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Veröffentlicht am 11.04.2026

spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Missing Page - Tödliche Worte
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„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento erzählt von der 17-jährigen Toni, die nach Schottland reist, um an einem exklusiven Schreibworkshop eines gefeierten Bestsellerautors teilzunehmen. Doch ...

„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento erzählt von der 17-jährigen Toni, die nach Schottland reist, um an einem exklusiven Schreibworkshop eines gefeierten Bestsellerautors teilzunehmen. Doch schnell wird klar, dass hinter dem Workshop weit mehr steckt: Der Autor stellt in Aussicht, sein gesamtes Vermögen einem der Teilnehmenden zu vermachen. Während der Ehrgeiz unter den Jugendlichen wächst, schneidet ein Sturm die Gruppe von der Außenwelt ab und unheimliche Dinge beginnen zu geschehen. Geheimnisse, Albträume und eine immer bedrohlichere Atmosphäre führen schließlich zu einer blutigen Tragödie, die alles verändert.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll, denn dieses Buch hat mich wirklich komplett gepackt. Ich habe es tatsächlich fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Dieses typische „nur noch ein Kapitel“-Gefühl war hier extrem stark.

Was mir von Anfang an unglaublich gut gefallen hat, ist der Schreibstil. Katie Kento schreibt sehr flüssig, aber gleichzeitig auch unglaublich atmosphärisch. Es entsteht dieses leise, unterschwellige Unbehagen, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht. Schon früh hatte ich das Gefühl: Hier stimmt irgendetwas ganz und gar nicht. Und genau dieses Gefühl lässt einen einfach nicht mehr los.
Die Atmosphäre ist wirklich ein Highlight. Dieses abgeschottete Setting in Schottland, der Sturm, der die Gruppe isoliert, das geheimnisvolle Anwesen – das alles erzeugt eine düstere und unheimliche Stimmung.

Auch die Handlung hat mich total überzeugt. Es gibt keine Längen, keine langweiligen Passagen, im Gegenteil: Die Spannung baut sich konstant auf und wird immer weiter gesteigert. Besonders stark fand ich, dass man die ganze Zeit miträtselt. Ich hatte unzählige Theorien im Kopf, habe versucht, die Hinweise zusammenzusetzen und trotzdem blieb vieles lange undurchsichtig.
Der „Kriminalfall“ innerhalb der Story ist richtig gut gelungen. Vieles wirkt zunächst unscheinbar, fast beiläufig, und genau das macht es so schwer, den Überblick zu behalten. Ich konnte mir lange keinen richtigen Reim auf alles machen.
Und dann dieses Ende…
Der letzte Abschnitt hat für mich nochmal alles rausgeholt. Die Spannung wird nochmal extrem angezogen, der Plot entwickelt sich richtig stark weiter.
Was ich dabei besonders gelungen fand: Die vielen kleinen Details, die vorher eingestreut wurden, werden am Ende wieder aufgegriffen und sinnvoll erklärt. Alles wirkt stimmig, durchdacht und gut konstruiert. Genau so muss ein guter Thriller für mich sein.

Ein weiterer Pluspunkt waren für mich die Charaktere, vor allem weil man nie ganz sicher sein kann, wem man trauen sollte. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass bestimmte Figuren mehr wissen, als sie zugeben. Besonders bei einigen Nebencharakteren kamen bei mir zunehmend Zweifel auf, was ihre Rolle in der ganzen Geschichte angeht.
Toni fand ich als Hauptfigur besonders gelungen, weil sie gleichzeitig greifbar und geheimnisvoll ist. Einerseits wirkt sie wie eine typische Teilnehmerin des Workshops, andererseits merkt man schnell, dass sie ein eigenes, verborgenes Ziel verfolgt, was ihr Handeln immer wieder in ein anderes Licht rückt.
Vor allem ihre Albträume und das Schlafwandeln machen sie zu einer extrem spannenden Figur. Die Szenen, in denen sie Dinge tut, an die sie sich später kaum erinnern kann, waren für mich richtig intensiv, weil man nie genau weiß, ob man ihrer Wahrnehmung trauen kann. Dadurch entsteht ständig dieses Gefühl von Unsicherheit.

