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Nicawa

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Toller Start mit Luft nach oben

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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"The Wind Weaver – Sturmverführt" hat mich zuerst mit seinem atemberaubend schönen Buchdesign begeistert. Farbschnitt, Cover, die liebevolle Gestaltung – ein echtes Schmuckstück fürs Regal! Inhaltlich ...

"The Wind Weaver – Sturmverführt" hat mich zuerst mit seinem atemberaubend schönen Buchdesign begeistert. Farbschnitt, Cover, die liebevolle Gestaltung – ein echtes Schmuckstück fürs Regal! Inhaltlich habe ich eine düstere Romantasy mit Magie und einer starken Heldin erwartet – und genau das habe ich größtenteils auch bekommen.

Die Geschichte rund um Rhya, die als Halb-Fae in einer Welt voller Misstrauen und Gefahren lebt, ist spannend und emotional. Ohne zu spoilern: Es geht um Flucht, Magie, düstere Geheimnisse – und natürlich gibt es auch einen grummeligen, geheimnisvollen Begleiter. Kommt einem bekannt vor? Vielleicht. Aber es funktioniert trotzdem richtig gut!

Besonders gefallen hat mir, dass Rhya keine perfekte Heldin ist. Sie muss ihre Kräfte erst mühsam erlernen, stolpert, zweifelt – und genau das macht sie authentisch und greifbar. Ich konnte richtig mitfühlen, wie sie wächst und an ihren Aufgaben reift. Auch die Nebenfiguren bringen Humor, Herz und zusätzliche Tiefe in die Geschichte. Bei General Scythe war ich etwas zwiegespalten: Er ist der klassische düstere Love Interest, wirkt aber teilweise zu unnahbar und widersprüchlich.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und schafft es immer wieder, tolle atmosphärische Bilder zu zeichnen. Der Einstieg war etwas zäh und insgesamt hätte ich mir stellenweise weniger Geheimnistuerei und ein schnelleres Tempo gewünscht – aber es lohnt sich, dranzubleiben.

Mein größter Kritikpunkt bleibt die Liebesgeschichte: Sie war für meinen Geschmack zu klischeehaft und hatte stellenweise toxische Züge. Da hätte ich mir mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit gewünscht.

Ein vielversprechender Auftakt mit toller Welt, sympathischer Heldin und einer Prise Magie. Wer düstere Settings, langsamen Beziehungsaufbau und spannende Enthüllungen mag, wird hier auf seine Kosten kommen – trotz kleiner Schwächen in der Romance. Ich bin gespannt, wie die Reihe weitergeht!

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Düstere Fantasy mit Stärken und kleinen Schwächen

Nachtlügen
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Die Handlung des Buches bietet eine interessante Mischung aus Fantasy und Dunkelheit. Besonders die Welt der Nachtalben ist faszinierend und bringt eine mystische Note mit sich. Lisanne Surborg hat es ...

Die Handlung des Buches bietet eine interessante Mischung aus Fantasy und Dunkelheit. Besonders die Welt der Nachtalben ist faszinierend und bringt eine mystische Note mit sich. Lisanne Surborg hat es geschafft, eine atmosphärische Umgebung zu erschaffen, in die man als LeserIn gerne eintaucht. Allerdings gab es einige Passagen, die sich etwas gezogen haben, und manche Entwicklungen waren recht vorhersehbar. Hier hätte ich mir überraschendere Wendungen oder tiefere Einblicke in die Kultur und das Leben der Nachtalben gewünscht.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, wenn auch stellenweise etwas distanziert. Während einige Szenen fesselnd geschrieben sind, fehlt es an anderer Stelle an emotionaler Tiefe, wodurch manche Charaktere nicht ganz greifbar wirken. Einige Figuren sind gut ausgearbeitet, andere bleiben jedoch etwas blass und ihre Handlungen nicht immer ganz nachvollziehbar. Dadurch fiel es mir teilweise schwer, eine tiefere Verbindung zu ihnen aufzubauen.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte bietet das Buch eine stimmungsvolle und unterhaltsame Geschichte. Wer düstere Fantasy mag und neugierig auf die Welt der Nachtalben ist, wird hier auf seine Kosten kommen.

Fazit: Eine solide Fantasy-Geschichte mit einer interessanten Grundidee, die einige Schwächen hat, aber dennoch fesselt. Ich vergebe 3,5 Sterne und empfehle das Buch besonders für LeserInnen, die gerne in düstere Welten eintauchen und atmosphärische Fantasy schätzen.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Ein Wohlfühlbuch

The Fake Out – Sie will ihr Leben in den Griff bekommen ... aber ist er die Lösung?
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„The Fake Out“ ist eine erfrischend ehrliche RomCom, die sich rund um Mae dreht – eine junge Frau, die in einer Kleinstadtbibliothek arbeitet und sich bemüht, ihr Leben zwischen Job, familiärer Verantwortung ...

„The Fake Out“ ist eine erfrischend ehrliche RomCom, die sich rund um Mae dreht – eine junge Frau, die in einer Kleinstadtbibliothek arbeitet und sich bemüht, ihr Leben zwischen Job, familiärer Verantwortung und persönlichen Träumen irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Durch eine schräge Begegnung trifft sie auf Chris, einen gefeierten NFL-Star, und was als Zufall beginnt, entwickelt sich schnell zu einer emotionale Achterbahnfahrt – inklusive Fake-Dating, Buchclub und ganz viel Herz.

