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Veröffentlicht am 06.02.2023

Bergkloster Tannhöhe

Das Gelübde der vergessenen Tochter
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Mit diesem historischen Roman reisen wir ins Mittelalter. Eine junge Frau wird niedergeschlagen und ihr Liebhaber Julian erstochen. Sie sucht Hilfe im Doppelkloster Tannhöhe. Hier werden ihre Wunden von ...

Mit diesem historischen Roman reisen wir ins Mittelalter. Eine junge Frau wird niedergeschlagen und ihr Liebhaber Julian erstochen. Sie sucht Hilfe im Doppelkloster Tannhöhe. Hier werden ihre Wunden von den Ordensschwestern versorgt. Aus Angst will sie ihren Namen nicht verraten und täuscht Gedächtnisverlust vor, so erhält sie den Namen Laya. Sie schwört Rache an denjenigen zu nehmen, der ihr dies angetan hat. Bei ihren Nachforschungen entdeckt sie, dass einige junge Frauen und Männer in der Umgebung verschwunden und nicht wieder aufgetaucht sind. Der Ordensbruder Ansgar, ein zorniger junger Mann, der sich mit seinem Vater überworfen und dadurch sein Erbe verloren hat, unterstützt sie nicht ganz uneigennützig.

Auch mit ihrem neuesten historischen Roman konnte mich Manuela Schörghofer wieder von Beginn an begeistern. Der Schreib- und Erzählstil ist dabei sehr packend und gleichzeitig flüssig. Die Protagonisten wirken lebendig und authentisch, so dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte. Die Handlung selbst ist sehr abwechslungsreich und ausführlich beschrieben. Neben Spannung und mal etwas zum Schmunzeln, kommt auch die Liebe nicht zu kurz, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Obwohl der Band in sich abgeschlossen ist, macht das Ende neugierig auf die Fortsetzung, da ich wissen möchte, ob Laya und Ansgar trotz der Standesunterschiede zusammen kommen.

Ein Verzeichnis der handelnden Personen sowie historische Figuren, damalige sowie heutige Orts- und Flussbezeichnungen und ein Glossar, das bestimmte Begriffe erläutert, runden die Geschichte ab.

Mir hat es viel Freude bereitet Laya auf ihrem Weg zu begleiten. Wer gerne historische Romane liest und spannende Geschichten mit einer starken Protagonistin liebt, dem empfehle ich gern dieses Buch.

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Veröffentlicht am 02.02.2023

Spannende Unterhaltung

Kalt und still
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Hanna Ahlander hatte die fehlerhaften Ermittlungen gegen einen Kollegen nicht auf sich beruhen lassen wie die anderen und nun war sie nicht mehr Teil der Gemeinschaft. Sie wurde für eine Zeit freigestellt ...

Hanna Ahlander hatte die fehlerhaften Ermittlungen gegen einen Kollegen nicht auf sich beruhen lassen wie die anderen und nun war sie nicht mehr Teil der Gemeinschaft. Sie wurde für eine Zeit freigestellt und sollte sich versetzen lassen oder ihren Job bei der City Polizei aufgeben. Damit nicht genug macht auch ihr Lebenspartner Schluss mit ihr und stellt ihr ein Ultimatum die Wohnung zu verlassen. Ihre Schwester Lydia lädt Hanna ein, in ihr Ferienhaus nach Åre zu ziehen. In dem kleinen Bergdorf herrscht Aufregung, denn die junge Amanda Halvorsson ist nach einer Party verschwunden. Hanna bietet der örtlichen Polizei ihre Unterstützung an.

Wie von Viveca Sten gewohnt, lässt sich das Buch leicht und flüssig. Die kurzen Kapitel und der ständige Wechsel zwischen den Protagonisten erhöhen die Spannung ständig. Durch die Beschreibungen spürt man die Kälte und wird auf den Winter eingestellt. Neben den Ermittlungen der Polizei erfährt man auch etwas über das Privatleben der von Hanna und ihrem neuen Kollegen Daniel Lindskog.

