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Veröffentlicht am 01.11.2025

Mutige Frauen

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Gwen, BBC-Moderatorin, liebte es in ihrer Radio-Sendung unbekannte Frauen vorzustellen, die auf verschiedenen Gebieten Konventionen durchbrochen hatten. Als sie ein Angebot bekam, ein Buch über Frauen ...

Gwen, BBC-Moderatorin, liebte es in ihrer Radio-Sendung unbekannte Frauen vorzustellen, die auf verschiedenen Gebieten Konventionen durchbrochen hatten. Als sie ein Angebot bekam, ein Buch über Frauen zu schreiben, die während des zweiten Weltkriegs in Frankreich im Widerstand tätig waren, reizt sie dieses Thema. Ihre Großmutter Ilsa hatte zu der Zeit in Paris gelebt und Kontakt zu Leuten, die im Geheimen agierten. Eine der Veteraninnen war Pat Conway, die von Churchills geheimer Spezialeinheit rekrutiert wurde und in Paris als Funkerin arbeitete. Gwen wird der Kontakt zu ihr vermittelt, doch die meisten Agentinnen wollten später nicht mehr an das erinnert werden, was sie erlebt hatten. Nach langem Zögern bricht Pat ihr Schweigen.

Die Autorin ist bekannt für ihre gut recherchierten Bücher und schon nach wenigen Seiten hat mich der Roman von Elisabeth Sandmann gefangengenommen. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Geschickt wird die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpft. In der Gegenwart begleiten wir Gwen, die sich auf Spurensuche nach Paris begibt. Im Vergangenheitsstrang treffen wir auf Pat, die unter ihrem Tarnnamen aus Paris nach London gefunkt hat. Es geht um Aufarbeitung von Zeitgeschichte, die nie in Vergessenheit geraten darf. Auch zeigt es den Mut, der Frauen, die zur damaligen Zeit wichtig waren und danach unsichtbar wurden. Zur Abrundung des Buches gibt es am Ende noch eine Zusammenfassung was damals wirklich geschah und eine Aufstellung der wichtigsten Figuren.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Fesselnd von Beginn an

Die Sturmtochter
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In diesem fesselnden Roman begleiten wir zwei mutige Frauen, die einem Familiengeheimnis auf der Spur sind.
In der Gegenwart treffen wir auf Isla, die ihr Studium beendet hat und gegen den Willen ihrer ...

In diesem fesselnden Roman begleiten wir zwei mutige Frauen, die einem Familiengeheimnis auf der Spur sind.
In der Gegenwart treffen wir auf Isla, die ihr Studium beendet hat und gegen den Willen ihrer Eltern sich als freie Journalistin selbständig machen will. Sie möchte eine Reportage über Auswanderung schreiben. Der perfekte Einstieg sollte ihre Tante Shelley sein, die vor mehr als zwanzig Jahren nach Australien ausgewandert ist, doch keiner aus der Familie hat Kontakt zu ihr. Isla macht sich auf die Suche nach der Tante und es passieren ihr seltsame Dinge. Will jemand verhindern, dass sie die Reportage schreibt?

Im Vergangenheitsstrang begleiten wir Rosa, die im heiratsfähigen Alter ist und die Bekanntschaft von Heiratskandidaten machen soll, doch ihr Herz schlägt nur für Archie. Auch Rosa stößt auf ein Geheimnis ihres Vaters und macht sich auf die Suche nach einer Insel, die im Familienbesitz sein soll.

Der Roman beginnt mit einem spannenden Prolog, so dass ich bereits ab der ersten Seite gefesselt war und eintauchen konnte in eine geheimnisvolle Familiengeschichte. Durch die abwechselnde Erzählung von Gegenwart und Vergangenheit wird zusätzliche Spannung aufgebaut. Es ist aber immer klar und deutlich erkennbar, wann und wo die Szene spielt. Bei Geschichten auf zwei Zeitebenen gefällt mir meistens ein Strang besser als der andere, aber in diesem Buch haben mir beide Handlungsstränge gleich gut gefallen. Die Geschichte wurde von Seite zu Seite spannender, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ein sehr gelungener Roman für alle die Familiengeheimnisse lieben.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Kein Buch für mich

Morden in der Menopause
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Die Ich-Erzählerin Liv Steinhammer ist Ehefrau und Mutter von drei pubertierenden Kindern. Halbtags arbeitet sie in einem Küchenstudio als Planerin. Die ersten Anzeichen der Wechseljahre stellten sich ...

