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Niknak

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2018

Seelenverwandt ein Leben lang

Whisky Heart
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Inhalt:
Liz Parker lebt ihr Leben mit einer großen Schuld. Diese versucht sie mit Alkohol, beziehungsweise mit Whisky zu ertränken. Josh fühlt sich genauso schuldig wie Liz, versucht aber alles, damit ...

Inhalt:
Liz Parker lebt ihr Leben mit einer großen Schuld. Diese versucht sie mit Alkohol, beziehungsweise mit Whisky zu ertränken. Josh fühlt sich genauso schuldig wie Liz, versucht aber alles, damit es ihr besser geht. Er ist ihr Rückhalt, der immer für sie da ist und sie auffängt. Doch wie lange kann dieses Konzept gut gehen, ohne dass einer der beiden daran kaputt geht?

Mein Kommentar:
Dies ist mein erstes Buch der Autorin. Ihr Schreibstil ist sehr dramatisch, real, ehrlich, gefühlsvoll und fesselnd. Ich habe mich am Anfang etwas schwer getan, in das Buch zu finden. Vor allem mit Liz wurde ich am Anfang nicht warm. Dies ändert sich jedoch im Laufe der Handlung und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Leider habe ich das Buch viel zu schnell durchgelesen. :)

Das Buch ist abwechselnd aus den Sichten von Liz und Josh geschrieben. Dadurch lernt man die beiden Protagonisten sehr viel besser kennen und versteht viele ihrer Handlungen besser.

Der Hauptstrang der Geschichte spielt in der Gegenwart. Es kommen jedoch auch immer wieder Szenen und Rückblenden aus der Vergangenheit vor. Dadurch kann man die Gefühle der Hauptpersonen besser verstehen und man erfährt auch sehr viel mehr über die Geschehnisse der Vergangenheit. Man erkennt sofort, wenn eine vergangene Szene kommt, da diese kursiv geschrieben ist.

Liz Parker ist eine Alkoholiker, die sich die Schuld am Tod ihres Bruders gibt. Auf die genauen Todesumstände möchte ich nicht eingehen, da ich sonst dem Buch zu viel vorweg nehmen würde. Sie hat sich scheinbar selbst aufgegeben. Liz lebt bei ihrem besten Freund und Seelenverwandten Josh, dem besten Freund ihres verstorbenen Bruders und ihre große Liebe.

Josh Davis trägt genau die gleiche Schuld mit sich, wie Liz. Nur kann er besser damit umgehen. Er hat sein Leben sehr viel besser im Griff, obwohl er von Schuldgefühlen zerfressen wird. Auch er gibt sich die Schuld daran, dass Presley Parker, Liz' Bruder, gestorben ist. Josh unterstützt Liz sehr und passt immer auf sie auf. Er ist ihr Rückhalt, ihr Anker, der sie immer auffängt und für sie da ist.

Der Roman ist sehr emotional geschrieben. Ich habe mit den Protagonisten mitgelitten und mitgefiebert. Die Autorin übermittelte die Schuldgefühle sehr gut. Auch Liz Verzweiflung, ihre Aussichtslosigkeit und ihre Sucht kommen bei mir als Leser sehr real und ausdrucksstark an, wodurch die Gefühle noch glaubhafter wirkten. Ich hatte oft das Gefühl wirklich in der Geschichte zu sein.

Das Buch ist ein sehr schwermütiger Roman, vor allem durch die enormen Schuldgefühle von Liz und Josh an Presleys Tod, aber auch durch Liz Alkoholsucht. Dadurch ist das Buch nicht nur ein 0815 - Roman. Die Autorin beweist sehr viel Feingefühl bei diesem tragischen Thema.

Nach dem letzten Kapitel gibt es eine Überschrift mit dem Titel "Anmerkungen zum Buch". Darin hat die Autorin noch einmal auf das Thema Alkohol aufmerksam und wie sorglos dieser im alltäglichen Leben integriert wird. Aber auch auf die Gefahren von Alkohol(sucht) geht die Autorin ein und wie wichtig es ist sich frühzeitig Hilfe zu suchen. Dies fand ich einen passenden Abschluss für die Geschichte und hat mich nochmal ein bisschen zum Nachdenken angeregt, denn es stimmt. Alkohol ist aus unserem Alltag eigentlich nicht wegzudenken. Wir finden ihn überall, auch wenn es uns banal erscheint.

