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Nicawa

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Wenn das eigene Leben nicht dir gehört

Please unfollow
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In "Please Unfollow" erzählt Basma Hallak die Geschichte eines Mädchens, dessen Leben seit der Adoption öffentlich gemacht wurde. Jeder Moment, jede Emotion und jeder Zusammenbruch wurden mit einem Millionenpublikum ...

In "Please Unfollow" erzählt Basma Hallak die Geschichte eines Mädchens, dessen Leben seit der Adoption öffentlich gemacht wurde. Jeder Moment, jede Emotion und jeder Zusammenbruch wurden mit einem Millionenpublikum geteilt. Erst ein einschneidendes Ereignis reißt Sherry aus diesem Zustand heraus und konfrontiert sie mit der Frage, wer sie eigentlich ist, wenn niemand zusieht.

Besonders überzeugt hat mich die wichtige und bedrückende Botschaft des Buches. Man weiß zwar, dass Kinder von Influencerinnen und Influencern betroffen sind, doch wie weitreichend die Konsequenzen wirklich sein können, wird einem hier erst richtig bewusst. Einige Aspekte haben mich fassungslos zurückgelassen und das Thema hallt auch nach dem Lesen noch lange nach.

Sherry ist für mich eine sehr gelungene Hauptfigur. Sie wirkt glaubwürdig, verletzlich und entwickelt im Laufe der Geschichte eine Stärke, die sich authentisch anfühlt. Am Ende habe ich sie als mutig und selbstbestimmt wahrgenommen.

Gleichzeitig hatte ich beim Lesen ein zwiespältiges Gefühl. Trotz des sehr ernsten Themas wirkte die Geschichte stellenweise fast zu harmonisch. Manche Entwicklungen erschienen mir etwas idealisiert, wodurch die Schwere von Sherrys Erfahrungen nicht immer ihr volles Gewicht entfalten konnte. Gleichzeitig kann ich gut nachvollziehen, warum Basma Hallak dieses Gegengewicht gewählt hat, denn die Geschichte wäre sonst vermutlich deutlich schwerer und erdrückender ausgefallen, auch wenn diese Balance eher einer idealen als der realen Welt entspricht.

Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar, die Figuren insgesamt gut gezeichnet. Das Buch hat mich sowohl emotional berührt als auch zum Nachdenken gebracht, was für mich ein großes Plus ist.

"Please Unfollow" ist ein wichtiges Buch mit einer starken Aussage, das ich trotz kleiner Kritikpunkte klar weiterempfehlen würde. Eigentlich sollte es jede und jeder einmal gelesen haben.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Wenn dein Zuhause kein sicherer Ort mehr ist …

Don't Let Her Stay
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Joanne lebt mit ihrem Mann Richard und der gemeinsamen Tochter Evie ein scheinbar perfektes Leben. Als Richards erwachsene Tochter Chloe nach längerer Funkstille wieder Kontakt aufnimmt und vorübergehend ...

Joanne lebt mit ihrem Mann Richard und der gemeinsamen Tochter Evie ein scheinbar perfektes Leben. Als Richards erwachsene Tochter Chloe nach längerer Funkstille wieder Kontakt aufnimmt und vorübergehend bei ihnen einzieht, hofft Joanne auf eine harmonische Patchworkfamilie. Doch schnell zeigt sich, dass diese Hoffnung trügt.

Der Thriller entwickelt seine Spannung weniger durch actionreiche Ereignisse als durch eine stetig wachsende, unangenehme Atmosphäre. Das Geschehen konzentriert sich stark auf das Haus und das familiäre Zusammenleben, was das Gefühl von Enge und Ausgeliefertsein verstärkt. Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel sind kurz, und dadurch liest sich das Buch sehr zügig.

Kritisch sehe ich, dass die Handlung bekannten Mustern des Psychothriller-Genres folgt. Besonders Joannes passive Rolle und das wiederholte Nicht-Glauben durch ihren Mann wirken mit der Zeit etwas ermüdend. Überraschende Wendungen bleiben eher selten, was erfahrene Thriller-Leserinnen und -Leser vermutlich schnell erkennen werden.

