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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2026

Ein ruhiger Auftakt mit Potenzial

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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A Fire in the Sky ist für mich ein ruhiger, aber atmosphärisch starker Fantasy-Auftakt, der weniger durch große Überraschungen als durch seine Figuren getragen wird.

Besonders Tamsyn hat mich beschäftigt. ...

A Fire in the Sky ist für mich ein ruhiger, aber atmosphärisch starker Fantasy-Auftakt, der weniger durch große Überraschungen als durch seine Figuren getragen wird.

Besonders Tamsyn hat mich beschäftigt. Sie ist keine klassische Heldin, sondern eine junge Frau, die gelernt hat, Schmerz zu ertragen und sich selbst dabei völlig hintenanzustellen. Ihre Entwicklung ist langsam und oft frustrierend, aber genau das macht sie für mich glaubwürdig. Man spürt, wie sehr sie für andere lebt und wie wenig Raum sie sich selbst zugesteht.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was mir gut gefallen hat, da man die Figuren dadurch besser versteht. Fell ist dabei klar mein Highlight. Seine Motive sind nachvollziehbar, sein Handeln wirkt nie beliebig, und hinter seiner harten Art steckt deutlich mehr, als man zunächst erwartet. Die Beziehung zwischen ihm und Tamsyn ist geprägt von Anziehung und Misstrauen und fühlt sich zwar stellenweise vorhersehbar an, aber emotional stimmig.

Inhaltlich passiert insgesamt gar nicht so viel, und manche Passagen ziehen sich. Trotzdem wurde mir nie langweilig, weil die Stimmung durchgehend dicht bleibt. Die Welt wirkt düster, politisch angespannt und eher bodenständig als episch, was gut zur Geschichte passt. Einige Entwicklungen konnte man kommen sehen, andere haben mich emotional trotzdem überrascht.

A Fire in the Sky ist kein Buch, das mit Originalität oder Tempo punktet, sondern mit Atmosphäre, Figuren und einer leisen Spannung, die mich bis zum Ende gehalten hat. Für mich ein gelungener Reihenauftakt mit Potenzial nach oben.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Atmosphärisch, aber nicht immer rund

The Ordeals
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Sophia De Winter ist eine sogenannte Wirkerin und seit ihrer frühen Kindheit durch einen Blutsbund an den Sammler gebunden. Er kontrolliert ihr Leben und nutzt ihre magischen Fähigkeiten für seine eigenen ...

Sophia De Winter ist eine sogenannte Wirkerin und seit ihrer frühen Kindheit durch einen Blutsbund an den Sammler gebunden. Er kontrolliert ihr Leben und nutzt ihre magischen Fähigkeiten für seine eigenen Zwecke. Als Sophia von der Elite Akademie Killmarth erfährt, die außerhalb seines Einflusses liegt, sieht sie darin ihre einzige Chance, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Der Weg dorthin führt jedoch über tödliche Prüfungen, die nur wenige überleben.

Der Einstieg in die Geschichte ist düster und atmosphärisch. Die Welt der Wirker wird nach und nach eingeführt, ohne den Leser sofort mit Informationen zu überladen. Themen wie Macht, Kontrolle und Fremdbestimmung ziehen sich konsequent durch die Handlung. Sophia ist eine sympathische Protagonistin, die besonders durch ihre Loyalität und Hilfsbereitschaft auffällt. Sie ist bereit, für andere einzustehen und niemanden zurückzulassen, was sie menschlich und nahbar macht. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Ordeals, gefährliche Prüfungen, die über das Weiterkommen an der Akademie entscheiden. Diese sorgen für Spannung, sind jedoch unterschiedlich stark umgesetzt. Einige Prüfungen sind sehr fesselnd, andere wirken eher funktional und nicht immer vollständig durchdacht. Killmarth selbst dient dabei mehr als Rahmen für die Prüfungen. Ein klassischer Akademiealltag mit Unterricht oder intensiverem Worldbuilding steht weniger im Fokus. Die zwischenmenschlichen Beziehungen entwickeln sich vergleichsweise schnell. Gefühle entstehen ohne viel Vorlauf, auch wenn die Verbindungen zunächst stark von Zweckgemeinschaften geprägt sind. Innere Zweifel und Konflikte werden dabei nicht immer konsequent vertieft, was die emotionale Entwicklung stellenweise etwas zu glatt wirken lässt.Im letzten Teil der Geschichte zieht das Tempo deutlich an und die Bedrohung wird spürbarer. Die Handlung steuert klar auf eine Eskalation zu und bereitet den Übergang zu einer Fortsetzung vor. Die Ereignisse sind spannend, wirken stellenweise jedoch sehr geballt und lassen wenig Raum zum Nachwirken.

Insgesamt bietet The Ordeals solide und gut lesbare Fantasy mit einer zugänglichen Hauptfigur und klaren Konflikten. Besonders geeignet ist das Buch für eine jüngere Zielgruppe oder Fantasy-Neulinge. Unterhaltsam und spannend, auch wenn es insgesamt eher im Mittelfeld bleibt.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Wenn nichts ist, wie es scheint

Illusion – A Lie Worth Believing
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Schon beim ersten Anblick hat mich "Illusion – A Lie Worth Believing" von Janine Ukena angesprochen. Das Cover mit dem gesplitterten Glas und der intensiven Farbgestaltung wirkt geheimnisvoll und passt ...

Schon beim ersten Anblick hat mich "Illusion – A Lie Worth Believing" von Janine Ukena angesprochen. Das Cover mit dem gesplitterten Glas und der intensiven Farbgestaltung wirkt geheimnisvoll und passt perfekt zur Stimmung der Geschichte. Auch die liebevollen Details im Inneren des Buches, wie kleine Illustrationen, haben mir richtig gut gefallen und das Leseerlebnis für mich zusätzlich aufgewertet.

