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Veröffentlicht am 15.03.2026

Eine zweite Chance für die Liebe

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Viele werden es kennen, dass man nach jahrelanger Beziehung oft mehr nebeneinander lebt, als gemeinsam. Vieles wird zur Gewohnheit und das Knistern von früher ist weg, oder nur noch zaghaft da. Genauso ...

Viele werden es kennen, dass man nach jahrelanger Beziehung oft mehr nebeneinander lebt, als gemeinsam. Vieles wird zur Gewohnheit und das Knistern von früher ist weg, oder nur noch zaghaft da. Genauso geht es im Buch "You and Me - die zweite erste Liebe" Adam und Jules.

Nach einem Streit findet Adam im Schuppen eine Kiste , mit alten Mix-Tapes, welche sie sich frisch verliebt aufgenommen haben und fängt an diese zu hören. Da geschieht das unfassbare. Adam reist in die Zeit zurück, zu bedeutenden Momenten ihres gemeinsamen Lebens. Er erzählt es Jules und auch sie kann in die Zeit zurück reisen.

Sie erfahren noch einmal warum sie sich verliebt haben, was ihnen wichtig war und wie kleine Veränderungen sich auf die Zukunft auswirken. Ob dies ihre Liebe nochmal neu belebt und ihnen somit eine zweite Chance gibt, müsst ihr dann selbst heraus finden.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Das Buch liest sich flüssig und ich mochte die beiden sehr, gerade weil sie nicht fehlerfrei waren und authentisch wirken. Ich mochte es auch sehr, das wir abwechselnd von den beiden lesen, so kommen ihre Gedanken und Gefühle besser zu Geltung.

Das Buch war sehr emotional, hatte dennoch Humor und lies einem über seine eigene Beziehung nachdenken. Auch das Cover ist toll gewählt und gefällt mir richtig gut.

Von mir gibt es sehr gute vier Sterne und eine Empfehlung für alle die gerne mal Geschichten lesen, in denen die Protagonisten schon etwas älter sind.


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Veröffentlicht am 15.03.2026

Heftige Geschichte einer Kindheit

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Schon das erste Kapitel hat es in sich. Wir lernen Lale im Bauch und bei ihrer Geburt kennen. Ihr Start ins Leben ist heftig und auch ihr weiteres Leben ist nicht einfach. Ihre Mutter ist Drogenabhängig ...

Schon das erste Kapitel hat es in sich. Wir lernen Lale im Bauch und bei ihrer Geburt kennen. Ihr Start ins Leben ist heftig und auch ihr weiteres Leben ist nicht einfach. Ihre Mutter ist Drogenabhängig und kann sich nicht um sie kümmern, so dass sie zu einem Pflegevater kommt. Dieser lebt in einer Männer Kommune in Berlin. In dieser lebt auch Lales leiblicher Vater, der seiner Vaterrolle aber nur selten nachkommt. In der WG gehen die Frauen ein und aus, es gibt Drogenkonsum und Alkohol in Hülle und Fülle.

Lale hat alle Freiheiten welche sie möchte, keine Grenzen aber auch keine Geborgenheit und kann sich auch auf niemand verlassen. Nicht nur einmal werden ihre Grenzen überschritten und sie kann sich niemand anvertrauen. Erst Erwachsen kann sie sich damit , was ihr als Kind passiert ist auseinandersetzen.

Das Buch spielt hauptsächlich in den 80er und 90er Jahren. Da ich genauso alt bin wie Lale, konnte ich mich in die Zeit super hineinversetzen und mir war vieles bekannt.

Was für ein Debut. Lilli Tolkien schafft es in ihrem ersten Buch "Mit beiden Händen den Himmel stützen" wie eine Bombe einzuschlagen. Das Buch hat mich begeistert, zerrstört, zu Tränen gerührt. Ich musste schmunzeln und war im nächsten Moment einfach nur wütend. Es gab keine Emotion die beim Lesen fehlte.

Daher kann ich dem Buch nur fünf sehr verdiente Sterne geben.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

4 Generationen Frauen

Das gute Leben
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Nadine Schneider nimmt uns in ihrem Buch "Das gute Leben" mit zu vier Generationen Frauen.
Christina, die jüngste, ihre Mutter Helene, Großmutter Anni und die Urgroßmutter.

Anni ist in den 60er Jahren ...

Nadine Schneider nimmt uns in ihrem Buch "Das gute Leben" mit zu vier Generationen Frauen.
Christina, die jüngste, ihre Mutter Helene, Großmutter Anni und die Urgroßmutter.

Anni ist in den 60er Jahren schwanger von Rumänien nach Deutschland zu ihrem Bruder ausgewandert, um hier ein besseres Leben für sich und ihre Tochter zu beginnen. Ihre Mutter lässt sie alleine in Rumänien zurück und besucht diese meist zweimal im Jahr. Ihre Tochter Helene zieht sie alleine groß.
Auch Helene wird früh Mutter und auch sie wird alleinerziehend, entscheidet sich aber nach Amerika auszuwandern und lässt Christina bei ihrer Mutter in einem kleinen Dorf bei Nürnberg zurück. Dort wächst Christina auf und als Erwachsene zieht sie nach Berlin und Anni bleibt alleine zurück.

