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Veröffentlicht am 20.03.2019

Der Irrsinn der Welt

Die große Heuchelei
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Besuche in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Jürgen Todenhöfer blickt auf eine erfahrungsreiche Zeit in der Politik und als Reporter in Kriegsgebieten zurück. Zu lesen was er dort erlebt hat ...

Besuche in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Jürgen Todenhöfer blickt auf eine erfahrungsreiche Zeit in der Politik und als Reporter in Kriegsgebieten zurück. Zu lesen was er dort erlebt hat macht betroffen. Ja, und die Frage taucht auf, wie so etwas zugelassen werden kann, wo sich die westlichen Nationen so oft die Worte Befreiung und Humanitär auf die Fahnen schreiben. Nicht, das man als Leser eh schon ahnte, dass das alles nur Ge-rede ist um zu täuschen und nationale und wirtschaftliche Interessen zählen.
Wie üblich trifft es Zivilisten, wie in jedem Krieg. Dazu gibt es noch reichlich geschichtli-chen Hintergrund, Politik zur Entwicklung und Lage des Nahen und Mittleren Ostens.
Dazu zählt natürlich auch der Islamismus. Genau wie das Christentum hat der seine Ge-schichte und besonders viele verschiedene, religiöse Strömungen, die das Zusammenle-ben in dem Gebiet nicht gerade vereinfachen.

Ich muss aber nach diesem Buch den Islam nicht besser finden als bisher. Es ist, wie das Christentum, eine vom Menschen gemachte, aufgeschriebene Religion und ganz viel Aus-legungssache. So lange Frauen unter dem Vorwand der Religion so eingeschränkt sind, kann ich nicht angetan sein. Auch wenn in der Geschichte gerade im Islam Kultur und Wissenschaft blühten und auch dort das Zusammenleben aller Religionen möglich war. Das ist es heute in diversen Gegenden auch, noch. Alles was mit extremer Religion zu tun hat ist mir suspekt und allein die Menschlichkeit sollte zählen. Tut es nicht, sondern wirt-schaftliche Interessen und Extremismus. Das ist schrecklich und scheint in Etappen immer wieder die Welt zu überziehen.
Wie einfach wäre es, wenn die Staatsführer einfach mal in den Ring steigen würden.

Auf jeden Fall macht der Autor die Zusammenhänge von den ganzen Kriegs- und Terrorge-schehen klar.
Durch die kurz gehaltenen Kapitel ist das Buch sehr übersichtlich und lässt sich gut lesen, auch mal nachschlagen. Der Autor bringt auch vieles an eigenen Erfahrungen, Wissen und Engagement ein.
Warum sich ein Staat, der seine Ureinwohner planmäßig nieder machte, wo es Sklaverei gab und heute noch Rassismus, der zwar eine Weltmacht, aber halt nicht der Retter ist, sich aber als solcher aufspielt, ist mir ein Rätsel. Woher kommt diese Einstellung? Man muss sich nicht überall einmischen, auch wenn es um Erdöl und anderes geht. Doch wer die Macht hat, hat das Sagen, muss es heute nur entsprechend verpacken. So lange, wie es gut geht.
Die Hoffnung auf Frieden bleibt, wie die auf intelligenten Umgang mit unserer Erde. Inso-fern ein Buch was betroffen macht, nachdenklich und der Erkenntnis, das überhaupt kei-ner besser ist als der andere und doch bitte auch jedes Land seinen Weg gehen soll.
Schwierig alles, vielschichtig und ein Dauerthema.

Veröffentlicht am 14.03.2019

Von den wilden Bienen und dem Leben.....

Der Gesang der Bienen
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Mitte des 12. Jahrhunderts am Rhein rund um Straßburg. Mit dem Zeidler Seyfried lernt der Leser richtig gut das Handwerk mit den Bienen kennen. Durch ganz schlechte Umstände wird seine Frau ins Verlies ...