Mir hat es wieder Freude bereitet den neuen Roman von Viveca Sten zu lesen.

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Veröffentlicht am 02.02.2023

Purer Nervenkitzel

Leopard
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Von Beginn an versteht es Jo Nesbo einen Spannungsbogen aufzubauen, der permanent anhält. Bei einem Thriller ist dies eine große Kunst und zeichnet das Buch als lesenswert aus.
Nach Beendigung seines letzten ...

Von Beginn an versteht es Jo Nesbo einen Spannungsbogen aufzubauen, der permanent anhält. Bei einem Thriller ist dies eine große Kunst und zeichnet das Buch als lesenswert aus.
Nach Beendigung seines letzten Falles um den Schneemann hat Harry Hole seinen Job als Hauptkommissar der Osloer Polizei gekündigt und setzt sich nach Hongkong ab. Neben Problemen mit seinem Alkohol- und Drogenkonsum hat er auch noch Schwierigkeiten mit der chinesischen Mafia. Der jungen Kommissarin Kaja Solness gelingt es, ihn in Hongkong zu finden und den sich sträubenden Harry Hole nach Oslo zurück zu holen. Denn hier sind bereits grausame Morde geschehen, die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. Eine Verbindung der Fälle ist zu Beginn nicht ersichtlich, doch Harry ahnt, dass ein Serienmörder am Werk ist. Ein verwickeltes Spiel beginnt. Die Spuren führen bis in den Kongo. Aber nicht nur der Täter gibt Harry Rätsel auf, sondern auch der auf seinen Vorteil bedachte Kollege Bellmann arbeitet gegen ihn.

Schon nach wenigen Seiten war ich von der Geschichte gefesselt. Die Charaktere der Hauptprotagonisten sind sehr gut beschrieben und fallen sehr unterschiedlich aus. Harry, der bärbeißige Sonderling, sein Kollege Bellmann, ein ich-bezogener selbstsüchtiger Mensch und die junge Kaja Solness, die sich hin- und hergerissen fühlt und daher sehr sympathisch wirkt.
Dies ist der achte Thriller von Jo Nesbo, in dem der Ermittler Harry Hole eine zentrale Rolle spielt. Der Autor ersinnt nicht nur eine faszinierende Mordgeschichte, sondern bringt uns auch den Menschen Harry Hole näher. Dieser äußerst sympathische Alkoholiker, der versucht gegen seinen Drang anzukämpfen, sein Verhältnis zu seinen sterbenden Vater und der seiner Liebe zu Rakel nachtrauert. Harry ist ein Einzelgänger, der mit unkonventionellen Methoden arbeitet und ein unheimliches Einfühlungsvermögen in die Denkweise eines Serienmörders hat. Er verfolgt stur seine Suche nach der Wahrheit.
Ein rasant geschriebener Thriller mit überraschenden Wendungen, der keine Langeweile aufkommen lässt.

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Veröffentlicht am 02.02.2023

Spurlos verschwunden

In Todesangst
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Tim und Susanne Blake leben getrennt. Die gemeinsame 17jährige Tochter Syd verbringt ihre Ferien bei ihrem Vater und jobbt in einem Hotel an der Rezeption. Dann geschieht das Unerklärbare, Syd verschwindet ...

