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Veröffentlicht am 14.04.2022

Ließ mich kalt

Schallplattensommer
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Inhalt:

„Als einziges Mädchen im Umkreis von 13 Kilometern ist Maserati Aufmerksamkeit gewohnt. Dabei will sie nur eines: Den Feriengästen selbstgemachte Limonade ihrer Oma servieren und die Tage bis ...

Inhalt:

„Als einziges Mädchen im Umkreis von 13 Kilometern ist Maserati Aufmerksamkeit gewohnt. Dabei will sie nur eines: Den Feriengästen selbstgemachte Limonade ihrer Oma servieren und die Tage bis zur Volljährigkeit zählen. Mit der Liebe will sie nichts zu tun haben – und schon gar nichts mit den Annäherungsversuchen der Söhne der reichen Familie, die gerade die Villa im Dorf gekauft hat.

Doch dann stellen Caspar und Theo verbotene Fragen: Warum hat Maserati kein Smartphone? Wovor hat sie solche Angst? Und wie kann es sein, dass ihr Gesicht das Cover einer alten Schallplatte ziert? Plötzlich steckt Maserati bis zum Hals in Geheimnissen zweier Familien und im eigenen Gefühlschaos.“





Schreibstil/Art:

Hier fehlte mir tatsächlich einiges; sei es mehr Tiefe in den Beschreibungen, mehr Liebe und Details bei den Charakteren oder mehr Wumms in der Story. Ich hatte das Gefühl, dass Maseratis Geschichte einfach so vor sich hin plätschert, nichts weltbewegendes passiert und die Autorin es aber dennoch schafft 192 Seiten zu füllen. 



Der Schreibstil an sich ist okay aber nichts besonderes. Kurz: zum Teil oberflächlich und anstrengend.
Außerdem mochte ich es so gar nicht, dass die vermeintliche „Spannung“ nur zum Vorschein kam, wenn gewisse Szenen nicht auserzählt wurden. Mag ich sonst, hier passte es aber irgendwie nicht. 




Fazit:

Tja, mein Fazit…ich kann mit der Geschichte tatsächlich nichts anfangen. Trotz des hübschen Cover und der sommerlichen Kurzbeschreibung, ließ mich dieses Buch kalt.

Die Mysterien, die sich zwischen den Zeilen und den Familien verstecken, fand ich langweilig und unrealistisch. Kann ich persönlich leider nicht empfehlen, braucht vielleicht einfach den richtigen Leser.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2022

Stiller und schleppender Verlauf

Stille Befreiung
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Inhalt:

„Mit achtzehn will Sandra unbedingt der Bevormundung durch ihr Elternhaus entfliehen. Ronnie scheint dafür genau der richtige Mann zu sein. Die Warnungen ihrer Familie schlägt sie in den Wind, ...

Inhalt:

„Mit achtzehn will Sandra unbedingt der Bevormundung durch ihr Elternhaus entfliehen. Ronnie scheint dafür genau der richtige Mann zu sein. Die Warnungen ihrer Familie schlägt sie in den Wind, realisiert aber schon kurz nach der Hochzeit, dass sie einem Blender auf den Leim gegangen ist. Erst zwei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter schafft sie den Absprung. Mit der Kleinen zieht Sandra als Pflegerin für die schwerstbehinderte Rebekka in deren Haus. Jedoch die Hoffnung auf ein neues Leben zerbricht, als sie dort eines nachts überfallen wird. Noch ahnt sie nicht, dass der wahre Albtraum erst begonnen hat …“





Schreibstil/Art:

Aufgeteilt ist das Buch in zwei Teile: „Ronnie“ und „Rebekka“. Sandra selbst beschreibt ziemlich genau und sehr ausführlich ihre Zeit mit Ronnie, das Zusammenleben und den Alltag mit der kleinen Tochter Josie. Nach und nach realisierte nicht nur Sandra wie naiv und blauäugig sie doch gewesen ist, sondern auch ich. Ihre Art das Leben einfach so hinzunehmen, nichts zu verändern, ging mir stellenweise auf die Nerven. Erst die Betreuung der Schwerstbehinderten brachte Abwechslung mit sich. 



Die Einschübe des „Sommernachtsalptraums“ im August 2018 offenbaren, dass etwas Schreckliches passieren wird. Die Situation spitzte sich also langsam zu und Spannung erwachte zum Leben. 


