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Nicawa

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Laut, emotional und nervenaufreibend

Heat of the Everflame
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Heat of the Everflame ist ein starker dritter Band, der die Reihe konsequent weiterdenkt. Politischer, düsterer und emotional fordernder als seine Vorgänger, mit einer Heldin, die nicht perfekt sein will, ...

Heat of the Everflame ist ein starker dritter Band, der die Reihe konsequent weiterdenkt. Politischer, düsterer und emotional fordernder als seine Vorgänger, mit einer Heldin, die nicht perfekt sein will, sondern kämpfen muss, um sich selbst treu zu bleiben.



Der dritte Band der Kindred’s Curse Saga setzt nahtlos dort an, wo der zweite aufgehört hat, und macht sehr schnell klar: Jetzt wird es ernst. Der Konflikt zwischen Mortals und Descended ist kein fernes Drohszenario mehr, sondern bittere Realität. Diem steht dabei dauerhaft zwischen allen Fronten und genau dieses Spannungsfeld trägt den Roman.

Besonders gelungen fand ich, wie sich die Welt weiter öffnet. Die Reise durch verschiedene Reiche und die Begegnungen mit anderen Crowns vertiefen nicht nur die politischen Machtstrukturen, sondern geben der Geschichte mehr Gewicht. Es geht längst nicht mehr nur um persönliche Entscheidungen, sondern um Systeme, alte Feindbilder und die Frage, ob Veränderung ohne Gewalt überhaupt möglich ist.

Diem bleibt eine Figur, die polarisiert. Sie ist stärker geworden, aber innerlich weiterhin zerrissen. Ihre Zweifel und ihr Bedürfnis, es allen recht zu machen, können stellenweise ermüden, passen aber zu ihrer Situation und machen sie menschlich. Gerade dieser innere Konflikt ist zentral für den Band, auch wenn er das Tempo im Mittelteil kurzzeitig bremst.

Luther ist für mich der emotionale Ruhepol der Geschichte. Seine Loyalität und Klarheit geben Halt, auch wenn sein eigenes Entwicklungspotenzial nicht immer voll ausgeschöpft wird. Die Dynamik zwischen ihm und Diem bleibt dennoch einer der stärksten Aspekte des Buches, weil sie weniger auf Drama als auf Vertrauen und Zusammenhalt setzt.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Zwischen starken Momenten und zähen Passagen

Bonds of Hercules
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Der zweite Band war für mich insgesamt schwächer als der erste. Ich war wieder schnell in der Welt drin und ein paar Entwicklungen fand ich wirklich gut gemacht, aber das Buch konnte das Niveau seines ...

Der zweite Band war für mich insgesamt schwächer als der erste. Ich war wieder schnell in der Welt drin und ein paar Entwicklungen fand ich wirklich gut gemacht, aber das Buch konnte das Niveau seines Vorgängers nicht durchgehend halten.

Die Figuren, vor allem die Hauptcharaktere, haben mir nach wie vor gefallen. Ihre Dynamik wirkt reifer und glaubwürdiger und ich mochte einige emotionale Momente sehr. Trotzdem hatte ich öfter das Gefühl, dass die Geschichte streckenweise an Tempo verliert und sich manche Passagen unnötig ziehen. Dafür rauschen andere Punkte dann wieder zu schnell vorbei, sodass mir ein runderes Gleichgewicht gefehlt hat.

Was das Lesen für mich gerettet hat, waren einzelne Figuren und ihre Art, die Geschichte aufzulockern. Die Welt bleibt spannend, der Schreibstil ist gewohnt angenehm und man bekommt viele Ansätze, die neugierig auf mehr machen.

Unterm Strich war der Band für mich „okay“, aber eben nicht mehr. Der Funke, der im ersten Teil so stark übergesprungen ist, war hier nicht konstant da.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Zwischen Herz, Schwert und Schicksal

Blood and Steel
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„Blood and Steel“ erzählt die Geschichte von Althea „Thea“ Zoltaire, die sich gegen alle Widerstände ihren Platz als Kriegerin in einer Welt erkämpfen will, in der Frauen das Tragen von Waffen verboten ...

„Blood and Steel“ erzählt die Geschichte von Althea „Thea“ Zoltaire, die sich gegen alle Widerstände ihren Platz als Kriegerin in einer Welt erkämpfen will, in der Frauen das Tragen von Waffen verboten ist. Entschlossen, ihren Traum zu verwirklichen, stellt sie sich harten Prüfungen, gefährlichen Gegnern und ihren eigenen Zweifeln. Dabei trifft sie auf Wilder Hawthorne, den legendären Schwertmeister, dessen Vergangenheit dunkle Schatten wirft.

Mir hat besonders gefallen, wie gut Helen Scheuerer Theas Entwicklung beschreibt. Sie ist nicht die makellose Heldin, sondern jemand, der Fehler macht, zweifelt und trotzdem weitermacht. Das macht sie glaubwürdig und sympathisch. Ich mochte auch, dass sie nicht nur durch Stärke, sondern auch durch Loyalität, Empathie und Willen überzeugt.

Die Handlung hat für mich genau die richtige Mischung aus Spannung, Training, Intrigen und emotionalen Momenten. Einige Szenen gehen richtig unter die Haut, vor allem dann, wenn Thea mit sich selbst und ihren Grenzen kämpft. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und voller Atmosphäre. Man kann sich die Orte, Kämpfe und Dialoge beim Lesen richtig vorstellen. Besonders schön fand ich auch die Dynamik zwischen Thea und Wilder. Sie ist intensiv, aber nie kitschig.

