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Veröffentlicht am 15.04.2025

Romys Schnecken

Die Schneckenkönigin - »Wenn aber deine Hand dir Ärgernis schafft, so hau sie ab.«
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Die Schneckenkönigin - »Wenn aber deine Hand dir Ärgernis schafft, so hau sie ab.« der Autorin Regula Venske war für mich das erste Buch der Autorin.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aufgrund des ...

Die Schneckenkönigin - »Wenn aber deine Hand dir Ärgernis schafft, so hau sie ab.« der Autorin Regula Venske war für mich das erste Buch der Autorin.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aufgrund des eigenwilligen Schreibstils der Autorin nicht so leicht. Da hätte ich mich vorher informieren müssen. Romy ist wie im Klappentext beschrieben eine wirklich außergewöhnliche Psychotherapeutin. Ihre Gedankengänge bzgl. ihrer Klienten konnte ich allerdings sehr gut nachvollziehen. Als Protagonistin konnte ich mit ihr leider nicht wirklich warm werden. Fasziniert hat mich die Darstellung ihres eigenen Privatlebens, bei dem sie nicht spürt, wie weit sich ihre eigene Familie von ihr entfernt hat.
Die Morde, die gleichzeitig in unterschiedlichen Ländern auf brutalste Weise stattfinden, haben viele Fragezeichen hinterlassen und der ermittelnde Kommissar in Hamburg wirkte teilweise sehr unmotiviert, aber dabei mit den besten Gedanken.

Nach Beenden des Krimis bin ich immer noch zwiegespalten, inwieweit die Autorin mich fesseln konnte. An manchen Stellen verwirrten mich die Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln genauso stark wie sie mich begeisterten.

Insgesamt war das Buch für mich eine neue Erfahrung hinsichtlich des Schreibstils und Aufbaus eines Kriminalromans.

Veröffentlicht am 09.04.2025

gewohnte Spannung

Ostseedämmerung
2

Ostseedämmerung ist der mittlerweile 20. Fall in dem Pia Korittki mit ihrem Team ermittelt.

Als Trine und Vito im Teich auf dem Gutshofgelände einen Gegenstand finden, der sich als Gewandfibel entpuppt, ...

Ostseedämmerung ist der mittlerweile 20. Fall in dem Pia Korittki mit ihrem Team ermittelt.

Als Trine und Vito im Teich auf dem Gutshofgelände einen Gegenstand finden, der sich als Gewandfibel entpuppt, ahnen die Kinder nicht, dass sie hier eine Spur zu einem Cold Case entdeckt haben. Vor 18 Monaten war die Archäologiestudentin Mira Schneider spurlos verschwunden, bei ihr die Gewandfibel. Pia und Broders sollen nun entscheiden, ob dieser Fund zu einer neuen Ermittlung führt. Nach einem Besuch im Dorf und Befragungen der Bewohner haben sie schnell den Verdacht, dass vor 18 Monaten einiges unter den Tisch gekehrt wurde und die Bewohner mehr wissen als sie sagen.

Nachdem Pia und das K1 den Fall wieder aufrollen, wird kurz darauf Mias Leiche gefunden und die Ermittlungen nehmen Fahrt auf. Es gibt unzählige Verdächtige, nicht nur unter den Dorfbewohner, auch die Mitarbeiter der Ausgrabungsstätte an der Mia beschäftigt war, rücken in den Fokus von Pia und Broders.
Als Broders verschwindet, ist klar, dass sie dem Mörder wohl näher gekommen sind als sie ahnen.

Mir persönlich hat der 20. Fall um einiges besser gefallen, auch wenn das Ende ziemlich abrupt und überstürzt kam.
Es besteht Hoffnung, dass im nächsten Band das Privatleben von Pia endgültig geklärt wird und die Geschichte mit Hinnerk ein Ende nimmt. Diese nimmt für mich in den letzten Bänden einfach neben den Ermittlungen zu viel Raum ein.

Mich hat das Buch gut unterhalten und ich kann es gerne weiter empfehlen.






  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 08.04.2025

nicht ganz rund

Schweben
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Amira Ben Saoud hat mit "Schweben" eine Dystopie veröffentlicht, in der es augenscheinlich keine Gewalt, und nach einer Klimakatastrophe nur einzelne Siedlungen auf der Welt existieren, welche nur den ...

Amira Ben Saoud hat mit "Schweben" eine Dystopie veröffentlicht, in der es augenscheinlich keine Gewalt, und nach einer Klimakatastrophe nur einzelne Siedlungen auf der Welt existieren, welche nur den Zweck haben, Waren zu tauschen, um ein Überleben zu sichern.

In den Siedlungen herrscht scheinbar keine Gewalt, es gibt starre Regeln und verlassen kann man die Siedlung nicht. Auf Menschen, die den Versuch unternehmen, die Grenze zu übertreten, wird ohne Pardon geschossen. Die schlimmste Strafe, die in der Siedlung bekannt ist, ist die Ausstoßung aus der Gemeinschaft. Auch wenn das System keine Gewalt auf ihre Bürger ausübt, so verprügeln sich Jugendliche aufs Äußerste und es gibt Tote, welche dann im Abgrund entsorgt werden.

