Eine ungewöhnliche Heldengruppe
Nobody's QuestIch war direkt begeistert von der tollen Aufmachung des Buches und dem Klappentext, welcher wirklich vielversprechend war. Die Grundidee, eine bunt zusammengewürfelte Heldengruppe rund um einen Niemand ...
Ich war direkt begeistert von der tollen Aufmachung des Buches und dem Klappentext, welcher wirklich vielversprechend war. Die Grundidee, eine bunt zusammengewürfelte Heldengruppe rund um einen Niemand auf eine Reise zu schicken um eine Göttin und somit die Welt zu retten, klingt sehr interessant. Die Umsetzung fand ich nur zum Teil gelungen.
Soli, eine sogenannte Greymind, ein Niemand, ist ein toller Hauptcharakter und in der Geschichte die Auserwählte, welche als einzige in der Lage ist das Amulett der Göttin Artemisen zu berühren ohne in Flammen aufzugehen. Gut fand ich, dass das Thema Depression behandelt wurde und wie sich Soli im Laufe der Geschichte weiterentwickelt hat. Obwohl mir die Entwicklung teilweise auch etwas zu schnell und somit unglaubwürdig erschien, bedenkt man ihre dramatische Vorgeschichte.
Die Dynamik in der Gruppe war grundsätzlich gut und man hat im Laufe der Geschichte mehr von den einzelnen Charakteren erfahren. Leider fehlte mir dennoch stellenweise die emotionale Bindung zu den Charakteren und der Umgebung, da für mich einfach zu wenig Hintergrundgeschichte zu einzelnen Beziehungen und den weltlichen Gegebenheiten geliefert wurde.
Was mich aber am meisten gestört hat, war die übertrieben dargestellte Liebelei zwischen dem Prinz Kaelen und Soli. Für mein Empfinden kam das von seiner Seite her zu plötzlich und ohne erkennbaren Grund. Das ewige Hin und Her und die unnötigen expliziten Szenen wirkten für mich komplett deplatziert in Anbetracht der Situation. Ich hätte mir hier mehr Fokus auf die spannenden Abenteuer der Gruppe gewünscht.
Das Ende war sehr überraschend und wirft einige Fragen auf, was Lust auf den nächsten Teil macht. Diesmal aber bitte mit weniger Fokus auf Spice.