Tim und Susanne Blake leben getrennt. Die gemeinsame 17jährige Tochter Syd verbringt ihre Ferien bei ihrem Vater und jobbt in einem Hotel an der Rezeption. Dann geschieht das Unerklärbare, Syd verschwindet von einem Tag auf den anderen. Die Eltern sind krank vor Sorge. Tim pfeift auf seinen Job und begibt sich auf die Suche nach seiner Tochter. Er erkundigt sich bei ihrer Arbeitsstelle, doch im Hotel kennt sie keiner. Ihren Freunden hat sie nichts erzählt. Er richtet eine Website ein, verteilt Zettel mit ihrem Foto und befragt Ladeninhaber, die in der Nähe des Hotels ihr Geschäft haben. Keiner hat Syd gesehen. Doch dann kommt Tim selbst in Bedrängnis. Seine Wohnung wird verwüstet, jemand versteckt Drogen in seinem Haus, er stolpert über eine Leiche und entgeht knapp einem Anschlag auf sein Leben.

Der Thriller ist mitreißend und spannend geschrieben. Die Gedanken und die Verzweiflung des Vaters kann man gut nach vollziehen, da der Autor die „Ich-Perspektive“ angewandt hat. Handelt es sich hier um eine Krise in der Vater-Tochter-Beziehung oder gibt es andere Gründe, die zu dem Verschwinden von Sydney geführt haben?
Obwohl zwischendurch die Spannung etwas abflacht, da einige Passagen etwas sehr langatmig geschrieben sind, kommen immer wieder neue Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat, teilweise hatte ich Schwierigkeiten das Buch zur Seite zu legen. Bis zum Schluss stellt sich die Frage, findet Tim seine Tochter oder nicht.
Linwood Barclay hat einen angenehmen Schreibstil, der sich sehr flüssig lesen lässt. Der Autor ist für mich ein Garant für spannende Thriller.

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Veröffentlicht am 02.02.2023

Spannender Spionagethriller

Das Moskau-Komplott
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Ein Spionagethriller von Daniel Silva um den israelischen Agenten, Restaurator und Maler Gabriel Allon, der sich positiv von der Masse abhebt.
Wie jedes Jahr zum Jahreswechsel strömt die russische Geldelite ...

Ein Spionagethriller von Daniel Silva um den israelischen Agenten, Restaurator und Maler Gabriel Allon, der sich positiv von der Masse abhebt.
Wie jedes Jahr zum Jahreswechsel strömt die russische Geldelite in den exklusiven Skiort Courchevel. Der russische Journalist Alex Lubin hat von Boris Ostrowskij, Chefredakteur des Wochenmagazins Gaseta, den Auftrag erhalten, Iwan Charkow während seines Winterurlaubs zu beobachten. Alex Lubin landet im einzigen Hotel des Skiortes, das sich gegen die russische Invasion wehrt und Reisenden aus anderen Ländern den Vorzug gibt. Doch lange währt sein Aufenthalt dort nicht, denn er wird ermordet.

Gabriel Allon verbringt seine Flitterwochen in Umbrien und ist vom Vatikan beauftragt worden, ein kostbares Gemälde zu restaurieren. In der Villa erreicht Gabriel der Ruf des israelischen Geheimdienstes. In Rom will ihn der Chefredakteur Boris Ostrowskij treffen. Unter großen Sicherheitsvorkehrungen soll der Kontakt aufgenommen werden. Doch bevor eine Begegnung stattfindet, wird Boris Ostrowskij vergiftet. Was wollte der Chefredakteur mit Gabriel Allon besprechen? Wie konnte er trotz der Überwachung getötet werden?

Der Mord an den beiden russischen Journalisten lässt Gabriel nicht ruhen. Die Spur führ zu dem obskuren russischen Milliardär und Waffenhändler Iwan Charkow. Doch schnell wird klar, dass es um größeres geht. Die Welt soll vor einem weiteren Terroranschlag wie am 11. September bewahrt werden.

Daniel Silva hat einen einzigartigen Erzählstil, der mir sehr gut gefällt. Er gehört meines Erachtens zu den besten Autoren von Spionagethrillern. Die jeweiligen Handlungsorte und deren Atmosphäre werden hervorragend geschildert. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich gut lesen. Ein herausragender Spionagethriller, der alle Kriterien in Sachen Spannung, Aktualität und Qualität erfüllt.

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