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Veröffentlicht am 05.04.2025

Liest man in einem Zug

In einem Zug
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Der neue Glattauer "In einem Zug" war mein erstes Buch des Autores und man konnte es auch wirklich - fast - in einem Zug weglesen.
Bzw. hören, denn ich hatte das Hörbuch und muss sagen, dass das dem Buch ...

Der neue Glattauer "In einem Zug" war mein erstes Buch des Autores und man konnte es auch wirklich - fast - in einem Zug weglesen.
Bzw. hören, denn ich hatte das Hörbuch und muss sagen, dass das dem Buch im Rückblick nochmal eine ganze andere Note gibt. Wer das Ende kennt, weiß warum ;)

Ich weiß nicht, wie gut mir das Buch als Print zum selberlesen gefallen hätte, denn der Stil des Autors ist schon ein bisschen speziell. Es gibt einige Wiederholungen und Schachtelsätze. Beim Anhören stört das aber gar nicht, es fühlt sich im Gegenteil an, als würde man an dem Gespräch der beiden Zugreisenden ebenfalls teilnehmen.
Die Idee, ein Buch komplett während einer Zugfahrt spielen zu lassen, gefiel mir wirklich gut und auch die teils philosophischen Gedanken im Gespräch haben meinen Geschmack getroffen. Was ich besonders interessant finde, weil ich mich als jüngere Frau öfter auf der Seite von Eduard Brünhofer wiedergefunden habe!
Das Ende ist nicht großartig überraschend, das konnte man schon kommen sehen, aber ich empfinde es als sehr realitätsnah und dadurch gelungen.

Dieser Roman wird sicherlich nicht der letzte des Autors bleiben, den ich lese!

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Genial konstruiert

Wackelkontakt
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Auch wenn man sich beim Anblick des Covers von "Wackelkontakt" schnell, leicht unwohl fühlt, macht die Lektüre einfach nur Spaß!
Wolf Haas schafft es, dieses Buch wie ein Gemälde von Escher aufzubauen. ...

Auch wenn man sich beim Anblick des Covers von "Wackelkontakt" schnell, leicht unwohl fühlt, macht die Lektüre einfach nur Spaß!
Wolf Haas schafft es, dieses Buch wie ein Gemälde von Escher aufzubauen. Zwei Erzählstränge gehen immer wieder nahtlos ineinander über, bis zum Schluss eine einzige runde Geschichte übrig bleibt. Ein Leseerlebnis der anderen Art, aber definitiv lohnenswert, wenn man sich darauf einlassen kann.
Durch diese spezielle Art der Erzählung ist es auf jeden Fall ein Buch, das man schnell durchgelesen hat. Einfach nur, weil man keine passende Stelle zum aufhören findet, man hat den Drang, einfach immer weiterzulesen.
Außerdem ist die Geschichte selber super spannend und scheut sich auch nicht davor, schwierige Themen aufzugreifen und unterhaltsam zu verarbeiten.
Mein erster, aber definitiv nicht mein letzter Wolf Haas!

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Ein etwas anderer Kriminalroman

HEN NA E - Seltsame Bilder
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"Seltsame Bilder" ist der erste übersetzte Kriminalroman des neuen Sketch-Mystery Trends aus Japan. Dabei wird ein Kriminalfall mithilfe von Zeichnungen (und deren Interpretation) gelöst.
Das Konzept ...

"Seltsame Bilder" ist der erste übersetzte Kriminalroman des neuen Sketch-Mystery Trends aus Japan. Dabei wird ein Kriminalfall mithilfe von Zeichnungen (und deren Interpretation) gelöst.
Das Konzept fand ich sehr cool und habe mich dewegen im Vorfeld auch sehr auf diese Veröffentlichung gefreut.
Die Aufmachung des Buches empfinde ich dann auch als ausgesprochen harmonisch und gelungen. Dieses Buch macht einfach Lust, es in die Hand zu nehmen. Hier würde ich auch definitiv das gedruckte Buch vor dem ebook empfehlen, auch wenn dieses (wahrscheinlich durch die Bilder) etwas teurer ist.

Durch die Aufteilung in verschiedene kürzere Abschnitte, die am Ende schließlich zu einem großen Ganzen verknüpft werden, liest sich dieses Buch sehr kurzweilig.
Allerdings empfand ich die einzelnen Abschnitte als unterschiedlich stark in ihrer Auflösung. Die Gesamtauflösung des Buches mochte ich, aber die einzelnen Auflösungen waren mal mehr und mal weniger gelungen. Vor allem der Rückblick, der auf den Anfang zurückgreift, war meiner Meinung nach äußerst schwach, auch wenn er die Geschichte insgesamt rund macht. Mehr ins Detail gehen möchte ich nicht, weil das leider ein ziemlicher Spoiler wäre.
Wenn man ein Krimivielleser ist, wird man einiges nämliches einiges ziemlich durchsichtig und vorhersehbar empfinden, zumal die Erklärungen mitunter auch recht detailreich ausfallen. Dadurch könnte man sich fast etwas bevormundet fühlen...
Wer sonst keine Krimis liest, findet mit diesem Buch aber vermutlich einen guten Einstieg in das Genre, weil eben sehr viel erklärt wird.