Mitte des 12. Jahrhunderts am Rhein rund um Straßburg. Mit dem Zeidler Seyfried lernt der Leser richtig gut das Handwerk mit den Bienen kennen. Durch ganz schlechte Umstände wird seine Frau ins Verlies geworfen und zum Tode verurteilt. In seiner Not macht sich Seyfried auf den Weg zu Hildegard von Bingen.
Doch Seyfried muss für Hildegards Hilfe auch einiges tun. Dadurch macht man sich mit auf die Reise und erlebt allein die Landschaft, dank der guten Beschreibung, sehr intensiv mit. Ich finde alles gut beschrieben, ob es das Kloster ist was Hildegard aufbaut, Seyfrieds Erleb-nisse und auch wie sich seine Kinder auf der Burg und später schlagen. Besonders, wie sich Hildegard während der Geschichte entwickelt, wie sich nach und nach kristallisiert wie vo-rausschauend sie handeln musste.
Mir hat dieser historische Roman gut gefallen, dabei habe ich den Beruf des Zeidlers kennen gelernt und mich auf eine Reise zu Zeiten Hildegards von Bingen gemacht und in die Ge-schichte eingetaucht. Ich finde, diese hat sich immer mehr entwickelt und mich als Leser mit bildlichen Beschreibungen, Drama und Spannung versorgt. Das Ende hat mir gut gefallen, es hätte nach der Geschichte nicht anders sein dürfen.
Dazu ist das Cover sehr schön und passend gestaltet, wie auch der Beginn eines jeden Kapi-tels.
Bei diesem Buch passt einfach alles gut zusammen.

Veröffentlicht am 07.03.2019

12 erotische Kurzgeschichten

Wilde Triebe | Erotische Geschichten
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3,5 Sterne
Zwölf erotische Kurzgeschichten
Die Autorin erzählt jede Geschichte aus der Ich-Perspektive und führt den Leser an ganz verschiedene Handlungsorte. Auf manche wäre ich als Leserin vielleicht ...

3,5 Sterne
Zwölf erotische Kurzgeschichten
Die Autorin erzählt jede Geschichte aus der Ich-Perspektive und führt den Leser an ganz verschiedene Handlungsorte. Auf manche wäre ich als Leserin vielleicht nicht gekommen. Auf jeden Fall hat mir diese Abwechslung schon mal gut gefallen. Gerade die Geschichte Callboy ist mir besonders in Erinnerung geblieben, weil das Erlebnis der Protagonisten eine bleibende Veränderung bei ihr bewirkt hat. Und natürlich gab es auch eine Geschichte, die mir nicht so gefiel, wohl weil der dort agierende Mann so ganz gefühlskalt und von sich überzeugt war.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und es geht dann schnell zur Sache. Mir persönlich fehlte in den Beschreibungen das prickelnde, der Funke, der mich beim lesen solcher Ge-schichten berühren sollte. Die Frauen mussten nicht groß überzeugt werden, egal in welcher Situation auf den bereiten Mann gestoßen wird. In der Beziehung war dann weniger Ab-wechslung. Die Frauen hatten ihren Spaß, ja, doch sie wurden genommen, nahmen selbst eher nicht.
Zum Cover muss ich sagen, dass es durchaus passend ist, gerade das im Dunkeln versteckte Blockhaus. Doch das Gesicht des Mannes geht gar nicht, mit so einem Ausdruck hätte ich eher Angst statt Lust.
Nette Unterhaltung im Bereich erotischer Kurzgeschichten.

Veröffentlicht am 25.02.2019

Neues Leben in Buenos Aires

Als das Leben unsere Träume fand
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Dieser Roman erzählt von hauptsächlich drei Hauptfiguren. Rocco und Rosetta kommen aus Sizilien und treffen auf der Überfahrt nach Buenos Aires zum ersten Mal aufeinander. Rocco weigert sich in den Dienst ...