Die Geschichte ist durchweg unterhaltsam, witzig und berührend. Sharon M. Peterson versteht es, romantische Spannung und echte Gefühle miteinander zu verweben, ohne dabei in Kitsch oder Klischees abzudriften. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte mit echter Tiefe und einer nachvollziehbaren Entwicklung der Beziehung erzählt wird.

Der Schreibstil ist locker, humorvoll und dabei trotzdem gefühlvoll. Ich habe mehrfach laut gelacht, vor allem wegen der charmant-schrägen Anmachsprüche zu Beginn jedes Kapitels. Gleichzeitig schafft es die Autorin, ernste Themen wie familiäre Verpflichtungen und emotionale Verletzlichkeit sensibel einzubauen, ohne dass es zu schwer wirkt.

Mae und Chris wirken absolut authentisch – beide sind auf ihre Weise verletzlich, witzig und liebenswert. Auch die Nebenfiguren wie Maes Freundin oder Chris’ Familie sind mit Liebe gezeichnet und tragen zur Lebendigkeit der Geschichte bei. Besonders schön ist die Buchliebe, die beide Charaktere verbindet – und natürlich das Setting in der Kleinstadt, das viel Wärme ausstrahlt.

„The Fake Out“ ist eine warmherzige, humorvolle Liebesgeschichte, die genau die richtige Mischung aus Leichtigkeit, Emotion und Chaos bietet. Wer RomComs mit cleverem Witz, gefühlvoller Tiefe und liebenswerten Charakteren mag, wird dieses Buch verschlingen.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Ein bewegendes Drama mit Luft nach oben

Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
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Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst schwer, da ich die Protagonistin Emmie nicht sofort greifen konnte. Mit der Zeit wurde die Handlung jedoch intensiver, und die emotionale Wucht der Geschichte ...

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst schwer, da ich die Protagonistin Emmie nicht sofort greifen konnte. Mit der Zeit wurde die Handlung jedoch intensiver, und die emotionale Wucht der Geschichte kam besser zur Geltung. Gabriella Santos de Limas poetischer Schreibstil sorgt für eine atmosphärische Kulisse, besonders auf Sardinien. Die Chemie zwischen Emmie und Sam ist spürbar, ihre Beziehung entwickelt sich authentisch und berührend.

Allerdings gab es Momente, in denen die Handlung für mich nicht ganz ausgewogen war. Manche Passagen wirkten langatmig, während zentrale Momente zu kurz abgehandelt wurden. Der Wendepunkt der Geschichte ist unglaublich tragisch und herzzerreißend, doch fehlte es mir an echter Tiefe in der Charakterentwicklung, um die Tragik nachhaltig spürbar zu machen. Viele emotionale Aspekte blieben für mich oberflächlich und hätten mehr Raum zur Entfaltung gebraucht.

Insgesamt ist "Moments So Blue Like Our Love" eine bewegende Liebesgeschichte, die mich emotional berührt, aber nicht vollständig überzeugt hat. Wer gerne dramatische und gefühlvolle Romane liest, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Für mich selbst bleibt es ein solides, aber nicht herausragendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Atmosphärisch, detailreich, aber langatmig und unausgereift

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Schon auf den ersten Blick hat mich die wunderschöne Gestaltung des Buches angesprochen. Das Cover mit seinen detailreichen Elementen fängt die Atmosphäre des alten Ägyptens perfekt ein und machte mich ...

Schon auf den ersten Blick hat mich die wunderschöne Gestaltung des Buches angesprochen. Das Cover mit seinen detailreichen Elementen fängt die Atmosphäre des alten Ägyptens perfekt ein und machte mich neugierig auf die Geschichte.

Die Handlung entführt in die Welt der archäologischen Entdeckungen des 19. Jahrhunderts. Inez begibt sich auf eine gefährliche Reise, um die Wahrheit über den Tod ihrer Eltern herauszufinden, und wird dabei mit Rätseln, Intrigen und einem Hauch von Magie konfrontiert. Die Grundidee klang für mich spannend, doch die Umsetzung konnte mich nicht ganz überzeugen.

Der Schreibstil von Isabel Ibañez ist bildhaft und detailreich, was zwar eine dichte Atmosphäre schafft, aber gleichzeitig das Tempo der Geschichte verlangsamt. Besonders in der ersten Hälfte zog sich die Handlung für mich so sehr, dass es mir schwerfiel dranzubleiben – oft war ich kurz davor, das Buch beiseitezulegen. Die Mischung aus historischen Elementen und Fantasy fand ich grundsätzlich interessant, doch die magischen Aspekte blieben eher oberflächlich und wirkten manchmal beliebig eingeführt.

Mit den Charakteren hatte ich die größten Schwierigkeiten. Inez wird als willensstark und unabhängig dargestellt, doch ihr Handeln erschien mir oft widersprüchlich. Auch die Nebenfiguren blieben für mich zu blass, und die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen. Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren wirkte gewollt und wenig authentisch.

Trotz meiner Kritikpunkte gab es einige spannende Wendungen, und besonders das letzte Drittel nahm an Tempo auf. Wer sich für historische Settings mit einer Prise Magie interessiert und Geduld mitbringt, könnte dennoch Gefallen an der Geschichte finden.

"What the River Knows" punktet mit seinem Setting und einer interessanten Grundidee, hat aber erzählerische Schwächen. Für mich war die Geschichte nicht ganz rund, doch Leser*innen, die historische Abenteuer mit leichtem Fantasy-Anteil mögen, könnten hier dennoch eine lohnende Lektüre finden.

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