Fazit

Abschließend kann ich nur sagen: „Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento hat mich durchgehend gefesselt. Die Spannung bleibt wirklich bis zur letzten Seite erhalten, es gibt keine Durststrecken, und dieses permanente Miträtseln macht einfach unglaublich viel Spaß.
Für mich definitiv ein Highlight – richtig gut gemacht!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 08.04.2026

tolle Idee, aber leider nicht ganz rund

Ein Buchclub zum Verlieben
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Sloane Parker führt ein ruhiges, strukturiertes Leben als Bibliothekarin in einer Kleinstadt bis der schroffe Arthur McLachlan beginnt, ihren Alltag gehörig durcheinanderzubringen. Zwischen bissigen Wortgefechten ...

Sloane Parker führt ein ruhiges, strukturiertes Leben als Bibliothekarin in einer Kleinstadt bis der schroffe Arthur McLachlan beginnt, ihren Alltag gehörig durcheinanderzubringen. Zwischen bissigen Wortgefechten über Literatur entsteht eine ungewöhnliche Verbindung. Als Arthur plötzlich wegbleibt und sich herausstellt, dass es ihm schlecht geht, beschließt Sloane, ihm zu helfen – auch gegen seinen Widerstand. Aus dieser Entscheidung heraus entsteht ein kleiner Buchclub, der nach und nach immer mehr unterschiedliche Menschen zusammenführt. Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte mit, und durch die gemeinsamen Bücher beginnen sie, sich selbst und einander besser zu verstehen.

Das Buch „Ein Buchclub zum Verlieben“ von Lucy Gilmore hat mich sofort mit seiner Grundidee abgeholt und auf gewisse Weise auch sehr berührt, aber leider nicht ganz so rund, wie ich es mir erhofft hatte.

Was mir sofort gefallen hat, war der Schreibstil. Lucy Gilmore schreibt angenehm leicht, sehr zugänglich und gleichzeitig mit einem gewissen Charme, der perfekt zur Atmosphäre der Geschichte passt. Gerade die Dialoge – vor allem zwischen Arthur und den Beteiligten – sind oft witzig, pointiert und haben mich mehrfach schmunzeln lassen. Diese kleinen literarischen Schlagabtausche gehören für mich definitiv zu den Highlights des Buches. Gleichzeitig schafft die Autorin eine warme, fast schon gemütliche Atmosphäre, die dieses typische „Kleinstadt-Feeling“ transportiert. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, selbst Teil dieses kleinen Kosmos zu sein.

Auch die Grundidee des Buchclubs fand ich richtig schön umgesetzt. Besonders mochte ich, wie die ausgewählten Bücher die Lebensrealitäten der Figuren widerspiegeln und ihnen dabei helfen, sich selbst besser zu verstehen. Diese Verbindung zwischen Literatur und persönlicher Entwicklung ist wirklich gelungen und hat dem Ganzen eine tiefere Ebene gegeben. Der Buchclub wirkt wie ein sicherer Raum, in dem sich die Figuren öffnen, wachsen und verändern können – dieses Found-Family-Gefühl fand ich richtig stark und emotional.

Und genau hier liegt auch eine der großen Stärken des Buches: die Charakterentwicklung. Jeder einzelne bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Probleme und Unsicherheiten mit. Im Laufe der Handlung entwickeln sich die Figuren weiter, arbeiten an sich selbst und finden – zumindest teilweise – ihren eigenen Weg.
Besonders Arthurs Entwicklung hat mir gut gefallen. Zu sehen, wie dieser mürrische, verschlossene Mann langsam auftaut, war wirklich schön und teilweise auch berührend.

Aber – und das ist leider ein großes Aber – genau diese Vielzahl an Figuren und Geschichten ist für mich gleichzeitig auch die größte Schwäche des Buches.
Ich hatte oft das Gefühl, dass einfach zu viele Handlungsstränge parallel erzählt werden. Zwar lernt man alle Figuren grundsätzlich kennen, aber vielen Geschichten fehlt es an Tiefe. Manche Entwicklungen wirken auf mich zu schnell, zu oberflächlich oder schlicht nicht ganz zu Ende gedacht. Es wird unglaublich viel angerissen, aber nicht alles bekommt den Raum, den es eigentlich gebraucht hätte. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus auf weniger Figuren gelegt wird, um deren Geschichten wirklich intensiv und rund erzählen zu können.

