typisches Coming-of-Age-Buch
Little HollywoodLeo hat gerade ihr Abitur gemacht und möchte eigentlich gern nach Köln zum Studieren. Doch ihr gewalttätiger Vater sucht nach Kontakt mit ihr und da ihre Mutter depressive Schübe hat, kümmert sie sich ...
Leo hat gerade ihr Abitur gemacht und möchte eigentlich gern nach Köln zum Studieren. Doch ihr gewalttätiger Vater sucht nach Kontakt mit ihr und da ihre Mutter depressive Schübe hat, kümmert sie sich zeitweise um ihren kleinen Bruder.
Ihr Hobby sind Filme, die sie in der örtlichen Videothek ausleiht. Dort arbeitet Jo, mit dem sich eine vorsichtige Romanze anbahnt.
Wir begleiten Leo über die Sommerwochen, in denen sie langsam ihren Weg findet. Die Atmosphäre kommt ganz gut rüber. Es gibt Partys und Schwimmausflüge und einen geheimnisvollen love interest. Alles was man eben so in einem sommerlichen Coming-of-Age-Buch erwartet.
Ich bin auch in den 90ern groß geworden und kannte die Referenzen, die gemacht werden, aber komplett gefühlt habe ich es nicht. Die Figuren waren mir nicht interessant genug, gerade über die Nebenfiguren hätte ich gern mehr erfahren und mehr authentische Szenen gehabt.
Ich habe mich sehr an „22 Bahnen“ erinnert gefühlt und fand es nicht ganz so gut, gerade auf der emotionalen Ebene. Fairerweise muss man dazusagen, dass einfach in beiden Büchern dysfunktionale Familien und typische Coming of Age-Themen behandelt werden. Abgeschrieben also sicherlich nicht.
Insgesamt nett, man kann als sich jüngere Person selbst wiederfinden und als ältere Person in Nostalgie schwelgen. Ein schönes Sommerbuch.