Dieser Roman erzählt von hauptsächlich drei Hauptfiguren. Rocco und Rosetta kommen aus Sizilien und treffen auf der Überfahrt nach Buenos Aires zum ersten Mal aufeinander. Rocco weigert sich in den Dienst der Mafia zu treten Rosetta unterwirft sich nicht dem Landesfürsten, überlebt gerade mal eine Vergewaltigung und flieht ebenso wie Rocco. Raquel ist Jüdin und flieht ebenfalls, aus Russland nachdem ihr Vater ermordet wurde. Auch sie glaubt, wie so viele andere Mädchen, den Anwerbern und erlebt eine böse Über-raschung.
Einfacher wird es für alle erstmal nicht. Doch alle drei beweisen eine besondere Kraft, Zä-higkeit, Gerechtigkeitssinn und Mitgefühl. Dazu sind alle weitern Figuren in diesem Roman wirklich gut dargestellt. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und sie geben dem Ganzen noch mehr Leben.
Von Anfang an war ich in der Geschichte gefangen. Die einzelnen Kapital haben eine gute Länge und er Wechsel zwischen den einzelnen Protagonisten ist passend. Richtig gut ist, wie der Autor es schafft die Erzählstränge von Raquel, Rocco und Rosetta im Laufe des Romans nach und nach zusammen zu führen, wo es zu einer Geschichte zusammen wächst. Die brutalen und auch menschverachtenden Zustände werden schonungslos ge-schildert. Aber auch die Menschlichkeit. Einzig zum Ende kam es mir dann ein wenig zu viel des Guten, im wahrsten Sinne des Wortes, vor. Aber ein gefühlvolles Ende, eine Ge-schichte die durchaus das Herz berührt und Mut macht.
Der Schreibstil gefällt mir und das Coverbild ist auch mit den Farben passend zur Geschichte.

Veröffentlicht am 16.02.2019

Green Mountain

Sehnsucht nach dir
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Der fünfte Band der Green Mountain Rehe. Gefallen hat mir, dass die einzelnen Bände auch getrennt voneinander zu lesen sind, in sich abgeschlossen sind. Doch man trifft immer wie-der bekannte Namen aus ...

Der fünfte Band der Green Mountain Rehe. Gefallen hat mir, dass die einzelnen Bände auch getrennt voneinander zu lesen sind, in sich abgeschlossen sind. Doch man trifft immer wie-der bekannte Namen aus der umfangreichen Familie Abbott.
Hier geht es um Ella, die ihr Herz schon früh an Gavin Guthrie verloren hat. Doch seitdem Gavins Bruder im Irak ums Leben gekommen ist steht der völlig neben sich. Doch in einer Nacht ändert sich alles, auch Gavin gibt seine abweisende Haltung auf.
Gut gefallen haben mir die Schilderungen von und über die umfangreiche Familie Abbott, wie sie zusammen halten, zusammen einen Betrieb führen. Ella scheint ein absoluter Gut-mensch zu sein, die ihrer großen Liebe alles verzeiht. Gavin trauert sehr stark, lässt Ella nur langsam an sich heran und stößt sie bei sich bietenden Kleinigkeiten wieder von sich.
Der Schreibstil ist soweit gut, allerdings haben mich die vielen Sexszenen zwischen Ella und Gavin mit der Zeit genervt. Es kam mir so vor, dass sich die Handlung um die Sexszenen dreht, das passt so nicht, jedenfalls nicht hier. Die Dialoge zwischen Ella und Gavin fand ich grenzwertig für erwachsene Menschen, jedenfalls in meiner Wahrnehmung und Gavins Ver-halten war unreif, auch wenn er trauert, fast schon unter einem Trauma leidet. Verständlich, aber sein Benehmen teilweise nicht.
Nach der angehängten Leseprobe vom nächsten Band werde ich keine weiteren Bände dieser Reihe lesen, auch wenn sie erst so vielversprechend geklungen haben. Mit dem Benehmen der jeweiligen Hauptfiguren komme ich nicht ganz klar bzw. der Darstellung von diesen.