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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2019

Tolles Debut

Der Gesang der Flusskrebse
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Mit "Der Gesang der Flusskrebse" hat die Autorin Delia Owens eine wunderbare Charakterstudie über eine Frau, die in der Einsamkeit des Marschlandes aufgewachsen ist, geschaffen.

Kya lernt schon ...

Mit "Der Gesang der Flusskrebse" hat die Autorin Delia Owens eine wunderbare Charakterstudie über eine Frau, die in der Einsamkeit des Marschlandes aufgewachsen ist, geschaffen.

Kya lernt schon als Kind die Härten des Lebens kennen: Ihre Geschwister verlassen einer nach dem anderen das Elternhaus, ihre Mutter verlässt die Familie, da sie ihren trinkenden und prügelnden Mann nicht mehr erträgt: Zurück bleibt die kleine Kya: Sie schafft sich ihre eigene Welt, umgeben von Natur und Vögeln, über die sie mehr weiß, als alle andere.

Als Chase Andews tot aufgefunden wird, seht für die Bewohner der Umgebung die Täterin schnell fest: Es kann nur Kya, mittlerweile eine junge Frau,gewesen sein.

Die Autorin hat für die Geschichte zwei verschiedene Zeitebenen gewählt, die Kyas Leben ausserordentlich gut gerecht werden.

Das Buch hat eine durchdringende tiefe Spannung, welche durch wunderbare Beschreibungen der Flora und Fauna des Marschlandes untermalt werden.
Der Schreibstil ist so bildhaft, dass ich das Ummgebung und seine tierischen Bewohner vor mir sehen konnte.

Die Geschichte von Kya hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt.
Dieses Buch bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung.



Veröffentlicht am 17.07.2019

Lockerer Roman um lesbische Liebe

Lesbinas
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Brigitte van Hattem ( Les.B) hat mit Lesbinas einen locker-flockigen und kurzweiligen Roman um lesbisches (Liebes) - Leben geschrieben.
Sie wählt für den Text die Gesprächsform, was mich als Leser nah ...

Brigitte van Hattem ( Les.B) hat mit Lesbinas einen locker-flockigen und kurzweiligen Roman um lesbisches (Liebes) - Leben geschrieben.
Sie wählt für den Text die Gesprächsform, was mich als Leser nah an die beiden sich unterhaltenden Barabara und Alex heranbringt.

Ich habe schon einige lesbische Bücher gelesen und alle nervten irgendwann, da alles hoch kompliziert wurde, es meistens in irgendwelchen Dramen mündete und dadurch irgendwann nur noch mühsam war weiter zu lesen.

Ganz anders bei diesem doch sehr humorvollem Buch, welches sich mit einer Leichtigkeit lesen lässt, mich häufig zum schmunzeln brachte und nicht nur auf die Lesbenszene begrenzt war.
Gefallen hat mir auch, dass die Protagonistinnen schon älter waren und deren Gedanken gut transportiert wurden. Dies alles ohne psychologische Zeigefinger-Danke.

Die Autorin hat ein herrliches Buch geschrieben und auch die Leseprobe im Buch hat mich auf Schabrackenblues neugierig gemacht.

Eine klare Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 11.07.2019

Diese Brote gelingen

Brot backen mit Christina
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Nachdem ich schon vom Buch "Kuchen backen mit Christina" begeistert war und ich sehr gerne Brot backe, wobei sich dies auf 3 Standard Brote beschränkte, stand fest, dieses Brotbackbuch brauche ...

Nachdem ich schon vom Buch "Kuchen backen mit Christina" begeistert war und ich sehr gerne Brot backe, wobei sich dies auf 3 Standard Brote beschränkte, stand fest, dieses Brotbackbuch brauche ich unbedingt.

Schon die Gliederung in die unterschiedlichen Bereiche überzeugte mich beim durchblättern.
Informativ fand ich die Informationen zu den unterschiedlichen Getreide- Mehlsorten und deren Backverhalten. Ebenso die Umrechnungstabelle der Mahlgrade aus Österreich in die deutschen Werte, schön wäre gewesen, wenn dieses schon in den Rezepten angegeben wären.

Nach dieser gelungenen Einleitung zum Thema Brotbacken sollte jeder gerüstet sein und sich an sein erstes oder ein neues Brot wagen

Besonders schön sind die kleinen Schritte in den Rezepten, also wirklich Step by Step und die Bilder dazu, so gelingt wirklich jedes Brot, egal ob einfach oder schwierig. Abgerundet werden die Rezepte durch viele Tipps und Tricks ein leckeres und perfektes Brot zu bekommen.

