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Pantoffeltier

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2025

Gut gemachte RomCom

Fake Dates and Fireworks
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Dieses Buch erfindet das Rad nicht gerade neu, aber unter den RomComs hebt es sich doch angenehm ab.

Becca und Nils sind in einer etwas ungewöhnlichen Beziehung. Sie schreiben sich ständig, treffen sich ...

Dieses Buch erfindet das Rad nicht gerade neu, aber unter den RomComs hebt es sich doch angenehm ab.

Becca und Nils sind in einer etwas ungewöhnlichen Beziehung. Sie schreiben sich ständig, treffen sich aber nur an Silvester und schlafen dann miteinander. Nach 10 Jahren will Becca endlich eine feste Beziehung, aber Nils hat da nicht so Lust drauf. Wie gut, dass zufällig der nervige Raffael im selben romantischen Hotel abgestiegen ist wie die beiden.
Und da uns der Klappentext schon auf Fake Dating und Enemies to Lovers vorbereitet ist wenig überraschend was jetzt passiert. Insgesamt fand ich es realistischer als viele ähnliche RomComs. Klar, es ist ein bisschen übertrieben, dass sich Becca 10 Jahre lang komplett auf Nils einstellt, aber mir hat gut gefallen, dass sie nicht plötzlich alles durchschaut und sofort mit dem nächsten Typen anbandelt. Es braucht einige Gespräche bis Becca klar wird, was los ist. Schön fand ich auch, dass es Nebenfiguren gibt und die Liebesgeschichte nicht im luftleeren Raum stattfindet.
Für meinen Geschmack hätten die Figuren etwas Grautöne und Ecken und Kanten vertragen können. Nils ist so selbstbezogen und nervig dass man sich fragt, wie Becca sich jemals in ihn verlieben konnte. Und Raffael ist so perfekt, dass es auch schon etwas unangenehm ist. Verständnisvoll, durchtrainiert, gutaussehend, kinderlieb, mitfühlend, mit gut gefülltem Konto ausgestattet, topp im Bett... Meine Güte, darf der arme Kerl (außer einem Kindheitstrauma) auch wenigstens einen Fehler haben?
Dafür ziehe ich einen halben Stern ab.
Alles in allem eine gute Wahl für eine bestärkende Wohlfühllektüre.

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Konstante Bedrohung, leider nicht zufriedenstellend aufgelöst

Drei Wochen im August
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Elena fährt mit ihren beiden Kindern, einer Freundin der Tochter und der Babysitterin Eve, für die die Kinder eigentlich zu alt sind, in den Urlaub. Der Urlaub entwickelt sich anders als gedacht, denn ...

Elena fährt mit ihren beiden Kindern, einer Freundin der Tochter und der Babysitterin Eve, für die die Kinder eigentlich zu alt sind, in den Urlaub. Der Urlaub entwickelt sich anders als gedacht, denn immer wieder passieren merkwürdige Dinge. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Eve und Elena.

Die pubertierende Tochter schottet sich ab und ihre Freundin behauptet psychische Probleme zu haben. Beide Erzählerinnen scheinen Beziehungen zu haben, bei denen nicht alles in Ordnung ist. Die Gastgeberin ist nicht erreichbar. Im Haus gehen ständig Sachen kaputt. Es tauchen Leute auf, die sich seltsam verhalten und und und.
Aber es dauert sehr lange, bis überhaupt etwas passiert. Die Erzählerinnen verlieren sich in ihren Gedanken. Das ist schade, denn es nimmt der Erzählung den Schwung. Man hat einfach konstant ein schlechtes Gefühl, aber es gibt kein Auf und Ab, das einen bei der Stange hält.
Und auch das Ende hat für mich nicht die erhoffte Auflösung gegeben. Schade, die Ausgangslage hätte so viel mehr hergegeben.

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Veröffentlicht am 25.12.2024

Etwas tendenziöse Biographie

Wallis Simpson
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Über Wallis Simpson, die Frau, die angeblich dafür sorgte, dass König Edward abdankte, wusste ich vor der Lektüre dieses Buches wenig. Mir war nur zu Ohren gekommen, dass sie ähnlich viel Hass auf sich ...

Über Wallis Simpson, die Frau, die angeblich dafür sorgte, dass König Edward abdankte, wusste ich vor der Lektüre dieses Buches wenig. Mir war nur zu Ohren gekommen, dass sie ähnlich viel Hass auf sich zog wie heutzutage Meghan. In diesem Buch hatte ich auf eine differenzierte Betrachtung von Wallis und Edward gehofft. Diese Hoffnung hat sich leider nicht komplett erfüllt.

