9 Monate hält sie durch, bis zu einer Silvesternacht, die alles auf den Kopf stellt. Und plötzlich steht sie wieder ganz am Anfang.

Fazit: Mir ist schon lange keine Bewertung so schwer gefallen.
Die Themen, die in diesem Buch behandelt werden, wie die Alkoholkrankheit und dass Männer kein Gespür für Konsens haben, sind so wichtig. Hier sind sie ehrlich, brutal und ungeschönt. Sie haben mich zum Nachdenken angeregt und auch angesprochen.

Der größte Kritikpunkt für mich ist der Schreibstil, mit dem ich persönlich nicht zurechtkam. Es war mir zu abgehakt, zu wenig rund und las sich eher wie ein Theaterskript, mit seinen sehr kurzen Sätzen, übertriebenen Satzzeichen in der wörtlichen Rede und durch die Einteilung in die vier Jahreszeiten, wie Akte. Es sind sehr kurze Kapitel, wobei es eher Abschnitte als wirkliche Kapitel sind. Fast jeder Abschnitt wechselt zu einer anderen Perspektive, der vielen Personen, die in der Geschichte vorkommen. Die Menschen haben teilweise ähnliche Namen, sodass es mir schwer viel sie auseinander- oder den Überblick zu behalten. Die Geschichte ist sehr schnell und man springt von einem Geschehen ins nächste. Ein paar Handlungsstränge oder Personen weniger wären vollkommen in Ordnung gewesen und dafür den Fokus mehr auf das wichtige. All das sind Gründe weswegen ich kaum einen Bezug zu den einzelnen Charakteren hatte, es war schlichtweg zu wenig Zeit.

Helenas Geschichte mit all ihren Hochs und Tiefs war ehrlich, brutal und gleichzeitig hoffnungsbringend. Ich bin dankbar das Buch gelesen zu haben, denn es hat mich trotz meiner Schwierigkeiten beim Lesen zum Nachdenken angeregt und wird mich noch eine Weile begleiten.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Mäßige Fortsetzung

Immortal Longings
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Dieser Band war wesentlich politischer als der erste Teil, dafür leider auch weniger fantasiereich. Bei der Politik habe ich nicht ganz durchgeblickt. Es gab viele Namen und ich habe den Überblick über ...

Dieser Band war wesentlich politischer als der erste Teil, dafür leider auch weniger fantasiereich. Bei der Politik habe ich nicht ganz durchgeblickt. Es gab viele Namen und ich habe den Überblick über die einzelnen Personen verloren, außerdem waren es für mich, zu viele „Böse“. Die Story an sich war okay, aber für mich eher eine in die Länge gezogene Suche nach der Krone ohne richtige Spannung. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass das Buch mit unnötigen Informationen überladen war.

Emotional haben mich die Charaktere kalt gelassen. Ich konnte keine richtige Bindung mehr aufbauen. Anton hat sich ganz anders als König verhalten, als er es noch in den Spielen getan hat und häte auch einfach ein neuer Charakter sein können.
Die Liebesbeziehung konnte ich hier noch weniger spüren als im ersten Band.
Die Magie mit dem Springen konnte mich im ersten Teil komplett überzeugen, hier wird eher alles bereits darüber gelernte über den Haufen geworfen und die Sigillen haben einige logische Schwachstellen.

Das Buch endet mit einem großen Cliffhänger, doch leider war es das an dieser Stelle für mich. Das ist tatsächlich kein Grund für mich weiterzulesen.

Insgesamt war das Buch eine gute Unterhaltung, aber wie oben bereits genannt, reicht es nicht zum Weiterlesen.

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