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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2025

Einfach wundervoll

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
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Als erstes möchte ich einmal das wunderschöne äußere des Buches hervorheben. Das Cover mit dem Gemälde ist sehr toll gewählt und der Farbschnitt mit den Moltebeeren passt so toll dazu. Es ist ...

Als erstes möchte ich einmal das wunderschöne äußere des Buches hervorheben. Das Cover mit dem Gemälde ist sehr toll gewählt und der Farbschnitt mit den Moltebeeren passt so toll dazu. Es ist ein richtiges Kunstwerk und macht Freude es zu betrachten.

"Wo die Moltebeeren leuchten" von Ulrike Lagerlöf ist der erste Band der Norrland-Saga.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. 1938 begleiten wir die 17 jährige Siv. Als älteste hat sie es nicht immer leicht und muss zu Hause viel mithelfen. Sie träumt davon Lehrerin zu werden. Aber ihr Vater schickt sie als Köchin in die Wälder um dort die Waldarbeiter zu versorgen. Anfangs hadert sie mit ihrem Leben doch schon bald genießt sie die Freiheit und verliebt sich in den jungen Sami Nila.
2022 wird die 22jährige Eva von ihrer Arbeit als PR Beraterin einer Forstagentur in ihr Heimatdorf geschickt. Sie soll die Bewohner überzeugen das die Abholzung des Waldes positiv für sie ist. Dort taucht sie allerdings tief in ihrer Vergangenheit und Geheimnisse ihrer Familie ein.

Ulrike Lagerlöf hat einen wundervollen Schreibstil. Man hat das Gefühl mitten in der Nordschwedischen Landschaft dabei zu sein. Sie schreibt sehr gefühlvoll und trotz der ruhigen Sprache kommt eine Spannung auf. Auch die Charaktere sind toll. Besonders Siv und Nila sind mir ans Herz gewachsen.

Das Buch war ein Highlight für mich und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil, der im Mai 2026 erscheinen soll.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Was geschah im Museum?

Im Finsterwald
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Bei einem Besuch des Naturhistorischen Museums in Göteborg verschwindet die neunjährige Alice spurlos. Sie besuchte mit ihrem Kindermädchen Maj und ihren Geschwistern wie schon so oft das Museum. Als sie ...

Bei einem Besuch des Naturhistorischen Museums in Göteborg verschwindet die neunjährige Alice spurlos. Sie besuchte mit ihrem Kindermädchen Maj und ihren Geschwistern wie schon so oft das Museum. Als sie nach Hause gehen möchten, läuft Alice im Museum weg und wird nicht mehr gefunden.

Hauptwachtmeister Nils Gunnarsson übernimmt die Ermittlungen. Dabei wird er von seiner ehemaligen Freundin und Journalistin Ellen unterstützt. Sie stoßen auf eine seltsame Familie, mysteriöse Vorkommnisse im Museum und Geheimnisse. Schaffen sie es das Mädchen zu retten?

Das Buch ist Teil einer Reihe, kann allerdings auch eigenständig gelesen werden. Ich habe die anderen auch nicht gelesen und es hat mich nicht gestört.

Wer auf leise Krimis steht mit einem tollen außergewöhnlichen Setting der sollte dieses Buch lesen. Für alle die auf Action und viel Spannung stehen ist der Kriminalroman nicht zu empfehlen.

Mir hat "Im Finsterwald" sehr gefallen. Es war kein Highlight, dazu hatte es dann doch ein paar Längen, aber ich habe es sehr gerne gelesen. Ich mochte die meisten Charaktere sehr und ich finde die Autorin hat es geschafft, das man sich in die Zeit der 20er Jahre hineinversetzen kann. Das Ende war für mich nicht vorhersehbar und hat mich überrascht. Genau so soll ein Krimi sein. Das Setting im Museum war mal etwas neues. Da ich ein großer Fan von Naturkundemuseen bin, haben mich die Beschreibungen begeistert und ich habe mir das Museum in Internet angeschaut.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Schön, nerdig und leider etwas zäh

Das Gefühl von Unendlichkeit
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"Das Gefühl von Unendlichkeit" von Austin Taylor ist kein klassischer Liebesroman.

Wir begleiten die sehr ehrgeizige Studentin Zoe, deren Vater selbst Professor ist in den Anfängen ihres Studiums der ...

"Das Gefühl von Unendlichkeit" von Austin Taylor ist kein klassischer Liebesroman.