Dieses Brotbackbuch ist sowohl für blutige Anfänger als auch für versierte Brotbäcker zu empfehlen.

Veröffentlicht am 11.07.2019

Mystery, alte Sagen und Thriller vereint

Kalte Wasser
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Kalte Wasser von Melanie Golding hat mich durch die sehr eindringliche und mysteriöse Leseprobe sehr angesprochen. Es handelt sich um das vielversprechende Debut der Autorin.

Der Prolog spielt ...

Kalte Wasser von Melanie Golding hat mich durch die sehr eindringliche und mysteriöse Leseprobe sehr angesprochen. Es handelt sich um das vielversprechende Debut der Autorin.

Der Prolog spielt in der Gegenwart und im Anschluss wird das Geschehen um Lauren von Anfang an aufgebaut.

Die Geschichte um Lauren beginnt sehr eindringlich mit der schweren Zangengeburt ihrer Zwillings-Jungs. Die Autorin beschreibt die Ängste und Schmerzen von Lauren bei der Geburt und danach sehr realistisch.
Nach einem Noteingriff nach einer Komplikation hört Lauren nachts aus dem Nebenbett unheimliche Gesänge und Gemurmel. Als sie sich unter Schmerzen zum Nachschauen begibt, traut sie ihren Augen kaum: Dort sitzt eine ungepflegte Frau, die in alten reimen spricht und ihre Kinder im Tausch haben möchte. Lauren versteckt sich mit ihren Kindern und wählt den Notruf.
Die Polizei legt den Fall nach Überprüfung zu den Akten, nur Harper einer engagierten Polizistin kommt der Fall komisch vor und sie ermittelt auf eigene Faust und aus eigener Betroffenheit weiter.

Mir hat die Umsetzung und Verknüpfung der alten Mythen, Sagen und Märchen in Verbindung mit einem Geburtstrauma und dessen psychischen
Auswirkungen auf das Empfinden einer jungen Mutter sehr gut gefallen. Von Anfang an hat mich der Schreibstil und dem daraus resultierenden Spannungsaufbau in einen dunklen Sog gezogen.
Das ich mir als Leserin am Ende meine eigenen Gedanken zu Fiktion, Einbildung und Realität machen konnte rundete das Buch für mich ab.

Die Erläuterungen der Autorin zu den Märchen, Sagen und wie grausam diese im Urspung sind, bringen noch einmal etwas Licht ins Dunkle.

Ein aussergewöhnlich geschriebenes Buch, welches mir kurzweilige Lesestunden bescherte.


Veröffentlicht am 11.07.2019

Gelungene und vielschichtige Fortsetzung

Jenseits von schwarz
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Bei Jenseits von Schwarz handelt sich um den zweiten Teil der Triologie um die Kriminalpolizistin Edith Beelitz und "Zombie" den Securitymann Joseph Rheinhart.

Nach der Trennung von ihrem Mann arbeitet ...

Bei Jenseits von Schwarz handelt sich um den zweiten Teil der Triologie um die Kriminalpolizistin Edith Beelitz und "Zombie" den Securitymann Joseph Rheinhart.

Nach der Trennung von ihrem Mann arbeitet Eddie wieder halbtags als in ihrem Beruf als Kriminalkommissarin. Sie hat ein tolles Umfeld in ihrer Nachbarschaft, in der sich noch gegenseitig unterstützt wird.
Nachdem Zombie bei seinem Rundgang angegriffen wird, und dies an zwei Abenden hintereinander, tötet er die Angreifer am zweiten Abend in Notwehr.
Eddie glaubt als einzige ihrer Abteilung an seine Version der Geschichte und ermittelt entgegen der Anweisung ihres Chefes, der Zombie für den Täter hält, in andere Richtungen. Das Verhältnis von Eddie und Zombie ist sehr belastet und konflikbeladen.

Lucie Flebbe gelingt es durch die wechselnde Ich-Erzählperspektive dem Leser die Protagonisten sehr nahe bringen. Ich fühlte mich wie mich wie mitten im Geschehen. Es treffen zwei so unterschiedliche Charaktere aufeinander, die sich dennoch oder gerade deshalb fantastisch ergänzen.
Neben der Kriminalfall, werden unterschiedliche gesellschaftskritische Themen, wie Alkohol-Spielsucht, sozialer Brennpunkt und deren Auswirkungen realistisch dargestellt ohne diese zu bewerten, dies regt zum Nachdenken an.
Der Schreibstil ist schnörkellos und äußerst klar, die Kapitel kurz, so dass es eine große Freude ist dieses Buch zu lesen.

Ich freue mich schon auf den Final-Band, der im Herbst erscheinen soll.