Mein Fazit:
Ich habe das Buch sehr genossen. Es war sehr emotional zum Lesen und durch die ernsten Themen kein Buch das man so schnell wieder vergisst. Ich freue mich darauf, mehr von der Autorin zu lesen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 14.05.2018

Unfall oder Mord?

Tödliche Provence (Hannah Richter 2)
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Inhalt:
Die Kommissarin Hannah Richter freut sich auf einen erholsamen Urlaub in der Provence bei ihrer Freundin Penelope. Als sie eines Tages Penelopes Freund und Nachbarn besuchen soll, findet sie ihn ...

Inhalt:
Die Kommissarin Hannah Richter freut sich auf einen erholsamen Urlaub in der Provence bei ihrer Freundin Penelope. Als sie eines Tages Penelopes Freund und Nachbarn besuchen soll, findet sie ihn tot in seinem Haus am Ende der Treppe. Alles sieht zuerst nach einem tragischen Unfall aus, aber doch bleiben Zweifel. Außerdem hat der Tote vorher Andeutungen über tragische Umstände in seiner Vergangenheit gemacht. Hannahs ehemalige Kollegin Emma übernimmt die Ermittlungen an dem Fall und bittet Hannah Augen und Ohren offen zu halten. Und auch Hannah ist sofort am Fall interessiert und befindet sich gleich mitten in den Ermittlungen. Doch der Täter ist ihr bereits auf den Fersen...

Mein Kommentar:
Dies ist der zweite Teil rund um Kommissarin Hannah Richter. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, gab es für mich keinerlei Verständnisprobleme. Ich war sofort mitten im Geschehen und die Geschichte hielt mich bis zum Schluss gefangen.
Die Autorin Sandra Aslund hat einen tollen und flüssigen Schreibstil. Sie hat es geschafft einen Spannungsbogen von Beginn der Geschichte bis zum Ende aufrecht zu halten, ohne dass er irgendwann weniger wird oder abbricht. Dabei hat sie auch oftmals spannende Wendungen und Überraschungen eingebaut, sodass die Geschichte in eine andere Richtung weiterlief. Man ist als Leser sofort mit dem Geschehen konfrontiert und bleibt bis zum Schluss im Dunkeln darüber, wer der Täter sein könnte. das finde ich besonders toll, da man so immer die Möglichkeit hat selbst mit zu rätseln und zu versuchen den Fall aufzuklären.

Die Autorin hat eine sehr bildhafte Sprache gewählt und die Landschaften und Orte im Buch sehr genau und detailliert beschrieben. Obwohl es ein Krimi ist, haben diese Beschreibungen sehr gut dazu gepasst und das Buch lebendig gestaltet. Man konnte sich von den Schauplätzen ein sehr gutes Bild machen und hatte fast den Eindruck selbst vor Ort zu sein. Auch das Urlaubsfeeling kam nicht zu kurz, da sie sehr oft kurze Sätze oder Worte in französischer Sprache eingebaut hat. Am Ende des Buches wurden diese Wörter auch erklärt, was mir aber bei meinem eBook nicht viel genützt hat, da mir das Umblättern zu umständlich war. Dennoch hatte ich keinerlei Probleme mit dem Verständnis, da sie meist die französischen Wörter auch direkt erklärt hat und diese Erklärung gekonnt in die Geschichte eingebaut hat. So hatte ich eigentlich alles verstanden, obwohl ich kein Französisch spreche.

