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Veröffentlicht am 03.08.2025

Schönes und gefühlvolles Buch - allerdings sehr ziehend geschrieben

Onigiri
1

Bei #Onigiri geht es um zwei verschiedene Kulturen, die aufeinanderprallen und wie diese das Leben beeinflussen können. Auf den rund 200 Seiten erzählt die Autoren aus dem Leben von Aki, die ihre Mutter ...

Bei #Onigiri geht es um zwei verschiedene Kulturen, die aufeinanderprallen und wie diese das Leben beeinflussen können. Auf den rund 200 Seiten erzählt die Autoren aus dem Leben von Aki, die ihre Mutter ein letztes Mal nach Japan bringen möchte und wie sie das Leben dort erlebt.

Mir gefiel, wie viel Gefühl in dieses Buch mit eingeflossen ist, da es die Unterschiede und Gemeinsamkeiten klar hervorbringt und gleichzeitig den Wert von Familie so deutlich hervorhebt. Ich fand die Schilderungen von Akis Mutter sehr schön und wie diese aufblüht, nachdem sie wieder in die alte Heimat zurückkehrt und auf ihre Familie und alten Freunde trifft. Hier wird klar, was gefehlt hat, auch wenn es evtl. nicht zugegeben wurde.
Die Geschichte selbst ist wirklich sehr berührend – sofern man dieser folgen kann und sich auf das Buch vollkommen einlässt.
Denn genau da liegt auch leider die Krux an diesem Buch.
Aufgrund des Schreibstils und den ständig wechselnden Zeitformen hatte ich ein Problem den Geschehnissen zu folgen. Es wirkte ein wenig wirr und wie zusammengewürfelte Erinnerungen und Tagebucheinträgen, die zu einem Buch zusammengefasst wurden. Beinahe so, als wäre eine Überschrift gewählt wurden und alles dazu Passende niedergeschrieben. Das ist wirklich schade, denn wenn einiges hier strukturierte wäre, wäre auch das Buch präsenter gewesen.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Leider nicht so meins da zu konstruiert und unglaubwürdig

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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Wird der Klappentext gelesen, so hat man zunächst den Eindruck, dass eine kleinere Lüge vollkommen in Ordnung ist. Denn man macht sich dadurch interessanter und schadet keinem damit. Oder etwa doch?

Zu ...

Wird der Klappentext gelesen, so hat man zunächst den Eindruck, dass eine kleinere Lüge vollkommen in Ordnung ist. Denn man macht sich dadurch interessanter und schadet keinem damit. Oder etwa doch?

Zu Beginn war ich sehr begeistert von dem Buch und musste es unbedingt lesen. Doch leider hat mich meine Begeisterung auch recht schnell wieder verlassen und schlug schnell in Verachtung der Hauptperson gegenüber um. Denn diese log nicht nur, um voranzukommen, sondern auch sehr oft auf Kosten anderer, was auch erheblichen Schaden hätte anrichten können.

Bis zur Hälfte des Buches wird die Geschichte aus der Sicht von Sloane beschrieben und wie sie in diese Situation gekommen ist. Dabei lernen wir die Lockharts kennen, wobei Violet sehr sympathisch wirkt und Jay als recht unnahbar, da dieser sehr vertieft in seine Arbeit scheint, was nach einer Weile eine gewisse Unglaubwürdigkeit bei mir zurückließ.
Nach etwa der Hälfte wird die Geschichte aus der Perspektive von Violet beschrieben und welche Absichten sie eigentlich verfolgt. Ab diesem Zeitpunkt fielen die Sympathiepunkte rapide bergab.
Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt ein Buch gelesen habe, wo ich wirklich keinen der Charaktere mochte und mich nur noch die Spannung am Lesen hielt.

Denn das ist es: Das Buch ist dennoch in gewisser Art sehr unterhaltsam und ich wollte unbedingt wissen, wie dies noch ausgeht, wobei mich die Geschichte sehr an ‚Gone Girl‘ oder die Bücher von McFadden erinnert hat.
Wobei es mir am Ende leider doch zu viel wurde und mir alles zu sehr durchdacht und konstruiert wirkte.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Wenn der Campingausflug zum Alptraum wird

Der Trailer
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Bis zu diesem Roman habe ich mir einen Campingurlaub durchaus spannend und unterhaltsam vorgestellt. Irgendwo in einem anderen Land, mit fantastischem Ausblick und inmitten der Natur.
Genau das ging auch ...

Bis zu diesem Roman habe ich mir einen Campingurlaub durchaus spannend und unterhaltsam vorgestellt. Irgendwo in einem anderen Land, mit fantastischem Ausblick und inmitten der Natur.
Genau das ging auch Lisa durch den Kopf, bis sie vor 15 Jahren plötzlich auf einem Campingplatz verschwand. Kurz bevor der Fall in Vergessenheit gerät, wird dieser durch einen TrueCrime-Podcast zum Leben erweckt und sehr düstere Geheimnisse kommen ans Licht.
Wird dabei das Verschwinden der jungen Frau aufgeklärt werden??

Gleich zu Beginn wird der Leser langsam mit dem Fall vertraut gemacht, ohne mit Informationen überladen zu werden. Diese werden erst mit voranschreiten der Story preisgegeben, wodurch die Spannung aufrechterhalten wird und man unbedingt wissen möchte, was es noch mit diesem Wochenende auf sich hat, dass das Leben von so vielen verändert hat.
Nicht nur durch den angenehmen Schreibstil, sondern auch die unterschiedlichen Erzählperspektiven der Ermittlerin und dem Trio wurde die Geschichte sehr abwechslungsreich. Ich fand das super, da die Zusammenhänge und die Motive erläutert wurden und ich dadurch auch eine andere Sichtweise erhalten habe. Wobei ich Kathinka am liebsten mochte – was evtl. auch an ihren Interessen liegen könnte.
Was mich vollkommen begeistert hatte, war das Ende. Denn deutete alles davor auf eine bestimmte Person hin, so wurde ich hier nochmal komplett überrascht.

