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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2025

Spannend, emotional und nachdenklich

Not Quite Dead Yet
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„Not Quite Dead Yet“ war mein erstes Buch von Holly Jackson und ich kann jetzt schon sagen, dass es sicher nicht mein letztes sein wird. Die Ausgangssituation ist ungewöhnlich und hat mich sofort neugierig ...

„Not Quite Dead Yet“ war mein erstes Buch von Holly Jackson und ich kann jetzt schon sagen, dass es sicher nicht mein letztes sein wird. Die Ausgangssituation ist ungewöhnlich und hat mich sofort neugierig gemacht. Von Anfang an herrscht eine bedrückende Spannung, die einen nicht mehr so leicht loslässt.

Besonders spannend fand ich die Figur von Jet. Sie ist keine klassische Thrillerheldin, sondern wirkt zu Beginn unsicher, planlos und irgendwie orientierungslos. Sie hat in ihrem Leben bisher kaum etwas zu Ende gebracht und weiß nicht so richtig, wohin sie gehört. Genau diese Unentschlossenheit macht ihre Entwicklung interessant, denn man erlebt mit, wie sie unter extremem Druck plötzlich gezwungen ist, Verantwortung zu übernehmen. Ihr schwarzer Humor hat der ganzen Geschichte zusätzlich eine besondere Note verliehen und sie trotz der ernsten Situation nahbar gemacht.

Der Spannungsbogen ist von Beginn an sehr hoch, da man genau weiß, dass die Zeit für Jet begrenzt ist. Dadurch hatte ich das Gefühl, ständig mit ihr mitzuzählen und unbedingt wissen zu wollen, wie sich alles entwickelt. Holly Jackson schreibt sehr flüssig und packend, sodass ich stellenweise kaum aufhören konnte zu lesen. Gleichzeitig gab es aber auch Momente, in denen ich dachte, dass die Figuren sich für ihr eigentliches Alter oft etwas jugendlicher verhalten haben. Gerade Jet und ihr Umfeld wirkten auf mich manchmal eher wie Anfang 20 und nicht wie Ende 20, was mich beim Lesen hin und wieder etwas irritiert hat.

Trotzdem hat mich die Handlung insgesamt überzeugt. Es gibt viele Wendungen, die ich so nicht erwartet habe, und das Ende war für mich stark und emotional. Es ist nicht nur ein Thriller, der auf Spannung setzt, sondern auch eine Geschichte, die nachhallt und zum Nachdenken anregt.

Für mich war „Not Quite Dead Yet“ ein wirklich gutes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Kleine Abzüge gibt es für die Figurenzeichnung, die nicht immer altersgerecht wirkte, aber das hat den Lesegenuss nur minimal getrübt.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Magie, Funken und eine Welt, die man nicht mehr verlassen will

Infernas 1: King of Ash
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Ein magischer Schwur, ein Reich voller Geheimnisse und eine Verbindung, die stärker ist als Feuer und Eis. Everly ahnt nicht, dass ihre Reise nach Infernas nicht nur ihr Schicksal verändern wird, sondern ...

Ein magischer Schwur, ein Reich voller Geheimnisse und eine Verbindung, die stärker ist als Feuer und Eis. Everly ahnt nicht, dass ihre Reise nach Infernas nicht nur ihr Schicksal verändern wird, sondern auch das des Mannes, dem sie einst ein Versprechen gab.

Mit „Infernas – King of Ash“ liefert Melanie Lane einen Auftakt, der nicht nur eine neue Fantasywelt eröffnet, sondern den Leser direkt mitten ins Geschehen zieht. Infernas ist dabei keine düstere Hölle, wie der Name vermuten lässt, sondern ein faszinierender Ort voller Leben und Magie, den man am liebsten sofort selbst erkunden würde. Schon auf den ersten Seiten spürt man, dass wir hier nur einen Bruchteil dieser Welt sehen und genau das macht Lust auf mehr.

Everly, eine Winterhexe mit Mut, Eigenständigkeit und einer guten Portion Sarkasmus, ist eine Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Besonders ihre Dialoge mit Dante sind ein Vergnügen: mal scharfzüngig, mal gefühlvoll, immer mit diesem gewissen Knistern in der Luft. Dante selbst ist charismatisch, geheimnisvoll und gleichzeitig verletzlich genug, um mehr zu sein als ein typischer „Bad Boy“. Die Nebenfiguren bringen zusätzliche Tiefe, Konflikte und Geheimnisse mit, die das Buch von Anfang an bereichern.