Auch die Protagonisten waren sehr detailliert beschrieben und man konnte sich gut in sie hineinversetzen. Hannah wollte zuerst ausspannen, wurde dann aber direkt in den Fall involviert und man konnte ihre Beweggründe zum Ermitteln sehr gut nachvollziehen. Auch hat sie ein großes Interesse an der römischen Geschichte, sodass man auch darüber noch einiges im Buch erfahren hat. Ich konnte mir ihren Charakter sehr gut vorstellen und fand sie von Anfang an sympathisch. Sie führt mit ihrem Freund eine Fernbeziehung, welche auch im Buch beschrieben wird. Man verstand ihre Zweifel an der momentanen Situation, aber auch darüber, dass sie ein wichtiger Fixpunkt in ihrem Leben ist. Ich fand, dass das Buch trotz der vielen Themen nicht von der eigentlichen Handlung an sich, sondern der Mordfall und die Ermittlungen daran immer an erster Stelle im Buch blieben.

Auch die anderen Protagonisten wurden sehr gut beschrieben. Man konnte sich alle Personen sehr gut vorstellen und sie passten sehr harmonisch zueinander und in die Geschichte hinein.
Die Handlungen aus der Vergangenheit hat die Autorin in einer anderen Schriftart geschrieben, so blieben sie immer gut vom Rest unterscheidbar. Das gefiel mir sehr gut, da man die Zeiten so sehr gut voneinander trennen konnte.

Mein Fazit:
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, der ohne viel Blutvergießen auskam, aber dennoch ein tolles Lesevergnügen für mich bereit hielt. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Hannah Richter und werde sicher auch noch den ersten Fall von ihr lesen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 11.05.2018

Überwindet Liebe alles?

Herzflüstern
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Inhalt:
Julian ist ein echter Spätzünder was Mädchen angeht. Doch seine Welt wird aus den Angeln gehoben, als er Markus kennenlernt. Nur leider ist Markus der neue Mathematik Praktikant an Julians Schule ...

Inhalt:
Julian ist ein echter Spätzünder was Mädchen angeht. Doch seine Welt wird aus den Angeln gehoben, als er Markus kennenlernt. Nur leider ist Markus der neue Mathematik Praktikant an Julians Schule und dadurch eine Beziehung nicht erlaubt. Schaffen die beiden es dennoch oder werden ihnen zu viele Steine in den Weg gelegt?

Mein Kommentar:
Ich lese zwischendurch sehr gerne Gayromane, da sie meistens eine total andere Art von Liebesromanen sind. Und dies gefällt mir sehr gut. Es ist immer so eine Sache mit Erwartungen, aber „Herzflüstern“ hat mich in Hinblick dessen nicht enttäuscht.

Die Autorin hat einen humorvollen, lockeren und leichten Schreibstil, der den Leser ans Buch fesselt. Einmal angefangen konnte ich nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Ich bin geradezu durchs Buch geflogen.

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Julian geschrieben. Dadurch spielen vor allem seine Gefühle eine entscheidende Rolle. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Markus Gefühlswelt dadurch zu kurz kam. Er ist in dieser Hinsicht später sehr offen gewesen.

Die Charaktere sind sehr schön beschrieben. Wobei man sagen muss, dass einige Nebencharaktere leider etwas flach wirken, so als würde nicht viel hinter ihren Figuren stecken. Bei den beiden Hauptcharakteren war dies jedoch überhaupt nicht der Fall. Sie wirken sehr gut ausgearbeitet, mit vielen Emotionen, einer eigenen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Julian ist ein 17 - jähriger, unerfahrener Teenager. Dies merkt man auch immer wieder im Verlauf der Handlung. Er wirkt oftmals sehr verloren und unsicher, bei manchen Situationen auch überfordert und ängstlich. Er entwickelt sich im Laufe des Buches sehr weiter. Julian wird mental stärker und steht schließlich ein für das was er will. Er kämpft für seine Liebe und für seine Freiheit. Er lässt nicht mehr andere über sich bestimmen, sondern geht seinen Weg.

Markus Reiter studiert Mathematik auf Lehramt und absolviert gerade ein Praktikum auf Julians Schule. Er ist 23 Jahre alt und dadurch schon sehr viel erfahrener als Julian. Das gesamte Buch über ist Markus der Fels in der Brandung, der sichere Hafen für Julian. Aber auch Markus kann sich an Julian anlehnen, wenn er es braucht. Markus hat eine schwierige, jüngere Vergangenheit, weswegen er auch fast keinen Kontakt mehr zu seiner Familie pflegt.

