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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2025

Sanfte Worte für schwere Gefühle

Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen
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Ein stilles, leises Buch und doch hinterlässt es Spuren. „Weißt du noch?“ ist ein Bilderbuch, das sich auf besonders einfühlsame Weise dem Thema Abschied und Trauer nähert. Ohne große Worte, ohne dramatische ...

Ein stilles, leises Buch und doch hinterlässt es Spuren. „Weißt du noch?“ ist ein Bilderbuch, das sich auf besonders einfühlsame Weise dem Thema Abschied und Trauer nähert. Ohne große Worte, ohne dramatische Wendungen dafür mit viel Gefühl, Wärme und Respekt vor kindlicher Wahrnehmung.


Im Mittelpunkt steht der plötzliche Verlust eines Freundes. Der Eichelhäher ist fort. Zurück bleiben Haselmaus, Igel und Eichhörnchen … und mit ihnen die Leere. Doch schnell beginnt das Erinnern: „Weißt du noch, wie er uns gezeigt hat, wie man fliegt?“ – aus dem Schmerz wächst etwas anderes. Etwas, das bleibt. Die Erinnerungen verwandeln sich in kleine Trostinseln. Und nach und nach entsteht das Gefühl, dass der Eichelhäher vielleicht gar nicht ganz weg ist sondern auf eine andere Weise weiterlebt.

Die Geschichte verzichtet bewusst auf erklärende Worte rund um den Tod. Sie lässt Raum für Fragen, für Gespräche, für eigenes Empfinden. Genau das macht sie so wertvoll, besonders für Kinder, aber auch für Erwachsene. Denn nicht immer braucht es klare Antworten. Manchmal genügt es, zu fühlen.

Die Illustrationen begleiten diesen Weg durch die Trauer mit sanften Farben, weichen Linien und liebevoll gezeichneten Tierfiguren. Die Atmosphäre ist ruhig und zugleich ausdrucksstark. Jede Seite wirkt wie ein Innehalten und genau das scheint das Buch auch zu wollen: nicht überreden, nicht drängen, sondern begleiten.

Dies ist ein Buch, das Trost spenden kann. Es macht keine großen Versprechungen, aber es zeigt, dass Erinnern eine Form des Festhaltens sein kann – leise, zart und ehrlich. Ein stiller Begleiter für Zeiten, in denen Worte oft fehlen.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Ein turbulenter Hörbuch-Ausflug in Lottas Welt

Mein Lotta-Leben. Sei kein Trottel, Axolotl
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Lotta ist zurück – und wie immer ist Chaos vorprogrammiert.
In diesem Band verschlägt es sie und ihre beste Freundin Cheyenne in die Schülerzeitungs-AG. Eigentlich wollen sie damit nur ihre Deutschnote ...

Lotta ist zurück – und wie immer ist Chaos vorprogrammiert.
In diesem Band verschlägt es sie und ihre beste Freundin Cheyenne in die Schülerzeitungs-AG. Eigentlich wollen sie damit nur ihre Deutschnote aufpolieren, aber natürlich wird das Ganze schnell viel verrückter als geplant. Verdächtige Lehrerinnen, geheime Doppelleben und jede Menge Trubel – typisch Lotta eben.

Das Hörbuch ist rasant, unterhaltsam und punktet mit einer ordentlichen Portion Humor. Die verschiedenen Sprecher:innen geben sich Mühe, die einzelnen Charaktere lebendig zu gestalten und das gelingt über weite Strecken auch echt gut. Man hat das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

Allerdings gab es auch ein paar Punkte, die mir das Hören ein bisschen erschwert haben. Einige Stimmen – besonders die von Cheyenne – empfand ich persönlich als ziemlich anstrengend und überdreht. Da wäre weniger manchmal mehr gewesen. Außerdem hatte ich stellenweise meine Schwierigkeiten mit dem Humor: Manche Witze gehen auf Kosten anderer Figuren, was nicht ganz meinen Geschmack trifft.

Trotzdem: Wer die „Lotta-Leben“-Reihe kennt und liebt, wird hier wieder genau das bekommen, was man erwartet nämlich eine schräge, freche und liebevoll-chaotische Geschichte mit vielen kleinen Alltagsmomenten zum Schmunzeln.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Psychospiel hinter dicken Mauern

Die Festung
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Die Geschichte spielt in einer abgeschiedenen Festung, die im Laufe der Handlung immer mehr zu einem Symbol für Isolation und Macht wird. Die Protagonisten stecken in einem Netz aus Geheimnissen und Intrigen, ...