Sowohl Wallis, als auch Edward kommen nicht besonders gut weg. Es mag belegbar sein, dass die beiden sehr schwierige Charaktere waren, aber ein bisschen mehr Verständnis statt bissiger Seitenhiebe hätte ich mir schon gewünscht. Es wird sehr deutlich, dass die Autorin die beiden nicht besonders schätzt und einige Bewertungen und Interpretationen fand ich nicht überzeugend belegt.
Am Anfang hatte ich einige Probleme reinzukommen. Es beginnt mit der Hochzeit des Paares und man wird direkt mit einer Vielzahl an Namen von Personen und Orten konfrontiert, die zumindest ich nicht zuordnen konnte. Es wird dann zum Glück im zweiten Kapitel chronologisch erzählt und man findet sich besser zurecht.
Insgesamt habe ich schon einiges gelernt (vor allem, dass das Königshaus ganz schön schwierige Persönlichkeiten heranzieht, die sich mit ähnlich neurotischen Personen umgeben), bin aber Wallis nicht so richtig nahe gekommen.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Becoming Loretta Darling

Not your Darling
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Die Engländerin Margaret möchte unbedingt Maskenbilderin werden und geht dafür nach Hollywood. Mit mehr oder weniger lauteren Mitteln schlägt sie sich durch und erfindet sich als Loretta Darling neu.

Es ...

Die Engländerin Margaret möchte unbedingt Maskenbilderin werden und geht dafür nach Hollywood. Mit mehr oder weniger lauteren Mitteln schlägt sie sich durch und erfindet sich als Loretta Darling neu.

Es geht flott los. Loretta schlägt sich mit einer Mischung aus Glück, Schlagfertigkeit und manipulierter Kosmetik durch. Die Leichtigkeit funktioniert gut, die schwereren, tiefgreifenden Themen für mich persönlich nicht so. Lorettas schwere Vergangenheit wird in wenigen Sätzen abgehakt und die Lösung gegen missbräuchliche Männer ist nun ja, radikal aber kann Machtstrukturen in der Realität kaum brechen.
Die Figuren sind recht oberflächlich und klischeehaft gezeichnet. Es gibt die Prostituierte mit dem goldenen Herzen, den schönen aber sprunghaften Filou, den nicht so gut aussehenden, aber guten Mann, den fiesen Vergewaltiger in Machtposition, den väterlichen Mentor, das liebe Naivchen... Das fand ich sehr schade, da es so wenig Überraschungen und Figurenentwicklung gibt.
Insgesamt netter Roman mit einem Hauch Hollywood-Flair. Liest sich gut nebenbei ohne Überraschungen oder tiefe Erkenntnisse zu bieten.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Wunderschön gestaltet, Geschichte aber nicht so mein Fall

Verborgene Fabelwesen der Meere
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Immer mehr Meereswesen greifen Menschen an. Eine Gruppe versucht rauszufinden warum und hat dabei unterschiedliche Lösungsansätze. Während Vertreter des Militärs kämpfen wollen, um die Menschheit zu schützen, ...

Immer mehr Meereswesen greifen Menschen an. Eine Gruppe versucht rauszufinden warum und hat dabei unterschiedliche Lösungsansätze. Während Vertreter des Militärs kämpfen wollen, um die Menschheit zu schützen, strebt der Erzähler eher danach eine friedliche Lösung mit den Fabelwesen zu finden, die sich durch den Menschen bedroht fühlen.

Es handelt sich um einen Expeditionsbericht in Tagebuchform, der in einer alternativen Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts spielt. Es ist liebevoll gestaltet und hat jede Menge Zeichnungen und Gestaltungselemente wie Zeitungsausschnitte, Fotos, Karten, Lexikoneinträge und unterschiedliche Schriftarten. Das ist wirklich toll anzusehen, hat mich aber auch immer wieder aus der Geschichte gerissen. Es war mir schon etwas zu viel und ich habe gemerkt, wie es mich von der Handlung abgelenkt hat.

Es fiel mir auch schwer mit den handelnden Personen mitzufühlen und mir ihre Eigenarten zu merken, besonders bei den Nebenfiguren. Das mag auch daran liegen, dass es sich um den zweiten Band der Reihe handelt, aber es ist auf jeden Fall merkbar, dass der Fokus nicht auf den konkreten Personen liegt, sondern auf der Beschreibung verschiedener Fabelwesen.

So ganz mein Fall war dieses Buch also nicht, ich empfehle es trotzdem all jenen weiter, die sich für Fabelwesen der Meere interessieren und liebevoll illustrierte und opulent gestaltete Bücher in ihrer Sammlung lieben.

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