Schönes und gefühlvolles Buch - allerdings sehr ziehend geschrieben
OnigiriBei #Onigiri geht es um zwei verschiedene Kulturen, die aufeinanderprallen und wie diese das Leben beeinflussen können. Auf den rund 200 Seiten erzählt die Autoren aus dem Leben von Aki, die ihre Mutter ...
Bei #Onigiri geht es um zwei verschiedene Kulturen, die aufeinanderprallen und wie diese das Leben beeinflussen können. Auf den rund 200 Seiten erzählt die Autoren aus dem Leben von Aki, die ihre Mutter ein letztes Mal nach Japan bringen möchte und wie sie das Leben dort erlebt.
Mir gefiel, wie viel Gefühl in dieses Buch mit eingeflossen ist, da es die Unterschiede und Gemeinsamkeiten klar hervorbringt und gleichzeitig den Wert von Familie so deutlich hervorhebt. Ich fand die Schilderungen von Akis Mutter sehr schön und wie diese aufblüht, nachdem sie wieder in die alte Heimat zurückkehrt und auf ihre Familie und alten Freunde trifft. Hier wird klar, was gefehlt hat, auch wenn es evtl. nicht zugegeben wurde.
Die Geschichte selbst ist wirklich sehr berührend – sofern man dieser folgen kann und sich auf das Buch vollkommen einlässt.
Denn genau da liegt auch leider die Krux an diesem Buch.
Aufgrund des Schreibstils und den ständig wechselnden Zeitformen hatte ich ein Problem den Geschehnissen zu folgen. Es wirkte ein wenig wirr und wie zusammengewürfelte Erinnerungen und Tagebucheinträgen, die zu einem Buch zusammengefasst wurden. Beinahe so, als wäre eine Überschrift gewählt wurden und alles dazu Passende niedergeschrieben. Das ist wirklich schade, denn wenn einiges hier strukturierte wäre, wäre auch das Buch präsenter gewesen.