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Veröffentlicht am 15.07.2025

Gute Grundidee, aber ...

Wo wir uns treffen
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Die Idee von Anna Hopes Roman "Wo wir uns treffen" gefällt mir richtig gut. Ich liebe das Setting, ein altes englisches Herrenhaus samt riesigem Landbesitz, der in den letzten Jahren einer Renaturierung ...

Die Idee von Anna Hopes Roman "Wo wir uns treffen" gefällt mir richtig gut. Ich liebe das Setting, ein altes englisches Herrenhaus samt riesigem Landbesitz, der in den letzten Jahren einer Renaturierung unterzogen wurde.
Auch die Figuren sind interessant gestaltet und bieten viel Potential für Drama.
Leider neigt die Autorin zu erzählerischen Ausschweifungen. Der Schreibstil ist nicht schlecht, aber die über 440 Seiten sind einfach zu langatmig und ausufernd in den Nebenhandlungen. Für meinen persönlichen Geschmack hätte kürzer und knackiger einen besseren Spannungsbogen erzeugt. So hätte man z.B. die vielen Wiederholungen um Neds Musikgeschmack weglassen können. Oder auch Rowans begeisterte Nachforschungen zur Verwesung erwähnen können, aber sie nicht seitenweise darüber referieren lassen müssen.
Dann wäre der Plottwist vermutlich auch etwas mehr eingeschlagen. So wurde der Skandal vom Drumherum überlagert.
Ich habe relativ schnell damit begonnen, neben dem Lesen auch das Hörbuch zu hören, um in der Geschichte voranzukommen. Hätte ich das Buch nur gelesen, hätte ich es vermutlich abgebrochen, was schade gewesen wäre, denn der eigentliche Skandal, um den es ging, der war schon interessant. Aber dass man sich dazu durchbeißen muss, schmälert den Lesegenuß schon.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Schönes Sommerbuch

Die Hummerfrauen
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"Die Hummerfrauen" ist ein schönes Sommerbuch für alle, die gerne etwas anspruchsvolleres als die üblichen Sommerromanzen al la Das kleine Café/ der kleine Buchladen am Hafenweg/ mit Meerblick möchten.
Man ...

"Die Hummerfrauen" ist ein schönes Sommerbuch für alle, die gerne etwas anspruchsvolleres als die üblichen Sommerromanzen al la Das kleine Café/ der kleine Buchladen am Hafenweg/ mit Meerblick möchten.
Man braucht ein bisschen, um in die verschiedenen Handlungsstränge einzutauchen und die Personen kennenzulernen. Außerdem erstreckt sich die Handlung über eine größere Zeitspanne, aber ich fand, dass sich alles sehr gut gefügt hat, als man einmal drin war. Es ist auch sehr übersichtlich gehalten, wer gerade wann erzählt.
Der Handlungsort ist sehr stimmungsvoll und auch wenn ich persönlich Probleme damit habe, Hummer zu fangen und zu essen, wird das Thema doch mit viel Empathie beschrieben, einschließlich der Schattenseiten. Das ist für mich auch mit das Schönste an diesem Buch: obwohl es einiges an Drama gibt, überwiegt nach dem Lesen ein positiver Gesamteindruck.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Spannend, aber anders als erwartet

Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen
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"Midwatch" klang für mich nach einer schönen Detektivgeschichte ab 10 Jahren. An sich ist es das auch, wobei man relativ schnell merkt, dass es nicht in der echten Welt spielt. Auf mich machte es zuerst ...

"Midwatch" klang für mich nach einer schönen Detektivgeschichte ab 10 Jahren. An sich ist es das auch, wobei man relativ schnell merkt, dass es nicht in der echten Welt spielt. Auf mich machte es zuerst den Eindruck von Steampunk, was cool ist. Allerdings kommt später noch eine übernatürliche Note dazu, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte. Fantasybücher für das Alter gibt es eh schon massig, aber der Markt für Kinderkrimis ohne Fantasy ist rar. Und hier hätte man den Fantasyanteil ganz leicht weglassen können...
Außerdem finde ich es schade, dass es wieder ein Buch für eine rein weibliche Zielgruppe ist. Das Thema legt sich sehr auf Mädchen (siehe den Untertitel Schule für unerwünschte Mädchen) fest, dabei wäre es sicher auch für Jungs spannend. Leider haben diese keine einzige Identifikationsfigur im Buch. Auch das hätte man leicht ändern können und damit eine wesentlich größere Zielgruppe erreicht. Internatsgeschichten haben ja oft Mädchen und Jungen als Protagonisten.
Ich fand es insgesamt nicht schlecht, aber durch die genannten Kritikpunkte hat es mich doch auch ein bisschen enttäuscht.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Drama, Drama und ...

Die Garnett Girls
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... noch mehr Drama. Dieser Unterhaltungsroman macht jeder Vorabendserie Konkurrenz!
Je nachdem, was man sich von der Lektüre erhofft hat, kann man das mögen. Mich persönlich hat es ehrlicherweise sehr ...

... noch mehr Drama. Dieser Unterhaltungsroman macht jeder Vorabendserie Konkurrenz!
Je nachdem, was man sich von der Lektüre erhofft hat, kann man das mögen. Mich persönlich hat es ehrlicherweise sehr schnell genervt.
Als Einstieg ins Buch war es ok, man startet spannend, aber es ging dann wirklich ununterbrochen und teilweise wirklich wegen Kleinigkeiten so rund, dass man die Beteiligten gerne mal schütteln wollte und ihnen sagen, dass sie jetzt endlich mal erwachsen werden sollen. Selbst die Garnettfrauen, denen es eigentlich gut geht, finden irgendwas in ihrem Leben, aus was sie ein riesiges Problem machen können (was sie dann wegzutrinken versuchen).
Hier hätte ich mir zwischendrin mal ruhigere Phasen gewünscht, vielleicht mit ein paar schönen Landschaftsbeschreibungen oder ähnlichem - das Setting hätte es doch sogar hergegeben! Dann wäre auch die große Enthüllung am Ende eine geworden und nicht nur gefühlt eine weitere Fußnote...
Mir war das alles viel zu drüber und ich würde das Buch nicht als Must Read einschätzen.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Besondere Freundschaft

Hase und ich
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"Hase und ich" ist ein Buch über eine Mensch-Tier-Freundschaft, wie sie sein sollte. Dieses Buch macht Hoffnung, dass es als Mensch möglich ist mit der Natur in Frieden zu leben!
Chloe Dalton erzählt dabei, ...

"Hase und ich" ist ein Buch über eine Mensch-Tier-Freundschaft, wie sie sein sollte. Dieses Buch macht Hoffnung, dass es als Mensch möglich ist mit der Natur in Frieden zu leben!
Chloe Dalton erzählt dabei, wie sie ein Hasenbaby großgezogen hat und dieses Tier dann jahrelang bei ihr gelebt hat. Und zwar freiwillig, als wildes Tier, das nie gezähmt wurde, aber sich beim Menschen so sicher fühlte, dass es immer wiedergekommen ist.
Natürlich gibt es dabei auch immer wieder Momente, in denen man mitbangt und die traurig sind, aber sowohl für die Autorin als auch die Lesenden überwiegen die schönen Momente, weswegen ich es als absolutes Wohlfühlbuch empfehlen würde.
Und da es als Erfahrungsbericht auch noch ein halbes Sachbuch (wenn auch eins, was überhaupt nicht trocken ist) ist, hat man die Möglichkeit neben der Unterhaltung auch noch einiges zu lernen.

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