Profilbild von Nele33

Nele33

Lesejury Star
offline

Nele33 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nele33 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2023

menschliche Abgründe

Einer von den Guten
0

"Einer von den Guten " ist der dritte Band um den BKA-Ermittler Ben Neven und seinen Kollegen Christian Sander.

Es handelt sich hier um den dritten Band und es ist meines Erachtens für das Verständnis ...

"Einer von den Guten " ist der dritte Band um den BKA-Ermittler Ben Neven und seinen Kollegen Christian Sander.

Es handelt sich hier um den dritten Band und es ist meines Erachtens für das Verständnis notwendig die vorherigen Bände gelesen zu haben.
Wie auch bei den ersten Bänden begeistert mich der Autor wieder mit seiner ungewöhnlichen Schreibweise, seiner Distanziertheit und dabei doch wieder die trefflichsten Charakterisierungen zu erschaffen. Die Zerrissenheit von Neven, der privat alles andere einer von den Guten zu sein scheint, der seine Familie betrügt und hintergeht. Auf der einen Seite sucht er die Verbrecher, auf der anderen Seite ist er selber Täter.

Dies geht an die Nieren. berhaupt werden in dem Band Abgründe aufgetan, vor denen Menschen lieber die Augen verschließen.

Hier handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Kriminalromal, es ist Psychokost der allerfeinsten Güte, die der Autor hier geschaffen hat.

Veröffentlicht am 15.12.2023

gutes Debut

Die gute Schwester
0

Die gute Schwester ist das Thriller Debut der Autorin Sarah Bonner hat einiges an Spannung zu bieten.

Megan und Leah sind eineiige Zwillige, vom Charakter her allerdings so unterschiedlich wie ...

Die gute Schwester ist das Thriller Debut der Autorin Sarah Bonner hat einiges an Spannung zu bieten.

Megan und Leah sind eineiige Zwillige, vom Charakter her allerdings so unterschiedlich wie es nur geht. Nachdem Megan einen Verdacht für sich bestätigt bekommt stellt sie ihre Schwester zur Rede. Dies endet tödlich. Megan versucht um den Tod ihrer Schwester zu vertuschen ihrer beider Leben so gut es geht zu leben.

Aufgebaut ist das Buch in 5 verschiedenen Teilen, in denen die einzelnen Charaktere ihre Wahrnehmung der Handlung schildern. Dies ist alles in allem gut gelungen und baut genügend Spannung auf um im Lesefluss zu bleiben.
Es gibt ausreichend Wendungen im zweiten Teil des Buches, so dass es ab da zu einem Pageturner wird.

Ein gelungenes Thriller Debut mit angenehmen Schreibstil, durchdachten Plot für spannende Lesestunden.




Veröffentlicht am 12.12.2023

trotz Längen gut

Höllenkalt
0

Höllenkalt ist der Auftaktband der Autorin Lilja Sigurdardóttir um die Privatdetektivin Áróra Jónsdóttir.

Áróra , die ein schlechtes bzw. gar kein Verhältnis mehr zu ihrer Schwester hat, lebt in London ...

Höllenkalt ist der Auftaktband der Autorin Lilja Sigurdardóttir um die Privatdetektivin Áróra Jónsdóttir.

Áróra , die ein schlechtes bzw. gar kein Verhältnis mehr zu ihrer Schwester hat, lebt in London und hat mit ihrer isländischen nicht mehr viel zu tun. Als ihre Mutter sie in Sorge um ihre Schwester Isafold bittet nach Island zu fliegen um sie zu suchen, macht sie dies sehr widerwillig.
In Island angekommen, wird sie von der Schwiegerfamilie nicht gerade freundlich empfangen, über den Verbleib ihrer großen Schwester findet sie nichts heraus. Die Aussage sie sein zurück nach England befriedigt Áróra nicht wirklich. Erst als ein angeheirater Verwandter, der Polizist ist, mit in die Suche einsteigt kommt etwas Bewegung in die Suche.

