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Veröffentlicht am 06.05.2025

Heilende Leidenschaft

Rough Like Rayne - Kentucky Love
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Renee ist die Tochter einer Nasca-Rennfahrerlegende. Sie leitet bereits die Firma ihres Va-ters, doch der sieht sie nur als Übergangslösung, bis sie verheiratet ist, gerne mit einem von ihm bevorzugten ...

Renee ist die Tochter einer Nasca-Rennfahrerlegende. Sie leitet bereits die Firma ihres Va-ters, doch der sieht sie nur als Übergangslösung, bis sie verheiratet ist, gerne mit einem von ihm bevorzugten Rennfahrer. Jax Rayne ist Rennfahrer und er lebt abseits vom Rummel, doch beim das jährliche Rennen in Kentucky ist er dabei. Er und Renee treffen sich zufällig und beide fühlen sich durchaus zueinander hingezogen. Jax Art ist toll beschrieben und zeigt deutlich, dass hinter der harten Fassade ein weicher Kern steckt? Renee geht eine Fake Ehe mit Jax ein, doch bleibt es bei einem Fake?
Mir hat der Schreibstil gut gefallen, die Dialoge zwischen Jax und Renee lesen sich klasse. Renee ist eine starke Frau und Jax hat ebenfalls eine sehr interessante Persönlichkeit.
Die Beziehung zwischen den Beiden wird gut dargestellt und auch die intimen Szenen lassen sich gut lesen. Vielleicht wird ein wenig zu oft Jax‘ Art beschrieben, aber was soll’s, das Lesen macht Spaß!
Für Fans von Liebesromanen auf jeden Fall eine Empfehlung. Dazu hat die Geschichte eine mit Motorsport einen interessanten Hintergrund. Es ist der dritte Band einer Reihe, kann aber sehr gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Im Nachwort hat mich allerdings der Gender-Doppelpunkt massiv gestört.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

In der entlegenen Natur Alaskas

In der Kälte Alaskas
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Ein junger Ranger von einem großen Nationalpark in Alaska ist seit Wochen verschwunden. Auch der vom FBI geschickte Ermittler ist spurlos verschwunden. Nun wenden die ermit-telnden Behörden an Kate Shugak. ...

Ein junger Ranger von einem großen Nationalpark in Alaska ist seit Wochen verschwunden. Auch der vom FBI geschickte Ermittler ist spurlos verschwunden. Nun wenden die ermit-telnden Behörden an Kate Shugak. Sie ist eine erfolgreiche Ermittlerin gewesen, sie gehört zum indigenen Volk der Aleuten und hat sich nach ihrem letzten Einsatz in die Wildnis zu-rückgezogen.
Es werden einige Themen angerissen, die Konflikte der Indigenen, auch innerhalb der Gene-rationen, frühere Verhältnisse und wirklich sehr unterschiedliche Menschen. Dazu ein wirk-lich toller Hund, der seine Besitzerin gut lesen kann.
Der Anfang hat mir sehr gut gefallen und ich war gespannt, was Kate raus findet. Irgendwie ging es in Bruchstücken weiter. Über Kates Vergangenheit, die Familie, über die andere Leute des kleinen Ortes und gefühlt hat Kate plötzlich die Eingebung die zur Lösung des Falles führt.
Die Idee hinter der Geschichte, der ganzen Reihe gefällt mir, allein schon wegen der Natur. Doch mir hat etwas gefehlt, der Spannungsaufbau gehört dazu. Nachdem ich beim Lesen immer auf die weiteren Geschehnisse gespannt war, kam die Lösung irgendwie abrupt. Schade, da hätte man mehr von machen können. Wobei mir die Dialoge, der Schreibstil ha-ben mir gefallen. Die verschiedenen Charaktere bieten viel Potential, welches nicht voll ausgeschöpft wurde.
Die Reihe um Kate Shugak ist bereits Anfang der Neunziger erschienen und hier wird die Serie wieder neu aufgelegt.
Das Cover ist sehr schön und hat mich, neben der Buchbeschreibung sofort angesprochen.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Intensives Leben zwischen zwei Welten

Das Licht in den Wellen
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Ein Leben zwischen New York City und Föhr.
1947 wandert Inge von Föhr nach New York aus. Aufgrund der recht großen Föhrer Gemein-de in der Stadt findet sie einen recht guten Start. Aufgrund harter Arbeit ...

Ein Leben zwischen New York City und Föhr.
1947 wandert Inge von Föhr nach New York aus. Aufgrund der recht großen Föhrer Gemein-de in der Stadt findet sie einen recht guten Start. Aufgrund harter Arbeit und auch glückli-chen Zufällen findet sie ihren Weg in der Stadt.
Kurz vor ihrem hundertsten Geburtstag unternimmt Inge mit ihrer Urenkelin eine Schiffsrei-se nach New York City und ihre Geschichte wird erzählt.
Mir hat Inges Lebensabenteuer sehr gut gefallen. Durch den Schreibstil war ich bei Inge und konnte ihre Zerrissenheit zwischen New York und Föhr spüren, aber auch wie sie ihr Leben an der Manhasset Bay liebt. Bis zu einem Schicksalsschlag. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Orte in dem Roman alle real sind, man bei Maps nachsehen kann und dadurch noch mehr in die Geschichte kam. Vielleicht ist es auch was besonderes, wenn man die Stadt selbst mal erlebt hat.
Dieses Gefühl in New York hat die Autorin meiner Meinung nach gut dargestellt, Inges erste Verlorenheit, der Vibe der Stadt. Ihre ganze Geschichte ist sehr schön geschrieben und hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Träume versus Realität

Dream Count
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Dieser Roman ist schwer zu fassen. Die Wege von vier verschiedenen Frauen, die freund-schaftlich oder verwandtschaftlich miteinander verbunden sind. Es wird von ihrem Leben zwischen ihrer Heimat in Westafrika ...