Wir begleiten die sehr ehrgeizige Studentin Zoe, deren Vater selbst Professor ist in den Anfängen ihres Studiums der Chemie. Dort lernt sie bei einer Vorlesung Jack kennen und ist gleich hin und weg von ihm. Sie freunden sich an, arbeiten im gleichen Labor und haben die selben Ideen. Dennoch ist Jack ganz anders als Zoe. Sie ist eher der Strebertyp und er der Chaot. Dennoch stimmt die Chemie zwischen den beiden. Gemeinsam entwickeln sie ein Studienprojekt zur Aufhaltung des Alterns für ein unendliches Leben. Überlebt ihre Liebe das?

Der Roman war für mich ein Auf und Ab der Gefühle. In einigen Momenten fand ich es einfach wunderschön, dann wieder total langatmig und zäh und musste mich zum Lesen aufraffen. Aber genau dieses auf und ab erleben auch unsere beiden Charaktere in ihrer Beziehung.
Mich störte es schon das extrem viel Wissenschaft und Fachbegriffe (für meine Verhältnisse) im Buch waren.

Ein solides drei Sterne Buch das mich nicht ganz überzeugen konnte.


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Veröffentlicht am 01.07.2025

Nachdenkliche Liebesgeschichte

Die Geschichte des Klangs
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Ich wurde ja durch das tolle Retro Cover auf das Buch aufmerksam. Der Klappentext klang interessant und als ich sah, das dass Buch nur um die 100 Seiten hat, wollte ich noch mehr wissen wie der Autor ...

Ich wurde ja durch das tolle Retro Cover auf das Buch aufmerksam. Der Klappentext klang interessant und als ich sah, das dass Buch nur um die 100 Seiten hat, wollte ich noch mehr wissen wie der Autor es schafft in so wenig Seiten eine tolle Geschichte zu verpacken.

Das Buch ist in zwei Abschnitte eingeteilt. Im ersten begleiten wir Lionel und David bei ihrer Reise durch Amerika kurz nach dem ersten Weltkrieg. Sie reisen gemeinsam durchs Land um Volkslieder zu sammeln, welche sie auf Wachszylinder aufnehmen.
Bei der zweiten Geschichte geht es um Annie, welche in einer unglücklichen Ehe steckt und nun auch noch ihrem Mann zu liebe in ein neues Haus zieht. Dort entdeckt sie beim aufräumen die Wachszylinder.
Wie die beiden Geschichten miteinander verbunden sind muss jeder selbst erfahren.

Der Schreibstil ist wundervoll und sehr poetisch. Die Geschichte leise und dennoch sehr ausdrucksstark. Man liest das Buch in einem Ruck durch, weil man es gar nicht zur Seite legen möchte.

Mir hat das Buch sehr gefallen aber irgendwie hat mir doch etwas gefehlt. So ein paar Seiten mehr hätten es für mich daher noch sein dürfen. Dennoch kann ich es von Herzen weiterempfehlen. Man denkt noch lange darüber nach und es liest sich wirklich sehr schnell.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Alte Wunden

Die unsichtbare Hand
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In "Die unsichtbare Hand" von Julie Clark geht es um die Ghostwriterin Olivia Dumont, die engagiert wird für den gefeierten Schriftsteller Vincent Tylor ein Buch zu schreiben. Was niemand weiß, Vincent ...

In "Die unsichtbare Hand" von Julie Clark geht es um die Ghostwriterin Olivia Dumont, die engagiert wird für den gefeierten Schriftsteller Vincent Tylor ein Buch zu schreiben. Was niemand weiß, Vincent Taylor ist ihr Vater zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Diese wird beschuldigt als Teenager seine Geschwister ermordet zu haben und möchte nun Olivia und auch allen anderen mit dem Buch die Wahrheit über die Tat erzählen.

Mich hat das Buch von Anfang an begeistert. Ich mag es wenn eine Geschichte in verschiedenen Zeiten spielt. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und ich konnte vor allem Olivia sehr verstehen. Besonders gefallen hat mir, das wir den Fall Stück für Stück präsentiert bekommen haben und man sich zu den einzelnen Abschnitten seine eigenen Gedanken machen konnte. Auch wenn ich zwischendurch ein paar Vermutungen hatte, kam es am Ende doch ganz anders.

Man sollte auch bedenken das es sich hier um einen Roman handelt und nicht wie bei den anderen beiden Büchern von Julie Clark um einen Thriller.

Das Cover ist wundervoll. Es passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte.

Für mich ein lesenswerter Ermittlungsroman mit einer tragischen Familiengeschichte.

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