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Veröffentlicht am 10.02.2022

Wunderbare Zeitreise in die 1970er Jahre

Die Wunderfrauen
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Nachdem mich bereits die ersten beiden Bände der Trilogie begeistert haben, begebe ich mich nun mit dem dritten Band in die 1970er Jahre. Die vier Freundinnen ergreifen die Chance auf einen Neuanfang. ...

Nachdem mich bereits die ersten beiden Bände der Trilogie begeistert haben, begebe ich mich nun mit dem dritten Band in die 1970er Jahre. Die vier Freundinnen ergreifen die Chance auf einen Neuanfang. Obwohl jede für sich eigen war, standen sie für einander ein, sobald eine von ihnen ein Problem hatte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven von den vier Frauen erzählt, so dass man immer dicht am Geschehen ist. Man erlebt nicht nur die Wunderfrauen, sondern auch aktuelle Themen der damaligen Zeit werden mit verwoben. Die Charaktere der Frauen sind sehr unterschiedlich und haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. In unregelmäßigen Abständen gibt es kurze Auszüge aus Luises Ladenkundealben mit Rezepten, allgemeinen Informationen und Tipps.
Stephanie Schuster hat einen sehr anschaulichen Erzählstil. Der damalige Zeitgeist ist sehr gut eingefangen. Die Wünsche und das Lebensgefühl der Frauen waren für mich hautnah spürbar.

Mir hat diese Zeitreise sehr gut gefallen und interessante Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Theater der Träume

Romeo und Romy
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Romy wollte eine große Schauspielerin werden, doch sie hat es nur zur Souffleuse geschafft. Während der Premierenaufführung von Romeo und Julia erhält sie die Nachricht, dass ihre Oma Lene verstorben ist. ...

Romy wollte eine große Schauspielerin werden, doch sie hat es nur zur Souffleuse geschafft. Während der Premierenaufführung von Romeo und Julia erhält sie die Nachricht, dass ihre Oma Lene verstorben ist. Erschüttert von dieser Mitteilung, verpasst sie es den Schauspielern, insbesondere Ben, der in sie verliebt ist, zu soufflieren. Die Aufführung endet in einer Katastrophe. Romy wird gekündigt und auch Ben, der durch einen Waschmittelspot bekannt geworden ist, steht ohne Job da. Romy reist aber erst mal zu der Beerdigung ihrer Oma nach Großzerlitscher, in ihre alte Heimat. Es ist ein kleiner idyllischer Ort im tiefsten Erzgebirge nahe der tschechischen Grenze weit abgelegen, schwer erreichbar und wird nur noch von den Alten bewohnt, da die Jungen das Dorf verlassen haben. Nach der Beerdigung will Romy noch einige Tage bleiben, um zu entscheiden, was sie machen möchte. Schnell merkt sie, dass die Alten alles daran setzen, um zu sterben, da nur noch zwei Grabstellen auf dem Friedhof zur Verfügung stehen. Romy setzt sich in den Kopf aus der alten Scheune ein elisabethanisches Theater zu bauen. Alle Alten machen mit, doch bevor es soweit ist, müssen noch viele Hindernisse überwunden werden.

In seinem letzten Roman hatte Andreas Izquierdo benachteiligte Kinder als Hauptprotagonisten. In diesem Buch nimmt er sich der Alten an, die nicht mehr gebraucht werden, mit ihrem Leben abgeschlossen haben und nur noch daran denken, ob sie noch einen Platz auf dem hiesigen Friedhof erhalten. Sehr einfühlsam und mit Humor schildert der Autor den Streit um die beiden letzten freien Grabstellen, die Mitarbeit beim Bau des Theaters, die Wandlung zu Schauspielern in Renaissancekostümen und die Veränderungen, die dieses mit den Bewohnern des Dorfes macht.

Andreas Izquierdo hat wieder für mich ein tolles Buch geschrieben, über Träume, Vertrauen und das Leben. Ich habe seine Figuren liebgewonnen, die geschickt mit der Geschichte verwoben sind und am Ende feststellen, dass sie so viel Spaß seit Jahren nicht mehr gehabt hatten. Mein Fazit daraus ist, jeder hat eine Wahl, egal in welchem Alter, was er aus seinem Leben macht und seien es noch so verrückte Dinge.

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Veröffentlicht am 09.02.2022

Sicht unsichtbar

Sicht Unsichtbar - Der dritte Fall für Schnyder&Meier
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Der Krimi, der in der Schweiz spielt, ist bereits der dritte Fall um Zita Schnyder und ihrem Lebenspartner Werner Meier, daher war es für mich zu Beginn schwierig, die einzelnen Personen einzuordnen.

Schnyder ...

Der Krimi, der in der Schweiz spielt, ist bereits der dritte Fall um Zita Schnyder und ihrem Lebenspartner Werner Meier, daher war es für mich zu Beginn schwierig, die einzelnen Personen einzuordnen.

Schnyder & Meier feiern gerade die Taufe ihres Sohnes Finn und bevor Zita erzählen kann, dass sie wieder schwanger ist, wird Werner Meier, der gerade seinen Vaterschaftsurlaub beendet hat, zu einem Tatort gerufen. Im Naturschutzgebiet wurde die Leiche von dem Pensionsbesitzer Johan Havermann gefunden. Hat sein Tod etwas mit dem Projekt Village Green zu tun? Denn gerade hat Johan Havermann seine Zustimmung zum Landverkauf gegeben, dem er sich so lange verweigert hat. Die meisten Einwohner stehen dem neuen Luxus-Öko-Projekt positiv gegenüber, denn der charismatische Projektleiter Felix Blauwyler verspricht neue Arbeitsplätze und steigende Umsätze für die heimische Wirtschaft. Einzig der Ranger des Naturschutzgebietes Silberbirke kämpft gegen dieses Projekt und gerät sofort unter Verdacht.