Insgesamt ist „Don’t Let Her Stay – Wenn das Böse Einzug hält“ ein solider, spannender Psychothriller, der zuverlässig fesselt, ohne nachhaltig zu überraschen. Empfehlenswert vor allem für Genre-Einsteiger oder für alle, die eine schnelle, atmosphärische Lektüre für zwischendurch suchen.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Ein ruhiger Auftakt mit Potenzial

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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A Fire in the Sky ist für mich ein ruhiger, aber atmosphärisch starker Fantasy-Auftakt, der weniger durch große Überraschungen als durch seine Figuren getragen wird.

Besonders Tamsyn hat mich beschäftigt. ...

A Fire in the Sky ist für mich ein ruhiger, aber atmosphärisch starker Fantasy-Auftakt, der weniger durch große Überraschungen als durch seine Figuren getragen wird.

Besonders Tamsyn hat mich beschäftigt. Sie ist keine klassische Heldin, sondern eine junge Frau, die gelernt hat, Schmerz zu ertragen und sich selbst dabei völlig hintenanzustellen. Ihre Entwicklung ist langsam und oft frustrierend, aber genau das macht sie für mich glaubwürdig. Man spürt, wie sehr sie für andere lebt und wie wenig Raum sie sich selbst zugesteht.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was mir gut gefallen hat, da man die Figuren dadurch besser versteht. Fell ist dabei klar mein Highlight. Seine Motive sind nachvollziehbar, sein Handeln wirkt nie beliebig, und hinter seiner harten Art steckt deutlich mehr, als man zunächst erwartet. Die Beziehung zwischen ihm und Tamsyn ist geprägt von Anziehung und Misstrauen und fühlt sich zwar stellenweise vorhersehbar an, aber emotional stimmig.

Inhaltlich passiert insgesamt gar nicht so viel, und manche Passagen ziehen sich. Trotzdem wurde mir nie langweilig, weil die Stimmung durchgehend dicht bleibt. Die Welt wirkt düster, politisch angespannt und eher bodenständig als episch, was gut zur Geschichte passt. Einige Entwicklungen konnte man kommen sehen, andere haben mich emotional trotzdem überrascht.

A Fire in the Sky ist kein Buch, das mit Originalität oder Tempo punktet, sondern mit Atmosphäre, Figuren und einer leisen Spannung, die mich bis zum Ende gehalten hat. Für mich ein gelungener Reihenauftakt mit Potenzial nach oben.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Atmosphärisch, aber nicht immer rund

The Ordeals
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Sophia De Winter ist eine sogenannte Wirkerin und seit ihrer frühen Kindheit durch einen Blutsbund an den Sammler gebunden. Er kontrolliert ihr Leben und nutzt ihre magischen Fähigkeiten für seine eigenen ...

Sophia De Winter ist eine sogenannte Wirkerin und seit ihrer frühen Kindheit durch einen Blutsbund an den Sammler gebunden. Er kontrolliert ihr Leben und nutzt ihre magischen Fähigkeiten für seine eigenen Zwecke. Als Sophia von der Elite Akademie Killmarth erfährt, die außerhalb seines Einflusses liegt, sieht sie darin ihre einzige Chance, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Der Weg dorthin führt jedoch über tödliche Prüfungen, die nur wenige überleben.

