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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Mountainbike-Romance mit Luft nach oben

Downhill Dreams
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Das Cover hat mich direkt angesprochen – sportlich, modern und mit einem originellen Farbschnitt, der den Mountainbike-Aspekt schön aufgreift. Auch thematisch fand ich das Buch spannend, da ich bisher ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen – sportlich, modern und mit einem originellen Farbschnitt, der den Mountainbike-Aspekt schön aufgreift. Auch thematisch fand ich das Buch spannend, da ich bisher noch keine Sports-Romance gelesen habe, in der Mountainbiken eine zentrale Rolle spielt. Leider konnte mich die Geschichte trotz dieses frischen Ansatzes nicht vollends überzeugen.

Die Handlung startet vielversprechend mit einer energiegeladenen Begegnung zwischen Josie und Mountainbike-Star Levi. Doch obwohl das erste Drittel noch gut mitreißt, verliert die Geschichte für mich später an Spannung. Besonders der lange Einstieg in Garmisch zog sich zu sehr in die Länge, während der eigentlich interessantere College-Teil etwas zu kurz kam.

Der Schreibstil ist grundsätzlich angenehm und flüssig, aber die Balance zwischen Action, Emotion und Tiefe stimmt für mich nicht ganz. Einige Szenen wirkten auf mich überzogen oder zu sehr auf Drama ausgelegt. Die Liebesgeschichte war streckenweise schön erzählt, aber auch hier fehlte mir manchmal das Gefühl echter Verbundenheit zwischen den Figuren. Zudem war mir Levi stellenweise zu klischeehaft, während Josie in ihrem Verhalten nicht immer nachvollziehbar wirkte.

Positiv hervorheben möchte ich, dass das Thema Extremsport glaubwürdig integriert wurde – auch wenn mir persönlich die vielen Details rund ums Bike manchmal zu viel waren. Wer sich für Sport-Romance interessiert, könnte hier aber genau das finden, was er oder sie sucht.

Fazit: Downhill Dreams hat eine interessante Idee und ein tolles Setting, schwächelt aber in der Umsetzung. Für Fans von Forbidden Love mit sportlichem Touch einen Blick wert – ich persönlich hätte mir mehr Tiefgang und weniger Klischees gewünscht.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Emotional, ehrlich und überraschend tiefgründig

Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas
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In Loving Lucas geht es um zwei junge Menschen, die sich seit ihrer Kindheit kennen und über Jahre hinweg eine enge Freundschaft verbindet – bis Gefühle ins Spiel kommen, die alles verändern könnten. Die ...

In Loving Lucas geht es um zwei junge Menschen, die sich seit ihrer Kindheit kennen und über Jahre hinweg eine enge Freundschaft verbindet – bis Gefühle ins Spiel kommen, die alles verändern könnten. Die Geschichte begleitet sie auf dem oft schwierigen Weg zwischen Vertrautheit, Unsicherheit und dem Mut, sich selbst und anderen gegenüber ehrlich zu sein.

Jay McLean erzählt einfühlsam und emotional, ohne zu kitschig zu werden. Die Themen Freundschaft, Familie, Liebe und Verlust werden dabei gut miteinander verwoben. Besonders gefallen hat mir, dass nicht nur romantische Gefühle im Mittelpunkt stehen, sondern auch die Frage, wie wir mit schwierigen Lebensphasen umgehen – und wie wichtig Unterstützung durch andere dabei sein kann.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen und zugleich voller Emotionen. Teilweise wechselt die Perspektive zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was die Geschichte bereichert, auch wenn ich anfangs kurz gebraucht habe, um mich daran zu gewöhnen. Besonders stark fand ich die lebendige Familiendynamik – die Preston-Familie ist voller Wärme, Humor und Zusammenhalt.

Die Figuren wirkten auf mich insgesamt authentisch. Laney fand ich sehr sympathisch – sie handelt reflektiert, entwickelt sich weiter und steht für sich ein. Lucas war für mich anfangs etwas schwerer zu greifen, hat aber im Verlauf mehr Tiefe gezeigt.