Doch die Handlung ist nicht das Einzige, worauf es in diesem Buch ankommt.
Betrachtet man den aktuellen Trend auf dem Buchmarkt, geht die Tendenz leider zu ebensolchen Büchern, die gewaltverherrlichend und unterdrückend sind – dabei es noch beschönigen, wodurch solche Praktiken als ‚normal‘ und sinnlich angesehen werden.
Der Autor hat mit diesem Werk einen perfekten Kontrast geschaffen und legt hiermit die Sichtweise eines Opfers dar und beschreibt, was dies alles in einem Menschen auslösen kann und wie sich dadurch das Umfeld (bewusst oder unbewusst) verändert.

Bleibt nur noch abzuwarten, dass die Zeit bis zum zweiten Band schnell verstreicht und welche Abgründe sich diesmal auftun.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Spannender Jugendthriller mit kleineren Schwächen

Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise.
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Nachdem ich den Klappentext von dem Buch gelesen habe, war ich sehr gespannt, was mich hier wohl erwarten wird. Denn mal ehrlich…Wie faszinierend ist es, wenn eine Person bei einem Tathergang anwesend ...

Nachdem ich den Klappentext von dem Buch gelesen habe, war ich sehr gespannt, was mich hier wohl erwarten wird. Denn mal ehrlich…Wie faszinierend ist es, wenn eine Person bei einem Tathergang anwesend ist, sich aber an nichts erinnern kann?

Es gibt insgesamt zwei verschiedene Zeitstrahle, in denen die Geschehnisse berichtet werden. Einmal der aktuelle Tag zurück zu dem Tag, wo die Yacht mit den vier Freundinnen in See sticht und einmal die aktuellen Vernehmungen und was sich sonst während dieser Zeit ergibt.
Anfangs hat mich dies ein wenig verwirrt, aber nach gut 30 Seiten wusste ich dann auch, wie diese Zeiten verlaufen und ich konnte mich in der Geschichte fallen lassen.
Ebenfalls wurde alles nochmals über die unterschiedlichen Stile aufgelockert, da wir nicht nur die Vernehmungen haben, sondern auch Briefe von Giselles Mutter oder SMS Nachrichten.

Die Gruppendynamik der vier hat sich zunehmend verändert und ich habe mich immer mehr gefragt, ob es sich hierbei wirklich um Freundinnen handelt oder ob diese nur aufgrund von Status und irgendwelchen vergangenen Fehltritten einen gemeinsamen Umgang haben. Denn wirklich nett ist hier niemand. Gerade das Opfer fand ich unglaublich schrecklich und fand es sehr wunderlich, dass nicht alle gemeinsam diese Person haben über Bord gehen lassen.

Was mich wirklich sehr verblüfft hatte, war das Ende, was ich so nicht habe kommen sehen. Denn die Aufklärung des Falls ist keinesfalls trivial und hat mich so beeindruckt zurückgelassen, dass ich die letzten Seiten erneut lesen musste.
Was dem Buch jedoch ganz gutgetan hätte, wäre ein Ausblick, was aus den Charakteren geworden ist und wie sich diese nach dem Vorfall entwickelt haben bzw. was aus ihren Plänen geworden ist.

Trotz kleinerer Schwächen gibt es an dieser Stelle eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die Jugendthriller mögen.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Wer auch Buch zum Abschalten und Träumen sucht....

How to Feed a Demon
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Stellt euch vor, ihr durchlebt gerade eine schreckliche Trennung und flüchtet euch in ein Haus, was als Hotel angepriesen wird und sehr verwahrlost ausschaut. Doch weil ihr zu müde seid, sucht ihr eines ...

Stellt euch vor, ihr durchlebt gerade eine schreckliche Trennung und flüchtet euch in ein Haus, was als Hotel angepriesen wird und sehr verwahrlost ausschaut. Doch weil ihr zu müde seid, sucht ihr eines der Zimmer auf und legt euch schlafen, wo ihr von Gestalten geweckt werdet, die ihr euch selbst in euren kühnsten Träumen nicht auszumalen traut.

Ich wüsste ja, wie ich reagiert hätte und anders als die Protagonistin wäre ich wohl nicht geblieben. Doch Marie hat sich ihrem Schicksal gestellt und war nicht nur für die dämonischen Besucher da, sondern hat sich auch auf die Suche nach einem besonderen Gegenstand begeben.

Die Geschichte hat einige recht witzige Szenen, was Vieles auflockert und auch perfekt in das Gesamtbild passt. Denn Ziel ist nicht das Fürchten zu lehren, sondern das harmonische Miteinander auch über das Äußere hinweg. Marie löst nicht nur die Probleme ihrer Mitbewohner, sondern hört ihnen zu und baut sie auf.
Manchmal wirkte Marie aber auch ein wenig zu naiv und ihr Verhalten zu undurchdacht. So wurde sie zum Beispiel mehrfach darauf hingewiesen, dass es viele offene Rechnungen und Mahnungen gibt und statt sich einen Überblick zu verschaffen, war sie lediglich auf der Suche nach dem Gegenstand.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen habe. Ich mochte die Leichtigkeit darin und da die Kapitel eine perfekte Länge haben, passt es auch perfekt in den Alltag, wenn man gerade mit den Öffis unterwegs ist und eine kurze Auszeit benötigt.

Das Ende vom Buch klingt sehr vielversprechend und schreit geradezu nach einem zweiten Band, um zu erfahren, wie es mit unseren Bewohnern weitergeht.

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