Melanie Lane schreibt flüssig, bildhaft und mit einer Leichtigkeit, die es unmöglich macht, das Buch einfach wegzulegen. Sie schafft es, eine detailreiche Welt zu entwerfen, ohne sich in ausschweifenden Beschreibungen zu verlieren, und verbindet ruhige, gefühlvolle Momente mit spannungsgeladenen Szenen. Die Liebesgeschichte entwickelt sich organisch, wirkt glaubwürdig und ist eng mit der Haupthandlung verknüpft, statt nur ein Beiwerk zu sein.

„Infernas – King of Ash“ ist fesselnde Fantasy voller Magie, Intrigen, Geheimnisse und Emotionen, die auf jeder Seite mitschwingen. Das Ende ist ein starker Cliffhanger, der sofort nach Band zwei rufen lässt. Wer Fantasy mit Spannung, Herz und lebendigen Figuren sucht, wird hier definitiv fündig.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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How to Fight Fate ist ein gelungener Auftakt einer Romantasy-Dilogie, die bekannte Genre-Elemente aufgreift, dabei aber eine eigene, atmosphärisch dichte Welt schafft, die neugierig macht und überrascht.

Im ...

How to Fight Fate ist ein gelungener Auftakt einer Romantasy-Dilogie, die bekannte Genre-Elemente aufgreift, dabei aber eine eigene, atmosphärisch dichte Welt schafft, die neugierig macht und überrascht.

Im Zentrum steht Kiana, eine junge Novizin der Schicksalsgöttin, die nach dem plötzlichen Verlust ihres Seelenpartners nicht bereit ist, sich mit dem ihr zugedachten Schicksal abzufinden. Stattdessen stellt sie sich gegen die Regeln ihrer Welt und damit gegen das System selbst. Kiana ist eine überzeugende Protagonistin: emotional nahbar, willensstark, manchmal impulsiv, aber stets getrieben von einem tiefen Sinn für Gerechtigkeit und Loyalität. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte wirkt glaubwürdig und macht sie umso greifbarer.

An ihrer Seite stehen zwei völlig gegensätzliche Charaktere. Nevin, ein empathischer Liebesnovize mit scharfer Beobachtungsgabe und emotionaler Intelligenz, der oft als ausgleichende Kraft in der Gruppe fungiert. Und Tyron, Kriegsnovize, unnahbar, sarkastisch, mit einer undurchdringlichen Fassade, die nur langsam Risse bekommt. Zwischen ihm und Kiana entwickelt sich eine klassische, aber gut geschriebene Enemies to Lovers Dynamik, die weder zu vorhersehbar noch zu überzeichnet daherkommt. Besonders gelungen: Hinter Tyron steckt mehr als das gängige Bad-Boy-Klischee. Seine Motive, sein Schmerz und seine Loyalität verleihen ihm echte Tiefe.

Saskia Louis gelingt es, eine spannende Balance zwischen Charakterentwicklung, Worldbuilding und Plot zu halten. Die Geschichte ist von Anfang an fesselnd, die emotionale Tiefe überzeugend. Besonders positiv hervorzuheben ist die Art, wie das Thema freier Wille versus Vorherbestimmung durchgezogen wird – sowohl im großen Kontext als auch in den persönlichen Entscheidungen der Figuren.

Auch wenn man einzelne Wendungen durchaus erahnen kann, bleibt das Buch bis zum Ende spannend. Einige clevere Twists sind so geschickt eingebaut, dass sie echte Aha-Momente erzeugen und die Neugier auf den zweiten Band nur noch größer machen. Die romantischen Elemente sind gut dosiert und fügen sich natürlich in die Handlung ein, ohne sie zu dominieren.