Durch diese Überfülle an Perspektiven hatte ich stellenweise auch Schwierigkeiten, emotional wirklich dranzubleiben. Ich mochte die Charaktere wirklich sehr, aber ich habe sie nicht so tief gefühlt, wie es möglich gewesen wäre. Immer wenn ich das Gefühl hatte, gerade eine Verbindung aufzubauen, sprang die Geschichte schon weiter zur nächsten Person oder zum nächsten Konflikt. Das hat es mir teilweise schwer gemacht, komplett einzutauchen.

Hinzu kommt, dass einige Handlungsstränge für mich etwas überstürzt abgeschlossen wurden oder sich nicht ganz stimmig angefühlt haben. Das Ende versucht zwar, für alle Figuren eine Lösung zu finden, aber nicht alles wirkt dabei wirklich rund. Manche Probleme werden sehr schnell abgehandelt, andere bleiben gefühlt ein Stück weit offen. Bei mir hat das ein leicht unvollendetes Gefühl hinterlassen.

Trotzdem möchte ich betonen, dass ich das Buch insgesamt gerne gelesen habe. Es hat viele schöne, warme Momente, eine tolle Grundidee und Figuren, die man ins Herz schließen kann – auch wenn ich mir gewünscht hätte, sie noch intensiver kennenzulernen. Besonders das Thema Gemeinschaft, Zusammenhalt und persönliches Wachstum wurde wirklich schön dargestellt.

Fazit

Für mich ist „Ein Buchclub zum Verlieben“ von Lucy Gilmore insgesamt ein Buch mit viel Herz und Potenzial, das aber nicht ganz ausschöpft, was möglich gewesen wäre. Es ist eine Geschichte, die mich auf eine leise, angenehme Weise begleitet hat – aber eben nicht ganz so tief berührt hat, wie ich es mir erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

viel Atmosphäre, wenig Tiefe

Brightsand Bay – Zeit für Hoffnung
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In „Brightsand Bay – Zeit für Hoffnung“ von Jo Weil begleitet man die junge Emily „Mimi“ Green, die gemeinsam mit ihrem Bruder Finn ein kleines Cottage samt Fährbetrieb an der Küste von Cornwall am Leben ...

In „Brightsand Bay – Zeit für Hoffnung“ von Jo Weil begleitet man die junge Emily „Mimi“ Green, die gemeinsam mit ihrem Bruder Finn ein kleines Cottage samt Fährbetrieb an der Küste von Cornwall am Leben hält. Seit dem Tod ihrer Eltern ist dieser Ort ihr Zuhause und ihr Anker. Doch als ihnen die Zwangsversteigerung droht, scheint alles zu zerbrechen. Die Hoffnung ruht auf einer Bank aus London – doch statt finanzieller Hilfe taucht plötzlich Aidan auf, der Sohn des Bankiers. Zwischen ihm und Mimi entsteht schnell eine besondere Verbindung, die jedoch durch ein verborgenes Geheimnis erschüttert wird.

Ich hatte wirklich große Hoffnungen an „Brightsand Bay – Zeit für Hoffnung“, vor allem wegen des vielversprechenden Settings – und ich muss auch sagen: Die Atmosphäre ist dem Autor definitiv gelungen. Die Küstenlandschaft, das kleine Cottage, dieses leicht melancholische, raue Cornwall-Feeling, das konnte ich mir alles unglaublich gut vorstellen. In dieser Hinsicht hat mich das Buch auch sofort abgeholt.

Leider hört es für mich genau da schon auf.

So sehr ich das Setting mochte, so wenig konnte mich der Rest überzeugen. Ich bin weder mit den Charakteren noch mit der Geschichte wirklich warm geworden. Mimi blieb für mich trotz ihrer tragischen Vergangenheit überraschend distanziert. Ich habe ihre Gedanken zwar nachvollziehen können, aber emotional hat mich das alles nicht erreicht. Ähnlich ging es mir leider auch mit Aidan.

Ein Punkt, der für mich maßgeblich dazu beigetragen hat, war der Perspektivwechsel. Grundsätzlich mag ich mehrere Perspektiven, aber hier hat es für mich eher das Gegenteil bewirkt: Statt mich näher an die Figuren heranzubringen, hat es alles irgendwie zerfasert wirken lassen. Ich hatte ständig das Gefühl, dass die emotionale Bindung unterbrochen wird, bevor sie überhaupt richtig entstehen konnte.
Gleichzeitig wurde dadurch vieles vorweggenommen: bestimmte „Geheimnisse“ waren entweder schon bekannt oder ließen sich sehr früh zusammenreimen.