Allerdings sind manche Details im Zusammenhang nicht ganz 100% stimmig, was ich merkwürdig fand, da die Auflösungen dann wieder sehr detailverliebt (an der Grenze zu nervig) sind. So wird manches angesprochen und dann nie wieder erwähnt und anderes dafür immer wieder wiederholt, bis man dem Autor gerne sagen möchte, dass man es bereits beim ersten Mal verstanden hatte.

Fazit: Ich würde diesem Buch im Speziellen so 3,5 Sterne geben, weil ich es wirklich gerne mögen wollte, es aber durchaus einige Schwächen gibt. Für den Trend prinzipell sehe ich jedoch großes Potential. Allerdings sollte man vielleicht darüber nachdenken, verschiedene Schwierigkeitsstufen einzuführen (analog zu den Exit Games) und da wäre dieser Roman definitiv Einsteigerniveau. Gut geeignet für den Einstieg ins Krimilesen, aber für regelmäßige Krimileser zu seicht.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Die Spurenfinder finden wieder!

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Ich habe mich sehr gefreut, dass es mit der Reihe weitergeht, weil Band 1 ein absolutes Highlight für mich war.
Insofern war Band 2 ein kleines bisschen enttäuschend, weil es nicht ganz an den Vorgänger ...

Ich habe mich sehr gefreut, dass es mit der Reihe weitergeht, weil Band 1 ein absolutes Highlight für mich war.
Insofern war Band 2 ein kleines bisschen enttäuschend, weil es nicht ganz an den Vorgänger herankam. Das ist aber Jammern auf ganz hohem Niveau, denn den Punkabzug würde ich bei einem halben Stern sehen! Also das Buch mit 4,5 von 5 Sternen bewerten, wenn es technisch ginge.
Die Ausstattung und vor allem die Illustrationen überzeugen genauso wie bei "Der Spurenfinder". Lediglich die Geschichte fand ich etwas schwächer, da sie für meinen Geschmack etwas überkonstruiert war. Das passt zwar zu dem typischen Marc-Uwe Kling Humor, hat mich aber etwas mehr gestört als beim ersten Band. Es war irgendwie alles etwas offensichtlicher. Dadurch, dass die Bücher allerdings auch für eine jugendliche Zielgruppe geeignet sind, kann man Erwachsener aber über die Vorhersehbarkeit hinwegsehen und trotzdem Spaß mit dem Buch haben.
Vielleicht hat hier auch der allgemeine Fluch des zweiten Bands zugeschlagen (irgendwie sind zweite Bände oft die schwächsten einer Reihe) und es wird mit einem dritten Band wieder stärker weitergehen. Das würde mich jedenfalls sehr freuen und ich würde die Reihe auf jeden Fall auch weiterlesen, wenn neue Bände dazukämen!

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Lichterloh begeistert!

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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Dieser Reihenauftakt hat mich sehr von sich überzeugt. Nicht nur Optik und Klappentext waren vielversprechend anders, sondern auch inhaltlich hebt sich das Buch positiv von seinen Genregenossen ab!
Obwohl ...

Dieser Reihenauftakt hat mich sehr von sich überzeugt. Nicht nur Optik und Klappentext waren vielversprechend anders, sondern auch inhaltlich hebt sich das Buch positiv von seinen Genregenossen ab!
Obwohl als Young Adult beworben, wurde (zumindest dieser erste Band) nicht mit einer Liebesgeschichte zugepflastert. Das kann sich in den weiteren Bänden zwar noch ändern, aber ich empfand diesen Teil vorrangig als super spannende Unterhaltung. Könnte sogar jungstauglich sein, auch wenn ein Mädchen dieProtagonistin ist. Wobei ich es auch sehr gelungen fand, dass Mädchen in dieser Welt typische "Männerberufe" ausüben!
Die Welt hat etwas schon fast Steampunk-artiges, ein Handwerk steht im Mittelpunkt der Handlung (und wird dadurch auch mal als das Positive verkauft, das es ist! vielleicht inspiriert es ja manche Teenies doch dazu, sich für solche Berufe zu interessieren?) und wir haben eine typische "Außenseiter zur Heldin"-Abenteuerquest, die immer wieder Spaß macht zu lesen!
Auf jeden Fall eine Empfehlung wert!!!

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