Inhaltlich hat mich der Roman schnell in seinen Bann gezogen. Das Setting rund um eine spektakuläre Illusionsshow in Las Vegas fand ich außergewöhnlich und sehr atmosphärisch. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass nichts wirklich so ist, wie es scheint. Genau dieses ständige Spiel mit Wahrheit und Täuschung hat für mich einen großen Reiz ausgemacht und dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.

Stella konnte mich als Protagonistin schnell überzeugen. Ich fand sie sehr authentisch, mit all ihren Zweifeln, Ängsten und Hoffnungen. Viele ihrer Gedanken und Reaktionen waren für mich gut nachvollziehbar, wodurch ich mich ihr emotional nahe gefühlt habe. Levin hingegen ist eine Figur, die mich lange beschäftigt hat. Er ist charmant, geheimnisvoll und bleibt über weite Strecken schwer einschätzbar. Gerade diese Undurchschaubarkeit hat für mich die Spannung zusätzlich erhöht und gut zum Suspense-Aspekt der Geschichte gepasst.

Der Schreibstil hat mir insgesamt sehr gefallen. Er ist flüssig, bildhaft und schafft es, eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Besonders die Szenen rund um die Show und die Bühne waren für mich sehr lebendig beschrieben und haben starkes Kopfkino ausgelöst. Ich hatte oft das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

Insgesamt war "Illusion – A Lie Worth Believing" für mich ein gelungener Auftakt einer New-Adult-Suspense-Dilogie, der mich emotional abgeholt und neugierig zurückgelassen hat. Wer Romance mit Spannung, geheimnisvollen Figuren und einer besonderen Kulisse mag, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Laut, emotional und nervenaufreibend

Heat of the Everflame
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Heat of the Everflame ist ein starker dritter Band, der die Reihe konsequent weiterdenkt. Politischer, düsterer und emotional fordernder als seine Vorgänger, mit einer Heldin, die nicht perfekt sein will, ...

Heat of the Everflame ist ein starker dritter Band, der die Reihe konsequent weiterdenkt. Politischer, düsterer und emotional fordernder als seine Vorgänger, mit einer Heldin, die nicht perfekt sein will, sondern kämpfen muss, um sich selbst treu zu bleiben.



Der dritte Band der Kindred’s Curse Saga setzt nahtlos dort an, wo der zweite aufgehört hat, und macht sehr schnell klar: Jetzt wird es ernst. Der Konflikt zwischen Mortals und Descended ist kein fernes Drohszenario mehr, sondern bittere Realität. Diem steht dabei dauerhaft zwischen allen Fronten und genau dieses Spannungsfeld trägt den Roman.

Besonders gelungen fand ich, wie sich die Welt weiter öffnet. Die Reise durch verschiedene Reiche und die Begegnungen mit anderen Crowns vertiefen nicht nur die politischen Machtstrukturen, sondern geben der Geschichte mehr Gewicht. Es geht längst nicht mehr nur um persönliche Entscheidungen, sondern um Systeme, alte Feindbilder und die Frage, ob Veränderung ohne Gewalt überhaupt möglich ist.

Diem bleibt eine Figur, die polarisiert. Sie ist stärker geworden, aber innerlich weiterhin zerrissen. Ihre Zweifel und ihr Bedürfnis, es allen recht zu machen, können stellenweise ermüden, passen aber zu ihrer Situation und machen sie menschlich. Gerade dieser innere Konflikt ist zentral für den Band, auch wenn er das Tempo im Mittelteil kurzzeitig bremst.

Luther ist für mich der emotionale Ruhepol der Geschichte. Seine Loyalität und Klarheit geben Halt, auch wenn sein eigenes Entwicklungspotenzial nicht immer voll ausgeschöpft wird. Die Dynamik zwischen ihm und Diem bleibt dennoch einer der stärksten Aspekte des Buches, weil sie weniger auf Drama als auf Vertrauen und Zusammenhalt setzt.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Zwischen starken Momenten und zähen Passagen

Bonds of Hercules
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Der zweite Band war für mich insgesamt schwächer als der erste. Ich war wieder schnell in der Welt drin und ein paar Entwicklungen fand ich wirklich gut gemacht, aber das Buch konnte das Niveau seines ...

Der zweite Band war für mich insgesamt schwächer als der erste. Ich war wieder schnell in der Welt drin und ein paar Entwicklungen fand ich wirklich gut gemacht, aber das Buch konnte das Niveau seines Vorgängers nicht durchgehend halten.

Die Figuren, vor allem die Hauptcharaktere, haben mir nach wie vor gefallen. Ihre Dynamik wirkt reifer und glaubwürdiger und ich mochte einige emotionale Momente sehr. Trotzdem hatte ich öfter das Gefühl, dass die Geschichte streckenweise an Tempo verliert und sich manche Passagen unnötig ziehen. Dafür rauschen andere Punkte dann wieder zu schnell vorbei, sodass mir ein runderes Gleichgewicht gefehlt hat.

Was das Lesen für mich gerettet hat, waren einzelne Figuren und ihre Art, die Geschichte aufzulockern. Die Welt bleibt spannend, der Schreibstil ist gewohnt angenehm und man bekommt viele Ansätze, die neugierig auf mehr machen.

Unterm Strich war der Band für mich „okay“, aber eben nicht mehr. Der Funke, der im ersten Teil so stark übergesprungen ist, war hier nicht konstant da.

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