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Veröffentlicht am 12.05.2025

Ein Mord, ein Manuskript, ein Meisterwerk

Die unsichtbare Hand
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„Die unsichtbare Hand“ von Julie Clark ist ein literarisches Meisterwerk, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat. In diesem packenden Thriller entfaltet sich die Geschichte um Olivia Dumont, eine ...

„Die unsichtbare Hand“ von Julie Clark ist ein literarisches Meisterwerk, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat. In diesem packenden Thriller entfaltet sich die Geschichte um Olivia Dumont, eine Ghostwriterin, die mit ihrem Vater, einem gefeierten Schriftsteller, ein fast fünfzig Jahre altes Verbrechen aufklären soll. Das Verbrechen, das die Kleinstadt Ojai in Kalifornien im Sommer 1975 erschütterte, wirft Fragen auf: Wurden die 14-jährige Poppy und der 17-jährige Danny von ihrem eigenen Bruder getötet?

Clark gelingt es meisterhaft, die düstere Atmosphäre der 70er Jahre einzufangen und mit der Gegenwart zu verweben. Der bildhafte Schreibstil lässt die Landschaft Kaliforniens lebendig werden, während die komplexen Charaktere und die geheimnisvolle Handlung den Leser in ihren Bann ziehen. Die Autorin versteht es, Spannung aufzubauen und gleichzeitig emotionale Tiefe zu vermitteln.

Besonders hervorzuheben ist die Art und Weise, wie Clark mit Erinnerungen und Familiengeheimnissen spielt. Die Geschichte entfaltet sich wie ein Puzzle, bei dem jedes Teil mehr Licht auf die dunklen Ecken der Vergangenheit wirft. Die Protagonistin Olivia steht dabei nicht nur vor der Herausforderung, das Verbrechen aufzuklären, sondern auch, sich mit ihrer eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen.

Dies ist ein Thriller, der nicht nur durch seine spannende Handlung überzeugt, sondern auch durch seinen tiefgründigen, emotionalen Kern. Die Autorin hat mit diesem Werk einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Für alle, die komplexe Geschichten mit Herz und Verstand schätzen, ist dieses Buch ein absolutes Muss.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Wenn Fitzek Comedy macht – leider kein Match

Horror-Date
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Ich bin eigentlich ein Fan von Fitzek – wenn er tut, was er am besten kann: packende Thriller schreiben, die einem den Schlaf rauben. Horror-Date ist das genaue Gegenteil davon – ein „Keinthriller“, wie ...

Ich bin eigentlich ein Fan von Fitzek – wenn er tut, was er am besten kann: packende Thriller schreiben, die einem den Schlaf rauben. Horror-Date ist das genaue Gegenteil davon – ein „Keinthriller“, wie es so schön heißt. Und leider trifft genau das auch auf meine Begeisterung zu: kein Treffer.

Die Grundidee ist durchaus kreativ: Ein Datingportal für Menschen mit wenig verbleibender Lebenszeit klingt nach einer spannenden Mischung aus Romantik und Tragik. Doch statt echter Tiefe bekommt man hier einen überdrehten Roman, der mit der Brechstange auf lustig macht. Mir war das alles zu gewollt, zu laut, zu überspitzt – von Situationskomik keine Spur, eher Klamauk mit Ansage.

Die Figuren? Leider Paradebeispiele für Klischees. Der smarte Startup-Bro mit dem Ego größer als sein Auto, die todkranke, aber übermoralische Traumfrau und der beste Freund als aufopferungsvoller Plotmotor. Leider viel zu durchschaubar.

Was das Hörbuch betrifft: Simon Jäger hat definitiv Talent, keine Frage. Als Sprecher von Matt Damon und Co. hat er gezeigt, was stimmlich geht. Hier allerdings war er mir persönlich viel zu drüber. Jede Figur bekam eine Extraportion Theatralik, als würde man einem Cartoon beim Speed-Dating zuhören. Weniger wäre hier mehr gewesen – und vielleicht ein zweiter Sprecher, um dem Ganzen etwas mehr Nuance zu verleihen.

Mein Humor war’s nicht – aber wer auf laute Pointen und überspitzte Dialoge steht, wird sicher seinen Spaß haben. Ich hingegen sage: Sebastian Fitzek, bitte geh zurück zum Thriller-Schreibtisch.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Prophezeiung über den Wolken

Vorsehung
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Was wäre, wenn dir jemand deinen Tod voraussagt – mit erschreckender Präzision? Genau das passiert in diesem absolut ungewöhnlichen Flug nach Sydney. Und ab da nimmt das Leben der Passagiere eine radikale ...

Was wäre, wenn dir jemand deinen Tod voraussagt – mit erschreckender Präzision? Genau das passiert in diesem absolut ungewöhnlichen Flug nach Sydney. Und ab da nimmt das Leben der Passagiere eine radikale Wendung.