Fazit: How to Fight Fate überzeugt mit einer starken Heldin, einer mitreißenden Handlung und Charakteren, die mehr sind als ihre Rollenbilder. Für alle, die Romantasy mit Substanz, Spannung und glaubwürdigen Figuren suchen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Mountainbike-Romance mit Luft nach oben

Downhill Dreams
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Das Cover hat mich direkt angesprochen – sportlich, modern und mit einem originellen Farbschnitt, der den Mountainbike-Aspekt schön aufgreift. Auch thematisch fand ich das Buch spannend, da ich bisher ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen – sportlich, modern und mit einem originellen Farbschnitt, der den Mountainbike-Aspekt schön aufgreift. Auch thematisch fand ich das Buch spannend, da ich bisher noch keine Sports-Romance gelesen habe, in der Mountainbiken eine zentrale Rolle spielt. Leider konnte mich die Geschichte trotz dieses frischen Ansatzes nicht vollends überzeugen.

Die Handlung startet vielversprechend mit einer energiegeladenen Begegnung zwischen Josie und Mountainbike-Star Levi. Doch obwohl das erste Drittel noch gut mitreißt, verliert die Geschichte für mich später an Spannung. Besonders der lange Einstieg in Garmisch zog sich zu sehr in die Länge, während der eigentlich interessantere College-Teil etwas zu kurz kam.

Der Schreibstil ist grundsätzlich angenehm und flüssig, aber die Balance zwischen Action, Emotion und Tiefe stimmt für mich nicht ganz. Einige Szenen wirkten auf mich überzogen oder zu sehr auf Drama ausgelegt. Die Liebesgeschichte war streckenweise schön erzählt, aber auch hier fehlte mir manchmal das Gefühl echter Verbundenheit zwischen den Figuren. Zudem war mir Levi stellenweise zu klischeehaft, während Josie in ihrem Verhalten nicht immer nachvollziehbar wirkte.

Positiv hervorheben möchte ich, dass das Thema Extremsport glaubwürdig integriert wurde – auch wenn mir persönlich die vielen Details rund ums Bike manchmal zu viel waren. Wer sich für Sport-Romance interessiert, könnte hier aber genau das finden, was er oder sie sucht.

Fazit: Downhill Dreams hat eine interessante Idee und ein tolles Setting, schwächelt aber in der Umsetzung. Für Fans von Forbidden Love mit sportlichem Touch einen Blick wert – ich persönlich hätte mir mehr Tiefgang und weniger Klischees gewünscht.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Emotional, ehrlich und überraschend tiefgründig

Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas
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In Loving Lucas geht es um zwei junge Menschen, die sich seit ihrer Kindheit kennen und über Jahre hinweg eine enge Freundschaft verbindet – bis Gefühle ins Spiel kommen, die alles verändern könnten. Die ...

In Loving Lucas geht es um zwei junge Menschen, die sich seit ihrer Kindheit kennen und über Jahre hinweg eine enge Freundschaft verbindet – bis Gefühle ins Spiel kommen, die alles verändern könnten. Die Geschichte begleitet sie auf dem oft schwierigen Weg zwischen Vertrautheit, Unsicherheit und dem Mut, sich selbst und anderen gegenüber ehrlich zu sein.

Jay McLean erzählt einfühlsam und emotional, ohne zu kitschig zu werden. Die Themen Freundschaft, Familie, Liebe und Verlust werden dabei gut miteinander verwoben. Besonders gefallen hat mir, dass nicht nur romantische Gefühle im Mittelpunkt stehen, sondern auch die Frage, wie wir mit schwierigen Lebensphasen umgehen – und wie wichtig Unterstützung durch andere dabei sein kann.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen und zugleich voller Emotionen. Teilweise wechselt die Perspektive zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was die Geschichte bereichert, auch wenn ich anfangs kurz gebraucht habe, um mich daran zu gewöhnen. Besonders stark fand ich die lebendige Familiendynamik – die Preston-Familie ist voller Wärme, Humor und Zusammenhalt.

Die Figuren wirkten auf mich insgesamt authentisch. Laney fand ich sehr sympathisch – sie handelt reflektiert, entwickelt sich weiter und steht für sich ein. Lucas war für mich anfangs etwas schwerer zu greifen, hat aber im Verlauf mehr Tiefe gezeigt.

Fazit: Loving Lucas ist ein gefühlvoller, ehrlicher Roman über das Erwachsenwerden, Freundschaft und das Wagnis, jemanden wirklich an sich heranzulassen. Ich empfehle das Buch allen, die emotionale Geschichten mit Tiefe und echten Charakteren mögen.

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