Nach Annis plötzlichem Tod erbt Christina das kleine Haus und muss sich nun Gedanken darüber machen was sie damit macht. Dabei kommen viele Erinnerungen zu Tage und wir erfahren viel über das Leben von Anni, Helene und der Urgroßmutter in Rumänien.

Ich lese sehr gerne Romane , welche über mehrere Generationen berichten. Auch hier habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Allerdings konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen. Ich fand es stellenweise etwas langatmig und mir fehlte etwas Spannung oder etwas was einem überraschen konnte. Die Geschichte plätscherte etwas vor sich hin und ich hatte oft das Gefühl man kommt nicht vor ran.
Ich wurde auch mit keiner der Frauen so richtig warm und manchmal war mir alles etwas zu negativ dargestellt.

Die Geschichte hatte viel Potenzial, aber dieses wurde für meinen Geschmack nicht ausgeschöpft, so das es für mich nur für drei Sterne gereicht hat.



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Veröffentlicht am 16.02.2026

Sehr bewegend

Der letzte Sommer der Tauben
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Im Buch "Der letzte Sommer der Tauben" nimmt uns Abbas Khider mit in den nahen Osten zu der Zeit als von dem Regime der Mudschahedin, der Kalifat ausgerufen wird.

Wir begleiten dabei den vierzehnjährigen ...

Im Buch "Der letzte Sommer der Tauben" nimmt uns Abbas Khider mit in den nahen Osten zu der Zeit als von dem Regime der Mudschahedin, der Kalifat ausgerufen wird.

Wir begleiten dabei den vierzehnjährigen Noah und seine Familie und Freunde.
Anfangs noch optimistisch von der neuen Regierung des Landes erfahren sie schnell immer mehr Verbote, welche in das ganze Leben eingreifen. Frauen dürfen nicht mehr arbeiten, nur noch voll verschleiert vor die Tür, Handys müssen abgegeben werden, Im Laden von Noahs Vater darf nur noch ausgewählte Kleidung verkauft werden, ....
Wer sich nicht an die Regeln hält wird bestraft oder im schlimmsten Fall öffentlich hingerichtet.

Noah beobachtet mit Schrecken wie sich sein Land verändert. Zuflucht findet er bei seinen Tauben, die er von seinem Onkel Ali übernommen hat und die seine ganze Leidenschaft sind. Doch dann wird auch das verboten und die Tauben dürfen nicht mehr fliegen und müssen eingesperrt werden. Doch das ist noch nicht das schlimmste das Noah erwartet.

Mich hat das Buch sehr bewegt. Es ist mein erstes Buch das ich von Abbas Khider gelesen habe und der Schreibstil finde ich grandios. Das Buch wirkt in kurzen Kapiteln und diese haben die richtigen Längen, um einem zu berühren und im Gedächtnis zu bleiben.
Sehr prägnant und authentisch , aber dennoch mit einer gewissen Ironie, welche etwas Leichtigkeit in das doch sehr schwere Thema bringt.

Besonders gut gefallen hat mir das die Tauben, als Friedenssymbol eine große Rolle im Buch spielen und für mich auch als Hoffnung auf bessere Zeiten stehen.

Ich kann das Buch nur empfehlen.


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Veröffentlicht am 08.02.2026

Nichts neues

Gemüsepower
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Ich habe mich so auf das Buch gefreut und leider konnte es diese Vorfreude dann nicht erfüllen.
Erhofft habe ich mir jetzt vor der Aussaat meines Gemüses ein paar richtige gute Tipps zu bekommen, die mir ...

Ich habe mich so auf das Buch gefreut und leider konnte es diese Vorfreude dann nicht erfüllen.
Erhofft habe ich mir jetzt vor der Aussaat meines Gemüses ein paar richtige gute Tipps zu bekommen, die mir helfen das ich dieses Jahr alles richtig mache. Egal ob bei der Anzucht, dem richtigen Platz, bis zur Ernte.

Leider konnte mir das Buch nichts neues vermitteln. Dazu fand ich den Aufbau sehr durcheinander und irgendwie fehlt mir der rote Faden. Es wird alles nur kurz erwähnt, aber nichts geht in die Tiefe. Daher muss man sich genaueres Wissen doch wieder woanders suchen.

Die Bilder sind sehr schön und auch die Rezepte finde ich toll. Gut gefallen hat mir auch der Erntekalender und die Übersicht der Mischkulturen. Das hat aber nicht ausgereicht mich zu überzeugen.

Für etwas fortgeschrittene Gärtner ist das Buch allerdings nicht geeignet, da es nichts neues bereithält. Von mir gibt es daher leider nur zwei Sterne.

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