Fazit: Loving Lucas ist ein gefühlvoller, ehrlicher Roman über das Erwachsenwerden, Freundschaft und das Wagnis, jemanden wirklich an sich heranzulassen. Ich empfehle das Buch allen, die emotionale Geschichten mit Tiefe und echten Charakteren mögen.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Zwischen göttlichem Erbe und menschlicher Identität – Magisch, aber nicht ganz rund

Faded Gods
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Faded Gods – Das Erbe des Hades bietet einen spannenden Auftakt in eine Welt, in der griechische Mythologie auf moderne Romantasy trifft. Die Grundidee, eine junge Frau kurz vor der Hochzeit aus ihrem ...

Faded Gods – Das Erbe des Hades bietet einen spannenden Auftakt in eine Welt, in der griechische Mythologie auf moderne Romantasy trifft. Die Grundidee, eine junge Frau kurz vor der Hochzeit aus ihrem Alltag herauszureißen und in ein göttliches Netz aus Intrigen, Herkunftsfragen und uralten Mächten zu werfen, hat definitiv Potenzial. Die Geschichte wirft Coralynn mitten hinein in ein Leben, das sie bisher nicht kannte – samt Halbgott, Unterwelt und dunkler Geheimnisse.

Jenn Roberts schreibt in einem flüssigen, angenehm lesbaren Stil. Besonders die bildhaften Beschreibungen der Unterwelt und der rasante Einstieg haben mir gut gefallen. Man ist direkt in der Handlung und möchte wissen, wie sich alles entwickelt. Auch die mythologischen Anspielungen sind interessant und wecken die Lust auf weitere Teile.

Allerdings empfand ich manche Entwicklungen als zu überstürzt – vor allem in Bezug auf die Liebesgeschichte. Die Dynamik zwischen Coralynn und Corbin wirkte anfangs spannend, wurde aber recht früh mit einer Portion Spice versehen, die für meinen Geschmack zu forciert wirkte. Hier hätte ich mir mehr emotionale Tiefe und weniger Eile gewünscht.

Coralynn ist eine vielversprechende Protagonistin, deren Herkunft und Zerrissenheit neugierig machen. Corbin hingegen bleibt stellenweise zu sehr in der Rolle des typischen, attraktiven Bad Boys. Auch wenn einige Nebenfiguren angedeutet werden, hätten sie gerne noch stärker ausgearbeitet sein dürfen.

Fazit: Ein atmosphärischer und unterhaltsamer Einstieg in eine Reihe mit viel Potenzial – besonders für Fans von Mythologie-Retellings. Wer eine Mischung aus Romantik, Götterwelt und innerem Konflikt mag, wird hier fündig. Für mich fehlte es noch an Tiefe und Balance, besonders in der Figurenentwicklung und Liebesgeschichte. Neugierig auf mehr, aber mit Hoffnung auf stärkere Fortsetzungen.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Fantasy mit Licht und Schatten

The Deer and the Dragon
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The Deer and the Dragon entführt in eine märchenhaft anmutende Fantasywelt, die mit Mythen, Magie und Romantik spielt. Im Zentrum steht eine Protagonistin, die zwischen zwei Welten steht und sich sowohl ...

The Deer and the Dragon entführt in eine märchenhaft anmutende Fantasywelt, die mit Mythen, Magie und Romantik spielt. Im Zentrum steht eine Protagonistin, die zwischen zwei Welten steht und sich sowohl emotional als auch moralisch behaupten muss. Die Geschichte verbindet klassische Fantasy-Elemente mit modernen Themen, was dem Buch einen besonderen Reiz verleiht.

Die Umsetzung des Themas ist insgesamt gelungen – die Welt ist liebevoll ausgestaltet, voller Geheimnisse und überraschender Wesen. Es gibt viele interessante Ideen, aber manchmal verliert sich die Handlung in zu vielen Details oder Nebensträngen, was den Lesefluss stellenweise bremst.