Dieser Roman ist schwer zu fassen. Die Wege von vier verschiedenen Frauen, die freund-schaftlich oder verwandtschaftlich miteinander verbunden sind. Es wird von ihrem Leben zwischen ihrer Heimat in Westafrika und den Vereinigten Staaten erzählt.
In vier Kapiteln werden die einzelnen Frauen näher beschreiben, man lernt ihre Herkunft, ihre Wünsche und Sehnsüchte kennen.

Es ist überwiegend der Wunsch nach einem Mann, der einen vorbehaltlos liebt. Dieser Wunsch ist besonders bei Chiamaka sehr stark ausgeprägt. Dieser Wunsch, dass ein Mann einen sieht wie man wirklich ist und vorbehaltlos liebt setzt doch voraus dass man das selber weiß und das bezweifele ich mal sehr. Zikora steht plötzlich als Alleinerziehende da, aber dadurch kommt sie ihrer Mutter wieder näher. Omelogor kann in Nigeria als Bankerin das korrupte Spiel der Reichen sehr gut mitspielen. Das schwierigste Schicksal hat Kadiatou, die aus armen Verhältnissen kommt und nun u.a. in einem Hotel arbeitet.
Leider konnten mich die einzelnen Frauen nicht packen. Das Lesen war teilweise anstren-gend, mir fehlte die zeitliche Komponente als Orientierung. Corona wird erwähnt, aber ansonsten hätte es immer ein Zeitpunkt irgendwann sein können. Große Zusammenhänge zwischen den Frauen gibt es nicht, sie tauchen am Rande in der Erzählung der Anderen dann mal auf.
Die Autorin erwähnt subtil so viele Themen die besonders Frauen betreffen, da hätte ich ohne einen Austausch über den Roman manchmal wohl drüber weg gelesen.
Für mein Empfinden war es einfach ein zu viel, dadurch fehlte Tiefe und ich konnte beim Lesen keinen Mehrwert erkennen. Anscheinend sind alle Männer enttäuschend und be-nehmen sich gegenüber der Protagonistinnen nicht gut. Der Hintergrund von Gesellschaft und Kultur erklärt das Verhalten der Frauen besonders das von Chiamaka. Doch wenn man andererseits die Möglichkeit hat auf eigenen Füßen zu stehen, warum muss man dann einen Mann an seiner Seite haben um sichtbar und wohlmöglich glücklich zu sein. Sind nun andere Leute für das eigene Wohlbefinden zuständig?
Ich war zwischendurch überrascht in welchem Alter die Frauen sind, ich hätte sie jünger eingeschätzt.
Erstaunt war ich von der Häufung negativ beschriebener Männer. Sicher gibt es solche Typen und irgendwann im Leben trifft man halt mal auf so jemanden, aber so gehäuft wirkt unglaubwürdig.
Mir fehlte der Lesefluss, die Verbindung zwischen den Frauen. Vielleicht neue Ideen für den Feminismus der nicht nur die Männer schlecht macht, das mag ich nicht und wirkt unrealistisch. Wobei sehr gut klar gemacht wurde, was Kultur und Gesellschaft für Auswir-kungen haben.
Sicherlich habe ich eine andere Form von Roman erwartet, mehr Zusammenhang zwischen den einzelnen Frauen. Mit der Erzählstruktur habe ich gekämpft. Die angesprochenen In-halte waren enorm umfangreich und ohne die Diskussion mit anderen hätte mir eindeutig was gefehlt. Somit bin ich mit meiner Meinung über diesen Roman zwiegespalten.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Obskure Rache

Die Bäume
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Es geht um ein wichtiges Thema, dass nicht-weiße-Menschen in den USA gelyncht wurden. Es geht um Klischees wie der kleinen Ortschaft im tiefen Süden des Landes, farbige Agents und einer über Jahrzehnte ...

Es geht um ein wichtiges Thema, dass nicht-weiße-Menschen in den USA gelyncht wurden. Es geht um Klischees wie der kleinen Ortschaft im tiefen Süden des Landes, farbige Agents und einer über Jahrzehnte geführten Liste über Opfer von Lynchjustiz.
Da reichte auch schon ein einfaches guten Tag an eine weiße Person. Und in Money, dem Ort wo alles begann scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Weiße Männer werden ermor-det, verstümmelt und man findet daneben eine ebenso furchtbar zugerichtete Leiche eines jungen Farbigen.
Farbige Agents werden in den Ort geschickt, die Morde weiten sich aus und so richtig kom-men sie nicht voran. Es ist ein wenig mystisch, überzogen und klischeehaft, oder auch nicht?
Es ist auf jeden Fall ein bedrückendes Thema, welches unbedingt aufgearbeitet werden müsste. Aber für mein Empfinden nicht so.
Bei der Beschreibung konnte ich mir schon den Ort mit übergewichtigen weißen Menschen vorstellen, die nicht die Hellsten sind, aber es kam mir auch abgeschmackt vor. Höchstwahr-scheinlich war das die Absicht des Autors und als Spaß wenn auch Literaturspaß kam es mir nicht vor. Der Roman bietet mit seinen Darstellungen viel Stoff zum Nachdenken. Aber der Schreibstil ist nicht meiner, deshalb hatte ich beim Lesen meine Schwierigkeiten bei der Sache zu bleiben. Vielleicht wollte hier aber auch zu viel abgedeckt werden, auf das Obskure hätte gerne verzichtet werden können.

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