spannend von der ersten bis zur letzten Seite
Missing Page - Tödliche Worte„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento erzählt von der 17-jährigen Toni, die nach Schottland reist, um an einem exklusiven Schreibworkshop eines gefeierten Bestsellerautors teilzunehmen. Doch ...
„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento erzählt von der 17-jährigen Toni, die nach Schottland reist, um an einem exklusiven Schreibworkshop eines gefeierten Bestsellerautors teilzunehmen. Doch schnell wird klar, dass hinter dem Workshop weit mehr steckt: Der Autor stellt in Aussicht, sein gesamtes Vermögen einem der Teilnehmenden zu vermachen. Während der Ehrgeiz unter den Jugendlichen wächst, schneidet ein Sturm die Gruppe von der Außenwelt ab und unheimliche Dinge beginnen zu geschehen. Geheimnisse, Albträume und eine immer bedrohlichere Atmosphäre führen schließlich zu einer blutigen Tragödie, die alles verändert.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll, denn dieses Buch hat mich wirklich komplett gepackt. Ich habe es tatsächlich fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Dieses typische „nur noch ein Kapitel“-Gefühl war hier extrem stark.
Was mir von Anfang an unglaublich gut gefallen hat, ist der Schreibstil. Katie Kento schreibt sehr flüssig, aber gleichzeitig auch unglaublich atmosphärisch. Es entsteht dieses leise, unterschwellige Unbehagen, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht. Schon früh hatte ich das Gefühl: Hier stimmt irgendetwas ganz und gar nicht. Und genau dieses Gefühl lässt einen einfach nicht mehr los.
Die Atmosphäre ist wirklich ein Highlight. Dieses abgeschottete Setting in Schottland, der Sturm, der die Gruppe isoliert, das geheimnisvolle Anwesen – das alles erzeugt eine düstere und unheimliche Stimmung.
Auch die Handlung hat mich total überzeugt. Es gibt keine Längen, keine langweiligen Passagen, im Gegenteil: Die Spannung baut sich konstant auf und wird immer weiter gesteigert. Besonders stark fand ich, dass man die ganze Zeit miträtselt. Ich hatte unzählige Theorien im Kopf, habe versucht, die Hinweise zusammenzusetzen und trotzdem blieb vieles lange undurchsichtig.
Der „Kriminalfall“ innerhalb der Story ist richtig gut gelungen. Vieles wirkt zunächst unscheinbar, fast beiläufig, und genau das macht es so schwer, den Überblick zu behalten. Ich konnte mir lange keinen richtigen Reim auf alles machen.
Und dann dieses Ende…
Der letzte Abschnitt hat für mich nochmal alles rausgeholt. Die Spannung wird nochmal extrem angezogen, der Plot entwickelt sich richtig stark weiter.
Was ich dabei besonders gelungen fand: Die vielen kleinen Details, die vorher eingestreut wurden, werden am Ende wieder aufgegriffen und sinnvoll erklärt. Alles wirkt stimmig, durchdacht und gut konstruiert. Genau so muss ein guter Thriller für mich sein.
Ein weiterer Pluspunkt waren für mich die Charaktere, vor allem weil man nie ganz sicher sein kann, wem man trauen sollte. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass bestimmte Figuren mehr wissen, als sie zugeben. Besonders bei einigen Nebencharakteren kamen bei mir zunehmend Zweifel auf, was ihre Rolle in der ganzen Geschichte angeht.
Toni fand ich als Hauptfigur besonders gelungen, weil sie gleichzeitig greifbar und geheimnisvoll ist. Einerseits wirkt sie wie eine typische Teilnehmerin des Workshops, andererseits merkt man schnell, dass sie ein eigenes, verborgenes Ziel verfolgt, was ihr Handeln immer wieder in ein anderes Licht rückt.
Vor allem ihre Albträume und das Schlafwandeln machen sie zu einer extrem spannenden Figur. Die Szenen, in denen sie Dinge tut, an die sie sich später kaum erinnern kann, waren für mich richtig intensiv, weil man nie genau weiß, ob man ihrer Wahrnehmung trauen kann. Dadurch entsteht ständig dieses Gefühl von Unsicherheit.
Fazit
Abschließend kann ich nur sagen: „Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento hat mich durchgehend gefesselt. Die Spannung bleibt wirklich bis zur letzten Seite erhalten, es gibt keine Durststrecken, und dieses permanente Miträtseln macht einfach unglaublich viel Spaß.
Für mich definitiv ein Highlight – richtig gut gemacht!