Die Protagonistin des Buches, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat für sich den Beruf der Begegnung kreiert. Durch dieses hineinfinden in fremde Personen und diese für andere zu repräsentieren, hat sie sich und ihre eigene Identität verloren. Ihr neuer Auftrag lässt sie jedoch an ihre persönlichen Grenzen kommen. Emma, die Frau, die sie für Gil verkörpert, ist für sie ein Rätsel und ist sie wirklich aus der Siedlung geflüchtet?

Mich lässt die Dystopie etwas zwiegespalten zurück. Die Thematik und auch der Klappentext haben mich sehr angesprochen, doch mit der Umsetzung hadere ich. Der Einstieg war spannend, doch aufgrund des distanzierten Schreibstils konnte ich mit der Protagonistin ohne Namen nicht warm werden. Das Ende lässt mich mit zu vielen Fragezeichen zurück, auch wenn sich das Buch insgesamt gut und flüssig lesen lässt.

Veröffentlicht am 03.04.2025

klaustrophobisch

Die Kammer
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In "Die Kammer" begleite ich als Leserin eine Gruppe von 6 Sättigungstauchern bei einem ihrer, nicht ungefährlichen Tauchgängen, um die Ölpipelines in den Tiefen der Nordsee zu kontrollieren.

Die Geschichte ...

In "Die Kammer" begleite ich als Leserin eine Gruppe von 6 Sättigungstauchern bei einem ihrer, nicht ungefährlichen Tauchgängen, um die Ölpipelines in den Tiefen der Nordsee zu kontrollieren.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Ellen Brook geschildert, die in der Truppe die einzige Frau ist. Der Einstieg in das Buch ist sehr beklemmend, die Schilderung der Enge in der sogenannten Kapsel, in der die Taucher nun für 4 Wochen leben müssen, löste schon beim Lesen Ängste in mir aus. Es gibt keinen Platz und vor allem auch keinerlei Privatsphäre. Ellen beschreibt ihre Kollegen sehr genau und die meisten kennt sie schon von der anderen Tauchgängen. Das wichtigste ist das große Vertrauen, welches man seinen Kollegen bei diesen Tauchgängen entgegenbringen muss.
Gerade dieses Vertrauen wird immens erschüttert, als einer der Taucher tot aufgefunden wird. Die Kapsel muss schnellstmöglich dekompensiert werden, aber auch dies dauert 4 ganze Tage, ansonsten wären die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Taucher verheerend und können zum Tod führen. Doch nun beginnt die Suche nach der Todesursache, zumal es nicht bei einem Toten bleibt. Gefangen in der Kapsel ist inzwischen jeder verdächtig und bei den übrigen Teilnehmern entstehen Ängste, Paranoia und irrationales Verhalten.

Für mich war es super interessant so viel über den Beruf des Sättigungstauchers verpackt in einen spannenden Thriller zu erfahren. Hinzu kommt, dass es der Autor schafft, die beklemmende und bedrückende Atmosphäre durchweg aufrechtzuerhalten.

Auch wenn das Ende nicht nach meinem Geschmack war, vergebe ich gerne 4 Sterne.

Veröffentlicht am 01.04.2025

toller Plot

Narbensommer #Thriller
3

Bei "Narbensommer" des Autors Chris Dominik handelt es sich um den zweiten Band um das tolle, unterschiedliche Ermittlerduo Marc Davids und Zoe Martins.

Eine Abifeier, die der Start in einen neues, freieres ...

Bei "Narbensommer" des Autors Chris Dominik handelt es sich um den zweiten Band um das tolle, unterschiedliche Ermittlerduo Marc Davids und Zoe Martins.

Eine Abifeier, die der Start in einen neues, freieres Leben sein soll, endet für Michelle tödlich und das Leben eines Klassenkameraden wird sich durch seine Beobachtungen während der Tat für immer verändern. Zwanzig Jahre später gibt es Prostituiertenmorde, die auf den ersten Blick den Milieus zuzuordnen sind. Aufgrund dessen entfacht ein Krieg zwischen den Albanern und den Wölfen, zwei rivalisierende Gruppen um Drogen und Rotlicht.

Der Einstieg war fesselnd, die Rangeleien unter den Ermittlerteams ein wenig schleppend und bis ich alle Protagonisten richtig zugeordnet hatte, dauerte eine Weile. Doch dann hatte der Thriller eine echte Sogwirkung auf mich und wurde zum Pageturner.

Bei Chris Dominik sollte man konzentriert lesen, da der Autor es schafft, auf den ersten Blick etwas total Unwichtiges als Schlüssel zur Lösung zu präsentieren.

Chris Dominik hat wieder einen Thriller geschaffen, in dem von allem die genaue Dosierung vorhanden ist. Ausreichend Spannung, Tatschilderungen die grenzwertig scheinen und Wendungen die auf den ersten Blick nicht zu erwarten waren.
Gespannt warte ich nun auf den dritten Band um Marc Davids und Zoe Martins.