Und genau das hat mir leider auch die Spannung genommen. Ich hatte selten das Gefühl, wirklich überrascht zu werden. Vieles wirkte vorhersehbar, und gerade bei einem Roman, der stark von emotionalen Wendungen lebt, ist das für mich ein großes Problem. Auch das Ende hat mich deshalb nicht mehr wirklich berührt. Es kam weder überraschend noch besonders bewegend. Stattdessen hatte ich eher das Gefühl, mir schon vorher zusammenreimen zu können, worauf alles hinausläuft. Selbst das angedeutete offene Ende wirkte für mich wenig wirkungsvoll, weil ich glaube, bereits zu wissen, welches „Geheimnis“ hinter Finns Entdeckung steckt.

Hinzu kommt, dass sich die Handlung für mein Empfinden oft zieht. Es gibt viele ruhige, beschreibende Passagen – was grundsätzlich zur Atmosphäre passt –, aber ohne eine starke emotionale Verbindung zu den Figuren verliert das Ganze schnell an Wirkung. Für mich fühlte es sich stellenweise eher zäh als entschleunigt an.

Unterm Strich bleibt bei mir ein etwas zwiespältiger Eindruck: Ich sehe absolut, was das Buch sein wollte, nämlich ein gefühlvoller, atmosphärischer Roman über Verlust, Hoffnung und Neuanfänge. Und in Ansätzen funktioniert das auch, vor allem durch das wirklich gelungene Setting. Aber mich persönlich konnte die Geschichte leider überhaupt nicht abholen. Dafür fehlte mir die emotionale Tiefe in den Figuren, die Spannung in der Handlung und eine gewisse Unvorhersehbarkeit.
Es ist eines dieser Bücher, bei denen ich verstehe, warum andere es mögen, aber für mich hat es einfach nicht funktioniert.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Viel Gefühl zwischen den Seiten

Blue Sparrow Girls – The Melody of You and Me
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Nach dem plötzlichen, tragischen Tod ihrer Mutter gerät Olives Leben völlig aus den Fugen. Um Abstand zu gewinnen und gleichzeitig ihrer Mutter näher zu sein, zieht sie nach Nashville, in die Stadt, die ...

Nach dem plötzlichen, tragischen Tod ihrer Mutter gerät Olives Leben völlig aus den Fugen. Um Abstand zu gewinnen und gleichzeitig ihrer Mutter näher zu sein, zieht sie nach Nashville, in die Stadt, die einst eine große Rolle im Leben ihrer Mutter spielte. Dort verfolgt Olive ihren Traum, Songwriterin zu werden. In ihrer neuen WG findet sie schnell Anschluss bei Jules und Emily, mit denen sie nicht nur eine wunderschöne Dachterrasse, sondern auch eine enge Freundschaft teilt. Doch direkt gegenüber wohnt eine Jungs-WG, mit der sich die WG in einer regelrechten Fehde befindet. Streiche, Streit und klare Regeln inklusive: Die Jungs sind tabu. Für Olive eigentlich kein Problem… wäre da nicht Drew, mit dem sie bereits einen besonderen Abend verbracht hat und der sie seitdem nicht mehr loslässt.
Während zwischen ihnen etwas wächst, hilft Drew ihr auch dabei, ihre Gefühle in Songs zu verwandeln und Olive beginnt langsam, ihren Weg zurück ins Leben zu finden.

„Blue Sparrow Girls – The Melody of You and Me“ von Laura Willud hat mich auf eine ganz leise, aber unglaublich intensive Weise berührt. Es ist eines dieser Bücher, das sich nicht laut in den Vordergrund drängt, sondern sich Stück für Stück in mein Herz geschlichen hat.

Der Schreibstil von Laura Willud ist angenehm leicht, fast schon sanft, aber gleichzeitig emotional tief. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, ganz nah bei Olive zu sein, als würde ich ihre Gedanken nicht nur lesen, sondern wirklich fühlen. Besonders die Passagen rund um ihre Songs waren für mich ein Highlight. Dort wird ihre Trauer, ihr Schmerz, aber auch ihre Hoffnung so greifbar, dass ich mehrfach innehalten musste. Diese Verbindung von Musik und Emotionen schafft eine unglaublich dichte Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht.