"Vorsehung“ hat mich direkt gepackt – mit seiner originellen Grundidee, seinem schwarzen Humor und den vielen Figuren, die plötzlich gezwungen sind, sich mit ihrer eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen. Liane Moriarty hat einen klugen, pointierten Schreibstil, der irgendwo zwischen leichtfüßiger Gesellschaftssatire und tiefgründiger Lebensphilosophie pendelt. Besonders stark: Die Mischung aus Spannung, Witz und echter emotionaler Tiefe.

Das Hörbuch ist hervorragend gelesen – jede Figur bekommt ihre eigene Farbe, was das Zuhören lebendig und fesselnd macht. Man spürt das Chaos, die Angst, aber auch den absurden Humor, den diese Situation mit sich bringt.

Allerdings: An ein paar Stellen hat sich die Story für mich etwas gezogen. Manche Nebenhandlungen wirken wie Umwege, die den Drive der Hauptstory bremsen. Dennoch: Es lohnt sich, dranzubleiben – denn Moriarty verknüpft am Ende alles auf smarte Weise.

Fazit: 4 von 5 Sternen. „Vorsehung“ ist eine wunderbar schräge, tiefsinnige Reise ins Ungewisse – ein Hörbuch, das Fragen stellt, die man nicht mehr so schnell aus dem Kopf bekommt.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Prickelnde Spannung, große Gefühle und eine Prise Geheimnis

Great Big Beautiful Life
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Emily Henry hat es wieder getan: Sie liefert eine moderne Liebesgeschichte ab, die gleichzeitig federleicht und emotional tiefgründig ist.

Die Grundidee ist originell und fesselnd: Zwei Autoren auf einer ...

Emily Henry hat es wieder getan: Sie liefert eine moderne Liebesgeschichte ab, die gleichzeitig federleicht und emotional tiefgründig ist.

Die Grundidee ist originell und fesselnd: Zwei Autoren auf einer abgelegenen Insel, ein legendäres Familiengeheimnis und ein knisterndes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nicht nur Worte, sondern auch Blicke scharf geschliffen sind. Alice, die sympathische, aber manchmal übermäßig idealistische Schriftstellerin, trifft auf Hayden, einen zynischen Pulitzer-Preisträger mit Charisma und Kanten – und ja, das knistert. Gewaltig.

Was das Buch besonders macht, ist der Spagat zwischen romantischer Spannung und einer fast detektivischen Neugier rund um Margaret Ives’ Lebensgeschichte. Es gibt Wendungen, Andeutungen, stumme Momente – alles fein dosiert. Das Setting auf Little Crescent Island ist atmosphärisch dicht beschrieben und lädt zum Träumen ein.

Aber: Warum nicht die vollen fünf Sterne? Alice. So sehr ich sie mögen wollte – sie hat mich immer wieder mit Entscheidungen überrascht, die eher naiv oder unüberlegt wirkten. An manchen Stellen hat ihre Darstellung ein wenig an Glaubwürdigkeit verloren, was mich gelegentlich aus der Geschichte gerissen hat. Gerade im Vergleich zu dem so präzise gezeichneten Hayden wirkte sie manchmal zu... gewollt.

Trotzdem: Für Fans von Slow-Burn-Romantik, verschachtelten Geschichten und literarischen Schlagabtauschen ist dieses Buch ein echtes Highlight. Und ja, Emily Henrys typische Mischung aus Witz, Gefühl und einem Hauch Melancholie ist hier wieder voll auf den Punkt.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Ein Urlaub mit Tiefgang

Blaues Wunder
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In ihrem neuen Roman entführt sie uns Anne Freytag auf ein scheinbar paradiesisches Gewässer, das sich schnell als Minenfeld der menschlichen Beziehungen entpuppt.

Was als entspannter Sommerurlaub beginnt, ...


In ihrem neuen Roman entführt sie uns Anne Freytag auf ein scheinbar paradiesisches Gewässer, das sich schnell als Minenfeld der menschlichen Beziehungen entpuppt.

Was als entspannter Sommerurlaub beginnt, entwickelt sich zu einem psychologischen Thriller mit gesellschaftskritischem Unterton. Auf der luxuriösen Yacht treffen sich zwei erfolgreiche Männer, ihre Ehefrauen und ein Sohn – allesamt in den besten Jahren, mit abbezahlten Häusern und steilen Karrieren. Doch hinter den strahlenden Fassaden brodelt es gewaltig. Die Frage bleibt: Warum hat Walter, der Chef, seine beiden größten Konkurrenten samt Anhang eingeladen?



Die Autorin beobachtet präzise und deckt schonungslos auf, was sie sieht. Sie erzählt mit großer Dringlichkeit von stillschweigenden Übereinkünften, die aufgekündigt werden, Erwartungshaltungen und Enttäuschungen, Bedürfnissen und Begierden, Konventionen und Geheimnissen.

Blaues Wunder ist ein fesselnder Roman, der die Abgründe der menschlichen Psyche in einem luxuriösen Setting auslotet. Mit scharfsinniger Beobachtungsgabe und einem feinen Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken gelingt Freytag ein Werk, das sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt - eine absolute Überraschung für mich.


Ein Muss für alle, die psychologische Spannung und gesellschaftliche Reflexion in einem Roman schätzen. (Un)erwartet gut!

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