Gerade Markus Vergangenheit sorgt immer wieder für Probleme in der jungen Beziehung von Julian und Markus. Markus nimmt die dominante Rolle in dieser Beziehung ein, vor allem deswegen, weil er älter und erfahrener ist als Julian. Ich war von Anfang an ein Fan der beiden, da sie so süß zusammen sind und sich einfach wunderbar ergänzen.

Im Buch kommen ein paar Sexszenen vor, die jedoch nur angedeutet wurden. Diese sind sehr geschmackvoll und prickelnd beschrieben. Man kann die Chemie und das Knistern zwischen den beiden geradezu spüren. Die erotischen Szenen sind nicht sehr häufig, nehmen jedoch eine wichtige Rolle im Buch ein. Sie sind ein wichtiger Meilenstein in der Beziehung der beiden.

Im Buch wird ein ernstes Thema eingebaut. Es zeigt auf, welche Schwierigkeiten und Probleme homosexuelle Paare in unserer heutigen Gesellschaft immer noch haben. Das Buch spielt in Deutschland und ich bin mir ziemlich sicher, dass das meiste in der Geschichte nicht wirklich überspitzt dargestellt wurde. Der Protagonist musste sich nach seinem „Coming-Out“ mit vielen Hindernissen auseinandersetzen, wie zum Beispiel: alltägliche Beleidigungen, Unverständnis, Ekel oder dass Homosexualität ansteckend sei.

Toleranz, aber noch viel wichtiger Akzeptanz, fehlt leider noch immer sehr in unserem Alltag. Jeder ist so perfekt, wie er ist. Dabei sollte es keine Rolle spielen, wen er/sie liebt, welche Hautfarbe er/sie hat, welcher Ethnie er/sie angehört, etc. Natürlich kann man auch nicht alle über einen Kamm scheren und viele akzeptieren Homosexualität als das was es ist, etwas völlig Normales.

Ich finde es auch sehr wichtig, dass innerhalb der Familie Akzeptanz und nicht nur Toleranz besteht. Familie ist etwas, wo man ganz man selbst sein kann und sich nicht zu verstellen braucht. Oftmals fehlt jedoch auch innerhalb dieses, scheinbar sicheren Umfeldes, die Akzeptanz oder auch nur das Verständnis dafür, dass jede/r lieben soll, den er/sie will.

Mein Fazit:
Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, gerade weil ein wichtiges Thema im Buch nochmals betont und aufgezeigt wurde. Ich weiß nicht, ob dies so von der Autorin gewollt war, aber wenn schon, dann hat sie es wunderbar gemacht. Als Leser wird man dadurch angeregt seine eigene Einstellung zu diesem Thema zu überdenken. Wenn es nicht gewollt war, hat die Autorin trotzdem einen guten Job gemacht, da sie unabsichtlich auf dieses Thema hinwies. Ich habe es sehr genossen das Buch zu lesen, bin aber ein wenig traurig, dass es schon zu Ende ist.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 11.05.2018

Die Rettung Alhambras?

Warriors of Love 1-3
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Inhalt:
(Klappentext)
Die vier Freundinnen Beth, Cori, Tessa und Josie freuen sich auf ein erholsames Spa-Wochenende, um ihrem Alltag zu entfliehen und ihre eingerostete Freundschaft wieder aufleben zu ...

Inhalt:
(Klappentext)

Die vier Freundinnen Beth, Cori, Tessa und Josie freuen sich auf ein erholsames Spa-Wochenende, um ihrem Alltag zu entfliehen und ihre eingerostete Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Doch anstelle von Drinks und Whirlpool erwartet sie Alhambra, eine fremde Welt voller Gefahren, Magie und tapferer Krieger! Zu ihrem Entsetzen sind sie dazu auserkoren, diese Welt vor dem Untergang zu bewahren, was den Vieren mitunter gar nicht in den Kram passt. Nur widerwillig machen sie sich auf ins Abenteuer und dabei müssen sie nicht nur gutaussehende Piraten, Lichtfresser und schlechtgelaunte Katzen überwinden, sondern sich auch ihren eigenen Schwächen stellen.
Wird ihre Freundschaft diese Prüfung überstehen?