Der Schreibstil von Piper CJ ist bildhaft, atmosphärisch und emotional. Besonders Fans von romantischer, leicht poetischer Sprache kommen hier auf ihre Kosten. An manchen Stellen wirkt der Stil aber ein wenig überladen oder unnötig dramatisch, wodurch der Text nicht immer so flüssig ist, wie man es sich wünschen würde.

Die Figuren haben mir größtenteils gut gefallen. Die Hauptfigur ist stark, aber auch verletzlich – das macht sie nahbar. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar, auch wenn manche Nebenfiguren etwas eindimensional bleiben. Die Liebesgeschichte ist präsent, nimmt aber nicht überhand und fügt sich gut in den Rest der Handlung ein.

Mich hat das Buch vor allem durch die Atmosphäre und die Mischung aus Magie, Mythologie und Emotion angesprochen. Piper CJ beweist viel Fantasie und Mut zum Detail, auch wenn sie erzählerisch nicht immer ganz die Balance hält.

Fazit: The Deer and the Dragon ist ein romantisches Fantasy-Abenteuer mit starken Ideen und einer außergewöhnlichen Welt. Wer märchenhafte Settings und gefühlvolle Geschichten mag, wird hier fündig. Einige Längen und stilistische Schwächen trüben das Lesevergnügen leicht, aber insgesamt ist es ein lesenswerter Titel. Besonders für Fans von emotionaler, atmosphärischer Fantasy empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Ein stiller Thriller mit Tiefgang

Der dunkle Sommer
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In Der dunkle Sommer begleitet man die Architektin Tilda, die nach einem persönlichen Schicksalsschlag in einem verlassenen Dorf auf Sardinien neu anfangen will. Sie kauft eine Ruine für einen Euro – ein ...

In Der dunkle Sommer begleitet man die Architektin Tilda, die nach einem persönlichen Schicksalsschlag in einem verlassenen Dorf auf Sardinien neu anfangen will. Sie kauft eine Ruine für einen Euro – ein faszinierendes Szenario, das sofort neugierig macht. Doch was zunächst wie ein stiller Rückzug wirkt, entpuppt sich schnell als beklemmende Reise in eine düstere Vergangenheit.

Die Geschichte spielt geschickt mit verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven, was der Handlung Tiefe verleiht. Besonders beeindruckt hat mich der Strang um Franka – emotional intensiv, erschütternd und sehr eindringlich erzählt. Vera Buck greift Themen wie familiäre Schuld, alte Machtstrukturen und verdrängte Geschichte auf – spannend, manchmal unbequem, und immer mit einem kritischen Unterton.

Der Schreibstil ist atmosphärisch dicht und bildhaft. Die sengende Hitze, das bröckelnde Mauerwerk, das beklemmende Schweigen des Ortes – all das wird so greifbar, dass man beim Lesen fast den Staub auf der Zunge spürt. Dennoch wirkte die Handlung stellenweise etwas konstruiert, einige Entwicklungen vorhersehbar, und besonders das Verhältnis zwischen Tilda und ihrem Bruder Nino hat für mich nicht immer überzeugt.

Das Buch hat definitiv Potenzial, wirkt aber phasenweise etwas langatmig. Manche Wendungen habe ich kommen sehen, andere haben mich überrascht. Die düstere Grundstimmung und das geheimnisvolle Setting haben mich trotzdem bei der Stange gehalten.

Fazit: Der dunkle Sommer ist kein temporeicher Thriller, sondern ein leise erzählter, atmosphärisch dichter Roman mit psychologischem Tiefgang. Wer düstere Familiengeheimnisse, verlassene Orte und Geschichten mit historischer Dimension mag, wird hier fündig – sollte aber Geduld mitbringen.
Für mich 3,5 von 5 Sternen – mit Luft nach oben, aber definitiv lesenswert.

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