Die Ich-Erzählerin Liv Steinhammer ist Ehefrau und Mutter von drei pubertierenden Kindern. Halbtags arbeitet sie in einem Küchenstudio als Planerin. Die ersten Anzeichen der Wechseljahre stellten sich ein mit Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Gleichzeitig ging sie schnell an die Decke, dass musste der Dealer, der ihrem Sohn Drogen verkaufen wollte, mit dem Leben bezahlen. Nun musste Liv sich nicht nur mit ihrem Hormonhaushalt rumärgern, sondern hatte auch das Problem eine Leiche verschwinden zu lassen.

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und auch die Kapitelanfänge fand ich interessant, da sie wissenswerte Informationen über die Menopause beschrieben. Doch nach dem ersten Mord ging mir Liv auf die Nerven. Alles war realitätsfremd und nicht mein Humor. Die Figuren waren für mich zu platt gezeichnet und die Geschichte kam nicht voran. Ab der Hälfte habe ich den Krimi quergelesen, denn er konnte mich leider nicht unterhalten.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Fand keinen Zugang

Die Rettung
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Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel mitten im Südpolarmeer irgendwo zwischen Australien und der Antarktis. Ein Forschungsteam war damit befasst gewesen Pflanzensamen zu ...

Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel mitten im Südpolarmeer irgendwo zwischen Australien und der Antarktis. Ein Forschungsteam war damit befasst gewesen Pflanzensamen zu schützen und den Fortbestand für die Zukunft zu sichern. Nun haben sie die Basis bereits aufgegeben, weil der Meeresspiegel steigt und die Insel verschlingen wird. Auch die Familie soll bald Shearwater Island verlassen, doch vorher zieht ein schwerer Sturm über die Insel und spült eine schwerverletzte Frau an die Küste.
Der Schreibstil ist eine Mischung aus Poesie und Eindringlichkeit. Erzählt wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Aus der Sicht von Rowan und Dominic ist die Handlung in der Ich-Perspektive erzählt, die der Kinder Raff, Fen und Orly ist im personalen Erzählstil geschrieben. Am Anfang der kurzen Kapitel steht jeweils der Name der erzählenden Person.
Mich hat die Geschichte leider nicht packen können und ich fand keinen Zugang zu dem Buch, da mir der Erzählstil nicht zusagte und einige Dinge unglaubwürdig erschienen.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Wunderbarer Abschluss

Little Germany - Der Geschmack von Freiheit
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Es sollte ein schöner Ausflug für die Bewohner von Little Germany werden, doch das brennende Schiff, die General Slocum, strandete und wer sich jetzt nicht mehr retten konnte, hatte nicht überlebt. Die ...

Es sollte ein schöner Ausflug für die Bewohner von Little Germany werden, doch das brennende Schiff, die General Slocum, strandete und wer sich jetzt nicht mehr retten konnte, hatte nicht überlebt. Die Trauer kehrte in das deutsche Viertel ein. Auch Julia und Lissi waren von dem Unglück betroffen, doch sie gaben nicht auf und kämpften weiter um die Bäckerei. Little Germany veränderte sich, denn die Bewohner zogen nach und nach weg. Die beiden jungen Frauen wagten einen Neuanfang mit einer Konditorei am German Broadway, doch vorher mussten sie sich der Vergangenheit stellen.

Es ist der zweite Band der Dilogie, der sich nahtlos an das erste Buch anschließt, so dass mir der Einstieg leicht gefallen ist. Schnell waren die Charaktere wieder präsent und dank des flüssigen Schreibstils flogen die Seiten nur so dahin. Es ist der Autorin gelungen, mich auf eine wunderbare Reise in die Vergangenheit mitzunehmen, so dass ich mich als unsichtbarer Gast fühlte und an dem Leben der beiden Frauen teilnahm. Die Protagonisten sind mir im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihnen gehofft, gebangt und mich gefreut. Gern habe ich Lissi und Julia begleitet und verabschiede mich von ihnen. Sie haben mir unvergessliche Lesestunden bereitet. Die historischen Hintergründe im Anhang runden den Roman noch wunderbar ab.

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