Den ungewöhnlichen Einstieg in das Buch durch die Fliege fand ich sehr gelungen. Auch im weiteren Verlauf spielen Fliegen immer wieder mal eine Rolle. Durch viele Szenenwechsel wird die Geschichte temporeich und mit leisem Humor erzählt. Man erlebt die unterschiedlichsten Personen in dem kleinen Ort und bei der Polizei, die durch die Beschreibungen sehr menschlich und real wirken. Die zentralsten Themen sind Luxus Ökologie versus Naturschutz, aber auch Macht, Liebe und Hass kommen nicht zu kurz. Weitere Morde bringen den Leser auf falsche Spuren bis sich zum Schluss in einem spannenden Finale alles logisch aufklärt.

Einen Punktabzug gebe ich für die vielen handelnden Personen, die mir am Anfang Probleme bereitet haben. Ein Personenregister wäre hier hilfreich. Ansonsten kann ich nur die Empfehlung geben, die Reihe um Schnyder und Meier chronologisch zu lesen.

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Veröffentlicht am 06.02.2022

Spannung im Grenzgebiet

Der Holländer
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Geeske Dobbenga hat ihre letzte Fahrt als Opperwachtmeester auf dem Patrouillenboot im Grenzgebiet zwischen Niederlande und Deutschland. Auf einer Sandbank nahe der Flutlinie entdecken sie einen Ertrunkenen. ...

Geeske Dobbenga hat ihre letzte Fahrt als Opperwachtmeester auf dem Patrouillenboot im Grenzgebiet zwischen Niederlande und Deutschland. Auf einer Sandbank nahe der Flutlinie entdecken sie einen Ertrunkenen. Sie nehmen ihn im Leichensack mit, denn bald wird alles unter Wasser stehen. Die Auffindstelle liegt in einem Gebiet, dessen Zugehörigkeit zwischen Niederlande und Deutschland nicht geklärt ist. Bei dem Toten handelt es sich um den Deutschen Klaus Smyrna. Er war gemeinsam mit seinem Freund Peter Lattewitz unterwegs um vom ostfriesischen Festland zu Fuß durch das Watt nach Borkum zu gelangen. Doch nur Peter kommt in Borkum an. War es ein Unfall oder Mord? Da der Tote in einem umstrittenen Gebiet gefunden wurde, ist nicht klar, wer für die Ermittlungen zuständig ist. Bevor eine Entscheidung dazu fällt, übernimmt Liewe Cupido von der deutschen Bundespolizei inoffizielle Nachforschungen. Liewe ist in Deutschland geboren, aber auf der Insel Texel aufgewachsen und wird von allen der „Holländer“ genannt.

Das Cover ist ansprechend und deutet schon darauf hin, dass der Krimi an der Küste spielt. Auf der Innenseite des Schutzumschlages ist eine Karte der Nordseeküste gezeichnet, so dass man beim Lesen sehen kann, wo man sich gerade befindet.

Da ich in Norddeutschland wohne und gern an der Küste bin, habe ich schon oft Wattwanderungen gemacht, aber noch nie von Extrem-Wattwanderern gehört. Die Thematik im Zusammenhang mit einer Krimihandlung hat mir super gefallen. Der Erzählstil ist sehr flüssig, anspruchsvoll und ausdrucksstark. Die Protagonisten sind alle interessant skizziert, besonders angesprochen haben mich Liewe Cupido und Geeske Dobbenga. Es ist ein Krimi der leisen Töne, der trotzdem sehr spannend ist und ohne Blutvergießen auskommt. Die Geschichte ist in kurzen Kapiteln unterteilt, die mich dazu verleitet haben, immer noch ein Kapitel mehr zu lesen, als geplant. Ein empfehlenswerter Krimi, der mich gefesselt und bis zum Ende nicht wieder losgelassen hat.

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Veröffentlicht am 06.02.2022

Aufregung in der Lesenacht

Die Tintenkleckser - Mit Schlafsack in die Schule
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Am Tage der Lesenacht herrscht große Aufregung in der Klasse 3a. Ein weißer Tiger ist verschwunden und keiner wagt zu sagen, was er darüber weiß. Oder gibt es vielleicht einen Dieb in der Klasse? Während ...

Am Tage der Lesenacht herrscht große Aufregung in der Klasse 3a. Ein weißer Tiger ist verschwunden und keiner wagt zu sagen, was er darüber weiß. Oder gibt es vielleicht einen Dieb in der Klasse? Während der Lesenacht schleichen sich heimlich einige Kinder getrennt voneinander fort, um den Tiger aufzuspüren. Doch im Dunkeln wirkt vieles geheimnisvoller und furchterregender als bei Tageslicht.

Das Cover ist sehr schön gestaltet. Die Illustrationen im Innenteil sprechen die Kinder an. Dieses Buch richtet sich nicht einseitig an ein Geschlecht, sondern ist gleichermaßen etwas für Mädchen und Jungen.

Die Geschichte wirkt aus dem Leben gegriffen, so dass sie in jeder Klasse passieren könnte. Gruselige Momente in der Nacht, werden als natürliche Erscheinungen aufgeklärt. Neben dem Abenteuer kommen aber auch einige witzige Szenen nicht zu kurz. Zu Beginn war ich von den vielen Namen etwas verwirrt, doch meine Jungs hatten damit keine Probleme. Der Erzählstil ist leicht und die Schriftgröße angemessen, so dass dieses Buch für Leseanfänger gut geeignet ist. Die kurzen Kapitel animieren dazu, jeden Tag einen Abschnitt zu lesen. Meinen Jungs hat das Buch gefallen.

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