Der Krimi hat ganz stark angefangen, ließ aber leider zwischendrin doch etwas an Spannung vermissen. Die einzelnen Charaktere wurden gut gezeichnet und haben noch ein wenig Spiel nach oben. Wie von der Autorin gewohnt gibt es einige Nebenschauplätze in der Geschichte, die manchmal leider etwas ablenken.
Der Leser ist weiter als die Protagonistin und dies lässt noch einiges an Fragen für Áróra in den nächsten beiden Bänden offen, die dort dann beantwortet werden können.

Ich habe das Buch trotz der Längen sehr gerne gelesen und werde auch den nächsten Band lesen.




Veröffentlicht am 12.12.2023

Spiegel der Gesellschaft

Kant und das Leben nach dem Tod
0

"Kant und das Leben nach dem Tod" ist der dritte Band aus der Reihe um Kommissar Kant und sei Team in München.

Ein abgetrennter Arm in einem schwarzen Müllsack beschäftigt das Team in München. ...

"Kant und das Leben nach dem Tod" ist der dritte Band aus der Reihe um Kommissar Kant und sei Team in München.

Ein abgetrennter Arm in einem schwarzen Müllsack beschäftigt das Team in München. Nachdem an unterschiedlichen Orten weitere Leichenteile gefunden werden, kann die Identität des Opfers endlich bestimmt werden. Die Ermittlungen führen in die Münchner Hochhaussiedlung Hasenbergl. Ein Ort, an dem einsame Rentner und Aussenseiter der Gesellschaft leben. Die Befragungen erweisen sich als zäh und mühsam. Niemand will das Opfer, einen Rentner gekannt haben.
Im zweiten Erzählstrang, lernen wir Antonia kennen. Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie aus Portugal zurück nach München gekommen und sucht ihren Großvater auf, der auch in dieser Siedlung lebt. Sie kommt erst einmal bei ihm und seiner Lebensgefährtin/Pflegekraft unter. Einiges ist ihr am Verhalten der Beiden nicht geheuer.

Der Autor hat mit "Kant und das Leben nach dem Tod" einen ruhigen, aber dennoch spannenden Kriminalroman geschrieben, der gerade in der Hochhaussiedlung mehr als realistisch daher kommt.
Durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil ließ sich der Krimi scchnell weglesen und ich kann ihn für einen ruhigen Leseabend empfehlen.

Veröffentlicht am 07.12.2023

konnte mich nicht überzeugen

Mord im Christmas Express
0

Von " Mord im Christmas Express" der Autorin Alexandra Benedict hatte ich mir doch einiges mehr versprochen.

Die Kurzbeschreibung und auch das Cover gefiel mir ausgesprochen gut. Die Fahrt im legendären ...

Von " Mord im Christmas Express" der Autorin Alexandra Benedict hatte ich mir doch einiges mehr versprochen.

Die Kurzbeschreibung und auch das Cover gefiel mir ausgesprochen gut. Die Fahrt im legendären Christmas Express hatte sich Roz auch anders vorgestellt. Endlich aus dem Polizeidienst entlassen und auf dem Weg zu ihrer Tochter nach Schottland um ihr bei der Geburt ihres Kindes beizustehen wird Roz Ermittlerin wider Willens.

Nach einem umgestürzten Baum bricht das Chaos aus und eine Leiche findet sich dann natürlich auch. Es hat mir keinen Spass gemacht mit Roz zu ermitteln, da ich mit ihr als Protagonistin nicht warm werden konnte. So ging es mir leider auch mit den anderen Beteiligten, auch wenn sie einen Queerschnitt unsere Gesellschaft darstellten. Dafür blieben mir die Charaktere einfach zu flach und unsymphatisch.

Vorgestellt hatte ich mir einen runden Krimi ala Agatha Christie, wobei natürlich vieles an die Fahrt im Orient Express erinnert.

Mich hat der Krimi einfach nicht erreicht und darum würde ich ihn nicht empfehlen wollen.