Nicht gefallen hat mir die Stimmung/Atmosphäre in diesem Buch. Auf mich machte alles einen doch altbackenen Eindruck. Es schien als spielte sich diese Geschichte in den 70ern - 90ern ab. 





Fazit:

Tatsächlich habe einen etwas anderen, wendungsreichen und atemlosen Spannungsroman, erwartet. Stattdessen zog sich der Verlauf, Passagenweise schweifte die Autorin ab, erwähnte unnötiges.
Was mich positiv umstimmen konnte, war Sandras Entwicklungsprozess und das überraschende Ende, wobei ich auch hier schon vorher eins und eins zusammenzählen konnte. Für mich Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 04.04.2022

Kinder = Mittel zum Zweck

Die Kinder sind Könige
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Inhalt:
„Mélanie war als junges Mädchen ein großer Fan von Formaten wie ›Big Brother‹. Sie hatte stets davon geträumt, gesehen und berühmt zu werden. Jahre später, als Mutter zweier Kinder, ist es ihr ...

Inhalt:
„Mélanie war als junges Mädchen ein großer Fan von Formaten wie ›Big Brother‹. Sie hatte stets davon geträumt, gesehen und berühmt zu werden. Jahre später, als Mutter zweier Kinder, ist es ihr gelungen: Sie ist eine erfolgreiche Youtuberin mit Tausenden von Followern. Objekt ihrer Videos und Posts sind ihre Kinder, die auf Schritt und Tritt gefilmt werden. Seit Kurzem kommt ihre kleine Tochter dem Filmen jedoch immer unwilliger nach. Mélanie tut das als eine Laune ab. Denn wie könnte man die unendliche Liebe, die ihnen aus dem Netz entgegenkommt, als Last empfinden? Kurz darauf verschwindet Kimmy nach einem Versteckspiel spurlos. Wie, fragt sich die ermittelnde Polizeibeamtin Clara, soll man einen Verdächtigen ausmachen bei einem Kind, das Tausende Menschen kennen und mehrfach täglich sehen? Schnell begreift sie, dass ihre Methoden der Ermittlung in der virtuellen Welt vollkommen nutzlos sind …“


Schreibstil/Art:
Der Aufbau ist total durchdacht; zunächst wirkt alles so oberflächlich, nicht greifbar und es passiert anfangs noch recht wenig. Doch je näher und intensiver die Social-Media-Scheinwelt beleuchtet wird, desto drastischer wird auch der Verlauf. Ebenso forcieren Mélanies Einblicke in den Familienalltag die weiteren Entwicklungen, denn dadurch wirkt alles deutlich krasser und ausführlicher.

Die Kontraste zwischen Mélanie und Clara sind perfekt getimt. Die eine tut alles dafür um gesehen und geliebt zu werden, die andere ist lieber für sich, kapselt sich ein wenig von den anderen ab und geht nur in ihrem Beruf auf.

Die Erzählstimme ist eher nüchtern, sachlich und intensiv. Diese fiktive Geschichte liest sich sehr real und könnte die aktuelle Zeit nicht besser beschreiben.


Fazit:
Am besten gefallen hat mir der letzte Abschnitt, der Sprung in das Jahr 2031. Dieser "Zukunftsausblick" ist unheimlich eindringlich und schockierend zugleich.

Allgemein hat es die Autorin geschafft ein Bild zu erschaffen das reeller nicht sein könnte.
Ich hatte das Gefühl als befände ich mich in einer komplett imaginären Welt, erschreckend ist aber, dass es sich hierbei um ein ziemlich aktuelles Thema handelt - richtig wäre zu sagen: ein Spiegelbild unseres Lebens. Ich hoffe dieses Buch wirkt auch bei anderen so lange nach wie bei mir. Was für ein Buch!

Es handelt sich hier um eine (mögliche) Abrechnung mit der Branche aber trotzdem mit genug Spielraum um seinen persönlichen Schlussfolgerungen nachzugehen und das eigene Verhalten zu beobachten und ggfs. zu ändern. Mega!