Die Geschichte spielt in einer abgeschiedenen Festung, die im Laufe der Handlung immer mehr zu einem Symbol für Isolation und Macht wird. Die Protagonisten stecken in einem Netz aus Geheimnissen und Intrigen, die sie nicht nur einander, sondern auch sich selbst entwirren müssen.
Smithson versteht es meisterhaft, die inneren Konflikte ihrer Figuren zu schildern, sodass man förmlich mit ihnen mitfühlt, ihre Ängste, ihre Zweifel und ihre Leidenschaft spürt. Das macht das Ganze zu mehr als nur einer gewöhnlichen Geschichte über Macht und Überleben ... es wird zu einer tiefgehenden psychologischen Reise.

Der Schreibstil ist dabei genau richtig: spannend und doch nie zu überladen, bildhaft, ohne ins Kitschige abzurutschen. Besonders die düstere, beinahe klaustrophobische Atmosphäre der Festung wird auf eine Weise transportiert, die man beinahe selbst spüren kann. Denn auch ich fühlte mich auf dieser Festung gefangen.

Was mir besonders gefallen hat, ist, wie die Autorin es versteht, immer wieder kleine, unvorhersehbare Wendungen einzubauen. Man denkt, man hat alles durchschaut, und dann kommt doch noch ein Kniff, der alles auf den Kopf stellt.

Wenn man auf der Suche nach einem Thriller ist, der nicht nur von äußeren Konflikten lebt, sondern vor allem auch von den inneren Kämpfen der Figuren, dann ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung. Alles in allem eine fesselnde, unaufdringliche Geschichte, die in ihrer Tiefe und Komplexität beeindruckt.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Mit Bubu in den Mittagsschlaf

Der kleine Bubu. Mittagsschlaf ganz schnell und fix? Der Bubu, der kennt alle Tricks!
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Dieses Kinderbuch ist eine liebevolle und charmante Geschichte, die auf eine sanfte Art und Weise das Thema Schlafen aufgreift. Es ist liebevoll und warmherzig und genau das, was man sich beim Zubettgehen ...

Dieses Kinderbuch ist eine liebevolle und charmante Geschichte, die auf eine sanfte Art und Weise das Thema Schlafen aufgreift. Es ist liebevoll und warmherzig und genau das, was man sich beim Zubettgehen mit den Kleinen wünscht.

Die Geschichte dreht sich um zwei kuschelige Wesen – den großen und den kleinen Bubu – die die besondere Gabe haben, Menschen ins Land der Träume zu begleiten. Während der große Bubu die Erwachsenen mit Leichtigkeit in eine gemütliche Mittagsruhe führt, hat der kleine Bubu bei den Kindern oft einen härteren Job. Genau hier setzt die liebevolle Mischung aus Reimen, Tricks und ganz viel Herz ein: Huckepack‑Tragen, sanfte Lieder und Kuschelmomente. Jedes Kind wird da abgeholt, wo es gerade steht.

Die Illustrationen ergänzen den Ton perfekt: farbenfroh, treffsicher im Ausdruck und voller warmer Details. Die Situation zwischen „Ich will nicht schlafen!“ und dem Bedürfnis nach Ruhe, wird einfühlsam aufgegriffen und sanft gelöst.
Ein schönes Buch, das auf angenehme Weise zeigt, wie man den Mittagsschlaf zu etwas Besonderem machen kann.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Langeweile? Nicht mit Bobo! (Hörbuch)

Bobo Siebenschläfer hat Langeweile
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Dieses HörErlebnis trifft genau den Nerv (wahrscheinlich) aller unruhigen Kinderherzen! Der süße kleine Siebenschläfer fiebert sich auf das Kinderturnen. Doch Pech gehabt, es fällt aus. Mama ist gerade ...

Dieses HörErlebnis trifft genau den Nerv (wahrscheinlich) aller unruhigen Kinderherzen! Der süße kleine Siebenschläfer fiebert sich auf das Kinderturnen. Doch Pech gehabt, es fällt aus. Mama ist gerade bei der Arbeit, Papa mit Schwester unterwegs! Aber Bobo wäre nicht Bobo, wenn er sich davon aus der Bahn werfen ließe. Statt Frust gibt’s einfach ein Theaterstück mit seinen Kuschelfreunden.

Katrin Gerken führt die kleinen und großen Zuhörer:innen als Sprecherin charmant durch die Geschichte – ihre Stimme macht Langeweile wortwörtlich unsichtbar. Mit 50 Minuten Spielzeit ist das Hörbuch ideal für Familienalltag, Autofahrten oder sanfte Einschlafmomente. Besonders klar fand ich, wie wunderbar das Thema Frustrationstoleranz transportiert wird: Bobo lernt, dass Langeweile nichts Schlechtes ist und eigene Ideen einfach gold wert sind .

Die Idee und Umsetzung überzeugt – die Geschichten sind kurz, liebevoll erzählt und mit Ohrwürmern garniert: Kleine Lieder, Klangspiele, kurze Szenen, die Kinder schnell abholen. Familienmomente und Alltagstrubel fangen hier eine echtes Gefühl auf.

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