Der Einstieg in die Geschichte ist düster und atmosphärisch. Die Welt der Wirker wird nach und nach eingeführt, ohne den Leser sofort mit Informationen zu überladen. Themen wie Macht, Kontrolle und Fremdbestimmung ziehen sich konsequent durch die Handlung. Sophia ist eine sympathische Protagonistin, die besonders durch ihre Loyalität und Hilfsbereitschaft auffällt. Sie ist bereit, für andere einzustehen und niemanden zurückzulassen, was sie menschlich und nahbar macht. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Ordeals, gefährliche Prüfungen, die über das Weiterkommen an der Akademie entscheiden. Diese sorgen für Spannung, sind jedoch unterschiedlich stark umgesetzt. Einige Prüfungen sind sehr fesselnd, andere wirken eher funktional und nicht immer vollständig durchdacht. Killmarth selbst dient dabei mehr als Rahmen für die Prüfungen. Ein klassischer Akademiealltag mit Unterricht oder intensiverem Worldbuilding steht weniger im Fokus. Die zwischenmenschlichen Beziehungen entwickeln sich vergleichsweise schnell. Gefühle entstehen ohne viel Vorlauf, auch wenn die Verbindungen zunächst stark von Zweckgemeinschaften geprägt sind. Innere Zweifel und Konflikte werden dabei nicht immer konsequent vertieft, was die emotionale Entwicklung stellenweise etwas zu glatt wirken lässt.Im letzten Teil der Geschichte zieht das Tempo deutlich an und die Bedrohung wird spürbarer. Die Handlung steuert klar auf eine Eskalation zu und bereitet den Übergang zu einer Fortsetzung vor. Die Ereignisse sind spannend, wirken stellenweise jedoch sehr geballt und lassen wenig Raum zum Nachwirken.

Insgesamt bietet The Ordeals solide und gut lesbare Fantasy mit einer zugänglichen Hauptfigur und klaren Konflikten. Besonders geeignet ist das Buch für eine jüngere Zielgruppe oder Fantasy-Neulinge. Unterhaltsam und spannend, auch wenn es insgesamt eher im Mittelfeld bleibt.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Wenn nichts ist, wie es scheint

Illusion – A Lie Worth Believing
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Schon beim ersten Anblick hat mich "Illusion – A Lie Worth Believing" von Janine Ukena angesprochen. Das Cover mit dem gesplitterten Glas und der intensiven Farbgestaltung wirkt geheimnisvoll und passt ...

Schon beim ersten Anblick hat mich "Illusion – A Lie Worth Believing" von Janine Ukena angesprochen. Das Cover mit dem gesplitterten Glas und der intensiven Farbgestaltung wirkt geheimnisvoll und passt perfekt zur Stimmung der Geschichte. Auch die liebevollen Details im Inneren des Buches, wie kleine Illustrationen, haben mir richtig gut gefallen und das Leseerlebnis für mich zusätzlich aufgewertet.

Inhaltlich hat mich der Roman schnell in seinen Bann gezogen. Das Setting rund um eine spektakuläre Illusionsshow in Las Vegas fand ich außergewöhnlich und sehr atmosphärisch. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass nichts wirklich so ist, wie es scheint. Genau dieses ständige Spiel mit Wahrheit und Täuschung hat für mich einen großen Reiz ausgemacht und dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.

Stella konnte mich als Protagonistin schnell überzeugen. Ich fand sie sehr authentisch, mit all ihren Zweifeln, Ängsten und Hoffnungen. Viele ihrer Gedanken und Reaktionen waren für mich gut nachvollziehbar, wodurch ich mich ihr emotional nahe gefühlt habe. Levin hingegen ist eine Figur, die mich lange beschäftigt hat. Er ist charmant, geheimnisvoll und bleibt über weite Strecken schwer einschätzbar. Gerade diese Undurchschaubarkeit hat für mich die Spannung zusätzlich erhöht und gut zum Suspense-Aspekt der Geschichte gepasst.

Der Schreibstil hat mir insgesamt sehr gefallen. Er ist flüssig, bildhaft und schafft es, eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Besonders die Szenen rund um die Show und die Bühne waren für mich sehr lebendig beschrieben und haben starkes Kopfkino ausgelöst. Ich hatte oft das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

Insgesamt war "Illusion – A Lie Worth Believing" für mich ein gelungener Auftakt einer New-Adult-Suspense-Dilogie, der mich emotional abgeholt und neugierig zurückgelassen hat. Wer Romance mit Spannung, geheimnisvollen Figuren und einer besonderen Kulisse mag, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.

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