Überhaupt ist die Atmosphäre ein großer Pluspunkt: Nashville wird so lebendig beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst auf dieser Dachterrasse zu stehen, den Blick über die Stadt schweifen zu lassen und die warme Abendluft zu spüren. Gleichzeitig liegt über allem eine gewisse Melancholie, die perfekt zu Olives Geschichte passt, aber ohne dabei erdrückend zu wirken. Es ist vielmehr ein vorsichtiges, hoffnungsvolles Gefühl, das sich immer weiter entfaltet.

Olive selbst habe ich wirklich gefühlt. Ihren Schmerz über den Verlust ihrer Mutter, ihren inneren Kampf, ihre Versuche, irgendwie weiterzumachen – all das wirkte unglaublich authentisch. Besonders berührt hat mich ihr Weg: raus aus der Trauer, raus aus der Einsamkeit und hin zu sich selbst. Wie sie durch das Schreiben ihrer Songs ihre Gefühle verarbeitet und langsam wieder Freude und Sinn im Leben findet, war für mich einer der stärksten Aspekte des Buches. Sie ist einfach ein durch und durch guter Mensch: warmherzig, loyal und ehrlich, jemand, den man sofort ins Herz schließt.

Und dann ist da Drew. Ich mochte ihn wirklich sehr, gerade weil er eben kein typischer Bad Boy ist. Er ist eher dieser „Golden Retriever Boyfriend“ – offen, herzlich, unterstützend. Sein Herz liegt ihm auf der Zunge, und er ist immer für die Menschen da, die ihm wichtig sind. Trotz seiner eigenen Verletzungen durch die Vergangenheit bleibt er weich und ehrlich, was ich unglaublich erfrischend fand. Die Entwicklung zwischen ihm und Olive war für mich genau richtig: zart, intensiv und vor allem echt. Da war keine künstliche Dramatik und kein unnötiger Streit, stattdessen einfach zwei Menschen, die sich gegenseitig Halt geben und zusammen wachsen.

Was ich ebenfalls besonders hervorheben möchte, ist die Freundschaft zwischen Olive, Jules und Emily. Diese Mädels-WG war einfach großartig. So viel Loyalität, Ehrlichkeit und gegenseitiger Support, das hat sich einfach gut angefühlt. Diese „Mädelspower“ war nicht aufgesetzt, sondern wirkte echt und stark. Es tat richtig gut, eine so gesunde und unterstützende Dynamik zu lesen, in der jede für die andere da ist.

Auch die Handlung insgesamt lebt weniger von großen, dramatischen Wendungen, sondern vielmehr von emotionaler Entwicklung. Es geht um Heilung, um Neuanfänge, um das Wiederfinden von sich selbst.
Für mich ist es ein absoluter Feel-Good-Roman, aber auf eine ruhige, tiefgehende Art. Kein Kitsch, keine toxischen Beziehungen, kein unnötiges Drama, sondern ganz viel Herz, Wärme und Echtheit.

Fazit

In „Blue Sparrow Girls – The Melody of You and Me“ von Laura Willud hat für mich einfach alles gepasst: die Charaktere, die Atmosphäre, die emotionale Tiefe und diese besondere Leichtigkeit, die das Buch trotz der schweren Themen vermittelt. Es ist eine Geschichte, die zeigt, dass man auch nach den dunkelsten Momenten wieder Licht finden kann – manchmal durch Musik, manchmal durch andere Menschen und manchmal einfach durch sich selbst.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

chaotisch witzige Geisterjagd

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Melody Bittersweet besitzt eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann Geister sehen und mit ihnen sprechen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marina gründet sie deshalb die „Girls Ghostbusting Agency“, um ...

Melody Bittersweet besitzt eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann Geister sehen und mit ihnen sprechen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marina gründet sie deshalb die „Girls Ghostbusting Agency“, um anderen Menschen bei übernatürlichen Problemen zu helfen.
Ihr erster großer Auftrag führt sie in ein altes Herrenhaus, in dem drei verstorbene Brüder festsitzen – gefangen durch eine ungelöste Familientragödie. Während Melody versucht, die Wahrheit hinter dem Tod des jüngsten Bruders aufzudecken und die Geister zu befreien, gerät sie nicht nur mit ihrem früheren Freund und Rivalen Leo Dark aneinander, sondern auch mit dem skeptischen Journalisten Fletcher Gunn, der sie für eine Hochstaplerin hält. Doch je tiefer sie in den Fall eintaucht, desto komplizierter werden nicht nur die Ermittlungen, sondern auch ihre Gefühle.