Was mir etwas weniger gefallen hat, war, dass Thea in manchen Szenen sehr überschwänglich auf Wilder reagiert hat. Ihr ständiges Schmachten wirkte manchmal etwas überzogen. Trotzdem bleibt die Verbindung zwischen den beiden spannend und trägt zur Geschichte bei.

Emotional hat mich „Blood and Steel“ immer wieder überrascht. Es geht um Mut, Selbstbestimmung und darum, seinen Platz in der Welt zu finden, egal welche Regeln dagegenstehen. Ich habe beim Lesen oft mitgefiebert und mitgefühlt und finde, dass das Buch genau dadurch überzeugt.

Ich würde „Blood and Steel“ allen empfehlen, die Romantasy mit starker Charakterentwicklung, langsam aufgebauter Spannung und gut dosierter Romantik mögen. Fans von Reihen wie Throne of Glass, Fourth Wing oder Blood and Ash werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Düster, verführerisch und spannend

Our darkest Lies
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„Our Darkest Lies“ ist der Auftakt einer düsteren Dark-Romance-Dilogie, die mich von Beginn an neugierig gemacht hat. Schon das Cover mit seiner geheimnisvollen, dunklen Gestaltung passt perfekt zur Atmosphäre ...

„Our Darkest Lies“ ist der Auftakt einer düsteren Dark-Romance-Dilogie, die mich von Beginn an neugierig gemacht hat. Schon das Cover mit seiner geheimnisvollen, dunklen Gestaltung passt perfekt zur Atmosphäre des Buches und vermittelt sofort den richtigen Ton: gefährlich, sinnlich und voller Geheimnisse.

Die Geschichte um Cheryl Baker, die in die Machenschaften einer mächtigen Geheimgesellschaft hineingezogen wird, ist spannend und vielschichtig erzählt. Ohne zu viel zu verraten: Es geht um Macht, Versuchung und die Frage, wie weit man bereit ist zu gehen, um sich selbst treu zu bleiben. Sara Rivers schafft es, die Spannung konstant aufrechtzuerhalten, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Hintergrund zur Bruderschaft gewünscht hätte.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr eingängig. Man taucht schnell in die Welt der Styx ein und spürt sowohl die düstere Stimmung als auch die emotionale Zerrissenheit der Figuren. Besonders Cheryl hat mir gut gefallen. Sie ist keine makellose Heldin, sondern eine junge Frau, die Fehler macht, aber trotzdem kämpft. Auch die beiden männlichen Hauptfiguren sind interessant gezeichnet, wenn auch noch mit Entwicklungspotenzial für den zweiten Band.

Was mich besonders überzeugt hat, ist die Mischung aus Spannung, emotionaler Tiefe und einem Hauch Gefahr. Das Buch liest sich schnell, aber es bleibt im Kopf, weil es mehr andeutet, als es auf den ersten Blick preisgibt.

„Our Darkest Lies“ ist ein fesselnder Start in eine dunkle, gefährliche Welt voller Intrigen, Leidenschaft und Geheimnisse. Wer Dark Romance mit Spannung und emotionaler Komplexität mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und darauf, tiefer in die Welt der Bruderschaft der Styx einzutauchen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine Geschichte, die man nicht so leicht vergisst

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Dieses Buch hat mich von Anfang an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Die Geschichte entwickelt sich mit einer konstanten Spannung, die nie abreißt. Es passiert ständig etwas, aber nie ...

Dieses Buch hat mich von Anfang an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Die Geschichte entwickelt sich mit einer konstanten Spannung, die nie abreißt. Es passiert ständig etwas, aber nie einfach nur, um spannend zu sein... alles greift ineinander und ergibt am Ende Sinn. Dabei wechseln sich Action, Intrigen und Emotionen so gut ab, dass keine Seite langweilig wird.

Besonders Sora hat mich beeindruckt. Sie ist stark, klug, manchmal ein bisschen zu stur und hat eine freche Art, die sie einfach einzigartig macht. Ich mochte, dass sie im Laufe der Geschichte wächst, ohne sich dabei zu verbiegen. Sie bleibt sie selbst, auch wenn sie oft an ihre Grenzen kommt. Gerade das macht sie so echt und greifbar.

Die Handlung ist abwechslungsreich und steckt voller Überraschungen. Einige Wendungen haben mich echt kalt erwischt, andere fand ich emotional so stark, dass ich kurz schlucken musste. Die Prüfungen, die die Figuren bestehen müssen, sind nicht nur spannend, sondern zeigen auch viel über ihren Charakter. Da geht es nicht einfach um Magie oder Macht, sondern auch um Mut, Vertrauen und Menschlichkeit.

Auch die Beziehungen zwischen den Figuren sind toll geschrieben. Es gibt ernste, traurige und witzige Momente, und alles wirkt dabei glaubwürdig. Nichts wirkt aufgesetzt oder übertrieben. Besonders die stillen Szenen zwischen Sora und Ran fand ich richtig gelungen. Da passiert oft mehr zwischen den Zeilen als in langen Gesprächen.

Der Schreibstil ist angenehm und bildhaft, ohne dabei überladen zu wirken. Ich konnte mir alles sofort vorstellen und war komplett in der Geschichte drin. Das Buch hat mich oft so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Für mich ist es eine Geschichte, die alles hat, was gute Romantasy braucht: Spannung, Gefühl, Tiefe und Charaktere, die einem wirklich etwas bedeuten. Ich kann es jedem empfehlen, der Lust auf eine emotionale, gut durchdachte Geschichte mit einem koreanischen Setting und einer starken, eigenwilligen Heldin hat.

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