Mein Kommentar:

Dies ist ein Sammelband der Reihe Warriors of Love. In diesem Buch sind alle 3 Bände vorhanden - Nebelschatten, Windschatten und Nachtschatten. Die einzelnen Bücher sind klar und übersichtlich voneinander getrennt. Man weiß als Leser sofort, dass nun ein Buch zu Ende ist, bzw. dass man nun mit einem neuen Buch beginnt.

Die Geschichte wird von den 4 Freundinnen Beth, Cori, Tessa und Josie erzählt. Dabei steht keiner von ihnen im Vordergrund, der Fokus ist gleichermaßen auf allen vier verteilt.

Die vier Freundinnen waren in ihrer Schulzeit sehr gut befreundet, aber mit der Zeit haben sie sich voneinander entfernt. Jede von ihnen hat ihre eigenen Ziele und Meilensteine. Und am Anfang kam es mir so vor, als hätten sie gar keine Gemeinsamkeiten.

Die vier Protagonisten sind keine "Superhelden", auch wenn sie als Wächterinnen von Alhambra, das Land retten müssen. Die wirken ziemlich realitätsnah. Auch sie hatten einige Rückschläge oder eine fehlerhafte Selbsteinschätzung, sodass sie sich entweder zu wenig zutrauten oder eben auch zu viel. Dies ist ein großer Pluspunkt an der Geschichte, da eben nicht immer alles glatt laufen kann.

Ich wurde leider nicht nie wirklich warm mit den Protagonisten. Obwohl sie eine solch emotionale Reise bewältigen, fehlt es, meiner Meinung nach, das gesamte Buch über an Emotionen.

Es gibt ein paar Sexszenen im Buch, aber auch bei diesen werden die Emotionen nicht gut transportiert. Die Szenen wirken kalt, unnatürlich und erzwungen. Schade.

Im Buch kamen einige humorvolle Szenen vor, die mir gut gefallen haben. Dadurch wirkte die Geschichte wieder ein wenig lebhafter und emotionaler. Leider hat dies auch nie sehr lange angehalten.

Beth, Cori, Tessa und Josie landen scheinbar durch Zufall in Alhambra. Oder war es Schicksal? Sie sind die Wächterinnen von Alhambra und sie müsse das Land vor seinem Untergang bewahren. Die Idee gefällt mir sehr gut, da normalerweise junge Teenager mit wenig Lebenserfahrung für solche Rollen auserkoren werden. Hier sind es jedoch alles Frauen, die mitten in ihrem Leben stehen und schon etwas erlebt haben. Mir der Umsetzung jedoch konnte ich mich nicht so ganz anfreunden.

Mein Fazit:
Die Idee finde ich sehr gut. Leider hat die Autorin nicht das volle Potential der Geschichte ausgeschöpft. Die Charaktere wirkten oft sehr kalt und emotionslos und auch bei vielen Szenen wurden die Emotionen für mich nicht spürbar.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Veröffentlicht am 11.05.2018

Ein Sommer verändert dein ganzes Leben

Ein Sommer und ein ganzes Leben
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Inhalt:
Katharina Kahrens liebt ihre beiden Kinder über alles, und ist als alleinerziehende Mutter gefordert, nachdem ihr Mann Sebastian bei einem Unglück ums Leben kam. Und auch ihr Job als Coach und ...

Inhalt:
Katharina Kahrens liebt ihre beiden Kinder über alles, und ist als alleinerziehende Mutter gefordert, nachdem ihr Mann Sebastian bei einem Unglück ums Leben kam. Und auch ihr Job als Coach und Mediatorin ist ihr sehr wichtig. Dabei vergisst sie oft auch etwas Zeit für sich selbst einzuplanen.
Bis sie ihren neuen Nachbar David kennenlernt, der sie immer wieder zum Lachen bringt und zeigt, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Doch auch David hat ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit, welches er nicht so einfach verrät. Und warum erzählt er nicht alles über seinen Unfall und warum er im Rollstuhl sitzt?