„The Girls Ghostbusting Agency“ von Josie Silver hat mich auf eine sehr eigene, charmante und überraschend vielschichtige Weise abgeholt.
Ich muss aber direkt zugeben: Der Schreibstil war für mich am Anfang wirklich gewöhnungsbedürftig. Er ist extrem humorvoll, sehr (selbst)ironisch und stellenweise fast schon ein bisschen „zu viel des Guten“. Ich habe anfangs ein paar Seiten gebraucht, um mich darauf einzulassen, weil die Erzählstimme so präsent und verspielt ist. Aber genau das hat sich dann als große Stärke herausgestellt. Sobald ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich diesen Stil einfach großartig. Er macht das Buch unglaublich besonders, bringt so viel Witz und Charme mit und lockert die Geschichte auf eine ganz eigene Weise auf.

Die Atmosphäre ist dabei eine richtig gelungene Mischung: Einerseits haben wir diese leicht düstere, geheimnisvolle Geistergeschichte rund um das alte Herrenhaus und die drei Brüder, andererseits ist alles durchzogen von Humor, Schlagfertigkeit und skurrilen Momenten. Genau diese Balance hat mir richtig gut gefallen, weil das Buch dadurch nie schwer wirkt, obwohl es eigentlich auch um tragische Hintergründe und ungelöste Konflikte geht.

Was mich aber am meisten begeistert hat, waren die Charaktere. Ich fand sie wirklich absolut umwerfend und liebenswert und zwar jeden auf seine ganz eigene Art.
Besonders die „Crew“ der Ghostbusting Agency ist mir total ans Herz gewachsen: Melody als Protagonistin, die gleichzeitig stark, chaotisch und unglaublich witzig ist; Marina als beste Freundin, die immer da ist und einen schlagfertigen Kommentar auf der Zunge hat; und natürlich der anfangs etwas unsichere Praktikant Artie. Selbst Dinge wie das Auto Barb bekommen so viel Persönlichkeit, dass man sie einfach mögen muss. Die Figuren wirken alle so lebendig, natürlich und individuell, dass ich beim Lesen ständig schmunzeln musste.
Auch die Entwicklung der Charaktere hat mir sehr gefallen. Man merkt, wie sie an ihren Aufgaben wachsen, sich verändern und dabei trotzdem sie selbst bleiben. Es gibt so viele schräge, witzige und gleichzeitig authentische Figuren, dass das Lesen einfach Spaß macht.

Die Handlung rund um die Geisterbrüder fand ich ebenfalls richtig gelungen. Der Fall hatte genau die richtige Mischung aus Humor, Spannung und emotionalem Kern. Ich habe wirklich mitgefiebert und mir ständig Fragen gestellt: Wer hat Douglas wirklich ermordet? Wie hängt alles zusammen? Und wie lassen sich die Konflikte zwischen den Brüdern lösen?
Das Ganze war originell erzählt und hat mich bis zum Ende neugierig gehalten.

Die Liebesgeschichte – beziehungsweise das Zusammenspiel zwischen Melody, Fletcher und Leo – fand ich ebenfalls spannend. Ich habe das emotional auf jeden Fall gespürt und hatte auch relativ schnell meinen Favoriten. Gleichzeitig fand ich es aber richtig gut, dass dieser Aspekt nicht die gesamte Handlung dominiert hat. Die Romance ist da, sie ist wichtig und trägt zur Geschichte bei, aber sie drängt sich nicht in den Vordergrund. Der Fokus bleibt klar auf der Ghostbusting Agency, ihrer Entstehung und Entwicklung sowie auf dem ersten großen Fall und genau das fand ich sehr angenehm.

Fazit

Insgesamt war das Buch für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es hat mich konstant unterhalten, zum Schmunzeln gebracht, manchmal auch den Kopf schütteln lassen – im besten Sinne. Es ist witzig, charmant, ein bisschen verrückt und gleichzeitig spannend erzählt.
Ich kann auf jeden Fall sagen: Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall der Agency.

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