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Bin mir unschlüssig ob ich die Reihe fortsetze

Oxen. Der dunkle Mann
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Inhalt:
„Niels Oxen, der traumatisierte Elitesoldat, ist untergetaucht. Um dem mächtigen Geheimbund ›Danehof‹ das Handwerk zu legen, hat er Museumsdirektor Malte Bulbjerg brisante Unterlagen zugespielt. ...

Inhalt:
„Niels Oxen, der traumatisierte Elitesoldat, ist untergetaucht. Um dem mächtigen Geheimbund ›Danehof‹ das Handwerk zu legen, hat er Museumsdirektor Malte Bulbjerg brisante Unterlagen zugespielt. Doch kurze Zeit später ist Bulbjerg tot – und ein weiterer Mord wird Oxen in die Schuhe geschoben. Ihm bleibt keine andere Wahl, als aus dem Untergrund heraus zu agieren. Als es der Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck gelingt, Oxen aufzuspüren, werden beide vom ›Danehof‹ in eine raffinierte Falle gelockt.“


Schreibstil/Art:
Wie bereits in dem ersten Teil der Buchreihe liest sich alles ziemlich gut. Orte und Charaktere konnte ich mir bildlich vorstellen. Doch dann geht es wieder los … es werden im weiteren Verlauf so viele Namen, Politiker, namhafte Persönlichkeiten, Nebencharaktere, … ins Spiel gebracht, dass mich das einfach völlig aus dem Konzept gebracht hat. Ich hatte wieder das Gefühl, dass der eigentliche Sinn abdriftet, Nebensächlichkeiten plötzlich doch eine Rolle spielen.


Fazit:
So sehr ich Oxen auch mag aber in dem zweiten Teil konnte ich nicht jeden seiner und Margrethe Francks Schritte nachvollziehen. Zudem zog sich die Geschichte und so leid es mir auch tut (Potenzial ist ja da) aber das letzte Drittel hab ich quasi überflogen.
Mich packte wenig, einiges war sehr verworren, anderes ziemlich unnötig ausführlich beschrieben.

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Veröffentlicht am 23.03.2022

Wirkt ein wenig aufgesetzt

Two Faces – Diese Sache zwischen uns
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Inhalt:
„Die Journalistin Tilda lernt bei einem Date Mats kennen, den Mann ihrer Träume. Beiden ist klar, dass das der Anfang von etwas ganz Großem ist. Doch dann erfährt Tilda, dass sie für einen Artikel ...

Inhalt:
„Die Journalistin Tilda lernt bei einem Date Mats kennen, den Mann ihrer Träume. Beiden ist klar, dass das der Anfang von etwas ganz Großem ist. Doch dann erfährt Tilda, dass sie für einen Artikel undercover wieder zur Schule gehen soll, um einem Lehrer sexuelle Belästigung an Schülerinnen nachzuweisen. Plötzlich muss sie wieder die kaugummibeklebte Schulbank drücken, und als wäre das nicht schlimm genug, stellt sie auch noch fest, dass sie einen Lehrer bereits kennt: Mats ... der nichts von ihrem Auftrag wissen darf.

Triggerwarnung
Diese Geschichte behandelt Themen wie Gewalt, sexuelle Belästigung und Missbrauch.“


Schreibstil/Art:
Zunächst möchte ich erwähnen, dass mich nicht der Schreibstil sondern eher der Inhalt nicht überzeugen konnte. Denn das Buch liest sich, trotz der krassen Themen, unheimlich leicht und unkompliziert. Doch je mehr man erfährt desto aufgesetzter und unlogischer empfand ich Tildas Geschichte. Einerseits mochte ich die Vielfältigkeit, andererseits führte genau das dazu, dass ich die hier beschriebenen Handlungen der Autorin nicht abkaufen konnte.

Die Triggerwarnung ist wichtig und richtig. In manchen Szenen geht es echt hart zu.


Fazit:
Ja was soll ich sagen? Vielleicht liegt es an meiner langen Leseerfahrung, vielleicht an meinem Alter … ich hab gehofft, dass dieses Buch nicht voller Klischees sein wird aber das ist es leider. Natürlich sticht es aufgrund der ungewöhnlichen Thematik leicht hervor aber es machte nicht Klick, es sprang kein Funke über. Bei Tilda und Mats ging es wiederum wie in einer typischen Liebestragödie zu. Für mich nichts Besonderes.

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