Mein Kommentar:
Die Autorin Kristina Valentin hat einen sehr flüssigen und toll zu lesenden Schreibstil. Die Seiten fliegen einfach so dahin und die Geschichte ist meiner Meinung nach viel zu schnell zu Ende.

Sie beschreibt die Schauplätze der Handlung sehr genau und somit hat man als Leser eine sehr genaue Vorstellung, wie alles aussieht. Man kann sich richtig gut in die Geschichte hineinversetzen, da alles sehr bildhaft erzählt wird.

Die beiden Hauptprotagonisten Katharina und David werden sehr gekonnt und liebevoll von der Autorin beschrieben. Man schließt beide sofort ins Herz und fühlt mit ihnen mit. Beide haben es nicht immer leicht gehabt und dennoch beginnen sie langsam ein Vertrauen zueinander aufzubauen, welches sich sehr gut nachvollziehen lässt. Beide Charaktere sind richtig sympathisch und haben eine tolle ausgearbeitete Tiefe, sodass man sie sehr gut versteht.
Aber auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und passen super zur Geschichte.
Katharina ist eine liebevolle Mutter und sehr tüchtige Frau, die mit viel Witz und Charme aber auch sehr chaotisch ans Werk geht. Dabei vergisst sie ganz oft auf sich selbst und wird es so langsam durch David an die wichtigen Dinge des Lebens erinnert.
David hingegen hat sein Leben sehr gut im Griff und er liebt es wenn alles ganz ordentlich und aufgeräumt ist. Er weiß meistens was Katharina denkt und hat somit immer die richtigen Worte parat. Trotzdem können sich beide ihre Geheimnisse rund um ihre Vergangenheit nicht wirklich anvertrauen, obwohl sie merken, dass die Liebe eine immer größere Rolle in ihrem Leben einnimmt.

Das Buch erzählt eine unterhaltsame Sommerliebe, bei der der Leser sich einfach zurücklehnen kann und das Buch genießen kann. Es wird erzählt wie Katharina mit dem Leben ohne ihren Mann zurechtkommt, nachdem er bei einem Unfall ums Leben kam. Sie hat es auch nach neun Jahren noch nicht geschafft, ganz von ihm Abschied zu nehmen und lebt immer mit der Angst jemanden zu verlieren, den sie liebt.
Aber auch David hat ein schweres Leben. Seit einem tragischen Unfall sitzt er im Rollstuhl und muss sich täglich mit vielen Schwierigkeiten herumschlagen. Dabei sind aber nicht nur die vielen Hindernisse ein Problem, die jede Fahrt mit dem Rollstuhl zu einer Herausforderung machen, sondern auch die vielen Vorurteile Behinderten gegenüber, die er immer zu hören bekommt.
Die Autorin hat es meiner Meinung nach sehr gut geschafft diese ernsten Themen wie Behinderung und Angst in diese leichte Sommerlektüre einzubauen, ohne dass die Geschichte dadurch überlagert wird. Der Leser wird an dieses ernste Thema herangeführt, ohne dass es ihm zu Beginn so richtig bewusst wird und trotzdem wird man richtig zum Nachdenken angeregt. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass die Autorin im Nachwort ihre eigenen Erfahrungen zu diesem Thema zusammengefasst hat. So wird es einem nochmal bewusst gemacht, welche Vorurteile man auch selbst manchmal hat und wie man sich vielleicht besser gegenüber Menschen mit Behinderung verhalten sollte.

Mein Fazit:
Eine wirklich unterhaltsame Geschichte, die zum Lachen, Träumen, Mitfühlen aber auch zum Nachdenken anregt. Ich denke bei dieser Geschichte ist für jeden etwas dabei und sie sorgt für abwechslungsreiche Lesestunden.

Ganz liebe Grüße,
Niknak